festival.07

29. Mai – 9. Juni 2003
Das siebte Festival der A•DEvantgarde präsentiert 41 Uraufführungen und zeigt ein höchst interessantes und vielschichtiges Programm, bei dem in noch größerem Umfang als bisher der Austausch mit anderen Künsten gesucht wird. Neben einer Fernseh-Installation, die während des ganzen Festival besucht werden kann, stehen sieben Konzertveranstaltungen auf dem Programm, bei denen sich die Neue Musik den unterschiedlichsten Bereichen öffnet. So wird der Kontakt mit Video und Tanz ebenso gesucht wie die Auseinandersetzung mit dem Musikinstrumentarium und der Gedankenwelt der Renaissance. Einem von der Avantgarde stark vernachlässigten Publikum nimmt sich ein Konzert für Kindern an und eine “kybernetische Kettenoper” setzt sich mit den Möglichkeiten neuer Medien auseinander. Außerdem freuen wir uns auf eine weitere, dieses Mal europäisierte Folge “Neuer Lieder”.

Schöner Fernsehen

Interaktive Musik/TV-Installation Fernsehen einmal anders: Zappen Sie sich im Wohnzimmerambiente zu Bier, Saft und Chips vor drei Fernsehgeräten durchs Münchner Kabelangebot und erleben Sie, was aus vertrauten Bildern werden kann,...

Veranstaltungsdatum
29. Mai 2003 - 08. Juni 2003 um 17:00 Uhr

Veranstaltungsort
Kunstarkaden
Sparkassenstraße 3
80331 München

VideoArt Meets NewMusic

Ein Treffen von Klang- und Videokunst VideoArt Meets NewMusic präsentiert verschiedene Spielarten der Interaktion von Klang- und Videokunst. Komponisten und Videokünstler gingen speziell für diesen Abend Kooperationen ein, die ihre...

Veranstaltungsdatum
30. Mai 2003 um 20:00 Uhr

Veranstaltungsort
Black Box, Gasteig München
Rosenheimer Straße 5
81667 München

Abstrakte Kontakte

Ein Spiel mit den Elementen von Tanz und Musik Drei Komponisten und zwei Choreographen loten das Zusammenspiel von Tanz und Musik aus. Besonderes Interesse gilt hierbei den Bezügen zwischen den...

Veranstaltungsdatum
31. Mai 2003 um 20:30 Uhr

Veranstaltungsort
i-camp / Neues Theater München
Entenbachstr. 37
81541 München

RÜCK-KOPPLUNG

Eine Begegnung der Jahrhunderte: Renaissance trifft Moderne Ob ein heutiger Komponist sich zuerst mit den wiederentdeckten Spielmöglichkeiten oder direkt mit der Epoche des 16.bis 18.Jahrhunderts beschäftigt – beides eröffnet einen individuellen Zugang...

Veranstaltungsdatum
01. Juni 2003 um 20:30 Uhr

Veranstaltungsort
i-camp / Neues Theater München
Entenbachstr. 37
81541 München

Le Lied, Mon Amour

Eine Liebeserklärung an die schönste Form der Kammermusik Beim A•Devantgarde-Festival 2001 waren die "Neuen Dichter Lieben" - 20 Komponisten und 20 Dichter schrieben neue Liebeslieder - ein Publikumsliebling. 2003 wird...

Veranstaltungsdatum
02. Juni 2003 um 19:00 Uhr

Veranstaltungsort
Bayerische Akademie der Schönen Künste
Max-Joseph-Platz 3
80539 München

KLONK!

Das A•Devantgarde Kinderkonzert Es ist soweit, wir stellen uns erstmals unserem Publikum von morgen, jenen rätselhaften Wesen, die wir Kinder nennen. Die für dieses Konzert entstehenden Kompositionen werden primär an junge Hörer zwischen...

Veranstaltungsdatum
04. Juni 2003 - 05. Juni 2003 um 17:00 Uhr

Veranstaltungsort
Theater im Haus der Kunst München
Prinzregentenstraße 1
80538 München

The last days of V.I.R.U.S.

Eine ansteckende Opernanthologie Zwei Wissenschaftler versuchen in mehreren Fallstudien ein Mittel gegen ein neues und unheimliches Virus zu finden. Sicher ist: Das Virus ist durch das Internet auf die Menschen...

Veranstaltungsdatum
07. Juni 2003 - 08. Juni 2003 um 20:00 Uhr

Veranstaltungsort
Reaktorhalle
Luisenstraße 37a
80333 München

Mitwirkende

Composers

BÄRTSCHI, Werner

Komposition

Werner Bärtschi, Geboren am 1. Januar 1950 in Zürich; Klavierunterricht, später erste Kompositionsversuche; Früh beeinflusst durch die Musik von John Cage und Dieter Schnebel; Kompositionsunterricht bei Armin Schibler, später bei Klaus Huber; Bekannt geworden als Pianist mit breiten Repertoireinteressen; Giacinto Scelsi, Wilhelm Killmayer werden wichtig; Das Komponieren nimmt mehr Raum ein, erneuter Kompositionsunterricht bei Rudolf Kelterborn; Langsame Lösung aus den Traditionen der Avantgarde, Experimente mit kompositorischen Arbeitstechniken, Erfahrungen als Interpret alter und neuer Musik dürfen einfliessen. Hörer und Kollegen beschreiben seine Musik oft als unmittelbar fasslich, sind auch irritiert, nicht der gewohnten Sprache zeitgenössischer Musik zu begegnen

    BETTENDORF, Carl Christian

    Komposition

    lebt und arbeitet als Komponist und Dirigent in New York, USA. Er studierte Komposition bei Hans-Jürgen von Bose und Wolfgang Rihm in München und Karlsruhe, bevor er bei Tristan Murail an der Columbia Universität in New York seinen PHD in Komposition ablegte. Seine Werke wurden weltweit auf wichtigen Festivals präsentiert. !997 wurde seine erste Oper ESCORIAL an der Theaterakademie München/Prinzregententheater uraufgeführt. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen bspw. ein DAAD Stipendium, Residenzstipendien an der Cité Internationale des Arts in Paris, dem Kimmel Harding Nelson Center in Nebraska und in der MacDowell Colony (Peterborough, NH). Er erhielt Aufträge von der Fromm Foundation und dem Ralph Kaminsky Fund. Als Dirigent arbeitete Bettendorf mit Ensembles in New York (Wet Ink, counter)induction, Talea Ensemble) und international (piano possibile München, Ostravská banda Tschechien) und ist momentan Leiter des Manhattanville College Community Orchestra (Purchase, NY). Er dirigierte Opernproduktionen am Bard College und an der Opéra national de Montpellier, wo er die französische Erstaufführung von Elliott Carter’s What Next? dirigierte. Desweiteren fungierte er als Dirigierassisten des Columbia University Orchesters und des American Composers Orchestra, am Miller Theatre und bei der Münchner Biennale. Bettendorf nahm Musik für Labels wie Albany, ArtVoice, Carrier, Cybele, Hat Hut, und Tzadik Labels auf. Radioanstalten in Deutschland, Schweiz, Kanada, USA und Australia sendeten seine Kompositionen.

    Mehr unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Christian_Bettendorf

      BOONE, Benjamin

      Komposition

      Benjamine Boone (*1963, USA) komponierte Werke von Solobesetzungen bis zum Sinfonieorchester, die u.a. regelmäßig vom The New Century Saxophone Quartet, Western Piedmont Symphony Orchestra und Ensembles und Orchestern verschiedenster Universitäten aufgeführt werden. Er spielte mit einem eigenen Jazzquartett, mit so bekannten Jazzgrößen wie; Donald Brown, Ernie Watts, Slide Hampton, Randy Brecker u.a. in bekannten New Yorker Jazzclubs und in Off - Broadway Musicals. Mit Louis Bellson und Peter Erskine spielte er die Uraufführung von Bellson’s Concerto for Three Percussionists.Boone erhielt für seine Kompositionen Preise u.a. von der ASCAP, dem Billboard Magazin, der Boston University und The National Association of Composers/USA. Er unterrichtete an verschiedensten Universitäten der USA und promovierte 1997. 1999 erhielt er für seine Lehrtätigkeit den "Chancellor's Award for Excellence in Teaching" 1999. Seit Mitte 2000 ist er Assistant Professor an der California State University/Fresno.

        DODERER, Johanne

        Komposition

        Komponistin. Geboren 18.9.1969 in Bregenz. Ausbildung. Studium am Landeskonservatorium Vorarlberg (1989-1993):
        - Klavier bei Prof. Melody Wu und Prof. Fuat Kent;
        - Komposition bei Prof. Gerold Amann;
        Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz (1993-1995):
        - Komposition bei Prof.. Beat Furrer;
        Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien (1996-2000):
        - Film und Medienkomposition bei Prof. Klaus Peter Sattler (1996, 0);
        - Komposition bei Prof. Erich Urbanner (1997-2000)
        - Diplom (2000)
        Preise/Stipendien/Auszeichnungen: Wiener Symphoniker Stipendium 2001, Österreichisches Staatsstipendium für Komponistinnen und Komponisten 2002, Kulturpreis der Stadt Feldkirch 2002, Kulturförderpreis der Stadt Wien (Sparte Musik) 2002

          EGGERT, Moritz

          Komposition, Klavier

          wurde 1965 in Heidelberg geboren. Als Komponist setzt er sich gerne zwischen alle Stühle, was sowohl das avantgardistische wie auch das klassische Konzertpublikum verunsichert. Durch in den Medien viel diskutierte Projekte wie „Die Tiefe des Raumes“ (Fußballoratorium, geschrieben für die Ruhrtriennale im Auftrag des Kulturprogramms der WM 2006) oder „Freax“ (Oper, zusammen mit Christoph Schlingensief) versucht er konstant das gängige Bild der Neuen Musik als Angelegenheit alleine für ein Expertenpublikum zu unterminieren. Neben seinem Schwerpunkt im Bereich Musiktheater, für das Eggert bisher 11 Opern schrieb, pflegt er gerne die kammermusikalischeren oder experimentelleren Zwischentöne zum Beispiel in seinem Liederzyklus „Neue Dichter Lieben“ oder seinem Klavierzyklus „Hämmerklavier“. Zu seinen aktuellen Projekten gehören neue große Opern für Linz und Berlin, eine Vertonung der Nutzungsbedingungen von Google für Sänger und Orchester, eine „Kochoper“ für Hamburg und eine Symphonie für Autohupen.

          Als Pianist, Sänger, Dirigent und Performer setzt sich Eggert nicht nur für das zeitgenössische sondern auch für das klassische Repertoire ein, besonders im Bereich Lied und Kammermusik. Für die Neue Musikzeitung betreibt er den „Bad Blog of Musick“, den meistgelesenen Blog zum Thema zeitgenössische Musik in Deutschland. Mehr unter: www.moritzeggert.de

            GESSLER, Florian

            Komposition

            Florian Gessler, Graz, Komponist, geb. 1972, lebt und arbeitet in Graz

              HAIDER, Georg

              Komposition

              studierte an der Hochschule für Musik in Würzburg im Fach Fagott bei Eberhard Buschmann/Georg Klütsch und Komposition bei Bertold Hummel/Heinz Winbeck. Nach seinem Meisterklassenabschluß in Komposition wurden seine Werke an verschiedenen Orten Europas und Nordamerikas aufgeführt und bei verschiedenen Rundfunkanstalten eingespielt. Als Mitglied der ADevantgarde ist Georg Haider als freischaffender Komponist, Musiker und Lehrer tätig. Zu den Höhepunkten seiner Laufbahn zählen das Stipendiat des Freistaates Bayern an der Cité Internationale des Arts in Paris, die Einladung zum internationalen Projekt OSPITI (Schweiz) und das Stipendium des Conseil des arts et des lettres du Québec mit Arbeitsaufenthalt in Montréal.

                HURT, Leopold

                Komposition, Zither

                1979 in Regensburg geboren, studierte Hurt am Richard-Strauss-Konservatorium München Zither sowie Viola da Gamba und Historische Aufführungspraxis. Seinen ersten Kompositionsunterricht erhielt er bei Peter Kiesewetter. 2004 setzte er sein Kompositionsstudium bei Manfred Stahnke an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg fort. Er nahm an Meisterkursen von Dieter Schnebel, Paul-Heinz Dittrich, Brian Ferneyhough (Komposition), sowie Nigel North (Alte Musik) teil und besuchte Kurse für Elektronische Musik am IRCAM in Paris. Leopold Hurt wurde für sein Schaffen mehr- fach ausgezeichnet, u.a. mit dem Gustav- Mahler-Kompositionspreis Klagenfurt 2008, dem Stuttgarter Kompositionspreis 2010 und dem Bachpreis-Stipendium der Stadt Hamburg 2011. Als Stipendiat des Freistaats Bayern lebte er 2003/2004 an der Cité Internationale des Arts in Paris und 2009/2010 im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia Bamberg.

                  INIGO, Frédéric

                  Komposition

                  Fréderic Inigo, aus Lunel, Komponist

                  http://www.inigo.cc/

                  Werkauswahl: Mai. Lied nach einem Text von Jean-Louis Bailly (UA) (2003)

                    JAGGI, Martin

                    Komposition

                    Martin Jaggi wurde am 15.11.1978 in Basel geboren. Seit seinem siebten Lebensjahr spielt er Violoncello. Schon bald erhält er ersten Theorie- und Kompositionsunterricht bei seinem Vater Rudolf Jaggi. Von 1995-1996 Kompositionsstunden bei Rudolf Kelterborn. Seit 1996 Studium an der Musikhochschule Basel (Violoncello bei Reinhard Latzko und Komposition bei Detlev Müller-Siemens). Lehrdiplom im Sommer 2000. Anschliessend Studium in der Konzertklasse von Walter Grimmer an der Musikhochschule Zürich, Konzertdiplom mit Auszeichnung im Sommer 2002. Er ist Mitbegründer der 1997 ins Leben gerufenen «Akut» (Arbeitsgemeinschaft für Komposition und Theorie), wo er als Cellist und Komponist tätig ist. Martin Jaggi ist Mitglied des Mondrian Ensemble (Streichtrio, Klaviertrio) mit dem er erste Preise am Concour Nicati 2000 und am Concour Withaker 2002 gewann sowie den Förderpreis Orpheus-Konzerte 2000 erhielt. Als Solist trat er u.a. mit dem Kammerorchester Basel, der camerata variabile und dem ensemble für neue musik Zürich auf.
                    Im Rahmen des Europäischen Musikmonats in Basel fand ein Portraitkonzert mit seinen Werken statt.
                    Bevorzugtes Interessengebiet Jaggis, der sich zuerst dem Studium der Paläontologie widmen wollte, betrifft «biologische und geologische Dinge, die in der Sahara vor sich gehen». ln seinen letzten drei kammermusikalischen Werken - «Alakor» (1999-2000). „Acheb“ (2000-01) und «Schebka» (2001) - suchte er solche Prozesse für die Artikulation intrikater musikalischer Formen nutzbar zu machen
                    Jaggis Wüstenfaszination geht dabei weit über das Naturwissenschaftliche hinaus. «Ich habe mich viel mit der Geschichte Afrikas beschäftigt und entdeckt, dass sie gar nicht so zeugnislos ist. Nachdem ich die Zeugnisse in Architektur und Kunst aus vorkolonialistischer Zeit studiert hatte, wollte ich diese Stätten auch besuchen.» So reiste Jaggi in öffentlichen Verkehrsmitteln kreuz und quer durch Afrika, die touristischen Hauptrouten meidend und den Kontakt zu Einheimischen suchend.
                    In Mali zeigte er sich besonders beeindruckt von der grossen Moschee von Djenné, dem grossten Lehmbauwerk der Welt. Sie ist wohlgemerkt nicht aus Lehmziegeln, sondern nur aus aufgeschichtetem Lehm gebaut. Vielleicht beschäftigt Jaggi in seinen Kompositionen ein ähnliches Problem: Die Suche nach einer musikalischen Form, die trotz losen Aussenhalts einer verlässlichen Statik nicht entbehrt.

                      KAMPE, Gordon

                      Komposition

                      wurde 1976 in Herne geboren. Nach einer Ausbildung zum Elektriker absolvierte er ein Kompositionsstudium bei Hans-Joachim Hespos, Adriana Hölszky und Nicolaus A. Huber. Außerdem studierte er Musik- und Geschichtswissenschaften in Bochum. Mehrfache Auszeichnungen, darunter der Stipendienpreis der Darmstädter Ferienkurse sowie der Stuttgarter Kompositionspreis (2007 und 2011). Er erhielt u.a. Stipendien der Berliner Akademie der Künste und Arbeitsstipendien für die Cité Internationale des Arts Paris, die Künstlerhöfe Schreyahn und Schöppingen sowie für das SWR-Experimentalstudio. Kampe ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Folkwang Universität der Künste in Essen.

                        KELLER, Max E.

                        Komposition

                        Der Schweizer Max E. Keller begann seine musikalische Karriere als Freejazzpianist in den legendären 68er-Jahren. Ab 1973 schrieb er über 70 Werke verschiedenster Besetzung, auch elektronische Musik. Oft vertonte er politisch engagierte Texte, auch in szenischen Werken, so etwa die Miniaturoper "Egon -aus dem Leben eines Bankbeamten" mit fast 30 Aufführungen. Seine Kompositionen sind in ganz Europa, in Nord- und Südamerika und in Australien aufgeführt und gesendet worden. Mehrere Arbeitsaufenthalte in Berlin. Die CDs "Kammermusik" bei col legno sowie "Klingen im Gegenwind" (Jecklin Edition) sind seinen Werken gewidmet. Im September 2003 wird eine Portrait-CD des Schweizer Komponistenverbandes erscheinen.

                        Einige Antworten auf die Frage „Warum komponieren Sie?“
                        - weil es mir sonst langweilig wäre.
                        - weil ich gerne Bleistifte spitze.
                        - weil ich das Leben irgendwie aushalten muss.
                        - weil jeder seine Krankheiten hat.
                        - weil ich die Welt verbessern will – jedenfalls musikalisch.
                        - weil meine Eltern mich dazu gezwungen haben.
                        - weil ich nicht kreativ bin.
                        - weil die Welt der fünf Linien so aufregend ist.
                        - weil ich damit einen guten Grund habe, nach Berlin zu fahren.
                        - weil in Winterthur sonst die Komponistenquote nicht erreicht würde.
                        - weil ich noch so viel Notenpapier besitze.
                        - weil ich im Lexikon vorkommen möchte.
                        - weil ich die Frage „Warum komponieren Sie?“ so gerne beantworte.

                          KISHINO, Malika

                          Komposition

                          Malika Kishino wurde 1971 in Kyoto, Japan geboren. Sie studierte erst Jura in ihrem Heimatland (Diplom 1994). Seit 1995 lebt sie in Frankreich, wo sie in der Kompositionsklasse von Yoshihisa Taira an der Ecole Normale Musique de Paris studierte und 1998 ihr „diplome superieur“ machte. Gleichzeitig studierte sie Musikwissenschaften an der CNR de Cergy-Pontoise, wo sie 1997 den „premièrs prix“ im Fach Harmonielehre und Kontrapunkt erlangte. Seit 1999 führt sie ihre Studien an dem Conservatoire National Musique de Lyon bei Robert Pascal fort. Ihr Orchesterstück „Du Firmament“ wurde vom Orchestre National de Lyon während der „Woche der Komponisten“ 2002 uraufgeführt.

                            KÖNIG, Bernhard

                            Komposition

                            Bernhard König schrieb als Kind Gedichte und Geschichten und nahm Hörspiele auf, in denen dann zum Beispiel Figuren wie der Seeräuber "Papageien-Jack" oder der Autodieb "Jimmy Mercedes" vorkamen. Später drehte er an seiner Schule mehrere Filme, in denen seine Mitschüler und Lehrer mitspielten und für die er sich eigene Musik ausdachte. All diese Hobbies hat Bernhard König später zum Beruf gemacht. Heute macht er immer noch Hörspiele, schreibt Geschichten und denkt sich Musik aus – manchmal für Erwachsene, manchmal für Kinder und manchmal auch zusammen mit Kindern, von denen er sich gerne beim Komponieren helfen lässt.

                              KORNDORF, Nikolai

                              Komposition

                              Nikolai Korndorf (geb. 1947 in Moskau, gest. 2001) erhielt seine musikalische Ausbildung (Komposition und Dirigieren) am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau, wo er anschließend – bis zu seiner Übersiedlung 1991 nach Kanada – als Professor für Instrumentation tätig war. Sein Œuvre umfasst Kammermusik, orchestrale und theatrale Werke.

                                KÜHR, Gerd

                                Komposition

                                Gerd Kühr lebt in Rosental und im Lesachtal (Österreich). Komponiert gerne für Stimme (Oper, Konzert).

                                  LANIUS, Stephan

                                  Kontrabass, Komposition

                                  Stephan Lanius studierte in München und Detmold. Er erhielt Engagements in verschiedenen Berufsorchestern. Weiterbildungen absolvierte er an mehreren Schauspielschulen und ist derzeit in Jazz- und Theaterprojekten vorwiegend im Raum München aktiv.

                                   

                                    MARGETIS, Thanos

                                    Kompostion

                                    Thanos Margetis, geboren 1973, studierte Komposition – nach Studien der Komposition und des Klaviers in Athen – an der Musikhochschule München in der Meisterklasse bei Hans-Jürgen von Bose mit einem Stipendium des griechischen Staates. Für aDevantgarde komponierter "Aphorismen" für Barocktrio (2003) "Aphorismen für Barocktrio" in einem gleichsam "pseudobarocken" Stil hat sieben kurze Sätze: vier schnelle im Wechsel mit drei langsamen Sätzen, die immer als Duette gesetzt sind - bis auf den letzten, der eine Kadenz für alle drei Instrumente ist.

                                      MÜLLER, Ulrich

                                      Komposition

                                      Ulrich Müller (*1957) war ursprünglich Rockmusiker, bevor er zur zeitgenössischen E-Musik kam. Er arbeitet heute u.a. in den Bereichen Klanginstallation und Performance, hat an zahlreichen Theaterproduktionen (insbesondere in Zusammenarbeit mit Ruth Geiersberger) mitgewirkt und eine Reihe von Hörspielen realisiert. Als Elektronik-Musiker wurde er bei namhaften Festivals engagiert
                                      (u.a. Donaueschinger Musiktage, Münchner Biennale, Jazz and More-Festival, Ars Electronica Center/Linz). Seit 1998 spielt er im Trio 48nord, das 2001 das Stipendium für Musik und Neue Medien der Stadt München erhielt. Darüber hinaus ist er für verschiedene Rundfunkanstalten als Autor im Bereich E-Musik tätig. 1988 erhielt er den Karl-Hofer-Preis der Hochschule der Künste Berlin. Er war Gastkünstler am Zentrum für Kunst- und Medientechnologie / ZKM / Karlsruhe, unterrichtete u.a. an der HdK-Berlin und der Akademie der Bildenden Künste München und ist einer der Kuratoren der "t-u-b-e" (städtische Galerie für radiophone Kunst, Installationen und Audio-Performances / München).

                                        MÜLLER-WIELAND, Jan

                                        Komposition

                                        geboren 1966 in Hamburg, studierte an der Musikhochschule Lübeck Komposition bei Friedhelm Döhl, Kontrabass bei Willi Beyer und Dirigieren bei Günther Behrens. 1988 nahm er ein externes Kompositionsstudium bei Hans Werner Henze auf, was für seine spätere Laufbahn prägend sein sollte. Zahl- reiche Stipendien gaben ihm die Möglichkeit zu ausgedehnten Auslandsaufenthalten in Frankreich, Italien und Amerika. Seit 1993 freischaffend in Berlin tätig, wurde er 2006 Dozent und 2007 Professor für Komposition an der Münchner Musikhochschule. Müller-Wieland komponierte über hundert Werke, darunter fünfzehn abendfüllende Arbeiten für das Musiktheater, vier Sinfonien, zahlreiche Orchesterwerke, ferner kammermusikalische Werke und Vokalmusik. Aufträge erhielt er dabei von Häusern wie der Hamburgischen Staatsoper oder der Deutschen Oper Berlin, Festivals wie der Münchener Biennale und dem Holland Festival sowie von Orchestern u.a. Münchner Philharmoniker, London Sinfonietta. Sein Schaffen wurde mit zahlreichen Preisen so dem Förderpreis der Ernst von Siemens-Musikstiftung oder den Hindemith-Preis des Schleswig-Holstein-Musikfestivals ausgezeichnet.

                                         

                                          NITSCHKE, Mathis B.

                                          Komposition

                                          Mathis B. Nitschke geboren 1973 in München, übte verschiedenste musikalische Tätigkeiten aus, u.a. als Gitarrist, Komponist und Sounddesigner. Studien und Hospitanzen bei Clarence Barlow, Gilius van Bergerijk in Den Haag, Hans-Jürgen von Bose in München und Boguslav Schäffer in Salzburg. Ausserdem arbeitet er als Komponist und Sounddesigner für Schauspiel und Film. Bisher Aufführungen u.a. auf der avantgarde schwaz, im i-camp München (zusammen mit A.Strauch), Arbeiten für das Theaterzelt "Das Schloss", München. Zuletzt wurde man international aufmerksam auf ihn durch seine Musik für Michel Houellebecqs eigene filmische Realisierung von Die Möglichkeit einer Insel, wobei weite Abschnitte des Filmes auf Nitschkes vorab entstandene Musik produziert worden sind, was eine absolute Ausnahmeerscheinung im Bereich des Filmes darstellt. Seit seiner 2012 in Montpellier uraufgeführten Oper JETZT steht seine freie Arbeit im Vordergrund. Derzeit entsteht seine nächste Oper HAPPY HAPPY, die am 19. November 2014 in Montpellier uraufgeführt wird.

                                            PAIDERE, Ruta

                                            Komposition

                                            Ruta Paidere wurde 1977 in Lettland geboren. Seit 1997 studiert sie Komposition (z.Zt. Klasse Prof. Fredrik Schwenk) und Klavier (Klasse Prof. Volker Banfield) an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Zuvor erhielt sie ihre musiktheoretische Ausbildung am Musikcollege Jázeps Medins in Riga. Während dieser Zeit erhielt sie zwei Preise bei Kompositionswettbewerben junger lettischer Komponisten. Seit Beginn ihres Studiums in Hamburg schrieb sie u.a. Musik zu dem Theaterstück "Der Kaiser und die Hexe" von Hugo v. Hofmannsthal und wurde von den Festivals Neuer Musik "Pur und Plus" in Hamburg und "Aréna" in Riga als Komponistin und Interpretin eingeladen. Sie ist Stipendiatin der Oscar-und-Vera-Ritter-Stiftung. 2003 erhielt sie den DAAD-Preis der Stadt Hamburg. Ruta Paidere lebt und arbeitet in Hamburg.

                                              PATTAR, Frédéric

                                              Komposition

                                              Frédéric Pattar, geboren 1969 in Dijon, spielt Klavier und komponiert. Am häufigsten schreibt er für kleine Besetzung ("Acte pour quatre instruments" "Sur le fil" für Alt und Violoncello, "Chaman" für Harfe und Synthesizer), aber auch für größere Ensembles ("Hé" für 14 Instrumente, "Tourbillons" für 17 Instrumente). Frédéric Pattar richtet seine Aufmerksamkeit auch auf die Verbindung von Musik, Text und visueller Darstellung ("Nuées" für vier Violoncelli, "L´homme qui faisait pleurer les arbres" nach einer traditionellen japanischen Erzählung für Rezitativ, Percussion und Harfe).

                                                POETZSCH, Stefan

                                                Komposition

                                                Stefan Poetzsch, verwirklicht seine Ideen im Rahmen von Solokonzerten oder meist in kammermusikalischen Besetzungen, bevorzugt aber auch in Verbindung mit anderen Kunstrichtungen. Nach vielen Erfahrungen mit Improvisation und Jazz in verschiedensten Besetzungen arbeitet er derzeit überwiegend kompositorisch und spezialisiert sich u.a. auf die schlüssige Einbeziehung elektronischer Möglichkeiten in die Komposition. Preise (u.a. Kulturförderpreis der Stadt Erlangen 1992, Zusammen mit Bettina Essaka den 1. Preis beim Internationalen Performance Wettbewerb 1992) Artist in Residence/Atlantic Center for the Arts/Florida (1995 und 2000), Theatermusiken Kompositionen für Tanzproduktionen/Rundfunkaufnahmen/Videoproduktion/Filmmusik und CD’s. 2001 gründete Stefan Poetzsch sein eigenes Ensemble, mit dem er ausschließlich eigene Kompositionen aufführt, u. a. bei "Tanzraum 2" (Nürnberg 2001).

                                                  POGATSCHAR, Helga

                                                  Komposition

                                                  in München geboren, studierte sie zunächst Klavier an der Hochschule für Musik in München und später Komposition für Film und Fernsehen. Die Komponistin bekam zahlreichen Stipendien (u.a. Projektstipendium Neue Musik/Neue Medien, Internationales Künstlerhaus Villa Concordia Bamberg) und Auszeichnungen (u.a. tz-Rose, CD des Jahres der SZ) zuerkannt und erhielt Lehraufträge an den Hochschulen für Musik und Theater in München (elektronische Klangerzeugung) und Hamburg (angewandte Komposition und Sounddesign). Neben freien Kompositionen und Auftragswerken entstanden zahlreiche Hörspiele unter anderem für den Bayerischen Rundfunk. Helga Pogatschar ist im künstlerischen Leitungsteam des Festivals für Neue Musik A•Devantgarde, das bereits seit 1989 besteht. Zuletzt von ihr zu hören waren „Traumtext“ beim Festival DANCE 2004, die Kurzoper „Manöverkritik“ beim A•Devantgarde-Festival 2005 und „Traumtext II“ im Gasteig 2006.

                                                    POHLIT, Stefan

                                                    Komposition

                                                    Stefan Pohlit wurde 1976 in Heidelberg geboren und wuchs in der Pfalz auf.1992 privater Kompositionsunterricht bei Robert Wittinger.1996 Arbeitsstipendium des Landes Rheinland-Pfalz in der Société Franz Schreker,Paris.Es folgten Studien bei Theo Brandmüller (Saarbrücken),Detlev Müller-Siemens und Roland Moser (Basel),Gilbert Amy und Marco Stroppa (Lyon)und seit 1999 in der Klasse von Wolfgang Rihm in Karlsruhe – seit 2000 auch bei Sandeep Bhagwati – und gleichzeitig im Fach Musiktheorie bei Bernd Asmus und Peter-Michael Riehm.Neben privaten orientalistischen Studien,dem Erlernen der arabischen Sprache und zahlreichen Reisen waren Kontakte zu Bildenden Künstlern und Schriftstellern im In-und Ausland besonders prägend.Ab Herbst 2003 ist ein Auslandsstipendium der Landesstiftung Baden-Württemberg in Jerusalem geplant.

                                                      REISERER, Christoph

                                                      Komposition

                                                      Christoph Reiserer, geboren 1966 in Wasserburg am Inn, studierte Musikwissenschaft und Philosophie in München und Berlin. Als Saxofonist Autodidakt, befasst er sich insbesondere mit neuen Spieltechniken und gemeinhin mit allem, was den Entstehungsprozess von Musik an sich betrifft. Sein besonderes Interesse gilt der Improvisation und dem musikalischen Theater. Er erhielt verschiedene Stipendien und Preise unter anderem beim Leipziger Improvisationswettbewerb 1997. Seit 1998 entstanden eigene Theaterproduktion: "Heiss" (1998) und "up & down" (2001 im Deutschen Museum München). Als Wissenschaftler und Mitarbeiter des internationalen Projekts LIST befasst er sich mit der Erforschung neuer Spieltechniken auf Holzblasinstrumenten und deren Darstellung auf CD-ROM. Außerdem komponiert und improvisiert er bei Musik zum Anfassen mit Kindern an Münchner Schulen. Seit März 2003 ist er Gast am Center for Contemporary Arts in Glasgow.

                                                        SCHEDL, Klaus

                                                        Komposition

                                                        geboren 1966, studierte Komposition bei Hans-Jürgen von Bose in München. Er ist Mitbegründer und langjähriger künstlerischer Leiter des Ensembles piano possibile und erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien u. a. den Kompositionspreis der Stadt Detmold und das Förderstipendium der GEMA-Stiftung, sowie das Stipendium der Cité Internationales des Arts. 1998/99 unterrichtete er Analyse und Tonsatz an den Conservatorien Coimbra und Viseu in Portugal. März 2000 wurde seine Oper „Tod der Hasen“ im Münchner Prinzregententheater uraufgeführt. 1999 bis 2001 lebte er in London und später Paris, wo er am IRCAM studierte. Seit dieser Zeit beschäftigt er sich intensiv mit der Weiterentwicklung der Elektronischen Musik. So 2002 „suchmaschienen im lichtleeren meer - ein elektrisches singspiel“, 2003 „Ich komponiere aus Ihrer Hand“ und 2004 „Struktur-Wellensittich“ und Quaresma - eine Passionskomposition. 2006 wurde sein Projekt „city scan“ bei der Münchner Biennale aufgeführt. Momentan arbeitet Klaus Schedl an einem Auftragswerk für die Reihe „Klangspuren“ und bereitet für Kirchen in Regensburg und Landshut „reboud - ein Kirchenmusikprojekt“ vor.

                                                          SCHIEFER, Benedikt

                                                          Komposition

                                                          Benedikt Wolfgang Schiefer, geb. 1978 in Rosenheim, studierte in München am Richard-Strauss-Konservatorium im Hauptfach Komposition bei Wilfried Hiller von 1998-2004 und 2006-2009 bei Georg Friedrich Haas und Erik Oña an der Hochschule für Musik in Basel. Meisterkurse bei Beat Furrer und Kevin Volans. 2002 erhielt er Cité International des Arts, Paris. 2005 Aufenthalt an der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart. Sein Werk führt von klassischen Kompositionen mit oder ohne Live Elektronik wie Ton für Kammerensemble, Kanon für Cello solo und Live Elektronik über Filmmusiken bis zu Klanginstallationen. Seine Werke wurden unter anderem vom Ensemble Ascolta, Gavriel Lipkind, Wien Modern, Musik der Jahrhunderte und an Örtlichkeiten wie Bayerische Akademie der Schönen Künste, Musikverein Wien, Munsonturm Frankfurt, Theater Basel und Kammerspiele Hamburg aufgeführt. In seiner mikrotonalen Musik nützt Benedikt Schiefer seit 2006 spektrale Methoden und Vorgehensweisen.

                                                           

                                                            SCHMITT, Markus

                                                            Komposition

                                                            wurde 1965 in München geboren und studierte Komposition an der Münchener Musikhochschule bei Wilhelm Killmayer und Hans-Jürgen von Bose. Wichtige künstlerische Anregungen verdankt er u.a. dem Kontakt mit Hans Werner Henze, seinen Klavierstudien bei Ansgar Janke und nicht zuletzt dem intensiven Austausch mit zahlreichen Komponisten und Interpreten seiner Generation. Er lehrt am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg. Sein Œvre umfasst Vokal- und Kammermusik, Orchester- und Bühnenwerke, darunter die für die Münchener und Zürcher Opernfestspiele 2001 entstandene Kammeroper „aiaia“ oder die Bühnenmusik zu Dieter Dorns Inszenierung des „Kaufmann von Venedig“. Weitere musikdramatische Werke waren an der Kammeroper Rheinsberg, am Theater Osnabrück, sowie an der Staatsoper Kassel zu hören. Markus Schmitt wurde vielfach ausgezeichnet, trat als Gastkomponist auf renommierten Festivals auf und war u.a. Stipendiat der Deutschen Akademie „Villa Massimo“ und des „Deutschen Studienzentrums“ in Venedig. Mehr unter: http://musikverlag-nickel.eu/Schmitt/

                                                             

                                                              SCHNEID, Tobias PM

                                                              Komposition

                                                              Tobias PM Schneid studierte Komposition bei Bertold Hummel und Heinz Winbeck. Zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen sowie in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Konzert- und Vortragsreisen nach Ungarn, Russland, Japan und Dänemark. Er war 1996 composer-in-residence an der University of Manchester und lehrt derzeit Musiktheorie an der Hochschule für Musik in Würzburg.

                                                                SCHWENK, Fredrik

                                                                Komposition

                                                                wurde 1960 in München geboren. Er studierte Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität sowie Komposition bei Wilhelm Killmayer an der Hochschule für Musik und Theater in München. Im Jahr 2000 wurde er als Professor für Musiktheorie und Komposition an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg berufen. Zusammen mit Peter Michael Hamel leitete er das Studio 21. Ebenfalls war er künstlerischer Leiter der deutsch-französischen Akademie Opus XXI. Die Verbindung beider Länder zieht sich durch seine Biografie: 2009 übernahm er die Leitung des Doppelmasters Komposition zwischen der HfMT Hamburg und dem CNSMD Lyon.

                                                                Kompositionsaufträge erhielt er von namhaften Institutionen u.a. von der 3. Münchener Biennale, der Oper Halle, der Akademie der Schönen Künste München und dem Oldenburgischen Staatstheater. Er erhielt zudem zahlreiche Auszeichnungen, darunter den 1. Preis der Fondation Hindemith, den Kulturförderpreis der Stadt München und den Sonderpreis der Siemens-Kulturstiftung. Mehr unter: de.wikipedia.org/wiki/Fredrik_Schwenk

                                                                  SEITHER, Charlotte

                                                                  Komposition

                                                                  wurde 1965 in Landau / Pfalz geboren. Als erste Deutsche wurde sie 1995 mit dem 1. Preis im Internationalen Kompositionswettbewerb Prager Frühling ausgezeichnet. 1998 promovierte sie zum Doktor der Philosophie und ist eine gefragte Jurorin und Kuratorin bei internationalen Wettbewerben. Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter den 1. Preis im Internationalen Kompositionswettbewerb Ciutat de Palma in Spanien (2004), den Förderpreis des Ernst von Siemens Musikstiftung (2002) und war Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes (1987-91). Sie ist Gast auf zahlreichen Festivals wie dem Generationen-Festival Warschau, Gaudeamus Amsterdam, Wien Modern, Encuentros Santiago de Chile oder IFWM Seoul. Als Artist in residence lebte und arbeitete sie in der Cité des Arts Paris (1999), Akademie Schloss Solitude Stuttgart (1995), in der Villa Concordia Bamberg (2013), im Palazzo Barbarigo Venedig (1993), auf Civitella Ranieri / Italien (2012) und in der Villa Aurora Los Angeles (2000). 2009 war sie als Stipendiatin an der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom zu Gast. Für ihr musikalisches Schaffen wurde Charlotte Seither 2010 mit dem Praetorius Musikpreis des Landes Niedersachsen ausgezeichnet. 2012 erhielt sie den Pfalzpreis für Musik. Im August 2013 kam ihr Orchesterwerk Language of Leaving (2012/13) mit dem BBC Symphony Orchestra London und den BBC Singers bei den BBC Proms zur Uraufführung. In diesem Jahr wurde Charlotte Seither mit dem Deutschen Musikautorenpreis 2014 ausgezeichnet.

                                                                    SINGER, Axel

                                                                    Komposition

                                                                    Axel Singer (*1963) studierte 1983 - 88 Komposition bei Wilhelm Killmayer an der Hochschule für Musik in München. Sein Interesse für elektronische Musik führte ihn außerdem zu Studienaufenthalten ans Pariser IRCAM (1994, 2006) und ans CNMAT in Berkeley, Kalifornien (2004). Er erhielt ein Stipendium (1989) und den Musikförderpreis (2003) der Stadt München sowie Stipendien des Bayerischen Staates für Aufenthalte im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg (1999/2000) und in der Cité Internationale des Arts in Paris (2006). Sein Schaffen umfasst instrumentale und elektroakustische Kompositionen für Konzertsaal, Film und Ballett sowie Klanginstallationen.

                                                                    Werke (u.a.): "Sonate an Anna Blume" für Flöte und Klavier (1991) / "Junction Five" für Posaune und Tonband (1993) / "Der bedrohte Mörder" Tanztheater nach einem Bild von René Magritte für Tonband (1994) (Auftragswerk des Bayerischen Staatsballetts) / "Ein Traumspiel" Ballett nach August Strindberg für 8-Kanal Zuspielband (1997) (Auftragswerk des Bayerischen Staatsballetts) / "Der Taucher" Melodram nach Friedrich Schiller für Stimme und Keyboard (1998) (Auftragswerk der Bayerischen Akademie der Schönen Künste) / "Schnee" Hörstück nach einem Gedicht von Rolf Dieter Brinkmann für Tonband (1999) / "Paare, Passanten" für Streichquartett (2000) / "Ventile" für 5 Blechbläser (2001) (Auftragswerk der Bayerischen Staatsoper) / "Rumpf" für Kontrabass und Elektronik (2001) / "Nuplia" Interaktives Klangspiel für Computer (2002) / "Steinschlag" Elektroakustische Musik (2004) / "Correspondances" für Klavier, Elektronik und Projektion (2006)

                                                                      STRAUCH, Alexander

                                                                      Komposition

                                                                      wurde 1971 in München geboren. Sein Hauptaugenmerk auf dem Musiktheaters, so konnte man zuletzt konnte man 2014 Styx – Orfeo's Past Now erleben, davor waren z.B. NEDA – der Ruf, die Stimme (Münchener Biennale, 2012), oder UTOPER nach Thomas Morus' Utopia (Semperoper Dresden, Hochspannungshalle der TU Dresden, 2009). Wichtige Kompositionsaufträge erhielt er u.a. von der Münchener Biennale, der Bayerischen und der Sächsischen Staatsoper und dem Münchener Kammerorchester. Strauch war u.a. Stipendiat der Cité Internationale des Arts in Paris und der Villa Concordia in Bamberg. Seine Werke wurden u.a. durch BR, DLR und Deutsche Welle aufgezeichnet und gesendet. Er studierte an den Musikhochschulen in München und Frankfurt/M. u.a. bei Hans Zender und Isabel Mundry. www.strauchcomposer.de

                                                                        WEIDNER, Bernhard

                                                                        Komposition

                                                                        (geb. 1965 in München) studierte nach musikalischen Anfängen als Rockgitarrist Komposition bei Bertold Hummel und Heinz Winbeck an der Hochschule für Musik in Würzburg.

                                                                        Weidner schreibt für die unterschiedlichsten Genres, wobei die Erkundung des eigenen inneren Klangerlebens stets im Zentrum seines Komponierens steht. In vielen seiner Stücken nimmt er – als Ausdruck des Respekts und der Nähe – bewusst Bezug auf Werke der musikalischen Tradition. Ebenso spielen für Weidner beim Komponieren außermusikalische Bezüge (insbesondere literarische Vorlagen) immer wieder eine große Rolle.

                                                                        An Auszeichnungen erhielt er u.a. ein Stipendium an der Cité Internationale des Arts in Paris, das Musikstipendium und den Förderpreis Musik der Stadt München. Zu den Künstlern, die Werke von Bernhard Weidner zur Aufführung brachten, gehören u.a. die Ensembles Singer Pur, Quatuor Bozzini, Ensemble Mondrian, Aventa Ensemble oder Solisten wie Kolja Lessing und Mizuka Kano. Bis 2008 war Weidner an der künstlerischen und organisatorischen Gestaltung des Neue-Musik-Festivals „A•Devantgarde“ maßgeblich beteiligt. In Hörfunkbeiträgen und Vorträgen nimmt er Stellung zu musikästhetischen Fragen.

                                                                         

                                                                         

                                                                          WEIß, Michael B.

                                                                          Komposition

                                                                          wurde 1974 geboren. Er studierte zunächst Musikwissenschaft, Philosophie und Literaturwissenschaft in München. In seiner Magisterarbeit untersuchte er die Thematik der musikalischen Autortheorie. Seit 2000 studiert er Komposition bei Hans-Jürgen von Bose. Weiß arbeitet zudem als Musikjournalist und schreibt an seiner Doktorarbeit in Philosophie über die "Philosophische Ästhetik im 18. Jahrhundert".

                                                                          2002 war er Finalist beim 1. Internationalen Opernwettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg mit einem Projekt über den Serienmörder Jeffrey Dahmer.

                                                                            Artists

                                                                            BAUER, Thomas E.

                                                                            Bariton

                                                                            Der Bariton Thomas E. Bauer erhielt seine grundlegende musikalische Ausbildung bei den “Regensburger Domspatzen”. Sein Gesangsstudium in München absolviert er mit Auszeichnung bei Hanno Blaschke, Siegried Mauser und Helmut Deutsch. Bauer ist Stipendiat und erster Preisträger u.a. beim Deutschen Musikwettbewerb und der Cité Internationale des Arts Paris. Für seine herausragenden Leistungen wurde er kürzlich mit den Kulturförderpreisen der Bayerischen Staatsregierung und der Ernst von Siemens Stiftung ausgezeichnet. 2003 erhält er den begehrten Schneider-Schott Musikpreis, der erstmals an einen Sänger vergeben wird. 1997 debütiert Bauer unter der Regie von August Everding am Münchner Prinzregententheater. In der Folge geriet vor allem seine Verkörperung der anspruchsvollen Titelpartie in Wolfgang Rihms Kammeroper “Jakob Lenz” bei den Salzburger Festspielen 2000 zu einem außerordentlichen Erfolg. Die besondere Affinität zur zeitgenössischen Oper führte ihn mit dem Hamburger Komponisten Manfred Stahnke zusammen, der für die Münchner Biennale 2002 die Internetoper “Orpheus: Kristall” komponierte – mit Bauer als im Feuilleton hochgelobtem, modernem “Orfeo” in der Hauptrolle. Aktuelle Projekte verbinden den Bariton mit namhaften Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Frieder Bernius, HK Gruber, Marcus Creed, Daniel Reuss, Johannes Kalitzke, Helmut Müller-Brühl, Hanns-Martin Schneidt und ihren Orchestern. Mit diesen ist er u.a. im Concertgebouw Amsterdam, dem Wiener Konzerthaus, dem Palais des Beaux Arts Brüssel und den Philharmonien von Berlin und München zu hören. Bauer ist Gründer des weithin angesehenen Vokalsolistenensembles “Singer Pur”. Sein Repertoire reicht von den Organa der Notre-Dame-Schule bis zu den Werken der zeitgenössischen Musik, bei der er sich als uraufführender Interpret u.a. der Werke von Luigi Nono, Wolfgang Rihm und Salvatore Sciarrino einen Namen gemacht hat.

                                                                              BELLYNCK, Lise

                                                                              Autorin

                                                                              Lise Bellynck, geboren 1976 in Paris, schreibt seit vier Jahren. Es ist das erste Mal, dass sie in ihrer Eigenschaft als Autorin an einem Musikprojekt teilnimmt, das Lied von Frédéric Pattar. Darüber hinaus schreibt sie für die "Cahiers du Cinéma" und arbeitet als Schauspielerin und Regisseurin.

                                                                                EBERTH, Michael

                                                                                Leitung Alte Musik am RSK

                                                                                Michael Eberth wurde 1959 in München geboren. Nach Studien bei Karl Maureen und Hedwig Bilgram setzte er seine Ausbildung bei Jean-Claude Zehnder (Cembalo und Orgel) und Jean Goverts (Hammerflügel) an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel fort. 1984 erhielt Eberth das "Diplom für Alte Musik" im Fach Cembalo, 1985 im Fach Orgel. Von 1988 bis 2008 arbeitete Michael Eberth am Münchner Richard-Strauss-Konservatorium als Dozent für Cembalo, an dem er auch seit 2001 den Fachbereich für Alte Musik leitete, der 2003 mit aDevantgarde für RÜCK-KOPPLUNG kooperierte. Seit Oktober 2008 lehrt er an der  Hochschule für Musik und Theater in München als Dozent , im Mai 2012 Ernennung zum Honorarprofessor. Neben seiner solistischen Arbeit als Cembalist und Organist konzertierte Michael Eberth als Continuospieler mit verschiedenen Solisten und Ensembles (Dorothee Oberlinger, Michael Schopper, Kobie van Rensburg, Angelika Radowitz, Joel Frederiksen, Henriette Meyer-Ravenstein, Gerhart Darmstadt, Sharon Weller, Robert Crowe, Trio Boismortier, L'Arpa festante, Salzburger Hofmusik, Berliner Lauttencompagney, The Bach Ensemble New York). Konzerte in Deutschland, Italien, Österreich, Slowenien, Frankreich, Schweden, Tschechien, der Schweiz, Südkorea, Südafrika und den USA, sowie zahlreiche Rundfunk- und Fernsehproduktionen zeugen von seiner Arbeit.

                                                                                  EBLENKAMP, Stefan

                                                                                  Schlagzeug

                                                                                  Stefan Eblenkamp studierte Schlagzeug und Pauken an der Musikhochschule Würzburg in der Klasse von Prof. Siegfried Fink (Meisterklasssendiplom 1990) und an der University of Michigan (USA) bei Prof. Michael Udow. Er ist Mitbegründer des percussion-art-quartets.

                                                                                    EGGERT, Moritz

                                                                                    Komposition, Klavier

                                                                                    wurde 1965 in Heidelberg geboren. Als Komponist setzt er sich gerne zwischen alle Stühle, was sowohl das avantgardistische wie auch das klassische Konzertpublikum verunsichert. Durch in den Medien viel diskutierte Projekte wie „Die Tiefe des Raumes“ (Fußballoratorium, geschrieben für die Ruhrtriennale im Auftrag des Kulturprogramms der WM 2006) oder „Freax“ (Oper, zusammen mit Christoph Schlingensief) versucht er konstant das gängige Bild der Neuen Musik als Angelegenheit alleine für ein Expertenpublikum zu unterminieren. Neben seinem Schwerpunkt im Bereich Musiktheater, für das Eggert bisher 11 Opern schrieb, pflegt er gerne die kammermusikalischeren oder experimentelleren Zwischentöne zum Beispiel in seinem Liederzyklus „Neue Dichter Lieben“ oder seinem Klavierzyklus „Hämmerklavier“. Zu seinen aktuellen Projekten gehören neue große Opern für Linz und Berlin, eine Vertonung der Nutzungsbedingungen von Google für Sänger und Orchester, eine „Kochoper“ für Hamburg und eine Symphonie für Autohupen.

                                                                                    Als Pianist, Sänger, Dirigent und Performer setzt sich Eggert nicht nur für das zeitgenössische sondern auch für das klassische Repertoire ein, besonders im Bereich Lied und Kammermusik. Für die Neue Musikzeitung betreibt er den „Bad Blog of Musick“, den meistgelesenen Blog zum Thema zeitgenössische Musik in Deutschland. Mehr unter: www.moritzeggert.de

                                                                                      FRIEDL, Heinz

                                                                                      Klarinette

                                                                                      geboren 1965 in Kötzting (Bayerischer Wald), wächst in einer Musikerfamilie aufgeboren. Er studierte 1986-91 Klarinette an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover bei Prof. Hans Deinzer. Seit 1993 ist er freischaffender Musiker, Klarinettist und Instrumentalpädagoge in München. Er ist Mitglied von „piano possibile“ Ensemble für Neue Musik München und dem Kammerorchester Schloß Werneck sowie Mitbegründer von „Baader 66“. 1995 initiierte er „Musik zum Anfassen“. Zudem tritt er immer wieder als Dirigent hervor.

                                                                                        HESS, Sebastian

                                                                                        Violoncello

                                                                                        Sebastian Hess, 1971 in München geboren, studierte ab 1986 den Musikhochschulen Würzburg und München bei Julius Berger und Helmar Stiehler und 1990-1994 bei William Pleeths in London. 1997 war er Meisterschüler von Mstislav Rostropovich. Er setzt sich gleichermassen für Alte Musik, klassisch-romantische Werke und Neue Musik ein. Er trat u.a. auf dem Schleswig Holstein-Festival, den Salzburger Osterfestspielen und Rheingau Musik Festival auf und arbeitete zusammen mit dem Bayerischen Staatsorchester, den Bamberger Symphonikern, den Moscow Soloists und der Akademie für alte Musik Berlin. Aufnahmen sind z.B. bei Wergo, Arte Nova/BMG und Koch Classics mit ihm produziert worden. Sebastian Hess unterrichtet an der Hochschule für Musik und Theater in München.

                                                                                         

                                                                                          KLÜGLING, Johannes

                                                                                          Tenor

                                                                                          Der Tenor Johannes Klügling erhielt seine erste musikalische Erfahrung als Mitglied des Dresdner Kreuzchores. Später bekam er als Mitglied des Windsbacher Knabenchores Unterricht bei Karl-Friedrich Beringer und in München bei Nikolaus Hillebrand. In dieser Zeit arbeitete er z.B. auch mit dem Kammerchor Stuttgart unter Frieder Bernius und der Gruppe für alte Musik in München unter Martin Zöbeley. Zahlreiche CD-, TV- und Radioproduktionen folgten bevor er reguläres Mitglied des Chores des Bayerischen Rundfunks wurde. Dazu ist er ein gefragter Konzertsolist.

                                                                                           

                                                                                            LANIUS, Stephan

                                                                                            Kontrabass, Komposition

                                                                                            Stephan Lanius studierte in München und Detmold. Er erhielt Engagements in verschiedenen Berufsorchestern. Weiterbildungen absolvierte er an mehreren Schauspielschulen und ist derzeit in Jazz- und Theaterprojekten vorwiegend im Raum München aktiv.

                                                                                             

                                                                                              MAYR, Mathis

                                                                                              Violoncello

                                                                                              geboren 1972, ist  Cellist des ensembles mosaik in Berlin und des Ensemble pianopossibile in München. Seine Studien führten ihn u.a. zu Uzi Wiesel in Sydney/Australien. Mathis Mayr  ist Träger des Förderpreises für Musik der Stadt München (2005). Seine Repertoire reicht von der Renaissance- und Volksmusik bis zur zeitgenössischen Komposition,Improvisation, Flamenco und Jazz. Gemeinsam mit dem Flötisten David Eschmann hat er das Duo Canto dei Sass’ gegründet. Im übrigen hat er immer wieder mit Komponisten aus dem Umfeld der aDevantgarde zusammengearbeitet.

                                                                                                MELIÁN, Cornelia

                                                                                                Sängerin, Performerin

                                                                                                Cornelia Melián ist Sängerin und Performerin. Sie widmet sich v.a. Alter und Neuer Musik. Sie arbeitete z.B. zusammen mit John Cage, Flatz, Wanda Golonka, dem Ensemble für neue Musik RECONSIL (Wien) und den Ensembles für Frühe Musik „Sarband“ (München/Istanbul) un „Sequentia“ (Köln). Durch die Micro Oper realisierte sie zahlreiche Uraufführungen, die Einladungen z.B. zu folgenden Festivals erhielten: Berliner Festspiele, Szene Salzburg, Istanbulfestival, Opernfestspiele + München, Festival Eclat Stuttgart, GREC-Festival Barcelona und Münchner Biennale eingeladen wurden. 

                                                                                                  MEYER-RAVENSTEIN, Henriette

                                                                                                  Sängerin

                                                                                                  Henriette Meyer-Ravenstein kommt aus Bückeburg und studierte in Hannover zunächst Klavier, später Gesang bei Charlotte Lehmann. Als Sängerin wie vorher als Pianistin ist ihre künstlerische Heimat die Kammermusik. Ihre Liebe zum Lied und die Freude an Spiel und lebendiger Kommunikation führten 1996 zur Gründung ihres Ensembles KonzertAkt. Daneben gilt ihr künstlerisches Interesse gleichzeitig zeitgenössischer wie „Alter“ Musik. So war sie beim Holland-Festival ebenso Gast wie beim ADevantgarde-Festival und der Münchener Biennale, wirkte u.a. bei Uraufführungen von Henze, Peter Michael Hamel, Sandeep Baghwati und Wolfgang Rihm mit. Sie hat eine Professur an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt inne und gibt regelmäßig Gesangskurse in Deutschland und Österreich.

                                                                                                    POHLIT, Hannes

                                                                                                    Dirigent, Komponist

                                                                                                    Hannes Pohlit ist als Komponist, Pianist und Dirigent einer der vielseitigsten Musiker seiner Generation.
 Ein Orchesterwerk, das er im 
Alter von 16 Jahren komponierte, wurde 1993 mit dem Förderpreis des Deutschen Komponistenverbandes ausgezeichnet. 
Von 1998 bis 2003 studierte er an der Hochschule für 
Musik und Theater in Leipzig Dirigieren bei Gert Bahner und Christian Kluttig und anschließend an der Hochschule für 
Musik in Weimar im Aufbaustudium bei Gunter Kahlert (Konzertexamen). Von 2003 bis 2006 war am Theater Erfurt als
 Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung engagiert. 2006 kehrte er als Künstlerischer Leiter des "ensemble leipzig 21" für zeitgenössische Musik, zurück nach Leipzig und studierte an der Hochschule für Musik und Theater Musiktheorie und Kompositions. Seit 2013 erscheinen seine Werke im Friedrich Hofmeister Musikverlag Leipzig.

                                                                                                    Durch seine langjährige Konzerttätigkeit als Dirigent und als Pianist konnte sich Hannes Pohlit eine große Kenntnis des 
Opern- und Konzertrepertoires bis ins 21. Jahrhundert erarbeiten, die er seit 2010 auch als Dozent für musiktheoretische 
Fächer an der Leipziger Musikhochschule "Felix Mendelssohn Bartholdy" an seine Studenten weitergibt. Er dirigierte Konzerte 
bei Orchestern wie der Jenaer Philharmonie und der Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl, war Gastdirigent diverser Festivals 
für Neue Musik und gab als Pianist Klavierabende in mehreren deutschen Städten. Hannes Pohlit komponierte im Auftrag u. a. für die Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt, das Thüringer Landestheater und das Festival „Cantiere Internazionale 
d’Arte“ in Montepulciano/Italien, wo er im Juli 2014 als Composer in residence mit drei Uraufführungen - darunter die Sinfonietta 
für großes Orchester „Il Vento“ - umfangreich gewürdigt wurde.