festival.06

Vom 5. Juni bis 25. Juni 2001 fand das 6. ADevantgarde-Festival statt
Auch junge Komponisten haben “Väter”, und so stehen auf dem Programm des 6. ADevantgarde-Festivals gleich zwei Hommages, eine an den deutschen Komponisten Hans Werner Henze, der in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag feiert und eine an den experimentellen Übervater der Neuen Musik, John Cage. Der Abend des letzteren, Variations IV.01, denkt dabei Cages “Ort” aus seinem Werk “Variations IV” weiter und verortet ihn im nirgendwo des Internets. Ein perpetum mobile, an dem 20 Komponisten und Ensembles aus aller Welt live und online mitarbeiten. Komponieren mit dem Computer bestimmt auch den Abend urban.dis.urban, der der Frage nachgeht was Großstadtästhetik heute bestimmt und den Zuschauer in einen Wirbel aus Tönen, Bildern und Worten von Asien bis Europa versetzt. Überhaupt wird das Wort bei der diesjährigen A?Devantgarde großgeschrieben, gibt es doch nicht nur neue Kompositionen, sondern auch neue Lyrik zu erlauschen. In Neue Dichter Lieben machen sich zwanzig Münchner Lyriker zusammen mit zwanzig Komponisten auf die Suche nach der Liebe und der Abend Tod im Grand Hotel erforscht musikalisches und literarisches von Sappho bis Joyce. Was Neue Musik dagegen mit fünf E-Gitarren anstellt zeigt das Ensemble GO GUITARS, der Abend …ins Offene kombiniert Kontrabass und Klavier mit Live-Elektronik (und zwei Tischen). Mechanism schließlich präsentiert einen “Bekannten” des Festivals 1999, das ERGO-Ensemble aus Toronto mit sechs Uraufführungen aus Deutschland und Kanada.

Sonderkonzert zum 75. Geburtstag von Hans Werner H

Kammermusik von Hans Werner Henze und seinen Schülern Zu Anfang des 6. A•Devantgarde-Festivals steht eine Hommage an einen alten Meister der Neuen Musik: Hans Werner Henze. Anlässlich seines 75. Geburtstages...

Veranstaltungsdatum
15. Juni 2001 um 20:00 Uhr

Veranstaltungsort
Carl-Orff-Saal, Gasteig München
Rosenheimer Straße 5
81667 München

Tod im Grand Hotel

Musik-Performance-Abend Grand Hotels sind legendäre Orte. Orte des Luxus. Orte der Schönen und Reichen, der Berühmten. Magische Orte, die Marmorbäder erahnen lassen, üppige Frühstückstische, vergoldete Wasserhähne. "Grand Hotel" ist aber auch...

Veranstaltungsdatum
16. Juni 2001 um 20:30 Uhr

Veranstaltungsort
i-camp / Neues Theater München
Entenbachstr. 37
81541 München

Ensemble GO GUITARS

Musik füt 5 E-Gitarren Zunächst scheinen fünf E-Gitarren auf einem Festival für zeitgenössische E-Musik etwas fehl am Platz zu sein, denkt man doch bei ihrer Erwähnung eher an Rock- und...

Veranstaltungsdatum
17. Juni 2001 um 20:30 Uhr

Veranstaltungsort
i-camp / Neues Theater München
Entenbachstr. 37
81541 München

urban.dis.urban

eine konzerttheaterinstallation urban.dis.urban steht wie schon der Titel andeutet ganz unter dem Zeichen des Urbanen, der großen Städte - um nicht zu sagen der modernen Großstädte, Megapolen und Metropolen mit...

Veranstaltungsdatum
19. Juni 2001 um 20:30 Uhr

Veranstaltungsort
i-camp / Neues Theater München
Entenbachstr. 37
81541 München

…ins Offene

Konzert für Kontrabass, Klavier und Live-Elektronik (und mindestens zwei Tische) Michinori Bunya ist einer der gefragtesten Kontrabassisten der Gegenwart. Schon seit mehreren Jahren bildet er zusammen mit der international renommierten...

Veranstaltungsdatum
20. Juni 2001 um 20:30 Uhr

Veranstaltungsort
i-camp / Neues Theater München
Entenbachstr. 37
81541 München

Variations

ein Abend in zwei Teilen Über den Abend Variations IV.01 (ein Abend in zwei Teilen) Teil 1: 18.00 Uhr: –Auf der Suche nach dem KlaNNg – Atanasio Khyrsh und die Musik...

Veranstaltungsdatum
23. Juni 2001 um 18:00 Uhr

Veranstaltungsort
t-u-b-e
Einsteinstraße 42
81675 München

Neue Dichter Lieben

Münchner Edition Ein Gipfeltreffen zwischen Wort und Musik: 20 Münchner Dichter begegnen  20 Komponisten aus ganz Deutschland Damit begegnen zwanzig Liebesgedichte, manche exclusiv für diesen Abend geschrieben, ihrer Vertonung. Ein...

Veranstaltungsdatum
25. Juni 2001 um 19:00 Uhr

Veranstaltungsort
Bayerische Akademie der Schönen Künste
Max-Joseph-Platz 3
80539 München

Mitwirkende

Composers

BHAGWATI, Sandeep

Komposition

(*1963 in Mumbai), Absolvent der Musikhochschule München (Studium bei Wilhelm Killmayer) und einst ein Mitbegründer des aDevantgarde-Festivals, ist ein international aktiver Komponist, Musikforscher, Theatermacher und Medienkünstler. Nach langer freischaffender Tätigkeit und vielen Gastkünstleraufenthalten u.a. am IRCAM Paris, ZKM Karlsruhe und Beethovenorchester Bonn wurde er 2000 Pro- fessor für Komposition an der Musikhoch- schule Karlsruhe, und ist seit 2006 Canada Research Chair for Inter-X Arts an der Concordia University Montréal sowie Direktor des von ihm gegründeten matralab. Seine künstlerische Forschung dort umfasst neben dem Entwickeln experimenteller Theater- und Musikformen insbesondere das Ausloten des Spannungsfelds zwischen Komposition und Improvisation mittels Computerimprovisationssoftwares und interaktiven Partituren für Live-Musiker.

Mehr unter: wikipedia_Sandeep_Bhagwati

    DADELSEN, Hans-Chr., v.

    Komposition

    Hans Christian von Dadelsen, *1948, wirkte bei aDevantgardes Neue Dichter Lieben 2001 mit.

      EGGERT, Moritz

      Komposition, Klavier

      wurde 1965 in Heidelberg geboren. Als Komponist setzt er sich gerne zwischen alle Stühle, was sowohl das avantgardistische wie auch das klassische Konzertpublikum verunsichert. Durch in den Medien viel diskutierte Projekte wie „Die Tiefe des Raumes“ (Fußballoratorium, geschrieben für die Ruhrtriennale im Auftrag des Kulturprogramms der WM 2006) oder „Freax“ (Oper, zusammen mit Christoph Schlingensief) versucht er konstant das gängige Bild der Neuen Musik als Angelegenheit alleine für ein Expertenpublikum zu unterminieren. Neben seinem Schwerpunkt im Bereich Musiktheater, für das Eggert bisher 11 Opern schrieb, pflegt er gerne die kammermusikalischeren oder experimentelleren Zwischentöne zum Beispiel in seinem Liederzyklus „Neue Dichter Lieben“ oder seinem Klavierzyklus „Hämmerklavier“. Zu seinen aktuellen Projekten gehören neue große Opern für Linz und Berlin, eine Vertonung der Nutzungsbedingungen von Google für Sänger und Orchester, eine „Kochoper“ für Hamburg und eine Symphonie für Autohupen.

      Als Pianist, Sänger, Dirigent und Performer setzt sich Eggert nicht nur für das zeitgenössische sondern auch für das klassische Repertoire ein, besonders im Bereich Lied und Kammermusik. Für die Neue Musikzeitung betreibt er den „Bad Blog of Musick“, den meistgelesenen Blog zum Thema zeitgenössische Musik in Deutschland. Mehr unter: www.moritzeggert.de

        GLANERT, Detlev

        Komponist

        Detlev Glanert, geb. 1960 in Hamburg, ist einer der wichtigsten deutschen lebenden Opernkomponisten. Aktiv ist er in quasi allen Bereichen der zeitgenössischen Musik. Als Henze-Schüler war er am Geburtstagskonzert seines Mentors 2001 auf aDevantgarde dabei.

          GROSSKOPF, Erhard

          Komposition

          Erhard Grosskopf wirkte bei aDevantgardes Neue Dichter Lieben 2001 mit. Er vertonte dafür einen Text von Gert Heidenreich

            HAKENBERG, Stefan

            Komposition

            Stefan Hakenberg, * 1960, wirkt und lebt als Komponist in Deutschland, der in etlichen Genres der Neuen Musik wie Oper, Orchester- und Kammermusik hervortrat. Als Henze-Schüler war er am Geburtstagskonzert seines Mentors 2001 auf aDevantgarde dabei.

              HESKETH, Kenneth

              Komposition

              Kenneth Hesketh, geb. 1968, ist ein britischer Komponist. Er schrieb für Oper, Orchester, Kammermusik, etc. Als Henze-Schüler war er am Geburtstagskonzert seines Mentors 2001 auf aDevantgarde dabei.

                HESS, Sebastian

                Violoncello

                Sebastian Hess, 1971 in München geboren, studierte ab 1986 den Musikhochschulen Würzburg und München bei Julius Berger und Helmar Stiehler und 1990-1994 bei William Pleeths in London. 1997 war er Meisterschüler von Mstislav Rostropovich. Er setzt sich gleichermassen für Alte Musik, klassisch-romantische Werke und Neue Musik ein. Er trat u.a. auf dem Schleswig Holstein-Festival, den Salzburger Osterfestspielen und Rheingau Musik Festival auf und arbeitete zusammen mit dem Bayerischen Staatsorchester, den Bamberger Symphonikern, den Moscow Soloists und der Akademie für alte Musik Berlin. Aufnahmen sind z.B. bei Wergo, Arte Nova/BMG und Koch Classics mit ihm produziert worden. Sebastian Hess unterrichtet an der Hochschule für Musik und Theater in München.

                 

                  HUBER, Nicolaus A.

                  Komposition

                  Nicolaus A. Huber (*1939) studierte Komposition u.a. bei Günter Bialas, Karlheinz Stockhausen und Luigi Nono. 1965/66 arbeitete er in München mit Josef A. Riedl zusammen, bevor er 1974-2003 Professor in Essen war. Besonders aufgefallen ist er mit der sog. politischen Rhythmuskomposition, die er im Laufe seines bedeutenden Schaffens verfeinerte. Er war Lehrer etlicher Komponisten, von Gerhard Stäbler bis Gordon Kampe.

                    HUMMEL, Stefan David

                    Komposition

                    Stefan David Hummel wirkte bei aDevantgardes Neue Dichter Lieben 2001 mit und vertonte dafür einen Text von Dagmar Nick.

                      HURT, Leopold

                      Komposition, Zither

                      1979 in Regensburg geboren, studierte Hurt am Richard-Strauss-Konservatorium München Zither sowie Viola da Gamba und Historische Aufführungspraxis. Seinen ersten Kompositionsunterricht erhielt er bei Peter Kiesewetter. 2004 setzte er sein Kompositionsstudium bei Manfred Stahnke an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg fort. Er nahm an Meisterkursen von Dieter Schnebel, Paul-Heinz Dittrich, Brian Ferneyhough (Komposition), sowie Nigel North (Alte Musik) teil und besuchte Kurse für Elektronische Musik am IRCAM in Paris. Leopold Hurt wurde für sein Schaffen mehr- fach ausgezeichnet, u.a. mit dem Gustav- Mahler-Kompositionspreis Klagenfurt 2008, dem Stuttgarter Kompositionspreis 2010 und dem Bachpreis-Stipendium der Stadt Hamburg 2011. Als Stipendiat des Freistaats Bayern lebte er 2003/2004 an der Cité Internationale des Arts in Paris und 2009/2010 im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia Bamberg.

                        KAMPE, Gordon

                        Komposition

                        wurde 1976 in Herne geboren. Nach einer Ausbildung zum Elektriker absolvierte er ein Kompositionsstudium bei Hans-Joachim Hespos, Adriana Hölszky und Nicolaus A. Huber. Außerdem studierte er Musik- und Geschichtswissenschaften in Bochum. Mehrfache Auszeichnungen, darunter der Stipendienpreis der Darmstädter Ferienkurse sowie der Stuttgarter Kompositionspreis (2007 und 2011). Er erhielt u.a. Stipendien der Berliner Akademie der Künste und Arbeitsstipendien für die Cité Internationale des Arts Paris, die Künstlerhöfe Schreyahn und Schöppingen sowie für das SWR-Experimentalstudio. Kampe ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Folkwang Universität der Künste in Essen.

                          KAWAKAMI, Noriko

                          Komposition

                          Noriko Kawakami, * 1955 in  Japan absolvierte nach Studien in ihrer Heimat 1987-91 Kompositionbei Klaus Huber in Freiburg und Nicolaus A. Huber in Essen. Ihre Musik erklang z.B. auf dem Kusatsu Festival, dem International Festival of New Music - Manuel Enriquez in Mexiko-Stadt sowie 2001 bei aDevantgarde. 2004 war sie Stipendiatin des ZKM in Karlsruhe.

                            KLEIN, Julian

                            Komposition

                            Julian Klein  wirkte bei aDevantgardes Neue Dichter Lieben 2001 mit und vertonte dafür einen Text von  Friederike Langer.

                              KÜHNL, Claus

                              Komposition

                              wurde 1957 im unterfränkischen Arnstein geboren. An den Musikhochschulen Würzburg und Frankfurt am Main studierte er Komposition, Klavier und Dirigieren. Zwei längere Auslandsaufenthalte (Paris, Cité Internationale des Arts,1983 und Rom, Villa Massimo, 1990/91) rundeten seine Studienzeit ab. Er war Dirigent des Kammerorchesters Musici Allegri in Würzburg sowie Leiter des Mutare-Ensemble-Frankfurt. Claus Kühnl unterrichtete an den Hochschulen in Frankfurt, Darmstadt, Mainz und
                              Nürberg/Augsburg. Seit 1985 unterrichtet er Komposition und Kammermusik am Hoch’schen Konservatorium FFM, und seit 2001 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Claus Kühnls Kompositionen erhielten mehrere Auszeichnungen und wurden auf Festivals im In- und Ausland gespielt. Außerdem ist er als Dirigent und Pianist tätig.

                                LÜCKER, Arno

                                Komposition

                                Arno Lücker wirkte bei aDevantgardes Neue Dichter Lieben 2001 mit und vertonte dafür einen Text von  Helmut Krausser.

                                 

                                  LÜTGE, Ines

                                  Komposition

                                  Ines Lütge  wirkte bei aDevantgardes Neue Dichter Lieben 2001 mit und vertonte dafür einen Text von  Wolfgang Bächler.

                                    MÜLLER-WIELAND, Jan

                                    Komposition

                                    geboren 1966 in Hamburg, studierte an der Musikhochschule Lübeck Komposition bei Friedhelm Döhl, Kontrabass bei Willi Beyer und Dirigieren bei Günther Behrens. 1988 nahm er ein externes Kompositionsstudium bei Hans Werner Henze auf, was für seine spätere Laufbahn prägend sein sollte. Zahl- reiche Stipendien gaben ihm die Möglichkeit zu ausgedehnten Auslandsaufenthalten in Frankreich, Italien und Amerika. Seit 1993 freischaffend in Berlin tätig, wurde er 2006 Dozent und 2007 Professor für Komposition an der Münchner Musikhochschule. Müller-Wieland komponierte über hundert Werke, darunter fünfzehn abendfüllende Arbeiten für das Musiktheater, vier Sinfonien, zahlreiche Orchesterwerke, ferner kammermusikalische Werke und Vokalmusik. Aufträge erhielt er dabei von Häusern wie der Hamburgischen Staatsoper oder der Deutschen Oper Berlin, Festivals wie der Münchener Biennale und dem Holland Festival sowie von Orchestern u.a. Münchner Philharmoniker, London Sinfonietta. Sein Schaffen wurde mit zahlreichen Preisen so dem Förderpreis der Ernst von Siemens-Musikstiftung oder den Hindemith-Preis des Schleswig-Holstein-Musikfestivals ausgezeichnet.

                                     

                                      POGATSCHAR, Helga

                                      Komposition

                                      in München geboren, studierte sie zunächst Klavier an der Hochschule für Musik in München und später Komposition für Film und Fernsehen. Die Komponistin bekam zahlreichen Stipendien (u.a. Projektstipendium Neue Musik/Neue Medien, Internationales Künstlerhaus Villa Concordia Bamberg) und Auszeichnungen (u.a. tz-Rose, CD des Jahres der SZ) zuerkannt und erhielt Lehraufträge an den Hochschulen für Musik und Theater in München (elektronische Klangerzeugung) und Hamburg (angewandte Komposition und Sounddesign). Neben freien Kompositionen und Auftragswerken entstanden zahlreiche Hörspiele unter anderem für den Bayerischen Rundfunk. Helga Pogatschar ist im künstlerischen Leitungsteam des Festivals für Neue Musik A•Devantgarde, das bereits seit 1989 besteht. Zuletzt von ihr zu hören waren „Traumtext“ beim Festival DANCE 2004, die Kurzoper „Manöverkritik“ beim A•Devantgarde-Festival 2005 und „Traumtext II“ im Gasteig 2006.

                                        POPPE, Enno

                                        Komposition

                                        Enno Poppe wirkte bei aDevantgardes Neue Dichter Lieben 2001 mit und vertonte dafür einen Text von  Michael Lentz.

                                          SARUYA, Toshio

                                          Komposition

                                          Toshio Saruya ist ein japanischer Komponist, * 1960. Als Henze-Schüler war er am Geburtstagskonzert seines Mentors 2001 auf aDevantgarde dabei.

                                            SCARTAZZINI, Andrea L.

                                            Komposition

                                            Andrea Lorenzo Scartazzini (*1971 in Basel) studierte Germanistik und Italianistik an der Uni Basel sowie Komposition bei Rudolf Kelterborn (Basel) und Wolfgang Rihm (Karlsruhe). 1999/2000 war er für ein Studiensemester an der Royal Academy of Music in London. Er erhielt mehrere Preise, darunter den Studienpreis der Ernst von Siemens Stiftung München, die Jakob Burckhardt-Auszeichnung der Goethe-Stiftung Basel sowie den  Alexander Clavel-Preis Riehen.

                                            Seine Stücke wurden an bedeutenden Festivals (u.a. Salzburger Osterfestspiele, Lucerne Festival, Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt, Prager Premieren) durch namhafte Ensembles und Orchester gespielt (u.a. Ensemble Intercontemporain, Ensemble Phoenix, Collegium Novum Zürich, Kammerorchester Basel, basel sinfonietta, Sinfonierorchester Basel, Berner Symphonie-Orchester). 2004 war er Composer in residence an der Uni Witten Herdecke, 2011 Gast im Swatch Art Peace Hotel in Shanghai, 2012/13 Stipendiat am Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die beiden Opern Wut (UA Theater Erfurt 2006, Theater Bern 2010) und Der Sandmann (Theater Basel 2012). Zurzeit arbeitet Scartazzini an seiner dritten Oper, Edward II, für die Deutsche Oper Berlin. Seine Kompositionen werden bei Bärenreiter verlegt.

                                             

                                              SCHMITT, Markus

                                              Komposition

                                              wurde 1965 in München geboren und studierte Komposition an der Münchener Musikhochschule bei Wilhelm Killmayer und Hans-Jürgen von Bose. Wichtige künstlerische Anregungen verdankt er u.a. dem Kontakt mit Hans Werner Henze, seinen Klavierstudien bei Ansgar Janke und nicht zuletzt dem intensiven Austausch mit zahlreichen Komponisten und Interpreten seiner Generation. Er lehrt am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg. Sein Œvre umfasst Vokal- und Kammermusik, Orchester- und Bühnenwerke, darunter die für die Münchener und Zürcher Opernfestspiele 2001 entstandene Kammeroper „aiaia“ oder die Bühnenmusik zu Dieter Dorns Inszenierung des „Kaufmann von Venedig“. Weitere musikdramatische Werke waren an der Kammeroper Rheinsberg, am Theater Osnabrück, sowie an der Staatsoper Kassel zu hören. Markus Schmitt wurde vielfach ausgezeichnet, trat als Gastkomponist auf renommierten Festivals auf und war u.a. Stipendiat der Deutschen Akademie „Villa Massimo“ und des „Deutschen Studienzentrums“ in Venedig. Mehr unter: http://musikverlag-nickel.eu/Schmitt/

                                               

                                                SCHNEIDER, Joachim F.W.

                                                Komposition

                                                Joachim F.W. Schneider, *1970, studierte Komposition bei Heinz Winbeck. Er wirkt als Komponist und Dirigent und unterrichtet bereits seit 1998 an der Musikhochschule Würzburg. Er erhielt 2005 den Bayerischen Staatsförderpreis. U.a. führten Ensemble Köln und das ehemalige RSO Saarbrücken seine Werke auf.

                                                  SCHWENK, Fredrik

                                                  Komposition

                                                  wurde 1960 in München geboren. Er studierte Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität sowie Komposition bei Wilhelm Killmayer an der Hochschule für Musik und Theater in München. Im Jahr 2000 wurde er als Professor für Musiktheorie und Komposition an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg berufen. Zusammen mit Peter Michael Hamel leitete er das Studio 21. Ebenfalls war er künstlerischer Leiter der deutsch-französischen Akademie Opus XXI. Die Verbindung beider Länder zieht sich durch seine Biografie: 2009 übernahm er die Leitung des Doppelmasters Komposition zwischen der HfMT Hamburg und dem CNSMD Lyon.

                                                  Kompositionsaufträge erhielt er von namhaften Institutionen u.a. von der 3. Münchener Biennale, der Oper Halle, der Akademie der Schönen Künste München und dem Oldenburgischen Staatstheater. Er erhielt zudem zahlreiche Auszeichnungen, darunter den 1. Preis der Fondation Hindemith, den Kulturförderpreis der Stadt München und den Sonderpreis der Siemens-Kulturstiftung. Mehr unter: de.wikipedia.org/wiki/Fredrik_Schwenk

                                                    SEITHER, Charlotte

                                                    Komposition

                                                    wurde 1965 in Landau / Pfalz geboren. Als erste Deutsche wurde sie 1995 mit dem 1. Preis im Internationalen Kompositionswettbewerb Prager Frühling ausgezeichnet. 1998 promovierte sie zum Doktor der Philosophie und ist eine gefragte Jurorin und Kuratorin bei internationalen Wettbewerben. Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter den 1. Preis im Internationalen Kompositionswettbewerb Ciutat de Palma in Spanien (2004), den Förderpreis des Ernst von Siemens Musikstiftung (2002) und war Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes (1987-91). Sie ist Gast auf zahlreichen Festivals wie dem Generationen-Festival Warschau, Gaudeamus Amsterdam, Wien Modern, Encuentros Santiago de Chile oder IFWM Seoul. Als Artist in residence lebte und arbeitete sie in der Cité des Arts Paris (1999), Akademie Schloss Solitude Stuttgart (1995), in der Villa Concordia Bamberg (2013), im Palazzo Barbarigo Venedig (1993), auf Civitella Ranieri / Italien (2012) und in der Villa Aurora Los Angeles (2000). 2009 war sie als Stipendiatin an der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom zu Gast. Für ihr musikalisches Schaffen wurde Charlotte Seither 2010 mit dem Praetorius Musikpreis des Landes Niedersachsen ausgezeichnet. 2012 erhielt sie den Pfalzpreis für Musik. Im August 2013 kam ihr Orchesterwerk Language of Leaving (2012/13) mit dem BBC Symphony Orchestra London und den BBC Singers bei den BBC Proms zur Uraufführung. In diesem Jahr wurde Charlotte Seither mit dem Deutschen Musikautorenpreis 2014 ausgezeichnet.

                                                      SHI, Pei-Yu

                                                      Komposition

                                                      Pei-Yu Shi, 1973 geboren in Taipei (Taiwan), 1995 Abschluss in Chinesischer Musik, Chinese Culture University, 1998 Master , Taipei National University of the Arts, 2004 Diplom in Komposition und Solistenexamen, Musikhochschule Karlsruhe, 2005 – 2006 Musikakademie Basel, 2004 – 2007 Stipendien von ZKM Karlsruhe, 2009 Villa Aurora Stipendium in L.A./USA

                                                       

                                                        SINGER, Axel

                                                        Komposition

                                                        Axel Singer (*1963) studierte 1983 - 88 Komposition bei Wilhelm Killmayer an der Hochschule für Musik in München. Sein Interesse für elektronische Musik führte ihn außerdem zu Studienaufenthalten ans Pariser IRCAM (1994, 2006) und ans CNMAT in Berkeley, Kalifornien (2004). Er erhielt ein Stipendium (1989) und den Musikförderpreis (2003) der Stadt München sowie Stipendien des Bayerischen Staates für Aufenthalte im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg (1999/2000) und in der Cité Internationale des Arts in Paris (2006). Sein Schaffen umfasst instrumentale und elektroakustische Kompositionen für Konzertsaal, Film und Ballett sowie Klanginstallationen.

                                                        Werke (u.a.): "Sonate an Anna Blume" für Flöte und Klavier (1991) / "Junction Five" für Posaune und Tonband (1993) / "Der bedrohte Mörder" Tanztheater nach einem Bild von René Magritte für Tonband (1994) (Auftragswerk des Bayerischen Staatsballetts) / "Ein Traumspiel" Ballett nach August Strindberg für 8-Kanal Zuspielband (1997) (Auftragswerk des Bayerischen Staatsballetts) / "Der Taucher" Melodram nach Friedrich Schiller für Stimme und Keyboard (1998) (Auftragswerk der Bayerischen Akademie der Schönen Künste) / "Schnee" Hörstück nach einem Gedicht von Rolf Dieter Brinkmann für Tonband (1999) / "Paare, Passanten" für Streichquartett (2000) / "Ventile" für 5 Blechbläser (2001) (Auftragswerk der Bayerischen Staatsoper) / "Rumpf" für Kontrabass und Elektronik (2001) / "Nuplia" Interaktives Klangspiel für Computer (2002) / "Steinschlag" Elektroakustische Musik (2004) / "Correspondances" für Klavier, Elektronik und Projektion (2006)

                                                          STAHL, Andreas

                                                          Komposition

                                                          Geboren in Frauenfeld, aufgewachsen im Kanton Zürich. Kompositionsunterricht bei Hans Ulrich Lehmann am Konservatorium Zürich, später Theorie- und Kompositionsstudium bei Mathias Spalinger, Peter Förtig und Cornelius Schwehr an der Musikhochschule Freiburg i. Br. Verschiedene Arbeiten für Theater und Film. Unterrichtet Musiktheorie am Konservatorium Bern. 1995 Stipendiat der Akademie Schloss Solitude, Stuttgart.

                                                            STRAUCH, Alexander

                                                            Komposition

                                                            wurde 1971 in München geboren. Sein Hauptaugenmerk auf dem Musiktheaters, so konnte man zuletzt konnte man 2014 Styx – Orfeo's Past Now erleben, davor waren z.B. NEDA – der Ruf, die Stimme (Münchener Biennale, 2012), oder UTOPER nach Thomas Morus' Utopia (Semperoper Dresden, Hochspannungshalle der TU Dresden, 2009). Wichtige Kompositionsaufträge erhielt er u.a. von der Münchener Biennale, der Bayerischen und der Sächsischen Staatsoper und dem Münchener Kammerorchester. Strauch war u.a. Stipendiat der Cité Internationale des Arts in Paris und der Villa Concordia in Bamberg. Seine Werke wurden u.a. durch BR, DLR und Deutsche Welle aufgezeichnet und gesendet. Er studierte an den Musikhochschulen in München und Frankfurt/M. u.a. bei Hans Zender und Isabel Mundry. www.strauchcomposer.de

                                                              TCHIBA, Martin

                                                              Komposition

                                                              Martin Tchiba wirkte bei aDevantgardes Neue Dichter Lieben 2001 mit und vertonte dafür einen Text von Ulrike Draesner.

                                                                TURNAGE, Mark-Anthony

                                                                Komponist

                                                                Mark-Anthony Turnage, geb. 1960, ist einer der erfolgreichsten aktuellen britischen Komponisten von Opern, Orchester- und Kammermusik. Als Henze-Schüler war er am Geburtstagskonzert seines Mentors 2001 auf aDevantgarde dabei.

                                                                  VAN EIJDEN, Cynthie

                                                                  Komposition

                                                                  Cynthie van Eijden wirkte bei aDevantgardes Neue Dichter Lieben 2001 mit.

                                                                    VIERK, Lois V

                                                                    Lois V Vierk ist eine Komponistin aus Illinois/USA (*1951). Sie wird gerne als Post-Minimalistin bezeichnet. Sie studierte Komposition u.a. bei Leonard Stein und Morton Subotnick. Sie entwickelte eine grosse Bewunderung für gagaku, die japanische Hofmusik. Ihr Stück GO GUITARS gab dem gleichnamigen E-Gitarrenensemble den Namen.

                                                                      WEIDNER, Bernhard

                                                                      Komposition

                                                                      (geb. 1965 in München) studierte nach musikalischen Anfängen als Rockgitarrist Komposition bei Bertold Hummel und Heinz Winbeck an der Hochschule für Musik in Würzburg.

                                                                      Weidner schreibt für die unterschiedlichsten Genres, wobei die Erkundung des eigenen inneren Klangerlebens stets im Zentrum seines Komponierens steht. In vielen seiner Stücken nimmt er – als Ausdruck des Respekts und der Nähe – bewusst Bezug auf Werke der musikalischen Tradition. Ebenso spielen für Weidner beim Komponieren außermusikalische Bezüge (insbesondere literarische Vorlagen) immer wieder eine große Rolle.

                                                                      An Auszeichnungen erhielt er u.a. ein Stipendium an der Cité Internationale des Arts in Paris, das Musikstipendium und den Förderpreis Musik der Stadt München. Zu den Künstlern, die Werke von Bernhard Weidner zur Aufführung brachten, gehören u.a. die Ensembles Singer Pur, Quatuor Bozzini, Ensemble Mondrian, Aventa Ensemble oder Solisten wie Kolja Lessing und Mizuka Kano. Bis 2008 war Weidner an der künstlerischen und organisatorischen Gestaltung des Neue-Musik-Festivals „A•Devantgarde“ maßgeblich beteiligt. In Hörfunkbeiträgen und Vorträgen nimmt er Stellung zu musikästhetischen Fragen.

                                                                       

                                                                       

                                                                        WERNER, André

                                                                        Komposition

                                                                        André Werner wirkte bei aDevantgardes Neue Dichter Lieben 2001 mit und vertonte dafür einen Text von  Andrea Heuser. 1999 führte das Festival seine Disegni für vierhändiges Klavier auf.

                                                                          WESTERMANN, Kay

                                                                          Komposition

                                                                          Kay Westermann (* 1958) studierte Komposition bei Wilhelm Killmayer und Wolfgang Rihm. Er war Gründungsmitglied der aDevantgarde. Westermann promovierte an der LMU München in Musikwissenschaft über zeitgenössisches Musiktheater. Seit Anfang der 90er Jahre ist er Professor für Gehörbildung an der Musikhochschule München. Zuletzt trat er mit einem beeindruckendem Konzert für Marimba und Orchester hervor. Er war Stipendiat der Cite Internationale des Arts in Paris. Zu seinen Privatschülern, die später von sich reden machten, sind v.a. Jörg Widmann und Klaus Schedl hervorzuheben. Auch Kai Johannes Polzhofer oder Alexander Strauch begannen als Jugendliche bei ihm mit ihren kompositorischen Gehversuchen. 

                                                                            ZELLER, Fredrik

                                                                            Komposition

                                                                            Fredrik Zeller wurde 1965 in Stuttgart geboren und studierte an der dortigen Musikhochschule Violine und - bei Erhard Karkoschka und Helmut Lachenmann - Komposition. Er erhielt 1992 ein Stipendium der Heinrich-Strobel-Stiftung des SWF, 1995/96 war er Stipendiat der Villa Massimo in Rom. 1997 begann Zeller ein Aufbaustudium bei Hans Zender in Frankfurt a.M.

                                                                              Artists

                                                                              AMMER, Andreas

                                                                              Regie, Autor

                                                                              wurde 1960 in München geboren, er ist Autor, Journalist und Hörspiel- und Theatermacher. Andreas Ammer studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte der Naturwissenschaften und schloss mit Promotion ab. Anfangs Dozent an der Ludwig-Maximilians-Universität München, arbeitet er inzwischen als freier Autor und Fernsehjournalist. Seit 2003 ist er der kreative Kopf der ARDLiteratursendung druckfrisch. Bekannt geworden ist Ammer durch seine Hörspiel- und Theaterproduktionen. Er hat unter anderem mit FM Einheit von den Einstürzenden Neubauten und Ulrike Haage von den Rainbirds zusammengearbeitet. Für „Apocalypse Live“ wurde Ammer 1995 mit dem renommierten Hörspielpreis der Kriegsblindenausgezeichnet – im Jahr 2001 erhielt er ihn für „Crashing Aeroplanes“. Alleine und in Zusammenarbeit mit FM Einheit produzierte er zudem mehrere Theaterproduktionen, unter anderem für die Münchner Opernfestspiele.

                                                                                ANDRADE-C., Javier

                                                                                Regie

                                                                                Javier Andrade Cordova studierte Regie an der Bayerischen Theaterakademie bei August Everding und Cornel Franz, wo er zu seiner Diplomprüfung die Oper "Narrow Rooms" (Alexander Strauch) inszenierte. Später war er Künstlerischer Leiter des Opernhauses Teatro Bolivar in Quito, Ecuador. Für aDevantgarde ko-inszenierte er mit Martina Veh 2001 "Tod im Grand Hotel".

                                                                                  BERAU, Thomas

                                                                                  Bariton

                                                                                  Thomas Berau studierte Gesang in Würzburg und ist heute ein renommierter Bariton. Bei aDevantgarde wirkte er bei Neue Dichter Lieben mit.

                                                                                    EGGERT, Moritz

                                                                                    Komposition, Klavier

                                                                                    wurde 1965 in Heidelberg geboren. Als Komponist setzt er sich gerne zwischen alle Stühle, was sowohl das avantgardistische wie auch das klassische Konzertpublikum verunsichert. Durch in den Medien viel diskutierte Projekte wie „Die Tiefe des Raumes“ (Fußballoratorium, geschrieben für die Ruhrtriennale im Auftrag des Kulturprogramms der WM 2006) oder „Freax“ (Oper, zusammen mit Christoph Schlingensief) versucht er konstant das gängige Bild der Neuen Musik als Angelegenheit alleine für ein Expertenpublikum zu unterminieren. Neben seinem Schwerpunkt im Bereich Musiktheater, für das Eggert bisher 11 Opern schrieb, pflegt er gerne die kammermusikalischeren oder experimentelleren Zwischentöne zum Beispiel in seinem Liederzyklus „Neue Dichter Lieben“ oder seinem Klavierzyklus „Hämmerklavier“. Zu seinen aktuellen Projekten gehören neue große Opern für Linz und Berlin, eine Vertonung der Nutzungsbedingungen von Google für Sänger und Orchester, eine „Kochoper“ für Hamburg und eine Symphonie für Autohupen.

                                                                                    Als Pianist, Sänger, Dirigent und Performer setzt sich Eggert nicht nur für das zeitgenössische sondern auch für das klassische Repertoire ein, besonders im Bereich Lied und Kammermusik. Für die Neue Musikzeitung betreibt er den „Bad Blog of Musick“, den meistgelesenen Blog zum Thema zeitgenössische Musik in Deutschland. Mehr unter: www.moritzeggert.de

                                                                                      Ensemble GO GUITARS

                                                                                      Ensemble

                                                                                      Anlässlich einer Aufführung von “Go (Go jap.fünf) GUITARS” gründeten die Gitarristen Christian Bergmann, Gunnar Geisse, Gregor Holzapfel, Harald Lillmeyer und Adrian Pereyra 1997 das gleichnamige E-Gitarren-Quintett. Seitdem haben sie zahlreiche Werke (ur-)aufgeführt, die größtenteils speziell für GO GUITARS geschrieben wurden. Auf ihrer Suche nach außergewöhnlichen Kompositionen für ihr Ensemble zeichnet die fünf Musiker dabei eine große Unverkrampftheit und Offenheit für die verschiedensten ästhetischen Ansätze aus – die Bandbreite reicht von rockmusikalischen Einflüssen, Einbindung von Live-Elektronik bis hin zu Improvisation und experimentellen Grenzgängen.

                                                                                       

                                                                                        HESS, Sebastian

                                                                                        Violoncello

                                                                                        Sebastian Hess, 1971 in München geboren, studierte ab 1986 den Musikhochschulen Würzburg und München bei Julius Berger und Helmar Stiehler und 1990-1994 bei William Pleeths in London. 1997 war er Meisterschüler von Mstislav Rostropovich. Er setzt sich gleichermassen für Alte Musik, klassisch-romantische Werke und Neue Musik ein. Er trat u.a. auf dem Schleswig Holstein-Festival, den Salzburger Osterfestspielen und Rheingau Musik Festival auf und arbeitete zusammen mit dem Bayerischen Staatsorchester, den Bamberger Symphonikern, den Moscow Soloists und der Akademie für alte Musik Berlin. Aufnahmen sind z.B. bei Wergo, Arte Nova/BMG und Koch Classics mit ihm produziert worden. Sebastian Hess unterrichtet an der Hochschule für Musik und Theater in München.

                                                                                         

                                                                                          HEUSER, Andrea

                                                                                          Autorin

                                                                                          , geboren 1972 in Köln, lebt aktuell mit ihrer Familie in München. Sie studierte Germanistik, Politik und Vergleichende Religionswissenschaften in Köln und Bonn. Sie promovierte 2008 zur deutsch-jüdischen Literatur. Sie schrieb Werke für auf den Feldern der Prosa, Lyrik und Libretti. Sie erhielt den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis des Literarischen März Darmstadt und 2012 war sie  Finalistin für des Lyrikpreises Meran. 

                                                                                            KOPPELSTETTER, Martina

                                                                                            Mezzosopran

                                                                                            Martina Koppelstetter ist seit ihren Studien der alten wie neuen Musik sowie dem Repertoire verpflichtet und ist eine der renommiertesten Sängerinnen Deutschlands. Sie arbeitete z.B. mit CLaus Guth, Doris Dörrie, Helmuth Rilling, Armin Jordan, etc. zusammen. 2012/13 sang sie die weibliche Hauptrolle in Mathis Nitschkes "Jetzt!" an der Oper Montpellier. Bei aDevantgarde wirkte sie mehrfach mit, ist ihr seit Gründung verbunden.

                                                                                              MAUSER, Siegfried

                                                                                              Klavier

                                                                                              Siegfried Mauser studierte Klavier an der Musikhochschule München bei Rolf Koenen, Rosl Schmid und Alfons Kontarsky, außerdem Musikwissenschaften, Philosophie und Kunstgeschichte an den Universitäten München und Salzburg. 1981 wurde seine Doktorarbeit veröffentlicht. Als jüngster Professor wird er an die Musikhochschule Würzburg berufen. Als Wissenschaftler und Denker zeichnete er sich durch die Gründung des Forschungsinstitut für musikalische Hermeneutik am Mozarteum Salzburg aus. Später wird er auch Professor an der Musikhochschule München, schliesslich dort Rektor, bis er diese Rolle ab 2014 dann an der Universität Mozarteum Salzburg ausübt. Er tritt zudem hervor als Konzertpianist und gefragter Klavierbegleiter, ruft die Klangspuren der Münchener Biennale ins Leben. Er wurde mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt, ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Zuletzt trat er mit einer aufregenden Neueinspielung der Klaviersonaten von Mozart hervor. aDevantgarde ist er seit ihrer Gründung verbunden, sowie überhaupt ein Grossteil seines musikalischen Engagements der Förderung der Neuen Musik gilt.

                                                                                                MELIÁN, Cornelia

                                                                                                Sängerin, Performerin

                                                                                                Cornelia Melián ist Sängerin und Performerin. Sie widmet sich v.a. Alter und Neuer Musik. Sie arbeitete z.B. zusammen mit John Cage, Flatz, Wanda Golonka, dem Ensemble für neue Musik RECONSIL (Wien) und den Ensembles für Frühe Musik „Sarband“ (München/Istanbul) un „Sequentia“ (Köln). Durch die Micro Oper realisierte sie zahlreiche Uraufführungen, die Einladungen z.B. zu folgenden Festivals erhielten: Berliner Festspiele, Szene Salzburg, Istanbulfestival, Opernfestspiele + München, Festival Eclat Stuttgart, GREC-Festival Barcelona und Münchner Biennale eingeladen wurden. 

                                                                                                  Pianopossibile

                                                                                                  Ensemble

                                                                                                  Das Münchner Ensemble piano possibile besteht seit 1993 und hat sich vornehmlich der Neuen Musik der letzten vierzig Jahre verschrieben. Neben der klassischen Avantgarde stehen dabei vor allem auch Werke junger Komponisten auf dem Programm. Engagements und Erfolge wie bei der Münchner Biennale, im Haus der Kunst München und bei A·Devantgarde zeugen von der Professionalität des eingespielten Ensembles. Neben dem rein konzertanten Bereich liegt einer der Schwerpunkt des Ensembles in seinem innovativen Umgang mit Neuer Musik und besonders auch der Verbindung von Musik und szenischer Darstellung. So sind Auftrittsorte der besonderen Art oder ungewöhnliche Projekte sowie szenische Produktionen in Eigenregie oder in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Theaterakademie längst zu einem Markenzeichen des Ensembles geworden. 1997 wurde piano possibile mit dem Musikförderpreis der LH München ausgezeichnet und zwei Jahre später erhielt das Ensemble den Sonderpreis der Forberg-Schneider-Stiftung.

                                                                                                    SCHMID, Benjamin

                                                                                                    Violine

                                                                                                    Benjamin Schmid, aus Wien stammend, gewann u.a. 1992 den Carl-Flesch Wettbewerb in London, wo er auch den Mozart-, Beethoven- und Publikumspreis errang. Seither gastiert er auf den wichtigsten Bühnen der Welt mit nahmhaften Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, Philharmonia Orchestra London, Petersburger Philharmoniker, Concertgebouw Orchester Amsterdam, Rotterdam Philharmonic Orchestra oder Tonhalle Orchester Zürich unter Dirigenten wie Dohnányi, Zinman, Ozawa, Sondergard, Valery Gergiev oder Metzmacher. Seine solistische Qualität, die außerordentliche Bandbreite seines Repertoires – neben den üblichen Werken etwa auch die Violinkonzerte von Hartmann, Gulda, Korngold, Muthspiel, Szymanowski, Weill, Lutoslawski oder Schönberg - und insbesondere auch seine improvisatorischen Fähigkeiten im Jazz machen ihn zu einem Geiger mit unvergleichlichem Profil.

                                                                                                    Benjamin Schmids rund 40 CDs wurden zum teil mehrmals mit dem Deutschen Schallplattenpreis, Echo Klassik Preis, Grammophone Editor’s Choice oder der Strad Selection ausgezeichnet. Er konzertiert auf der "Guyot"- Stradivarius aus dem Jahre 1705, die ihm ein anonymer Mäzen zur Verfügung stellt, unterrichtet als Professor am Mozarteum in Salzburg und gibt Meisterklassen an der Hochschule Bern.

                                                                                                    Im Juni 2011 folgte Benjamin Schmid einer wiederholten Einladung der Wiener Philharmoniker, diesmal mit dem Violinkonzert von Paganini/Kreisler im „Sommernachtskonzert“, das ähnlich dem Neujahrskonzert weltweit live-TV übertragen wird und als DVD/CD - bei der Deutschen Grammophon Gesellschaft vorliegt.

                                                                                                     

                                                                                                      THANNER-K., Adelheid

                                                                                                      Sopran

                                                                                                      Adelheid Thanner-Kiesewetter studierte Klavier am Richard-Strauss Konservatorium München und Konzertgesang an der Hochschule für Musik und Theater München. Seit 1986 wirkt sie als Künstlerin im In- und Ausland und ist als Gesangslehrerin tätig. Sie war jahrelang künstlerische Partnerin als Ehefrau des Komponisten Peter Kiesewetter bis zu dessen Tod 2012. 2001 erhielt sie den Förderpreis Musik der Landeshauptstadt München.

                                                                                                       

                                                                                                        VEH, Martina

                                                                                                        Regie

                                                                                                        Martina Veh absolvierte seit frühester Kindheit eine musikalische Ausbildung u.a. bei Prof. Werner Grewe, Schüler von Artur Schnabel (Klavier) und eine Tanzausbildung sowie Kurse in Harmonielehre, Komposition und Dirigieren. Unter Prof. Friedrich Kurrent (Sakralbau) schloss sie an der TU München ihr Architekturstudium als Diplomingenieurin ab, um im Anschluss den Diplomstudiengang Regie unter Prof. Cornel Franz an der Bayerischen Theaterakademie abzuschließen, wo sie intensiv in Kontakt kam mit Harry Kupfer, Jürgen Flimm, David Pountney, Bruce Myers (Peter Brook) und Roy Foudree (Wooster Group New York)

                                                                                                        Zahlreiche Auslandsaufenthalte führten sie nach West-Tibet, China, Indien sowie später nach London, New York, Le Mans, Paris, Amsterdam, Madrid, Taschkent (Usbekistan), Edinburgh und Budapest, wo sie an der Franz Liszt Akademie als Dozentin für szenische Arbeit mit Sängern tätig war.

                                                                                                        Sie hat eine ganz spezielle Affinität zu experimenteller Arbeit, sowohl im visuellen als auch im musikalischen Sinne. Z.B. die Uraufführung UT-OP.er (Musik: Alexander Strauch), ein Auftragswerk der Sächsischen Staatsoper Dresden. President Jekyll im Amerikahaus München (Frido Mann, C. Reiserer), Neda, der Ruf, die Stimme (A. Strauch) zur Biennale München. Derzeit arbeitet sie an einem Spielfilm mit dokumentarischen Mitteln in Kalabrien.

                                                                                                        Zu ihren zahlreichen Inszenierungen zählen unter anderem Mass (L.Bernstein), Don Giovanni (Mozart), The turn of the Screw (Britten), Ascanio in Alba (Mozart), Giulio Cesare (Händel), La Traviata (Verdi), Madama Butterfly (Puccini), Natascha Ungeheuer (Henze), Amadis di Grecia (Torri). Sie gibt Meisterkurse für Sänger in Italien, für die HTMF Köln an der europäischen Akademie für Musik und Darstellende Kunst, Montepulciano und war lange Jahre an der Franz Liszt Musikhochschule Budapest für die Opernschule tätig sowie seit 2012 für den Masterstudiengang Operngesang der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München.