festival.09

12. Juni – 28. Juni 2007
Das 9. A•Devantgarde-Festival stellt sich thematisch und örtlich der Herausforderung „Königsplatz“. Die Geschichte des Ortes ist – wie die so vieler anderer in Deutschland – eine ambivalente. Geplant von Ludwig I. als repräsentativer Ort einer revitalisierten Antike wurde er von den Nationalsozialisten als machtvolle Kulisse für die Selbstdarstellung der Diktatur verwendet.
In zwei Projekten, der Oper „Rise and Fall“ und dem Performance-Singspiel „Die Träne Mithras“, soll der Geschichte des Ortes nachgespürt werden. Die Neue Musik verbindet sich hier mit Performance, Oper und Theater, deckt neue Orte auf – so den Keller der Hochschule für Musik und Theater – und ruft die Geschichte anderer – der Hochschule für Musik und Theater, des Königsplatzes selbst – in Erinnerung. Neben dem Themenkomplex „Königsplatz“ veranstaltet A•Devantgarde zum dritten Mal ein Kinder-Musiktheater, das sich 2007 – unter dem Titel „Rotkäppchen, lauf!“ des Rotkäppchen-Märchens annimmt. Zum ersten Mal seit zehn Jahren wird es zudem wieder ein
großes Orchesterkonzert bei A•Devantgarde geben; zusammen mit dem Münchener Kammerorchester wird ein Konzert gestaltet, das sich mit den Einflüssen des Futurismus auf die zeitgenössische Musik auseinandersetzt. Die „leisen Töne“ lässt das Vokalkonzert mit Singer Pur erklingen, und Werke junger Komponisten – ein besonderes Anliegen der A•Devantgarde – sind im Konzert „Young Lions II“ zu hören. Und zum Abschluß ist dem französischen Komponisten Tristan Murail ein Konzert gewidmet, in dem Werke Murails, seiner Schüler sowie seines Lehrers Messiaen vom Münchner Ensemble piano possibile gespielt werden.

Neuer Futurismus + Wild Pitch

Ein Konzert mit dem Münchner Kammerorchester und dem Ensemble Real Quiet Der Futurismus, der am Anfang des 20. Jahrhunderts als Absage an Vergangenheit und Tradition entstand, postulierte in seinen Manifesten...

Veranstaltungsdatum
12. Juni 2007 um 20:00 Uhr

Veranstaltungsort
Muffathalle, München
Zellstr. 4
81667 München

Young Lions II

Neueste Kammermusik junger Komponisten Young Lions, auf deutsch etwa „Junge Wilde“, ist ein Konzert in bester A•Devantgarde-Tradition. Wurde doch das Festival selbst von „Jungen Wilden“ gegründet - damals vom etablierten Musikbetrieb schon mal...

Veranstaltungsdatum
13. Juni 2007 um 19:00 Uhr

Veranstaltungsort
Bayerische Akademie der Schönen Künste
Max-Joseph-Platz 3
80539 München

Rise and Fall

Drei Kurzopern über Verheißung und Fluch der absoluten Macht Der Diktator: eine glänzende Kugel auf der leeren Ebene der Welt. Er gebiert sich selbst, erzieht sich, wächst und wächst. Nie...

Veranstaltungsdatum
14. Juni 2007 um 21:30 Uhr

Veranstaltungsort
Lichthof, Hochschule für Musik und Theater München
Arcisstr. 12
80333 München

Die Träne Mithras

Ein Singspiel Neue Menschen, neue Welten: Mithras tötet den Stier, um aus seinem Blut neues Leben zu erschaffen und die Welt zu retten. Der unterirdische Mithras-Kult existierte lange Zeit in...

Veranstaltungsdatum
15. Juni 2007 um 21:00 Uhr

Veranstaltungsort
Lichthof, Hochschule für Musik und Theater München
Arcisstr. 12
80333 München

Singer Pur: Parodia Moderna

Heutige Komponisten lassen aus alten Werken Neues entstehen Dieses Vokalkonzert mit dem renommierten Ensemble Singer Pur konzentriert sich auf die stillen Töne, auf den Gegenentwurf zu den Schrecken, der Unterdrückung. Hier geht...

Veranstaltungsdatum
18. Juni 2007 um 20:00 Uhr

Veranstaltungsort
Allerheiligen Hofkirche
Residenzstraße 1
80333 München

Rotkäppchen, lauf! - Klonk! Nr. 3

Ein Musiktheater in vier Bildern für Kinder und Erwachsene Jedes Kind kennt es und jeder Erwachsene auch: das Mädchen mit der roten Kappe, das allein durch den Wald läuft, um...

Veranstaltungsdatum
20. Juni 2007 - 21. Juni 2007 um 18:00 Uhr

Veranstaltungsort
i-camp / Neues Theater München
Entenbachstr. 37
81541 München

L´esprit de Murail

Ein Konzert von piano possibile. Siegfrid Mauser im Gespräch mit Tristan Murail Das Konzert ist Tristan Murail gewidmet, der zusammen mit Gérard Grisey die „spektrale Musik“ begründet hat. Auf dem...

Veranstaltungsdatum
28. Juni 2007 um 19:00 Uhr

Veranstaltungsort
Bayerische Akademie der Schönen Künste
Max-Joseph-Platz 3
80539 München

Mitwirkende

Composers

AUST, Rochus

Performance, Komponist

wurde 1968 in Recklinghausen geboren und studierte Musik an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen und am Royal College of Music in London. Er war in seinen Eigenschaften als Trompeter, Komponist und Bildender Künstler bereits Preisträger bei internationalen Wettbewerben und erhielt Stipendien u.a. vom DAAD und der Märkischen Kulturkonferenz. Aust unternahm Konzertreisen in über 30 Länder und produzierte CDs und Aufnahmen für mehr als 70 Radio- und Fernsehsender. Seine Arbeiten – sowohl als Solist als auch zusammen mit seinem
Ensemble RE-LOAD FUTURA – bewegen sich auf der Schnittstelle von (Neuer) Musik und visueller Kunst.

    BETTENDORF, Carl Christian

    Komposition

    lebt und arbeitet als Komponist und Dirigent in New York, USA. Er studierte Komposition bei Hans-Jürgen von Bose und Wolfgang Rihm in München und Karlsruhe, bevor er bei Tristan Murail an der Columbia Universität in New York seinen PHD in Komposition ablegte. Seine Werke wurden weltweit auf wichtigen Festivals präsentiert. !997 wurde seine erste Oper ESCORIAL an der Theaterakademie München/Prinzregententheater uraufgeführt. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen bspw. ein DAAD Stipendium, Residenzstipendien an der Cité Internationale des Arts in Paris, dem Kimmel Harding Nelson Center in Nebraska und in der MacDowell Colony (Peterborough, NH). Er erhielt Aufträge von der Fromm Foundation und dem Ralph Kaminsky Fund. Als Dirigent arbeitete Bettendorf mit Ensembles in New York (Wet Ink, counter)induction, Talea Ensemble) und international (piano possibile München, Ostravská banda Tschechien) und ist momentan Leiter des Manhattanville College Community Orchestra (Purchase, NY). Er dirigierte Opernproduktionen am Bard College und an der Opéra national de Montpellier, wo er die französische Erstaufführung von Elliott Carter’s What Next? dirigierte. Desweiteren fungierte er als Dirigierassisten des Columbia University Orchesters und des American Composers Orchestra, am Miller Theatre und bei der Münchner Biennale. Bettendorf nahm Musik für Labels wie Albany, ArtVoice, Carrier, Cybele, Hat Hut, und Tzadik Labels auf. Radioanstalten in Deutschland, Schweiz, Kanada, USA und Australia sendeten seine Kompositionen.

    Mehr unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Christian_Bettendorf

      CORBETT, Sidney

      Komposition

      ist 1960 in Chicago geboren und studierte Musik und Philosophie an der University of California, San Diego und Yale. Seit seinem DAAD Stipendiat an der Hamburger Musikhochschule bei György Ligeti ist Corbett vorwiegend in Europa tätig. Seine Werke, die Bühnen-, Orchester-, Instrumental-, Solo- und Vokalliteratur umfassen erhielten zahlreiche Preise und Auszeichnungen im In- und Ausland und werden weltweit aufgeführt. Ein besonderer Schwerpunkt seiner jüngeren Arbeit liegt im Bereich des Musiktheaters. Beispiele hierfür sind die Oper Noach, nach einem Libretto von Christoph Hein, das in der Spielzeit 2001/02 in Bremen uraufgeführt wurde, die Kammeroper X und Y, die beim Eclatfestival Stuttgart 2002 uraufgeführt wurde sowie die Kammeroper Keine Stille Außer der des Windes, die am Bremer Theater ihrer Uraufführung hatte. Als Gastprofessor für zeitgenössische Musik lehrte Corbett an verschiedenen US-Universitäten (Durham, Yale, Berkeley) und hielt Vorträge und Meisterkurse an der Universität Hamburg, der Universität Münster, im Haus der Komponisten Moskau und am königlichen Konservatorium Aarhus. Seit Oktober 2006 ist er Professor für Komposition an der Musikhochschule in Mannheim.

        DALBAVIE, Marc-André

        Komposition

        (*1961) studierte am Pariser Conservatoire Komposition bei Michel Philippot, Analyse bei Betsy Jolas und Claude Ballif, Elektroakustik bei Guy Reibel sowie Orchestration bei Marius Constant. Außerdem studierte er Computermusik bei Tristan Murail (am IRCAM in Paris, an dem er zwischen 1985 und 1990 vornehmlich arbeitete) sowie Dirigieren bei Pierre Boulez. Es folgten von 1991 bis 1992 ein Stipendium des DAAD in Berlin sowie in den Jahren 1995 und 1996 ein Aufenthalt in der Villa Medici in Rom. Seit 1996 ist er Professor für Orchestration am Conservatoire nationale supérieur de musique in Paris.

          DESSY, Jean-Paul

          Komposition

          Der zeitgenössische Komponist und Cellist Jean-Paul Dessy wurde 1963 in Belgien geboren. Nach seinem Abschluss in romanischer Philologie studierte er am Conservatoire Royal de Liège, an dem er inzwischen Kammermusik unterrichtet. 
Als Cellist lernt er unter anderem bei Elias Arizcuren und Quatuor Arditti, zusammen mit dem Pianisten Boyan Vodenitcharov tritt er häufig als Duo auf. 
Zu seinen bedeutendsten Kompositionen gehören Bühnenmusiken für Frédéric Flamand, Jacques Lassalle und Lorent Wanson. 
Typisch für ihn ist eine spezielle Kompositionshandschrift für Streicher: für sein Werk L'Ombre du Son erhielt er 1997 den Grand Prix Paul Gilson in Montréal. 
Neben seiner Tätigkeit als musikalischer Direktor des Ensemble Musique Nouvelles und des Orchestre Royal de Chambre de Wallonie bereichert Dessy in seinem Heimatland die Musikszene durch erstmalige Aufführungen konzertanter Werke von O. Messiaen, Alfred Schnittke, Horatio Radulescu und Eric Tanguy.

            EGGERT, Moritz

            Komposition, Klavier

            wurde 1965 in Heidelberg geboren. Als Komponist setzt er sich gerne zwischen alle Stühle, was sowohl das avantgardistische wie auch das klassische Konzertpublikum verunsichert. Durch in den Medien viel diskutierte Projekte wie „Die Tiefe des Raumes“ (Fußballoratorium, geschrieben für die Ruhrtriennale im Auftrag des Kulturprogramms der WM 2006) oder „Freax“ (Oper, zusammen mit Christoph Schlingensief) versucht er konstant das gängige Bild der Neuen Musik als Angelegenheit alleine für ein Expertenpublikum zu unterminieren. Neben seinem Schwerpunkt im Bereich Musiktheater, für das Eggert bisher 11 Opern schrieb, pflegt er gerne die kammermusikalischeren oder experimentelleren Zwischentöne zum Beispiel in seinem Liederzyklus „Neue Dichter Lieben“ oder seinem Klavierzyklus „Hämmerklavier“. Zu seinen aktuellen Projekten gehören neue große Opern für Linz und Berlin, eine Vertonung der Nutzungsbedingungen von Google für Sänger und Orchester, eine „Kochoper“ für Hamburg und eine Symphonie für Autohupen.

            Als Pianist, Sänger, Dirigent und Performer setzt sich Eggert nicht nur für das zeitgenössische sondern auch für das klassische Repertoire ein, besonders im Bereich Lied und Kammermusik. Für die Neue Musikzeitung betreibt er den „Bad Blog of Musick“, den meistgelesenen Blog zum Thema zeitgenössische Musik in Deutschland. Mehr unter: www.moritzeggert.de

              EWERT, Maximilian

              Komposition

              Geboren 1974 in Soltau/Nordheide. Schon früh erhält er Violinunterricht und übt sich in ersten kompositorischen Gehversuchen. Nach dem Abitur studiert er Violine und Komposition bei John van Buren/Heinz Winbeck am Leopold-Mozart-Konservatorium und später an der Hochschule Würzburg.  Neben seinen Preisen beim internationalen Brahmswettbewerb und Armin-Knab-Wettbewerb erhielt Ewert ein Stipendium an der Cité des Arts Paris und glänzte bei Auftritten in Argentinien, Deutschland, Frankreich, Israel, Kanada und der Schweiz. Neben Aufführungen seiner eigenen Werke trat er auch als Geiger in zahlreichen Kompositionen (u.a. von R. Heller, E. Mendoza, T. Giesen, S. Walter, J. Schneider, I. Lütge, S. Young, W. Sheller) auf. Seiner Orchestertätigkeit (zuletzt Konzertmeister an der Opera Comique de Paris) und intensiven Kontakten nach Argentinien verdankt er ein großes Produktionsspektrum von Bühnenmusik, Kammermusik und Symphonik bis hin zu Tango und Unterhaltungsmusik. 2006 ehielt er den ersten Preis der Oslo-Grieg-Society für ein die Symphonische Dichtung Divergences Synthetiques.

                FULTON, Ruby

                Komposition

                Wurde 1981 geboren und studierte Geige und Komposition in San Francisco und Boston. Darüber hinaus lernt sie bei Christopher Theofanidis am Peabody Conservatory in Baltimore, wo sie gerade promoviert. Neben ihrer Konzerttätigkeit als Violinistin in Ensembles und Bands komponiert Fulton vornehmlich Werke für Oper und Theater. Im Juli diesen Jahres wird ihr Auftragswerk für das Bang on a Can Festival zu hören sein.

                  GOSFIELD, Annie

                  Komposition

                  Vom Magazin New Yorker als Star der urbanen Szene gekürt, experimentiert Annie Gosfield mit der Grenze zwischen Musik und Lärm. Ihre Stücke thematisieren häufig die Schönheit nichtmusikalischer Alltagsgeräusche wie Maschinenlärm, verstimmte Pianos oder Radiorauschen. Zur Zeit arbeitet die Komponistin an einem Klavierkonzert für Lisa Moore, einem Cellokonzert für Felix Fan und einer multimedialen Oper. Am Mills College in Kalifornien hat sie den Lehrstuhl für Komposition inne.

                    HAIDER, Georg

                    Komposition

                    studierte an der Hochschule für Musik in Würzburg im Fach Fagott bei Eberhard Buschmann/Georg Klütsch und Komposition bei Bertold Hummel/Heinz Winbeck. Nach seinem Meisterklassenabschluß in Komposition wurden seine Werke an verschiedenen Orten Europas und Nordamerikas aufgeführt und bei verschiedenen Rundfunkanstalten eingespielt. Als Mitglied der ADevantgarde ist Georg Haider als freischaffender Komponist, Musiker und Lehrer tätig. Zu den Höhepunkten seiner Laufbahn zählen das Stipendiat des Freistaates Bayern an der Cité Internationale des Arts in Paris, die Einladung zum internationalen Projekt OSPITI (Schweiz) und das Stipendium des Conseil des arts et des lettres du Québec mit Arbeitsaufenthalt in Montréal.

                      HANKE, Stefan Johannes

                      Komposition

                      Stefan Johannes Hanke wurde 1984 in Regensburg geboren und studierte Komposition bei Prof. Manfred Trojahn in Düsseldorf und bei Prof. Heinz Winbeck in Würzburg. Als Stipendiat des Freistaats Bayern verbrachte er während des Studiums ein halbes Jahr an der Cité internationale des Arts, Paris. Im Jahr 2013 war er Stipendiat der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo, sowie der Aribert-Reimann-Stiftung und der Wilfried-Steinbrenner-Stiftung. Einen besonderen Stellenwert in seiner Arbeit nimmt das Musiktheater ein.

                      Stefan Johannes Hanke ist Preisträger des Kompositionswettbewerbs "Neue Szenen" derDeutschen Oper Berlin und schrieb in deren Auftrag die Kammeroper "it will be rain tonight". Im Anschluss folgte ein Kompositionsauftrag des Orchesters der Deutschen Operfür das Ensemblestück "guinea pig walking home (03:00 a.m.)". Das Musiktheater für Kinder "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren", verlegt bei Schott Music Mainz, wurde von derStaatsoper Hannover in Auftrag gegeben und war dort von 2012 bis 2014 zu sehen. Im Herbst 2013 folgte außerdem eine Neuinszenierung an der Semperoper Dresden, die noch bis Ende 2014 zu erleben sein wird.

                      Derzeit arbeitet er im Auftrag der Staatsoper Hannover an einem neuen Musiktheater für Kinder nach dem Buch "Oh wie schön ist Panama" von Janosch, sowie an einem Orchesterstück im Auftrag des Haydn-Orchesters Bozen, das unter der Leitung von Clemens Schuldt uraufgeführt werden wird. Weitere Auftraggeber waren in der Vergangenheit unter anderem der Deutsche Musikrat, die European Concert Hall Organisation (ECHO) und derKulturkreis der Deutschen Wirtschaft. Zu den zahlreichen Interpreten im In- und Ausland zählen das Ensemble Modern, die Münchner Symphoniker, das Asasello Quartett sowie die Pianisten Edna Stern und Alexander Schimpf. Stefan Johannes Hanke lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Düsseldorf.

                        HAYES, Morgan

                        Komposition

                        studierte bei Michael Finnissy, Simon Bainbridge und Robert Saxton. Schon früh entdeckte der schon mit zehn Jahren komponierende seinen eigenen Stil. Er komponierte für zahlreiche renommierte Ensembles für neue Musik in England. Als leidenschaftlicher Pianist und Bewunderer von Glenn Gould schrieb er auch zahlreiche virtuose Solowerke für Klavier. Zu seinen Inspirationsquellen gehören des Weiteren die Musik von Bach und anderen barocken Meistern wie Ramon und Purcell. Von Live-Improvisation fasziniert, wendet Hayes diese Form auf Bühne, Tanz und Film an.

                          KLINE, Phil

                          Komposition

                          studierte zunächst englische Literatur, bevor er das musikalische Terrain betrat. Heute wird sein Sinfonien, Kammermusiken und Liederzyklen umfassendes Repertoire in Rock Clubs, Kunstgalerien aber auch in wichtigen Konzertsälen der Welt aufgeführt und für seine Originalität und Schönheit geschätzt. Sein Stück „Unsilent Night“ hat weltweit Kultstatus erreicht und wird regelmäßig an Feiertagen gespielt. Zu seinen neuesten Werken gehören „The Blue Room and Other Stories“ für das Streichquartett Ethel und der Liederzyklus „Zippo Songs“, den er für den Baritonsänger Theo Bleckmann schrieb. Mit seiner derzeitigen Arbeit an einer Messe, seiner Zusammenarbeit mit dem Choreographen Wally Cardona und der Performance „World on a String“ überschreitet er Genregrenzen und experimentiert in neuen Bereichen.

                            KOCH, Sven-Ingo

                            Komposition

                            Studien der Komposition in Essen, San Diego und Stanford, u.a. bei Nicolaus A. Huber, Roger Reynolds und Brian Ferneyhough, der Computer-Komposition am ICEM bei Dirk Reith; außerdem des Klavierspiels und der Musikwissenschaft. Zutiefst geprägt auch durch den aus diesen Studien resultierenden Kalifornien-Aufenthalt (1999-2003) und das Leben dort, ermöglicht durch Stipendien des DAAD und der Stanford University. 2002-03 in Stanford Lehrauftrag für Komposition als Assistent Brian Ferneyhoughs. Seit Juli 2003 lebt Sven-Ingo Koch mit seiner Lebenspartnerin, der Komponistin Yasuko Yamaguchi wieder in Deutschland, seit 2006 meist in Düsseldorf (die Wüsten und Strände Kaliforniens aber unsäglich vermissend).

                            Neben Aufführungen durch große Orchester wie das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und das Tokyo Symphony Orchestra wird Sven-Ingo Kochs Musik regelmässig von Ensembles wie dem Ensemble Modern, der musikFabrik, dem Klangforum Wien, dem Ensemble Recherche, den Neuen Vocalsolisten oder dem Auryn, dem Sonar und dem Vogler Quartett und Solisten wie Chen Halevi, Nicholas Daniel und Jean-Guihen Queyras aufgeführt. Für das Ensemble Ascolta entstanden Musiken zu abstrakt-experimentellen Filmen der 1920er Jahre von Walter Ruttmann, die wiederholt auch im Fernsehen ausgestrahlt wurden.

                            Zahlreiche Preise, u.a. Folkwangpreis 1999, Stuttgarter Kompositionspreis 2003, Elisabeth-Schneider-Preis 2005 und Düsseldorfer Musikförderpreis 2006. Ferner das Jahresstipendium der Heinrich-Strobel-Stiftung des SWR 2004, das Stipendium des Künstlerhofes Schreyahn 2005, das Stipendium von Schloss Solitude 2007 und das EHF-Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung. 2008 Gastkünstler am ZKM und ebenfalls 2008 ein mehrmonatiger Venedigaufenthalt als Stipendiat des Kulturstaatsministers. 2011 ein Jahr als Stipendiat der Villa Massimo in Rom, 2014 ein Istanbul-Aufenthalt, ermöglicht durch die Kunststiftung NRW.

                             

                              KÖSZEGHY, Pèter

                              Komposition

                              wurde 1971 in Ungarn geboren. Er studierte an der „Franz Liszt“ Musikhochschule in Györ, Ungarn, Pädagogik und Querflöte, daneben erhielt er Kompositionsunterricht bei Attila Remènyi und Endre Olsvay. 1992 schloss er sich der "Gruppe junger Komponisten" (F.Z.CS) in Budapest an. Im darauf folgenden Jahr ging er nach Berlin, um an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Komposition bei Paul-Heinz Dittrich und Elektronische Musik bei Andre Bartetzki zu studieren. Er erhielt 1999 sein Diplom in Komposition und lebt seitdem als freischaffender Komponist in Berlin. Seit 2004 ist sein Gesamtwerk bei der Edition Juliane Klein verlegt. Zahlreiche Kompositionen Pèter Köszeghys wurden mit Preisen ausgezeichnet, darunter der "Hanns Eisler Preis", der 1. Preis beim Internationalen Kompositionswettbewerb "Biennale Neue Musik Hannover 2001", der 1. Preis in der Kategorie "schwer" des internationalen Kompositionswettbewerbs für das Trio Aeolian. 2006 ist Pèter Köszeghy Stipendiat der Sektion Musik der Akademie der Künste Berlin. Köszeghys Werke wurden auf zahlreichen internationalen Festivals aufgeführt.

                                KRAMPE, Robert

                                Komposition

                                wurde 1980 in Berlin geboren und erhielt seit dem siebten Lebensjahr musikalischen Unterricht. Noch vor seinem Kompositionsstudium erhielt er Unterricht bei Prof. G.Tittel (HfM „Hanns Eisler“ Berlin) und Hans Werner Henze. Das Studium nahm er an der Staatlichen Hochschule für Musik Freiburg bei Prof. C. Schwehr auf und setzte es an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Dieter Mack fort. Daneben belegte er musiktheoretische Studien und besuchte Seminare bei Prof. Dieter Mack, Claus Steffen Mahnkopf und Mathias Spahlinger. Der Stipendiat der "Studienstiftung des deutschen Volkes" war mehrfacher Preisträger beim Bundeswettbewerb "Schüler komponieren - Treffen junger Komponisten", erhielt den GEMA-Preis der "Jeunesses musicales Deutschland", den 1. Preis beim "Bluval-Kompositionswettbewerb", einen Förderpreis der "Marie-Luise Imbusch-Stiftung" und war Preisträger der Saarbrücker Komponistenwerkstatt.  Er unterrichtet an der Musikhochschule Lübeck Musiktheorie und Angewandte Komposition.

                                  KÜHNL, Claus

                                  Komposition

                                  wurde 1957 im unterfränkischen Arnstein geboren. An den Musikhochschulen Würzburg und Frankfurt am Main studierte er Komposition, Klavier und Dirigieren. Zwei längere Auslandsaufenthalte (Paris, Cité Internationale des Arts,1983 und Rom, Villa Massimo, 1990/91) rundeten seine Studienzeit ab. Er war Dirigent des Kammerorchesters Musici Allegri in Würzburg sowie Leiter des Mutare-Ensemble-Frankfurt. Claus Kühnl unterrichtete an den Hochschulen in Frankfurt, Darmstadt, Mainz und
                                  Nürberg/Augsburg. Seit 1985 unterrichtet er Komposition und Kammermusik am Hoch’schen Konservatorium FFM, und seit 2001 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Claus Kühnls Kompositionen erhielten mehrere Auszeichnungen und wurden auf Festivals im In- und Ausland gespielt. Außerdem ist er als Dirigent und Pianist tätig.

                                    LANG, David

                                    Komposition

                                    "Für diese Art von Musik gibt es noch keinen Namen" schreibt man über den provokativen amerikanischen Komponisten David Lang. Der 1957 geborene studierte Komposition bei Jacob Druckman, Hans Werner Henze und Martin Bresnick in Iowa und Yale. Als Mitbegründer des legendären New Yorker Festival für neue Musik, Bang on a Can, ist Lang einer der interessantesten und meist gespieltesten Komponisten seiner Generation. Sein differenzierter Sound verbindet die Tradition klassischer Musik mit urbaner Aggressivität.
                                    Neben seinem Engagement bei zahlreichen Institutionen wie dem Boston Symphony Orchestra, Cleveland Orchestra, American Composers Orchestra und der Santa Fe Oper, werden Langs Werke in regelmäßigen Abständen auf der ganzen Welt gezeigt. Mit seinen Kompositionen für Sprech- und Tanztheater war er an Produktionen von La La La Human Steps, Susan Marshall, Twyla Tharp, dem Ballet der Pariser Oper, dem Nederlands Dans Theater und dem Royal Ballet in London beteiligt.
                                    Zu seinen neuesten Projekten gehören Klanginstallationen wie The Passing Measures und Writing on Water (in Kooperation mit dem Filmemacher Peter Greenaway und London Sinfonietta).

                                      MESSIAEN, Olivier

                                      Komposition

                                      wurde 1908 geboren und beschäftigte sich intensiv mit den Rhythmen fernöstlicher Kulturen und dem Vogelgesang. Während seiner Lehrtätigkeit am Pariser Konservatorium unterrichtete er spätere Größen wie Pierre Boulez und Karlheinz Stockhausen. Mit seinem Klavierstück "Mode de valeurs et d'intensités" initiierte er 1950 die serielle Musik und verschaffte sich so schon zu Lebzeiten einen Platz in der Musikgeschichte.

                                        MUENCH, Markus

                                        Komposition

                                        studierte an den Hochschulen für Musik in Würzburg, Karlsruhe und am Richard-Strauss-Konservatorium in München. Er war erster Geiger des von ihm gegründeten "Strung Out Quartet", das sich ganz auf zeitgenössisches Repertoire konzentrierte und zahlreiche Uraufführungen spielte.
                                        Seine Kompositionen sind meist geprägt von verschiedensten Dokumentar-, Audiomaterialien, die bearbeitet und verändert in eine neue musikalische Sprache integriert werden.
                                        Bisher komponierte er Werke für Film, Video, Hörspiel, Musiktheater, Oper, Performances, zeitgenössischen Tanz, Instrumentalensembles, Computer und Elektronik. Seine Werke kamen u.a. beim ADevantgarde Festival, Digital Analog Festival, Münchener Gesellschaft für Neue Musik, TanzTendenz, MDR sowie in Film- und Werbevertonungen zur Aufführung.

                                          MÜLLER-WIELAND, Jan

                                          Komposition

                                          geboren 1966 in Hamburg, studierte an der Musikhochschule Lübeck Komposition bei Friedhelm Döhl, Kontrabass bei Willi Beyer und Dirigieren bei Günther Behrens. 1988 nahm er ein externes Kompositionsstudium bei Hans Werner Henze auf, was für seine spätere Laufbahn prägend sein sollte. Zahl- reiche Stipendien gaben ihm die Möglichkeit zu ausgedehnten Auslandsaufenthalten in Frankreich, Italien und Amerika. Seit 1993 freischaffend in Berlin tätig, wurde er 2006 Dozent und 2007 Professor für Komposition an der Münchner Musikhochschule. Müller-Wieland komponierte über hundert Werke, darunter fünfzehn abendfüllende Arbeiten für das Musiktheater, vier Sinfonien, zahlreiche Orchesterwerke, ferner kammermusikalische Werke und Vokalmusik. Aufträge erhielt er dabei von Häusern wie der Hamburgischen Staatsoper oder der Deutschen Oper Berlin, Festivals wie der Münchener Biennale und dem Holland Festival sowie von Orchestern u.a. Münchner Philharmoniker, London Sinfonietta. Sein Schaffen wurde mit zahlreichen Preisen so dem Förderpreis der Ernst von Siemens-Musikstiftung oder den Hindemith-Preis des Schleswig-Holstein-Musikfestivals ausgezeichnet.

                                           

                                            MURAIL, Tristan

                                            Komposition

                                            wurde 1947 in Le Havre/Frankreich geboren. Er absolvierte Studien in klassischem und nordafrikanischem Arabisch (an der École Nationale des Langues Orientales Vivantes) sowie in Wirtschafts- und Politikwissenschaften (am Pariser Institut d’Études Politiques). Außerdem studierte er Komposition bei Olivier Messiaen am Conservatoire Nationale de Musique in Paris und war ab 1971 für zwei Jahre Stipendiat der Villa Medici in Rom. Nach seiner Rückkehr nach Paris gründete er zusammen mit Gérard Grisey und weiteren jungen Komponisten und Interpreten das Ensemble L’Itinéraire. In den 1980er Jahren begann Murails Zusammenarbeit mit dem IRCAM, wo er von 1991 bis 1997 unterrichtete und die Software Patchwork mit entwickelte. Seit 1997 ist er Professor für Komposition an der Columbia University in New York

                                              NEMTSOV, Sarah

                                              Komposition

                                              wurde 1980 in Oldenburg geboren. Im Alter von sieben Jahren erhielt sie ersten Blockflötenunterricht, später wechselte sie zur Oboe. An der Hochschule für Musik und Theater Hannover war sie Jungstudentin von Nigel Osborne und nahm ein reguläres Studium in den Fächern Komposition und Oboe bei Johannes Schöllhorn und Klaus Becker auf. Später studierte sie an der Universität der Künste Berlin, wo Burkhard Glaetzner und Walter Zimmermann zu ihren Lehrern zählten. Seit 2003 ist sie Stipendiatin für Komposition bei der Studienstiftung des deutschen Volkes. 2006 wurde ihre Kammeroper „Herzland“ am Schauspielhaus Hannover mit großem Erfolg uraufgeführt. Ihre Werke werden bei international renommierten Festivals gespielt, so u.a. bei dem „World New Music Festival“ in Stuttgart, dem Festival „Musica“ in Straßburg, den „Neuköllner Originaltönen“ oder der „Klangwerkstatt“ in Berlin. Mehrere ihrer Werke sind bei der „Edition nova vita“ in Berlin verlegt. Als Oboistin erhielt sie erste Preise bei verschiedenen nationalen Wettbewerben. Sie tritt als Solistin und in Kammermusikformationen auf, darunter auch im Duo mit ihrem Mann, dem Pianisten Jascha Nemtsov.

                                                POGATSCHAR, Helga

                                                Komposition

                                                in München geboren, studierte sie zunächst Klavier an der Hochschule für Musik in München und später Komposition für Film und Fernsehen. Die Komponistin bekam zahlreichen Stipendien (u.a. Projektstipendium Neue Musik/Neue Medien, Internationales Künstlerhaus Villa Concordia Bamberg) und Auszeichnungen (u.a. tz-Rose, CD des Jahres der SZ) zuerkannt und erhielt Lehraufträge an den Hochschulen für Musik und Theater in München (elektronische Klangerzeugung) und Hamburg (angewandte Komposition und Sounddesign). Neben freien Kompositionen und Auftragswerken entstanden zahlreiche Hörspiele unter anderem für den Bayerischen Rundfunk. Helga Pogatschar ist im künstlerischen Leitungsteam des Festivals für Neue Musik A•Devantgarde, das bereits seit 1989 besteht. Zuletzt von ihr zu hören waren „Traumtext“ beim Festival DANCE 2004, die Kurzoper „Manöverkritik“ beim A•Devantgarde-Festival 2005 und „Traumtext II“ im Gasteig 2006.

                                                  RICHTER, Nicolaus de Vroe

                                                  Komposition

                                                  Nicolaus Richter de Vroe, geboren 1955 in Halle/Saale, studierte er Komposition und Violine in Dresden und Moskau, sowie Komposition (Friedrich Goldmann) und elektronische Musik (Georg Katzer) in Ostberlin. Seit 1988 ist Richter de Vroe beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks engagiert. 1989 gründete er das XSEMBLE München. Seine Werke wurden bei sämtlichen ARD-Rundfunkanstalten sowie auf namhaften Festivals für Neue Musik, u.a. beim Festival d‘Automne Paris, bei der Biennale Venedig, den Donaueschinger Musiktagen (1988, 1994, 2005), dem Steirischen Herbst Graz, den Wittener Tagen für Neue Kammermusik, der Biennale Berlin, den Berliner Festwochen, musica viva München oder beim Festival Moskauer Herbst (2012) aufgeführt. Richter de Vroe ist musica-viva-Beauftragter des BR-Symphonieorchesters und seit 2008 Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste.

                                                    SCHEDL, Klaus

                                                    Komposition

                                                    geboren 1966, studierte Komposition bei Hans-Jürgen von Bose in München. Er ist Mitbegründer und langjähriger künstlerischer Leiter des Ensembles piano possibile und erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien u. a. den Kompositionspreis der Stadt Detmold und das Förderstipendium der GEMA-Stiftung, sowie das Stipendium der Cité Internationales des Arts. 1998/99 unterrichtete er Analyse und Tonsatz an den Conservatorien Coimbra und Viseu in Portugal. März 2000 wurde seine Oper „Tod der Hasen“ im Münchner Prinzregententheater uraufgeführt. 1999 bis 2001 lebte er in London und später Paris, wo er am IRCAM studierte. Seit dieser Zeit beschäftigt er sich intensiv mit der Weiterentwicklung der Elektronischen Musik. So 2002 „suchmaschienen im lichtleeren meer - ein elektrisches singspiel“, 2003 „Ich komponiere aus Ihrer Hand“ und 2004 „Struktur-Wellensittich“ und Quaresma - eine Passionskomposition. 2006 wurde sein Projekt „city scan“ bei der Münchner Biennale aufgeführt. Momentan arbeitet Klaus Schedl an einem Auftragswerk für die Reihe „Klangspuren“ und bereitet für Kirchen in Regensburg und Landshut „reboud - ein Kirchenmusikprojekt“ vor.

                                                      SCHMITT, Markus

                                                      Komposition

                                                      wurde 1965 in München geboren und studierte Komposition an der Münchener Musikhochschule bei Wilhelm Killmayer und Hans-Jürgen von Bose. Wichtige künstlerische Anregungen verdankt er u.a. dem Kontakt mit Hans Werner Henze, seinen Klavierstudien bei Ansgar Janke und nicht zuletzt dem intensiven Austausch mit zahlreichen Komponisten und Interpreten seiner Generation. Er lehrt am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg. Sein Œvre umfasst Vokal- und Kammermusik, Orchester- und Bühnenwerke, darunter die für die Münchener und Zürcher Opernfestspiele 2001 entstandene Kammeroper „aiaia“ oder die Bühnenmusik zu Dieter Dorns Inszenierung des „Kaufmann von Venedig“. Weitere musikdramatische Werke waren an der Kammeroper Rheinsberg, am Theater Osnabrück, sowie an der Staatsoper Kassel zu hören. Markus Schmitt wurde vielfach ausgezeichnet, trat als Gastkomponist auf renommierten Festivals auf und war u.a. Stipendiat der Deutschen Akademie „Villa Massimo“ und des „Deutschen Studienzentrums“ in Venedig. Mehr unter: http://musikverlag-nickel.eu/Schmitt/

                                                       

                                                        SCHNELLER, Oliver

                                                        Komposition

                                                        wurde 1966 in Köln geboren und studierte Musikwissenschaft, Geschichte und Politikwissenschaft in Bonn. Nach privaten Kompositionsstudien bei Friedhelm Aufenanger folgte ein Kompositionsstudium am New England Conservatory in Boston. 1998-2002 promovierte er an der Columbia University New York, wo er als Assistent von Tristan Murail lehrte. Er belegte zudem Meisterklassen bei Helmut Lachenmann, Brian Ferneyhough, Salvatore Sciarrino, George Benjamin und Vinko Globokar. Der Komponist erhielt zahlreiche Stipendien (u.a.  des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia in Bamberg). Seine Werke wurden auf nahmhaften Festivals aufgeführt.

                                                          SEITHER, Charlotte

                                                          Komposition

                                                          wurde 1965 in Landau / Pfalz geboren. Als erste Deutsche wurde sie 1995 mit dem 1. Preis im Internationalen Kompositionswettbewerb Prager Frühling ausgezeichnet. 1998 promovierte sie zum Doktor der Philosophie und ist eine gefragte Jurorin und Kuratorin bei internationalen Wettbewerben. Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter den 1. Preis im Internationalen Kompositionswettbewerb Ciutat de Palma in Spanien (2004), den Förderpreis des Ernst von Siemens Musikstiftung (2002) und war Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes (1987-91). Sie ist Gast auf zahlreichen Festivals wie dem Generationen-Festival Warschau, Gaudeamus Amsterdam, Wien Modern, Encuentros Santiago de Chile oder IFWM Seoul. Als Artist in residence lebte und arbeitete sie in der Cité des Arts Paris (1999), Akademie Schloss Solitude Stuttgart (1995), in der Villa Concordia Bamberg (2013), im Palazzo Barbarigo Venedig (1993), auf Civitella Ranieri / Italien (2012) und in der Villa Aurora Los Angeles (2000). 2009 war sie als Stipendiatin an der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom zu Gast. Für ihr musikalisches Schaffen wurde Charlotte Seither 2010 mit dem Praetorius Musikpreis des Landes Niedersachsen ausgezeichnet. 2012 erhielt sie den Pfalzpreis für Musik. Im August 2013 kam ihr Orchesterwerk Language of Leaving (2012/13) mit dem BBC Symphony Orchestra London und den BBC Singers bei den BBC Proms zur Uraufführung. In diesem Jahr wurde Charlotte Seither mit dem Deutschen Musikautorenpreis 2014 ausgezeichnet.

                                                            TWINING, Toby

                                                            Komposition

                                                            wuchs in Texas unter Einflüssen des Swing und Gospel auf. Er durchquerte die Bandbreite der Musik von Rock- und Jazzbands bis zum Studium der experimentellen Komposition in Illinois, wo er seinen Bachelor of Musical Composition machte. Mitte der achziger Jahre beschäftigte sich Twining mit der großen Vielfalt der menschlichen Stimme und entwickelte ein breites Spektrum an außergewöhnlichen Techniken. Die Entdeckung seiner eigenen Stimmkraft und seiner Performance-Fähigkeiten brachte ihn zur Komposition für a capella ensembles. 1987 übersiedelte Twining nach New York um neue Chormusik für Tanztheater zu schreiben. Dort gründete er sein eigenes a capella Quartett, welches zu einem zwölfstimmigen Ensemble anwuchs und im Rahmen des "Festival of New Spiritual Music" in Amsterdam auftrat. Neben seinen Vokalkompositionen schrieb Twining viele Stücke für Keyboard und andere Instrumente. Zwei seiner bekanntesten Klavierkompositionen wurden von der Avantgardepianistin Margaret Leng Tan aufgenommen und im Radio und auf zahlreichen Konzerten gespielt.

                                                              VINAO, Alejandro

                                                              Komposition

                                                              Der 1951 in Argentinien geborene Komponist studierte beim russischen Komponisten Jacobo Ficher in Buenos Aires und setzte seine Studien am Royal College of Music in London fort. Seither lebt und wirkt er in England. Viñao gewann zahlreiche Preise und war auf nahmhaften Festivals vertreten, darunter Tanglewood Festival, Warschauer Herbstfestival und PROMS London. Neben seiner von rhythmischen Strukturen geprägten Instrumentalmusik betätigt sich Viñao auch auf dem Feld der elektronischen Musik und komponiert für Film und Hörfunk. Seine Werke werden in Europa und Amerika gespielt.

                                                                VOISEY, Rob

                                                                Komposition

                                                                ist Komponist und Impresario neuer Werke. Er sucht innovative und kreative Möglichkeiten, um Musik zeitgenössischer Komponisten zu vermarkten. Als künstlerischer Leiter des „60x60“ Projektes veranstaltet er jährlich ein weltweites Konzert mit Werken von 60 Komponisten. Seit den Anfängen 2003 gab es mehr als 50 Konzerte des „60x60“ Projektes weltweit. Mit mehr als elf „mixes“ brachte das Projekt mehr als 500 Komponisten einem Publikum von sieben Ländern nahe. Das einzigartige Konzept des Projektes ermöglicht es, die verschiedensten Stile zeitgenössischer Komposition zu präsentieren. Das Ziel des Projekts ist seine ständige Erweiterung durch neue „mixes“. Der „Munich-Mix“ beschäftigt sich mit Sichtweisen und Empfindungen über das Thema Unterdrückung und Totalitarismus und ist somit der erste „Mix“, der sich nicht mir geographischen Themen auseinandersetzt. Die teilnehmenden Komponisten nützen diese Gelegenheit, um sich mit ihrer Musik vor einem größeren Publikum auszudrücken.

                                                                  Artists

                                                                  ALTSTAEDT, Christoph

                                                                  Dirigent

                                                                  studierte Klavier und Dirigieren an den Musikhochschulen in Detmold und Hannover sowie an der Hochschule Hanns Eisler in Berlin. Wichtige künstlerische Impulse erhielt er als Stipendiat des Deutschen Dirigentenforums durch Meisterkurse bei Kurt Masur, Sebastian Weigle und Jorma Panula, als Assistent von Pierre Boulez im Rahmen des Composer Project der Lucerne Festival Academy sowie als Conducting Fellow in Tanglewood durch James Levine, André Previn und Bernard Haitink.

                                                                  Von 2006 bis 2007 war er am Staatstheater am Gärtnerplatz engagiert, wo er „Gianni Schicchi“, „La traviata“, „Die Entführung aus dem Serail“, „Die Zauberflöte“, „Hänsel und Gretel“, „Die lustigen Weiber von Windsor“, „Werther“ sowie Peter Maxwell Davies’ Kinderoper „Cinderella“ dirigierte. Gastdirigate führten ihn u. a. zum Konzerthausorchester Berlin, dem Beethoven Orchester Bonn, der Staatskapelle Weimar, dem Landestheater Innsbruck und dem Münchener Kammerorchester. Radioproduktionen mit dem MDR Sinfonieorchester Leipzig und den Bamberger Symphonikern für den Mitteldeutschen und den Bayerischen Rundfunk liegen vor.

                                                                  Das von ihm 2003 gegründete Junge Klangforum Mitte Europa, das Musiker aus Deutschland, Tschechien und Polen vereint, wurde vielfach ausgezeichnet. Beim 2. Internationalen Dirigentenwettbewerb Evgeny Svetlanov im Mai 2010 in Montpellier wurde Christoph Altstaedt mit dem 2. Preis, dem Publikumspreis sowie dem Preis des Orchesters ausgezeichnet.

                                                                    AMMER, Andreas

                                                                    Regie, Autor

                                                                    wurde 1960 in München geboren, er ist Autor, Journalist und Hörspiel- und Theatermacher. Andreas Ammer studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte der Naturwissenschaften und schloss mit Promotion ab. Anfangs Dozent an der Ludwig-Maximilians-Universität München, arbeitet er inzwischen als freier Autor und Fernsehjournalist. Seit 2003 ist er der kreative Kopf der ARDLiteratursendung druckfrisch. Bekannt geworden ist Ammer durch seine Hörspiel- und Theaterproduktionen. Er hat unter anderem mit FM Einheit von den Einstürzenden Neubauten und Ulrike Haage von den Rainbirds zusammengearbeitet. Für „Apocalypse Live“ wurde Ammer 1995 mit dem renommierten Hörspielpreis der Kriegsblindenausgezeichnet – im Jahr 2001 erhielt er ihn für „Crashing Aeroplanes“. Alleine und in Zusammenarbeit mit FM Einheit produzierte er zudem mehrere Theaterproduktionen, unter anderem für die Münchner Opernfestspiele.

                                                                      BLUM, Stefan

                                                                      Schlagzeug

                                                                      studierte an der Musikhochschule München und ist seither als Solist, Kammer- und Orchestermusiker tätig. Er wurde als Solist von mehreren Orchestern und Ensembles eingeladen, darunter das Klangforum Wien, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, und das WDR Sinfonieorchester. Als Kammermusiker im ensemble trioLog münchen arbeitet er mit namhaften Komponisten der Neuen Musik zusammen, deren Werke er auf führenden Festivals uraufführte.Erfolgreiche Engagements führten zu wiederholten Einladungen bei den Salzburger Festspielen, Steirischen Herbst Graz, Ultraschall Festival Berlin, Frankfurt Feste,  Wien Modern, Rheingau-Musikfestival, Begegnungen Prag, Donaueschinger Musiktage, Festival de piano de la Roque d`Antheron, Festival für Kammermusik Chelyabinsk, Kissinger Sommer, u.a.. Er ist regelmäßiger Gast im Ensemble der MusikFabrik NRW. Es entstanden Aufnahmen für den Bayerischen Rundfunk, Hessischen Rundfunk, Deutschlandfunk, Radio Bremen, Südwestfunk Baden Baden und den Österreichischen Rundfunk, sowie Einspielungen bei Sony Classics,  Wergo und Deutsche Grammophon und Tourneen führten ihn nach Japan, China, Südamerika, USA, Russland und in viele Länder Europas.Stefan Blum ist Dozent an der Berufsfachschule für Musik in Krumbach und leitet seit 2000 die Percussionklasse des Leopold- Mozart -Zentrums der Universität Augsburg.

                                                                        BUSSENIUS, Nora

                                                                        Regie

                                                                        , 1982 in Ost Berlin geboren, studierte Schauspiel- und Opernregie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Noch während des Studiums nimmt Hans Neuenfels sie als Regiemitarbeiterin mit ans Schauspiel Köln, wo sie ab der Spielzeit 2007/08 bis 2011/12 feste Assistentin ist und u.a. mit Karin Beier, Nicolas Stemann, Alvis Hermanis und Anna Viebrock zusammenarbeitet.
                                                                        Neben Inszenierungen im Studium (u.a. „Lear“ am Akademietheater München, UA der Kurzopern „Rise and Fall“ A•DEvantgarde-Festival) realisierte sie parallel dazu mit dem Jugendclub am Bayerischen Staatstheater „König Ubu“ und an den Münchner Kammerspielen UA „Nischen der Angst“ von Andreas Neumeister beim 4. Wochenende der jungen Dramatiker.
                                                                        Nach ihrer Diplominszenierung von Georg Büchners „Leonce und Lena“ am Stadttheater Bamberg (eingeladen zu den Bayerischen Theatertagen), wurde ihr am Schauspiel Köln die Uraufführung von „Schattenstimmen“ Zaimoglu/Senkel anvertraut. Seit dieser Produktion verbindet sie eine enge Zusammenarbeit mit dem Kostüm- und Bühnenbildner Sebastian Ellrich, mit dem sie auch die darauf folgenden Projekte am Jungen Schauspiel Düsseldorf und am HAU Berlin realisiert. 2010 ist ihre Inszenierung von »Undine, die kleine Meerjungfrau« zu den Mühlheimer Theatertagen eingeladen und wird für den Kindertheaterpreis 2010 nominiert.
                                                                        Nach Babypause und Elternzeit inszenierte sie  2013 mit sehr positiver Presseresonanz „Rheinpromenade“ von Karl Otto Mühl am Schauspiel Köln. Weiterhin hält sie auch dem Kindertheater die Treue und realisierte die Uraufführung von “Verkleidete Diamanten”-ein Kinderstück über den Tod- von Nora Backhaus am Baden-Württembergischen Landestheater. Nach der Zusammenarbeit mit Nicolas Stemann an der Staatsoper Berlin für die Uraufführung von Elfriede Jelinek “Rein gold”, inszenierte sie das Musical “Piaf” von Pit Holzwarth am Stadttheater Bamberg, das bei den BayerischenTheatertagen den 2. Platz beim Publikumspreis belegte.
                                                                        Zurzeit bereitet sie das Weihnachtsmärchen “Mio, mein Mio” von Astrid Lindgren am Staatstheater Darmstadt vor.

                                                                          Ensemble Singer Pur

                                                                          Ensemble

                                                                          Seit der Gründung 1991 hat sich Singer Pur - ursprünglich fünf ehemalige Regensburger Domspatzen und eine Sopranistin - zum derzeit führenden deutschen Vokalensemble entwickelt. Nach mehreren internationale Preisen und Auszeichnungen ließen Einladungen zu Konzerten im In- und Ausland nicht lange auf sich warten. Inzwischen ist Singer Pur in über vierzig Ländern auf fünf Kontinenten aufgetreten. Das Repertoire reicht von der Musik des Mittelalters bis zu zeitgenössischen Werken, von geistlicher Musik bis zum Volkslied und Jazz. Regelmäßig erscheinende CD-Einspielungen dokumentieren die breite Vielfalt des Repertoires von Singer Pur. Zwei Renaissance-Einspielungen wurden von der französischen Fachzeitschrift Le Monde de la Musique als beste CD-Produktion des Jahres ausgezeichnet. Den bedeutenden deutschen Musikpreis ECHO Klassik erhielt das Ensemble ebenfalls zwei Mal: für die CD-Produktion zeitgenössischer Kompositionen, die ausschließlich für Singer Pur entstanden sind (2005), und für die Einspielung mit neu arrangierten deutscher Volksliedern (2007). Mit dem weltbekannten Hilliard Ensemble verbindet die Gruppe eine enge Zusammenarbeit. Das Projekt „The Hilliard Ensemble meets Singer Pur“ (mit Alter und Neuer Vokalmusik für bis zu zehn Stimmen) erregt beim Konzertpublikum großes Aufsehen.

                                                                            HASTREITER, Thomas

                                                                            Schlagzeug

                                                                            studierte Schlagzeug an der Musikhochschule Augsburg. Er tritt solistisch und in verschiedenen Kammermusikbesetzungen auf. Zurzeit spielt Thomas Hastreiter regelmäßig in unterschiedlichen Opern- und Symphonieorchestern. Er war langjähriges Mitglied bei »Life Music Now« München und hat seit dem Wintersemester 2010 einen Lehrauftrag am Leopold-Mozart-Institut der Universität Augsburg inne.

                                                                              HEUSER, Andrea

                                                                              Autorin

                                                                              , geboren 1972 in Köln, lebt aktuell mit ihrer Familie in München. Sie studierte Germanistik, Politik und Vergleichende Religionswissenschaften in Köln und Bonn. Sie promovierte 2008 zur deutsch-jüdischen Literatur. Sie schrieb Werke für auf den Feldern der Prosa, Lyrik und Libretti. Sie erhielt den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis des Literarischen März Darmstadt und 2012 war sie  Finalistin für des Lyrikpreises Meran. 

                                                                                KARPAT, Berkan

                                                                                Regie

                                                                                wurde 1965 in Istanbul geboren und wuchs in München auf. Charakteristisch für die Arbeit Karpats, der von den Medien wahlweise als Autor, Regisseur, Installationskünstler, Theatermagier und Avantgardist bezeichnet wird, ist das Aufbrechen der Grenzen nicht nur zwischen den einzelnen Kunstsparten, sondern auch zwischen Kunst, Technik und Wissenschaft. Projekte und Vorträge führten ihn u.a. in die USA, nach Kanada, Reykjavik, an die Folkwang-Hochschule in Essen und die Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Für sein Projekt „mariens woyzeck ghaselen“ erhielt er den Stern des Jahres der Münchner Abendzeitung.

                                                                                  LOSCHKY, Nadja

                                                                                  Regie

                                                                                  , 1983 in Landstuhl geboren und in Kaiserslautern aufgewachsen, absolvierte während ihrer Schulzeit diverse Praktika am Pfalztheater Kaiserslautern. In Anschluß an das Abitur folgte eine Regieassistenz am selben Haus. Von 2002 bis 2009 studierte Nadja Loschky Musiktheaterregie an der HfM "Hanns Eisler Berlin". Im Frühjahr 2005 hospitierte sie Harry Kupfer an der Sächsischen Staatsoper bei der Produktion "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" und legte im Juli des selben Jahres mit der Monooper "La voix humaine" ihre Diplomvorprüfung ab. Für die Spielzeit 2005/2006 ging sie als Regieassistentin an die Städtischen Bühnen Osnabrück, wo sie im Juli 2006 "Das Tagebuch der Anne Frank" inszenierte. Diese Arbeit wurde zum Theatertreffen der Jugend nach Berlin eingeladen. Neben ihrem Studium arbeitete sie 2007 als freie Regisseurin an den Städtischen Bühnen Osnabrück, wo sie die beiden Uraufführungen "Rotkäppchen, lauf!" (eine Co-Produktion mit dem ADevantgarde-Festival München) und "Bruno" (ein Opern-Preview von Jakub Sarwas) inszeniert, sowie am Staatstheater Kassel. Im Frühjahr 2009 legte sie mit der Inszenierung von Monteverdis letzter Oper "L'incoronazione di Poppea" ihre praktische Diplomprüfung ab. Im Anschluß inszenierte sie an den Städtischen Bühnen Osnabrück eine weitere Uraufführung mit dem Titel ("Schön, schöner, Schneewittchen). Hierbei handelt es sich erneut um eine Co-Produktion mit dem ADevantgarde-Festival München. Im Januar 2010 wird ihre Inszenierung von Verdis "La Traviata" an den Städtischen Bühnen Osnabrück Premiere haben und anschließend zeigt sich die junge Regisseurin für die In-Szene-Setzung des Werkes "Faust" von Charles Gounod am Staatstheater Kassel verantwortlich.

                                                                                    MKO

                                                                                    Münchener Kammerorchester

                                                                                    wurde 1950 gegründet. Nach den Chefdirigenten Hans Stadlmair und Christoph Poppen ist Alexander Liebreich seit 2006 der Künstlerische Leiter des Kammerorchesters. Wie unter seinen Vorgängern wird die erfolgreiche Mixtur der Programme aus alter und neuer Musik fortgesetzt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei in Aufträgen an lebende Komponisten und in Porträtkonzerten mit renommierten Komponisten. Tourneen führten das Kammerochester z.B. in die USA, nach China, nach Süd- und Nordkorea, Japan, Zentralasien und Osteuropa. 2000 erhielt es den Musikpreis der Landeshauptstadt München.

                                                                                      MULLER, Jean

                                                                                      Klavier

                                                                                      wurde 1979 in Luxemburg geboren. Neben einem Auslandssemester an der staatlichen Musikakademie Riga bei Teofíls Bikís, studiert er in Brüssel, Paris und München bei Evgeni Moguilevski, Eugen Indjic, Gerhard Oppitz und Michael Schäfer.

                                                                                      Muller tritt in großen und namhaften Konzerthäusern auf und reist ebenso von einem internationalen Festival zum anderen, seine Stationen waren u.a. das Konzerthaus Berlin, Kings Place London, die Carnegie Hall in New York, das Festival Echternach und das Festival de Saintes. Ebenso reihen sich die bekannten Klangkörper aneinander, mit welchen er als Solist zu hören ist, wie bspw. die Münchner Symphonikern, das Bayerischen Staatsorchester und das Orchestre Philharmonique du Luxembourg.

                                                                                      In zahlreichen Rezensionen wird immer wieder hervorgehoben wie Muller es versteht, seine eminente Technik in den Dienst streng durchdachter und doch unmittelbar emotionaler Interpretationen zu stellen. Seit 1994 werden ihm zahlreiche Auszeichnungen verliehen. Er erhält nicht weniger als zwölf erste Preise bei internationalen Wettbewerben. Besonders hervorzuheben ist der erste Preis beim renommierten „Concours Poulenc“. 2007 wird er von Seiner Königlichen Hoheit Großherzog Henri von Luxemburg zum Ritter des zivilen und militärischen Verdienstordens Adolph von Nassau ernannt. Mehr unter: www.pianistjm.com

                                                                                        Pianopossibile

                                                                                        Ensemble

                                                                                        Das Münchner Ensemble piano possibile besteht seit 1993 und hat sich vornehmlich der Neuen Musik der letzten vierzig Jahre verschrieben. Neben der klassischen Avantgarde stehen dabei vor allem auch Werke junger Komponisten auf dem Programm. Engagements und Erfolge wie bei der Münchner Biennale, im Haus der Kunst München und bei A·Devantgarde zeugen von der Professionalität des eingespielten Ensembles. Neben dem rein konzertanten Bereich liegt einer der Schwerpunkt des Ensembles in seinem innovativen Umgang mit Neuer Musik und besonders auch der Verbindung von Musik und szenischer Darstellung. So sind Auftrittsorte der besonderen Art oder ungewöhnliche Projekte sowie szenische Produktionen in Eigenregie oder in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Theaterakademie längst zu einem Markenzeichen des Ensembles geworden. 1997 wurde piano possibile mit dem Musikförderpreis der LH München ausgezeichnet und zwei Jahre später erhielt das Ensemble den Sonderpreis der Forberg-Schneider-Stiftung.

                                                                                          Real Quiet Ensemble

                                                                                          Ensemble

                                                                                          ist eine dreiköpfige Band, die sich kompromissloser akustischer und elektronischer Musik aktueller Komponisten widmet. Cossin (Schlagzeug), Felix Fan (Cello) und Andrew Russo (Klavier) haben somit ihre Karrieren der Weiterentwicklung der Neuen Musik gewidmet. Seit ihrem Debüt im JAhre 2004 führte Real Quiet etliche Werke in Amerika, Asien und Europa zuerst auf. Seit 2006 arbeitet das Trio mit dem New Yorker Komponisten David Lang zusammen. Mit dessen Pierced debütierten sie mit dem Münchener Kammerorchester auf dem aDevantgarde-Festival 2007.

                                                                                           

                                                                                            WEIDNER, Bernhard

                                                                                            Komposition

                                                                                            (geb. 1965 in München) studierte nach musikalischen Anfängen als Rockgitarrist Komposition bei Bertold Hummel und Heinz Winbeck an der Hochschule für Musik in Würzburg.

                                                                                            Weidner schreibt für die unterschiedlichsten Genres, wobei die Erkundung des eigenen inneren Klangerlebens stets im Zentrum seines Komponierens steht. In vielen seiner Stücken nimmt er – als Ausdruck des Respekts und der Nähe – bewusst Bezug auf Werke der musikalischen Tradition. Ebenso spielen für Weidner beim Komponieren außermusikalische Bezüge (insbesondere literarische Vorlagen) immer wieder eine große Rolle.

                                                                                            An Auszeichnungen erhielt er u.a. ein Stipendium an der Cité Internationale des Arts in Paris, das Musikstipendium und den Förderpreis Musik der Stadt München. Zu den Künstlern, die Werke von Bernhard Weidner zur Aufführung brachten, gehören u.a. die Ensembles Singer Pur, Quatuor Bozzini, Ensemble Mondrian, Aventa Ensemble oder Solisten wie Kolja Lessing und Mizuka Kano. Bis 2008 war Weidner an der künstlerischen und organisatorischen Gestaltung des Neue-Musik-Festivals „A•Devantgarde“ maßgeblich beteiligt. In Hörfunkbeiträgen und Vorträgen nimmt er Stellung zu musikästhetischen Fragen.