festival.10

14. Juni – 1. Juli 2009
SPIELEND
Das 10. internationale A•DEvantgarde-Festival
München 14. Juni –1. Juli 2009

„Der Mensch ist nur dort ganz Mensch, wo er spielt“
Friedrich Schiller

Im Jubiläumsjahr 2009 – zum zwanzigjährigen Bestehen von A•DEvantgarde – präsentiert das Münchner Festival für neue Musik erstmals ein programmatisch durchgestaltetes Festival unter dem Motto „SPIELEND“. Bewusst offen und undogmatisch angelegt, berührt dieser Titel den Kern dessen, was Musik ist: Musik ist Spiel. Musik wird gespielt. Ohne spielerischen Impuls ist Musik unmöglich. SPIELEND versucht für die beteiligten Künstler und das Publikum einen möglichst offenen, zugänglichen Raum zu schaffen – vom Familienmusiktheater bis zum großen Orchesterkonzert. Zugleich ist das Motto SPIELEND gewissermaßen auch eine Synthese der Geschichte des Festivals, denn Spieltrieb und Ideologieferne waren immer Markenzeichen der A•DEvantgarde.
Insgesamt 24 Uraufführungen bring das 10. A•DEvantgarde-Festival zu Gehör, die Bandbreite reicht dabei von gesellschaftskritischen Kurzopern unter dem Titel „Brot und Spiele“ über die interaktive Vertonung des bekannten Brettspieles „Carcassonne“ bei Konzert „Spieleabend“ bis hin zum Verkleiden und Verstecken in der Familienoper „Schön, schöner, Schneewittchen“, die unter anderem der Frage nachgeht, warum man bei Zwergen nie satt wird. Zwei international renommierte Ensembles, TIMF aus Korea und Aventa aus Kanada werden mit speziell für das Festival entwickelten Programmen zu Gast sein. Dem virtuosen Tasten-Spiel ist ein Konzert mit dem jungen Pianisten Mamikon Nakhapetov gewidmet. Rauschhaftes verspricht das große Konzert „Viderunt“ mit dem Münchener Kammerorchester und dem Vokalensemble Singer Pur und in „Showdown“ schickt A•DEvantgarde je zwei Komponisten, Choreographen und Tänzer in die Arena.

Jeux

Konzert mit dem kanadischen Ensemble Aventa Die kanadische Szene ist für ihren spielerischen und unverkrampften Umgang mit musikalischen Formen bekannt. In einem Konzert mit dem jungen Ensemble Aventa aus Victoria...

Veranstaltungsdatum
14. Juni 2009 um 20:00 Uhr

Veranstaltungsort
Black Box, Gasteig München
Rosenheimer Straße 5
81667 München

Spieleabend

Ein Konzert rund um das Spiel Das Brettspiel hat in den vergangenen zwanzig Jahren eine einzigartige weltweite Renaissance erlebt. Und auch zeitgenössische Spieleautoren werden immer mehr als Kulturschaffende anerkannt und...

Veranstaltungsdatum
17. Juni 2009 um 21:30 Uhr

Veranstaltungsort
Kleiner Konzertsaal, Gasteig München
Rosenheimer Straße 5
81667 München

Brot und Spiele

Erster Opernwettbewerb der A•Devantgarde Brot und Spiele“ allerorten: Noch nie gab es so viele Quizshows, Wettbewerbe, Casting-Shows, Rededuelle und kaum verschleierte „Hütchenspiele“ wie heute… A•DEvantgarde hat einen internationalen Wettbewerb zum...

Veranstaltungsdatum
20. Juni 2009 - 21. Juni 2009 um 20:00 Uhr

Veranstaltungsort
Reaktorhalle
Luisenstraße 37a
80333 München

exotica: excursion alpin

Konzert mit dem koreanischen Ensemble TIMF „exotica: excursion alpin“ ist ein Spiel zwischen den Kulturen, ein Spiel der wechselseitigen Beinflussung von Traditionen und Klängen. Nachdem in der Vergangenheit gerade asiatischen Künstlern...

Veranstaltungsdatum
23. Juni 2009 um 20:30 Uhr

Veranstaltungsort
Black Box, Gasteig München
Rosenheimer Straße 5
81667 München

Schön, schöner, Schneewittchen I

Vier Kurzopern für Kinder und Erwachsene Warum der Spiegel Bescheid weiß, warum Schneewittchen gar nicht schön sein will, warum die böse Königin böse ist, warum man bei Zwergen nie satt...

Veranstaltungsdatum
24. Juni 2009 um 10:30 Uhr

Veranstaltungsort
Carl-Orff-Saal, Gasteig München
Rosenheimer Straße 5
81667 München

Schön, schöner, Schneewittchen II

Vier Kurzopern für Kinder und Erwachsene Warum der Spiegel Bescheid weiß, warum Schneewittchen gar nicht schön sein will, warum die böse Königin böse ist, warum man bei Zwergen nie satt...

Veranstaltungsdatum
24. Juni 2009 um 19:00 Uhr

Veranstaltungsort
Carl-Orff-Saal, Gasteig München
Rosenheimer Straße 5
81667 München

Winners & Masters trifft ADevantgarde

Ein Klavierabend mit Mamikon Nakhapetov Rund um das „Spiel“ kreist auch dieses Konzert. In Kooperation mit der Reihe „Winners & Masters“, die genau wie A•DEvantgarde 2009 ihr 20-jähriges Bestehen feiert,...

Veranstaltungsdatum
26. Juni 2009 um 20:00 Uhr

Veranstaltungsort
Kleiner Konzertsaal, Gasteig München
Rosenheimer Straße 5
81667 München

Showdown I

Ein Tanzstück Doppeltes Spiel: Zwei Choreografen und zwei Komponisten spielen mit der Komponente des Tanzes als Wettkampf. Jeder spielt für sich und doch alle zusammen – aber die Frage ist:...

Veranstaltungsdatum
27. Juni 2009 um 20:30 Uhr

Veranstaltungsort
Schwere Reiter
Dachauer Straße 114
80636 München

Showdown II

Ein Tanzstück Doppeltes Spiel: Zwei Choreografen und zwei Komponisten spielen mit der Komponente des Tanzes als Wettkampf. Jeder spielt für sich und doch alle zusammen – aber die Frage ist:...

Veranstaltungsdatum
28. Juni 2009 um 20:30 Uhr

Veranstaltungsort
Schwere Reiter
Dachauer Straße 114
80636 München

Viderunt

Konzert mit dem Münchner Kammerorchester und dem Ensemble Singer Pur Mit der Entwicklung der Polyphonie kamen Rausch und Ekstase in die Musik. Einen ersten und zugleich überwältigenden Höhepunkt dieser frühen...

Veranstaltungsdatum
01. Juli 2009 um 20:00 Uhr

Veranstaltungsort
Allerheiligen Hofkirche
Residenzstraße 1
80333 München

Mitwirkende

Composers

BECHERT, Ernst

Komposition

wurde 1958 in Würzburg geboren. Er studierte in Hamburg Schulmusik bei Ulrich Leyendecker. Zu seinen weiteren Lehrern zählten u. a. György Ligeti, Diether de la Motte und Luciano Berio. Bis 2006 lehrte er an der Musikhochschule Mannheim Komposition. Er spielte als Posaunist und Pianist in verschiedenen Hamburger Bands, u. a. bei "Fritz Brummer", "Tuten & Blasen" und "Verein für musikalische Privataufführungen". Bechert gründete die Komponistenverschwörung und zusammen mit dem Komponisten Christoph Coburger das "Ensemble für Städtebewohner". Für eine Vielzahl an Regisseuren, u.a. Helmut Herbst, Helke Sanders und Hannes Heer, komponierte er Filmmusiken. Ebenfalls besteht sein Werk aus mehr als 70 Bühnenmusiken für Theater. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit den unterschiedlichsten TheaterregisseurInnen und dem Komponisten Heiner Goebbels. Er erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge von namhaften Ensembles, vom Deutschen Symphonie-Orchester Berlin (RSO) bis zum Scharoun-Ensemble. Seine Kompositionen wurden von einer Vielzahl an Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Mehr unter: www.ernstbechert.de

 

    CHONG, Kee-Yong

    Komposition

    wurde 1971 in Kluang (Malaysia) geboren. Er studierte Komposition am Malaysian Institute of Arts Kuala Lumpur, am Xian Konservatorium (China) bei Prof. Rao Yuyan und Prof. Zhang Dalong, sowie bei Prof. Jan Van Landeghem und Prof. Daniel Capelletti am Königlichen Konservatorium Brüssel. Außerdem nahm er an Meisterklassen von Brian Ferneyhough, Peter Eötvös, Salvatore Sciarrino, Henri Pousseur, Hanspeter Kyburz u.a. teil. Kee-Yong Chong hat mehrere Auszeichnungen und Förderungen erhalten, u.a. den Prix Marcel Hastir (1999, 2003) der Academie Royale des Sciences, des Lettres et des Beaux Arts (Belgien), den 1. Preis des 18. Internationalen Kompositionswettbewerbes ICONS in Turin (2000), den Großen Preis bei der 2nd Seoul International Competition for Composers (2003) und den 2. Preis beim Lutoslawski Award 2006 (Polen). Werke bei ihm in Auftrag gegeben und aufgeführt haben u.a. das Malaysian Philharmonic Orchestra, die Amsterdam Sinfonietta, das Ensemble Modern und das Spiegel Quartett; er war mit Werken auf maßgeblichen Festivals für zeitgenössische Musik vertreten. 2006 nominierte Peter Eötvös Kee-Yong Chong, dessen Musik er als „einfallsreich und poetisch“ bezeichnete, für das Herrenhaus Edenkoben Stipendium. 2007 gewährte ihm der Asian Cultural Council ein sechsmonatiges Aufenthaltsstipendium in New York.

      DIECK, Christian

      Komposition

      geboren 1982 in Trier, begann seine musikalische Ausbildung zunächst am Klavier und an der Orgel. Intensiv wandte er sich schon damals der Lyrik zu und bildete seinen Schwerpunkt in der Verbindung von Dichtung und Musik. Später ging Christian Dieck nach München und studierte an der Hochschule für Musik und Theater München Komposition bei Jan Müller-Wieland. Weitere Studien folgten bei Pascal Dusapin, Isabel Mundry und Frédèric Durieux.

      Seine Kompositionen wurden auf vielen Festivals Neuer Musik, so zum Beispiel in der Reihe „Junge Solisten“ des Siemens-Arts-Program oder beim A.Devantgarde-Festival für zeitgenössische Musik, Symposium für Neue Musik München aufgeführt. 2013 schrieb er einen kompositorischen Beitrag zur Live-Videoinstallation „Baudelaire-Prisma“, die in den Passagen Linköpings Konsthall in Schweden, in der Schwanenburg in Hannover und der Schweiz aufgeführt wurde. Die Auseinandersetzung mit der Literatur hat Christian Dieck immer wieder zum Thema seiner Arbeit gemacht. Auch als Stipendiat der Berliner Aribert-Reimann-Stiftung rückte Dieck die eigene Lyrik in den Mittelpunkt seiner Arbeit und schrieb den Liederzyklus „Im Schattenlicht“.

      Darüber hinaus arbeitet er als Manager des INDEX Ensembles für zeitgenössische Musik, mit dem er 2012 den Bayerischen Kunstförderpreises erhielt. Christian Dieck lebt und arbeitet in München.

      Mehr unter: http://christiandieck.com

       

        EGGERT, Moritz

        Komposition, Klavier

        wurde 1965 in Heidelberg geboren. Als Komponist setzt er sich gerne zwischen alle Stühle, was sowohl das avantgardistische wie auch das klassische Konzertpublikum verunsichert. Durch in den Medien viel diskutierte Projekte wie „Die Tiefe des Raumes“ (Fußballoratorium, geschrieben für die Ruhrtriennale im Auftrag des Kulturprogramms der WM 2006) oder „Freax“ (Oper, zusammen mit Christoph Schlingensief) versucht er konstant das gängige Bild der Neuen Musik als Angelegenheit alleine für ein Expertenpublikum zu unterminieren. Neben seinem Schwerpunkt im Bereich Musiktheater, für das Eggert bisher 11 Opern schrieb, pflegt er gerne die kammermusikalischeren oder experimentelleren Zwischentöne zum Beispiel in seinem Liederzyklus „Neue Dichter Lieben“ oder seinem Klavierzyklus „Hämmerklavier“. Zu seinen aktuellen Projekten gehören neue große Opern für Linz und Berlin, eine Vertonung der Nutzungsbedingungen von Google für Sänger und Orchester, eine „Kochoper“ für Hamburg und eine Symphonie für Autohupen.

        Als Pianist, Sänger, Dirigent und Performer setzt sich Eggert nicht nur für das zeitgenössische sondern auch für das klassische Repertoire ein, besonders im Bereich Lied und Kammermusik. Für die Neue Musikzeitung betreibt er den „Bad Blog of Musick“, den meistgelesenen Blog zum Thema zeitgenössische Musik in Deutschland. Mehr unter: www.moritzeggert.de

          FREHNER, Paul

          Komposition

          wurde 1970 in Montreal geboren. Er studierte Komposition bei Denys Bouliane an der McGill University. Frehners Werke wurden in Kanada, England, Deutschland, Holland, Japan und der tschechischen Republik aufgeführt, u.a. durch Almeida Opera, das Esprit Orchestra, die Prager Philharmoniker, das Noord-Nederlands Orkest, das Winnipeg Symphony Orchestra, André Ristic, ECM, Windsor Symphony Orchestra und das Quasar Saxophone Quartet.
          2001 erhielt Frehner von der Genesis Foundation den Auftrag „Sirius on Earth“ eine Hundert-Minuten-Oper zu komponieren. 2003 wurde das Werk beim Almeida Opera Festival in London/England uraufgeführt. Danach tourte es nach Aldeburgh, wo es die 2003 Proms Season in der Snape Maltings Konzerthalle eröffnete.
          Frehner wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem 1. Preis der Prague Philharmonia’s Symphony of the Third Millennium Composition Competition, dem 1. Preis der Jeunesses Musicales World Orchestra's International Composition Competition sowie dem 2. Preis beim Winnipeg New Music Festival’s Investor’s Group Composers Competition 2003.

            GONNEVILLE, Michel

            Komposition

            Michel Gonneville hat in seiner nun 30 Jahre währenden Laufbahn als Komponist zahlreiche Auftragswerke geschrieben, an Projekten für regionale und internationale Solisten und Ensembles gearbeitet, mit Künstlern aus unterschiedlichsten Sparten kooperiert, Juryarbeit verrichtet, Schriften u.a. zur musikalischen Analyse veröffentlicht und an Symposien und Meisterkursen sowohl in Kanada wie im Ausland mitgewirkt. Beim Schreiben von Musik bemüht sich Gonneville stets um die Verbindung seiner Vorliebe für Recherche mit seiner Neigung zu ungewohnter syntaktischer Kombination dessen, was er als Grundlagen musikalischer Wahrnehmung auffasst. Dabei erschloss er sich einen persönlichen Weg, der sowohl in kompositorischen Techniken und Modellen Stockhausens und Pousseurs, wie auch insbesondere der frankokanadischen Komponisten der Postmoderne wurzelt. Michel Gonnevilles expressive Werke folgen oft einer deutlich wahrnehmbaren narrativen oder dramatischen Form. Er lehrt seit 1997 Komposition und Analyse am Conservatoire de musique de Montréal.

              HAIDER, Georg

              Komposition

              studierte an der Hochschule für Musik in Würzburg im Fach Fagott bei Eberhard Buschmann/Georg Klütsch und Komposition bei Bertold Hummel/Heinz Winbeck. Nach seinem Meisterklassenabschluß in Komposition wurden seine Werke an verschiedenen Orten Europas und Nordamerikas aufgeführt und bei verschiedenen Rundfunkanstalten eingespielt. Als Mitglied der ADevantgarde ist Georg Haider als freischaffender Komponist, Musiker und Lehrer tätig. Zu den Höhepunkten seiner Laufbahn zählen das Stipendiat des Freistaates Bayern an der Cité Internationale des Arts in Paris, die Einladung zum internationalen Projekt OSPITI (Schweiz) und das Stipendium des Conseil des arts et des lettres du Québec mit Arbeitsaufenthalt in Montréal.

                HANKE, Stefan Johannes

                Komposition

                Stefan Johannes Hanke wurde 1984 in Regensburg geboren und studierte Komposition bei Prof. Manfred Trojahn in Düsseldorf und bei Prof. Heinz Winbeck in Würzburg. Als Stipendiat des Freistaats Bayern verbrachte er während des Studiums ein halbes Jahr an der Cité internationale des Arts, Paris. Im Jahr 2013 war er Stipendiat der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo, sowie der Aribert-Reimann-Stiftung und der Wilfried-Steinbrenner-Stiftung. Einen besonderen Stellenwert in seiner Arbeit nimmt das Musiktheater ein.

                Stefan Johannes Hanke ist Preisträger des Kompositionswettbewerbs "Neue Szenen" derDeutschen Oper Berlin und schrieb in deren Auftrag die Kammeroper "it will be rain tonight". Im Anschluss folgte ein Kompositionsauftrag des Orchesters der Deutschen Operfür das Ensemblestück "guinea pig walking home (03:00 a.m.)". Das Musiktheater für Kinder "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren", verlegt bei Schott Music Mainz, wurde von derStaatsoper Hannover in Auftrag gegeben und war dort von 2012 bis 2014 zu sehen. Im Herbst 2013 folgte außerdem eine Neuinszenierung an der Semperoper Dresden, die noch bis Ende 2014 zu erleben sein wird.

                Derzeit arbeitet er im Auftrag der Staatsoper Hannover an einem neuen Musiktheater für Kinder nach dem Buch "Oh wie schön ist Panama" von Janosch, sowie an einem Orchesterstück im Auftrag des Haydn-Orchesters Bozen, das unter der Leitung von Clemens Schuldt uraufgeführt werden wird. Weitere Auftraggeber waren in der Vergangenheit unter anderem der Deutsche Musikrat, die European Concert Hall Organisation (ECHO) und derKulturkreis der Deutschen Wirtschaft. Zu den zahlreichen Interpreten im In- und Ausland zählen das Ensemble Modern, die Münchner Symphoniker, das Asasello Quartett sowie die Pianisten Edna Stern und Alexander Schimpf. Stefan Johannes Hanke lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Düsseldorf.

                  HURT, Leopold

                  Komposition, Zither

                  1979 in Regensburg geboren, studierte Hurt am Richard-Strauss-Konservatorium München Zither sowie Viola da Gamba und Historische Aufführungspraxis. Seinen ersten Kompositionsunterricht erhielt er bei Peter Kiesewetter. 2004 setzte er sein Kompositionsstudium bei Manfred Stahnke an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg fort. Er nahm an Meisterkursen von Dieter Schnebel, Paul-Heinz Dittrich, Brian Ferneyhough (Komposition), sowie Nigel North (Alte Musik) teil und besuchte Kurse für Elektronische Musik am IRCAM in Paris. Leopold Hurt wurde für sein Schaffen mehr- fach ausgezeichnet, u.a. mit dem Gustav- Mahler-Kompositionspreis Klagenfurt 2008, dem Stuttgarter Kompositionspreis 2010 und dem Bachpreis-Stipendium der Stadt Hamburg 2011. Als Stipendiat des Freistaats Bayern lebte er 2003/2004 an der Cité Internationale des Arts in Paris und 2009/2010 im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia Bamberg.

                    KANG, Ji Young

                    Komposition

                    wurde 1974 in Seoul (Südkorea) geboren. Sie studierte an der Yonsei University (Komponistenklasse Prof. Cheong-Mook Kim) und der Korean National University of Arts (Komponistenklasse Prof. Geon-Yong Lee). Seit 2001 belegte sie das Studium Komposition bei Prof. Müller-Hornbach an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/M. Außerdem nimmt sie Unterricht u.a. bei Jun-Il Kang, Helmut Lachenmann, Toshio Hosokawa, Younghi Pagh-Paan, Boguslaw Schaeffer, Magnus Lindberg, Jouni Kaipainen und Beat Furrer.  Als Stipendiatin war sie in Seefeld (avantgarde tirol 2006) und Schwetzingen (Mozart Prisma, Mozart Sommerfestivals 2007 des Mannheimer Nationaltheaters). Darüber hinaus wurde Ji Young Kang 2007 nach Poorvo/Finnland zum Sävellyspaja eingeladen. Seit 2007 ist sie Stipendiatin der Mozart Stiftung von 1838 zu Frankfurt/Main. Ihre Kompositionen wurde u.a. in Seoul, Barcelona, Frankfurt/M, Leipzig, Seefeld, Bremen, Poorvo (Finnland) und Darmstadt aufgeführt. Zuletzt war sie zu hören in Darmstadt (Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt 2008) und mit einem Auftragswerk des TIMF in Hong-Kong.

                      KERER, Manuela

                      Komposition

                      wurde 1980 in Brixen geboren. Sie beendete 2007 das Kompositionsstudium bei M. Lichtfuß am Tiroler Landeskonservatorium mit Auszeichnung, 2004 das IGP-Studium Violine und das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck, 2005 das Psychologiestudium. Sie ist Stipendiatin der Akademie avantgarde tirol (2007), hat im selben Jahr das „Höchstbegabtenstipendium“ des Rotary Club Innsbruck und 2008 das österreichische Staatsstipendium für Komposition verliehen bekommen. Sie belegt weitere Studien bei Alessandro Solbiati (Mailand) und besucht zahlreiche Meisterkurse und Workshops, z.B. Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt (2008).

                      2008 gewann sie den Gustav Mahler-Kompositionspreis der Stadt Klagenfurt.
                      Manuela Kerer schreibt hauptsächlich Musik und arbeitet gleichzeitig an ihren Dissertationen mit Forschungsschwerpunkt „Das musikalische Gedächtnis bei Patienten mit leichter Demenzerkrankung“ an der Psychiatrie Innsbruck und zum Thema „Die Entwicklung der Rechte der KomponistInnen in Österreich von 1800-1900“ an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät Innsbruck.
                      Kompositionen u.a. für Klangspuren Schwarz, Ensemble ascolta, Stadler Trio, Landesmuseum Ferdinandeum Innsbruck, die reihe/Wien, Ensemble Windkraft. Sie schrieb die Opern „Rasura“ (Libretto von Kurt Lanthaler) und „Die Prozession der Käfer“.

                        KOBLENZ, Babette

                        Komposition

                        wurde 1956 in Hamburg geboren. Sie hat aus vielfältigen Elementen der Avantgarde, des Rock-Pop und Jazz sowie diverser ethnischer Einflüsse einen höchst individuellen Stil entwickelt. Zentrum ihrer Arbeit ist, neben einem umfangreichen Kammermusik-Werk, die Entwicklung neuer Formen des Musiktheaters und der musikalischen Dokumentation. Stationen dieser Arbeit sind die Musiktheaterwerke „Hexenskat“ (1984), „Alla Testa“ (1988), „Buch“ (1996), das Ballett „Ikarus“ (1990) und die Oper „Recherche“ von (1999). Im Auftrag des Hamburger Institutes für Sozialforschung komponierte sie das mehrsprachige Dokumentarstück „Die Kinder von Bjelaja Zerkow“ zur Eröffnung der Ausstellung „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941-45“. Für ihre Kompositionen erhielt sie eine Reihe von Auszeichnungen, so zum Beispiel 1981 der Preis der Jürgen-Ponto-Stiftung, 1991/92 den Rompreis Villa Massimo, 1994 den Paul-Hindemith-Preis, 1998 den Gerda-und-Günter-Bialas-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und den Schneider-Schott-Preis der Stadt Mainz 2001. Sie übernahm diverse Gastdozenturen und ist Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg.

                          KOCH, Sven-Ingo

                          Komposition

                          Studien der Komposition in Essen, San Diego und Stanford, u.a. bei Nicolaus A. Huber, Roger Reynolds und Brian Ferneyhough, der Computer-Komposition am ICEM bei Dirk Reith; außerdem des Klavierspiels und der Musikwissenschaft. Zutiefst geprägt auch durch den aus diesen Studien resultierenden Kalifornien-Aufenthalt (1999-2003) und das Leben dort, ermöglicht durch Stipendien des DAAD und der Stanford University. 2002-03 in Stanford Lehrauftrag für Komposition als Assistent Brian Ferneyhoughs. Seit Juli 2003 lebt Sven-Ingo Koch mit seiner Lebenspartnerin, der Komponistin Yasuko Yamaguchi wieder in Deutschland, seit 2006 meist in Düsseldorf (die Wüsten und Strände Kaliforniens aber unsäglich vermissend).

                          Neben Aufführungen durch große Orchester wie das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und das Tokyo Symphony Orchestra wird Sven-Ingo Kochs Musik regelmässig von Ensembles wie dem Ensemble Modern, der musikFabrik, dem Klangforum Wien, dem Ensemble Recherche, den Neuen Vocalsolisten oder dem Auryn, dem Sonar und dem Vogler Quartett und Solisten wie Chen Halevi, Nicholas Daniel und Jean-Guihen Queyras aufgeführt. Für das Ensemble Ascolta entstanden Musiken zu abstrakt-experimentellen Filmen der 1920er Jahre von Walter Ruttmann, die wiederholt auch im Fernsehen ausgestrahlt wurden.

                          Zahlreiche Preise, u.a. Folkwangpreis 1999, Stuttgarter Kompositionspreis 2003, Elisabeth-Schneider-Preis 2005 und Düsseldorfer Musikförderpreis 2006. Ferner das Jahresstipendium der Heinrich-Strobel-Stiftung des SWR 2004, das Stipendium des Künstlerhofes Schreyahn 2005, das Stipendium von Schloss Solitude 2007 und das EHF-Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung. 2008 Gastkünstler am ZKM und ebenfalls 2008 ein mehrmonatiger Venedigaufenthalt als Stipendiat des Kulturstaatsministers. 2011 ein Jahr als Stipendiat der Villa Massimo in Rom, 2014 ein Istanbul-Aufenthalt, ermöglicht durch die Kunststiftung NRW.

                           

                            KRAMPE, Robert

                            Komposition

                            wurde 1980 in Berlin geboren und erhielt seit dem siebten Lebensjahr musikalischen Unterricht. Noch vor seinem Kompositionsstudium erhielt er Unterricht bei Prof. G.Tittel (HfM „Hanns Eisler“ Berlin) und Hans Werner Henze. Das Studium nahm er an der Staatlichen Hochschule für Musik Freiburg bei Prof. C. Schwehr auf und setzte es an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Dieter Mack fort. Daneben belegte er musiktheoretische Studien und besuchte Seminare bei Prof. Dieter Mack, Claus Steffen Mahnkopf und Mathias Spahlinger. Der Stipendiat der "Studienstiftung des deutschen Volkes" war mehrfacher Preisträger beim Bundeswettbewerb "Schüler komponieren - Treffen junger Komponisten", erhielt den GEMA-Preis der "Jeunesses musicales Deutschland", den 1. Preis beim "Bluval-Kompositionswettbewerb", einen Förderpreis der "Marie-Luise Imbusch-Stiftung" und war Preisträger der Saarbrücker Komponistenwerkstatt.  Er unterrichtet an der Musikhochschule Lübeck Musiktheorie und Angewandte Komposition.

                              KÜHNL, Claus

                              Komposition

                              wurde 1957 im unterfränkischen Arnstein geboren. An den Musikhochschulen Würzburg und Frankfurt am Main studierte er Komposition, Klavier und Dirigieren. Zwei längere Auslandsaufenthalte (Paris, Cité Internationale des Arts,1983 und Rom, Villa Massimo, 1990/91) rundeten seine Studienzeit ab. Er war Dirigent des Kammerorchesters Musici Allegri in Würzburg sowie Leiter des Mutare-Ensemble-Frankfurt. Claus Kühnl unterrichtete an den Hochschulen in Frankfurt, Darmstadt, Mainz und
                              Nürberg/Augsburg. Seit 1985 unterrichtet er Komposition und Kammermusik am Hoch’schen Konservatorium FFM, und seit 2001 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Claus Kühnls Kompositionen erhielten mehrere Auszeichnungen und wurden auf Festivals im In- und Ausland gespielt. Außerdem ist er als Dirigent und Pianist tätig.

                                LEHMANN-HORN, Markus

                                Komposition

                                wurde 1977 in München geboren. Er erhielt Klavier- und Gitarrenunterricht bei Gulaab, Abi von Reininghaus, Gunnar Geiße, sowie bei Michael Arlt. Ab 2000 intensivierte er sein Interesse für Komposition bei Tobias PM Schneid. Durch ein Studium an der Hochschule für Musik und Theater München erweiterte er sein Spektrum um den Bereich Komposition für Film und Fernsehen. Danach belegte er eine Meisterklasse im Fach Komposition bei Heinz Winbeck in Würzburg.

                                Es entstanden viele Auftragskompositionen im Konzertbereich u.a. für die Münchner Opern-Festspiele, die Bayerische Akademie der Schönen Künste, die Kasseler Musiktage und das Siemens Arts Program. Seine Filmmusik-Kompositionen erklangen in diversen nationalen und internationalen Filmproduktionen. Lehmann-Horn erhielt diverse Preise und Auszeichnungen,  z.B. den Franz-Grothe-Preis 2009, den Musiktheaterpreis der Neuen Oper Wien 2009 oder den Paul-Hindemith-Preis 2011. Mehr unter: www.markuslehmannhorn.de

                                  LIGETI, György

                                  Komposition

                                  wurde 1923 in Siebenbürgen geboren und starb 2006 in Wien. Er zählt zu den bedeutendsten Komponisten seiner Generation und gilt als wichtiger Erneuerer der Neuen Musik in Europa. Von 1973 bis 1989 lehrte er als Kompositionsprofessor an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

                                  „Ich habe keine Kunsttheorie. Deswegen sind viele Leute enttäuscht. Ich habe keine message, die ich verkünde. Man kann mich nicht festnageln auf eine einheitliche, verbal ausdrückbare kompositorische Theorie. Sondern ich versuche immer neue Dinge auszuprobieren. Deswegen habe ich es einmal so dargestellt: Ich bin wie ein Blinder im Labyrinth, der sich herumtastet und immer neue Eingänge findet und in Zimmer kommt, von denen er gar nicht wusste, dass sie existieren. Und dann tut er etwas. Und er weiß gar nicht, was der nächste Schritt sein wird“ (G. Ligeti, 1993 in: Musik – nicht ohne Worte, Hrsg. Manfred Stahnke, Hamburg 2000). Mehr unter: www.gyoergy-ligeti.de/

                                   

                                    MARISA, Verena

                                    Komposition

                                    ist eine deutschbrasilianische Komponistin. Sie spielt Theremin, Violine und Klavier. In München studierte sie klassische Komposition, Filmkomposition sowie Jazzkomposition, mit Gastaufenthalten am Californian Institute of the Arts (Los Angeles) und am Conservatório de Tatuí (Brasilien). Stets sucht sie die Verbindung ihrer Musik mit visueller Kunst, Bewegung und Wort. Sie komponierte Musiktheater u.a. für die Neuköllner Oper in Berlin, sowie Orchester- und Kammermusik für das New York-basierte Sirius String Quartet, das Schauspiel Frankfurt, St. Michael München, das Siemens Arts Program sowie das Symphonieorchester der Studienstiftung. Verena Marisa erhielt den Förderpreis des Berliner Opernpreises sowie den Preis des Int. aDevantgarde-Opernwettbewerbs. Kürzlich wurde sie mit dem Deutschen Filmmusikpreis in der Kategorie „Nachwuchs“ ausgezeichnet. Mit „Operation Zucker“ war sie für den Grimme-Preis nominiert und erhielt den Deutschen Fernsehpreis.

                                      MAYRHOFER, Gregor A.

                                      Komposition

                                      Gregor A. Mayrhofer wurde 1987 in München geboren. Erster Geigenunterricht mit sechs Jahren, ein Jahr darauf Klavierunterricht u.a. bei Patrick Lechner, Margarita Oganesjan und Gitti Pirner. Später folgte Orgel- und Klarinettenunterricht. Harmonielehreunterricht erhielt er erstmals 1998 bei Rudi Spring. Seit 2002 wirkt er als musikalischer Leiter verschiedenster Chöre, Gesangs- und Instrumentalensembles und Orchester. Ab 2005 Unterricht in Komposition, Studio- und Aufnahmetechnik bei Rainer Bartesch. 2006 erhielt Gregor A. Mayrhofer als Pianist zusammen mit Maria Well den ersten Preis beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert. Er ist mehrmaliger Preisträger des Bundeswettbewerbs Komposition der Jeunesses Musicales und erhielt den ersten Preis beim Crossmedia-Wettbewerb (2006), sowie einen zweiten Preis beim Kompositionswettbewerb des VDS für Neue Musik an Schulen. Gregor A. Mayrhofer studiert seit 2007 Komposition an der Musikhochschule München bei Prof. Jan Müller-Wieland. Seit 2008 wird er gefördert von Yehudi Menuhin Live Music Now.

                                        METCALF, Joanne

                                        Komposition

                                        Die Amerikanerin wurde 1958 geboren. Sie studierte u.a. in den Niederlanden bei Louis Andriessen und promovierte in Komposition an der Duke University. 1993 erhielt sie als eine von vielen Auszeichnungen ein Fulbright-Stipendium zum Studium am Königlichen Konservatorium in Den Haag. Heute ist sie Professorin am Konservatorium der Lawrence University in Appleton, Wisconsin. Für das Hilliard Ensemble, dessen Hilliard Composition Prize sie 1994 erhielt, und Singer Pur komponierte sie das Werk „Il nome del bel fior“ nach einem Text aus Dantes „Paradiso“.

                                          MUENCH, Markus

                                          Komposition

                                          studierte an den Hochschulen für Musik in Würzburg, Karlsruhe und am Richard-Strauss-Konservatorium in München. Er war erster Geiger des von ihm gegründeten "Strung Out Quartet", das sich ganz auf zeitgenössisches Repertoire konzentrierte und zahlreiche Uraufführungen spielte.
                                          Seine Kompositionen sind meist geprägt von verschiedensten Dokumentar-, Audiomaterialien, die bearbeitet und verändert in eine neue musikalische Sprache integriert werden.
                                          Bisher komponierte er Werke für Film, Video, Hörspiel, Musiktheater, Oper, Performances, zeitgenössischen Tanz, Instrumentalensembles, Computer und Elektronik. Seine Werke kamen u.a. beim ADevantgarde Festival, Digital Analog Festival, Münchener Gesellschaft für Neue Musik, TanzTendenz, MDR sowie in Film- und Werbevertonungen zur Aufführung.

                                            NAH, Sirin

                                            Komposition

                                            wurde 1979 in Seol (Südkorea) geboren. Er studierte Komposition an der Seoul National University bei Prof. Sukhi Kang und Prof. Shinuh Lee. Im Jahr 1999 gewann er den Ersten Preis der Competition of Sungnam Choir und 2001 den Ersten Preis beim JungAng Music Concour. Er studiert Komposition bei Manfred Trojahn in Düsseldorf.

                                              OESTERLE, Michael

                                              Komposition

                                              Michael Oesterle wurde 1968 in Ulm geboren, kam 1982 nach Kanada und lebt seit 1996 in Montreal. Er studierte an der University of British Columbia und an der Princeton University. 1997 gründete er mit dem Pianisten Marc Couroux das Ensemble KORE, das die lebendige Auseinandersetzung zwischen Komponisten und Hörern sucht. Von 2001- 2004 war er Composer-in-Residence beim Orchestre Métropolitain du Grand Montréal. Viele seiner Werke wurden mit Preisen ausgezeichnet, darunter der Gaudeamus Preis, der Große Preis der 12th CBC National Radio Competition for Young Composers und der Jules-Léger-Preis des Canada Council. Seine Musik wird von namhaften Solisten und Ensembles in Nordamerika und Europa gespielt, u.a. vom Ensemble Intercontemporain, dem Berliner Radiosinfonieorchester, dem Ensemble Modern und Les Percussions de Strasbourg.

                                                RYAN, Jeffrey

                                                Komposition

                                                Born in Toronto and raised in Fergus, Ontario, Jeffrey Ryan fled the School of Business and Economics at Wilfrid Laurier University to join the Faculty of Music, from which he graduated with an Honours Bachelor of Music degree and the gold medal in music. After earning a Master’s degree in composition from the University of Toronto, he went on to receive his Doctor of Musical Arts degree in composition from The Cleveland Institute of Music, where he studied with Donald Erb. Previous teachers include Alexina Louie, Lothar Klein, Mariano Etkin, Boyd McDonald, and Owen Underhill.

                                                Well represented on disc, recordings of Ryan’s music have garnered four JUNO nominations and five more from the Western Canadian Music Awards. His portrait CD Fugitive Colours, performed by the Vancouver Symphony with the Gryphon Trio, launched the Naxos Canadian Classics series and went on to win the 2012 Western Canadian Music Award for Classical Recording of the Year. Ryan’s growing discography includes recordings by musica intima, the Canadian Chamber Choir, clarinetist Cris Inguanti, pianist Rachel Kiyo Iwaasa, the Thunder Bay Symphony, the Hannaford Street Silver Band, the Penderecki String Quartet, and Standing Wave.

                                                Jeffrey Ryan is a freelance composer based in Vancouver, Canada. He was the Vancouver Symphony’s Composer Laureate for the 2008/09 season, after serving as Composer-in-Residence from 2002 to 2007. Previously he was an Affiliate Composer with the Toronto Symphony from 2000 to 2002. Since 1997, he has been Composer Advisor for Music Toronto.

                                                 

                                                  SAFAIAN, Arash

                                                  Komposition

                                                  1981 in Teheran geboren, schrieb zahlreiche Werke für Orchester- und Kammermusikstücke, sowie Werke für Musiktheater. Neben zahlreichen Film- und Theatermusiken, komponierte er die Kurzoper „At-Stake“ für die Münchener Opernbiennale 2010 und das Musiktheater „on the beach“ zum 30. Jubiläum von Philipp Glass‘ „Einstein on the beach“, welches 2012 in New York unter der Regie von Robert Wilson uraufgeführt wurde. Bereits in früher Kindheit erhielt er Unterricht in Klavier, Tonsatz und Komposition. Gleichzeitig widmete er sich eigenen Zeichnungen und Gemälden. Zunächst studierte er Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg bei Peter Angermann.

                                                  Im Anschluss nahm er an der Hochschule für Musik und Theater München das Kompositionsstudium auf. Dort studierte er bei Prof. Enjott Schneider, Prof. Jan Müller-Wieland und später bei Pascal Dusapin. Arash Safaian ist Preisträger der Reinl-Stiftung Wien, des internationalen Günther-Bialas Preises München und des eon-Kulturpreises Bayern. Er erhielt das Stipendium des internationalen Künstlerhauses Villa Concordia Bamberg und der Cité des Arts Paris.

                                                    SCELSI, Giacinto

                                                    Komposition

                                                    Giacinto Scelsis Leben liegt weitgehend im Dunkeln und Geheimnisvollen, was nicht zuletzt auf eine bewusste Verschleierungstaktik des Komponisten zurückzuführen ist. Geboren 1905 als Conte Giacinto Francesco Maria Scelsi d’Ayala Valva stammte er aus altem süditalienischen Adel. Als Kind Autodidakt am Klavier, studierte er in seiner späten Jugend Komposition und Harmonielehre bei Giacinto Sallustio in Rom und Anfang der 1930er Jahre bei dem Skrjabin-Anhänger Egon Köhler in Genf, zudem Zwölftontechnik bei dem Schönberg-Schüler Walter Klein in Wien. Er unternahm zahlreiche Reisen, u.a. nach Afrika und in den Fernen Osten, lebte in jungen Jahren das Leben eines Dandys in Paris und London und ließ sich nach einer psychischen Krise in den 1950er Jahren in Rom nieder. In diese Zeit fällt seine Beschäftigung mit Buddhismus und östlicher Philosophie sowie daraufhin die Entwicklung seines ganz persönlichen Stiles, der nicht in die Strömungen der Moderne passte. So einzigartig wie seine Kompositionen war auch deren Entstehung: Scelsi selbst verabscheute das Tonsetzen und ließ seine Sekretäre niederschreiben, was er zuvor improvisiert und auf Tonband aufgenommen hatte. Mehr als 900 solcher Tonbänder wurden in seinem Nachlass gefunden, viele von Ihnen bis heute unbearbeitet. Giacinto Scelsis Werke erfuhren erst in den 1980er Jahren vermehrt Aufmerksamkeit, vor allem in Frankreich und Deutschland – nun aber in Form geradezu kultischer Verehrung. Er starb 1988.

                                                      SCHACHTNER, Johannes X.

                                                      Komposition, Dirigent, Solist

                                                      arbeitet nach seinem Studium in den Fächern Komposition und Orchesterdirigieren und Stipendienaufenthalten in Bamberg und Paris als freischaffender Dirigent und Komponist.
                                                      Er leitete am Pult Orchester wie die Münchner Symphoniker, die Bad Reichenhaller Philharmoniker oder die Bayerische Kammerphilharmonie sowie zahlreiche Ensembles im Bereich der Neuen Musik. Musiktheaterproduktionen führten ihn u.a. ans Vorarlberger Landestheater oder zur Münchner Biennale. Seit 2014 ist er musikalischer Leiter des Jugendensemble für Neue Musik, Bayern (JU[MB]LE).

                                                      Sein umfangreiches kompositorisches Werk wird von international renommierten Solisten wie Julia Fischer, Adrien Boisseau, Julius Berger, Maximilian Hornung oder dem Dirigent Ulf Schirmer aufgeführt und er erhielt zahlreiche Aufträge, zuletzt etwa von der Münchner Biennale. Der Leopold-Mozart-Violinwettbewerb 2016 beauftragte ihn mit der Komposition des Pflichtstücks, für Julia Fischer und Daniel Müller-Schott entsteht im Auftrag des Kronberg Academy Festival 2019 ein Doppelkonzert.

                                                      Für sein Schaffen, das regelmäßig in Porträtkonzerten zu hören ist und darüber hinaus u.a. auf zwei Portrait-CDs dokumentiert ist, wurde Johannes X. Schachtner vielfach bei Wettbewerben ausgezeichnet. Er erhielt u.a. 2013 den Musikförderpreis der Landeshauptstadt München, 2014 den bayerischen Kunstförderpreis. Zudem ist er regelmäßig als Kurator von Konzerten und Projekten im Bereich der zeitgenössischen Musik tätig.

                                                      Mehr unter: www.jxschachtner.com

                                                        SHARMAN, Rodney

                                                        Komposition

                                                         lives in Vancouver, BC. He has been Composer-in-Residence with the Victoria Symphony, the National Youth Orchestra of Canada and the Vancouver Symphony Orchestra. In addition to concert music, Rodney Sharman writes music for cabaret, opera and dance. He works regularly with choreographer James Kudelka, for whom he has written scores for Oregon Ballet Theatre, San Francisco Ballet and  Coleman Lemieux & Co. (Toronto). Sharman was awarded First Prize in the 1984 CBC Competition for Young Composers and the 1990 Kranichsteiner Prize in Music, Darmstadt, Germany. His score for the music-dance-theatre piece, From The House Of Mirth, won the 2013 Dora Mavor Moore Award for outstanding sound design/composition (choreography by James Kudelka, text by Alex Poch Goldin after Edith Wharton's The House of Mirth). He was a 2014 Djerassi Artist-in-Residence, Woodside, California.

                                                          STERNEMANN, Alexander

                                                          Komposition

                                                          wurde 1983 in Haltern geboren. Er erhielt schon früh Unterricht in Klavier, Violine, Musiktheorie und Gehörbildung an der Musikschule Dülmen. Nach ersten eigenen Kompositionsversuchen nahm er ab 2001 privaten Kompositionsunterricht bei Prof. Istvan Nagy in Marl. 2003 gewann er einen 1. und 2. Preis beim Wettbewerb Jugend komponiert. 2003 begann er das Kompositionsstudium bei Prof. Hans-Jürgen von Bose an der Hochschule für Musik und Theater München. Seit 2004 studiert er zusätzlich Musiktheorie bei Prof. Kaiser und Prof. Rohringer und seit 2005 Schulmusik. Ab 2007 studiert er Komposition bei Prof. Müller-Wieland. Seine Orchesterwerke wurden aufgeführt von den Jugendsinfonieorchestern Marl und Lüdinghausen, vom Schulmusikorchester der Hochschule München sowie vom Jungen Orchester des AGV München. 2005 wurde die "Suite für 4 Klaviere" im Rahmen des ADEvantgarde-Festivals uraufgeführt. Sein „Lied für Klavier“ wurde 2008 im Münchener Klavierbuch veröffentlicht.

                                                            WEIDNER, Bernhard

                                                            Komposition

                                                            (geb. 1965 in München) studierte nach musikalischen Anfängen als Rockgitarrist Komposition bei Bertold Hummel und Heinz Winbeck an der Hochschule für Musik in Würzburg.

                                                            Weidner schreibt für die unterschiedlichsten Genres, wobei die Erkundung des eigenen inneren Klangerlebens stets im Zentrum seines Komponierens steht. In vielen seiner Stücken nimmt er – als Ausdruck des Respekts und der Nähe – bewusst Bezug auf Werke der musikalischen Tradition. Ebenso spielen für Weidner beim Komponieren außermusikalische Bezüge (insbesondere literarische Vorlagen) immer wieder eine große Rolle.

                                                            An Auszeichnungen erhielt er u.a. ein Stipendium an der Cité Internationale des Arts in Paris, das Musikstipendium und den Förderpreis Musik der Stadt München. Zu den Künstlern, die Werke von Bernhard Weidner zur Aufführung brachten, gehören u.a. die Ensembles Singer Pur, Quatuor Bozzini, Ensemble Mondrian, Aventa Ensemble oder Solisten wie Kolja Lessing und Mizuka Kano. Bis 2008 war Weidner an der künstlerischen und organisatorischen Gestaltung des Neue-Musik-Festivals „A•Devantgarde“ maßgeblich beteiligt. In Hörfunkbeiträgen und Vorträgen nimmt er Stellung zu musikästhetischen Fragen.

                                                             

                                                             

                                                              WIRTH, Stefan

                                                              Komposition

                                                              wurde 1975 in Zürich geboren. Er ist Pianist und Komponist. Als Solist ist er u.a. mit dem Tschechischen Kammerorchester, dem Berner Kammerorchester und dem Malaysian National Philharmonic Orchestra aufgetreten, als Liedbegleiter mit Künstlern wie Christoph Homberger oder Thomas Hampson. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in seinem Engagement für Neue Musik, sowohl als Komponist als auch als festes Mitglied des Collegium Novum (Zürich) oder als Gast beim Ensemble Contrechamps (Genf). Schließlich hat er auch als Pianist, Komponist und Arrangeur für verschiedene Theaterproduktionen mit Regisseuren wie Christoph Marthaler und Frank Castorf zusammengearbeitet.

                                                              Stefan Wirth erhielt seine kompositorische Ausbildung vornehmlich in den USA, wo er u.a. bei Michael Gandolfi und P.Q Phan studierte. 1999 wurde ihm das Leonard Bernstein Fellowship für die Teilnahme an den Tanglewood Sommerkursen verliehen, wo er unter George Benjamin arbeitete. Im Jahre 2000 studierte er bei Oliver Knussen und Colin Matthews an der Britten-Pears-School in Aldeburgh/England. Seine pianistischen Studien absolvierte Stefan Wirth am Konservatorium Zürich bei Hadassa Schwimmer und Irwin Gage sowie am New England Conservatory (Boston/USA) und an der Indiana University Bloomington bei Leonard Hokanson. Er gewann zahlreiche Preise, u. a. Schweizerischer Jugendmusikwettberb, American Society of Arts and Letters und zusammen mit dem Geiger Jakub Dzialak International Chamber Music Competition Thessaloniki. Außerdem besuchte er Meisterkurse bei Homero Francesch und Bruno Leonardo Gelber.

                                                                YAMAGUCHI, Yasuko

                                                                Komposition

                                                                1969 in Nagasaki/Japan geboren, studierte Yasuko Yamaguchi Komposition an der Tokyo National University of Fine Arts and Music bei Akira Kitamura, Hideo Kobayashi und Michio Mamiya. Anschließend folgten Aufbaustudien an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf bei Manfred Trojahn, die sie 2000 mit Diplom abschloss.

                                                                Auszeichnungen erfolgten beim 13. Kompositionswettbewerb der Präfektur Kanagawa für Chorwerke (1989) und beim 8. Kompositionswettbewerb für junge Komponisten der japanischen Gesellschaft für neue Musik (1992). 2005 erhielt sie den Förderpreis der Landeshauptstadt Düsseldorf für Musik; Aufträge u.a. von Music From Japan (New York), der Kunststiftung NRW, der Tonhalle Düsseldorf, der Dr. Karl Emil und Lilli Brügmann Stiftung und dem Düsseldorfer Altstadt Herbst, für den das Orchesterwerk "Das Stehaufmännchen ist umgefallen" (1999) entstand. Dieses Stück wurde für den 10. Akutagawa Kompositionspreis (2000) nominiert und in Folge von so bedeutenden japanischen Orchestern wie dem Kyoto Symphony Orchestra, dem Orchestra Ensemble Kanazawa unter der Leitung von Hiroyuki Iwaki, dem Yamagata Symphony Orchestra und dem New Japan Philharmonic Orchestra aufgeführt. Im Dezember 2003 wurde die CD 'Das untemperierte Klavier' (Kinderklavier: Bernd Wiesemann, Cybele Verlag) veröffentlicht, für die Yamaguchis Kinderklavierstück "Zuckerregen" produziert wurde. Im Februar 2004 erschien ihr Orchesterstück "Das Stehaufmännchen ist umgefallen" auf der CD des Orchestra Ensemble Kanazawa (Leitung: Hiroyuki Iwaki, Warner Music Japan).

                                                                Ihre Werke wurden auch von verschiedenen Ensembles weltweit aufgeführt, darunter das e-mex neue musik ensemble, das notabu. ensemble in Düsseldorf, das Thürmchen Ensemble in Köln, 175 East in Neuseeland, De Ereprijs in den Niederlanden, die Tokyo Sinfonietta, das Ensemble SoNoR in Aserbaidschan, Het Nederlands Fluitorkest. Sie waren bei zahlreichen Festivals zu hören, wie z.B. der '19th Conference and Festival of Asian Composers' League 1998' in Taiwan, der 'International Gaudeamus Musicweek 1999' in den Niederlanden, den '14. Niedersächsischen Musiktagen 2000' in Hannover, 'dem 7th International Youth Music Forum 2001' in der Ukraine, den Klangspuren der Münchener Biennale 2008, dem 'ADEvantgarde Festival 2009' in München, dem '35. Music From Japan Festival 2010' in New York und bei den 'rainy days 2012' in Luxemburg. Portraitkonzerte mit Yasuko Yamaguchis Kammermusik fanden im Mai 2007 in Dortmund und im September 2008 in der Tonhalle Düsseldorf statt. Yasuko Yamaguchi lebt als freischaffende Komponistin in Düsseldorf.

                                                                  YI, Chen

                                                                  Komposition

                                                                  Die Komponistin Dr. Chen Yi, die in ihrem Werk chinesische und westliche Traditionen verbindet und so die kulturellen und musikalischen Grenzen sprengt, wurde 1953 in Guangzhou/China geboren. Sie ist Professorin am Conservatory of the University of Missouri- Kansas City und Trägerin des renommierten Charles Ives Living Award der American Academy of Arts and Letters. In Auftrag gegeben und weltweit gespielt wurden ihre Werke u.a. von folgenden Orchestern: Cleveland Orchestra, New York Philharmonic Orchestra, BBC Symphony Orchestra, Singapore Symphony Orchestra, Sächsische Staatskapelle Dresden. Aufnahmen von Chen Yis Musik erschienen u.a. bei Bis, Teldec, Telarc, Nimbus, Naxos und Koch Records. Chen Yi hat am Central Conservatory of Music in Beijing Komposition studiert (Abschluss 1986 mit dem Master) und machte ihren Doktor 1993 an der Columbia University in New York. Bestimmende Kompositionslehrer waren für Sie die Professoren Wu Zu-qiang, Chou Wen-chung und Mario Davidovsky. Chen Yi ist außerdem seit 2005 Mitglied der American Academy of Arts & Sciences und wurde 2006 durch das Chinesische Bildungsministerium als Gastprofessorin ans Central Conservatory of Music berufen.

                                                                    Artists

                                                                    Aventa Ensemble

                                                                    Ensemble

                                                                    Das Aventa Ensemble wurde 2003 gegründet und ist mittlerweile eines der führenden Ensembles Kanadas für zeitgenössische Musik. Es besteht aus 15 Musikern, die künstlerische Leitung hat Bill Linwood inne. Aventa hat über 50 Werke zeitgenössischer Komponisten uraufgeführt, viele davon wurden vom Ensemble selbst in Auftrag gegeben und in enger Zusammenarbeit zwischen Komponist und Ensemble erarbeitet – oft unter Entwicklung experimenteller Spieltechniken und unter Einbeziehung anderer Kunstformen. International ausgerichtet, ist dennoch einer der Schwerpunkte des Ensembles die kanadische Szene, deren Werke zum festen Repertoire von Aventa zählen.

                                                                      Ensemble Singer Pur

                                                                      Ensemble

                                                                      Seit der Gründung 1991 hat sich Singer Pur - ursprünglich fünf ehemalige Regensburger Domspatzen und eine Sopranistin - zum derzeit führenden deutschen Vokalensemble entwickelt. Nach mehreren internationale Preisen und Auszeichnungen ließen Einladungen zu Konzerten im In- und Ausland nicht lange auf sich warten. Inzwischen ist Singer Pur in über vierzig Ländern auf fünf Kontinenten aufgetreten. Das Repertoire reicht von der Musik des Mittelalters bis zu zeitgenössischen Werken, von geistlicher Musik bis zum Volkslied und Jazz. Regelmäßig erscheinende CD-Einspielungen dokumentieren die breite Vielfalt des Repertoires von Singer Pur. Zwei Renaissance-Einspielungen wurden von der französischen Fachzeitschrift Le Monde de la Musique als beste CD-Produktion des Jahres ausgezeichnet. Den bedeutenden deutschen Musikpreis ECHO Klassik erhielt das Ensemble ebenfalls zwei Mal: für die CD-Produktion zeitgenössischer Kompositionen, die ausschließlich für Singer Pur entstanden sind (2005), und für die Einspielung mit neu arrangierten deutscher Volksliedern (2007). Mit dem weltbekannten Hilliard Ensemble verbindet die Gruppe eine enge Zusammenarbeit. Das Projekt „The Hilliard Ensemble meets Singer Pur“ (mit Alter und Neuer Vokalmusik für bis zu zehn Stimmen) erregt beim Konzertpublikum großes Aufsehen.

                                                                        Ensemble TIMF

                                                                        Ensemble

                                                                        Das Ensemble TIMF wurde 2001 als Botschafter des Tongyeong International Music Festivals gegründet und ist die führende koreanische Formation für Neue Musik. Sein Repertoire reicht von klassischer bis zu zeitgenössischer Musik. Die künstlerische Leitung des Ensemble TIMF hat der Komponist Uzong Choe inne. Seit 2002 nimmt das Ensemble TIMF regelmässig am Tongyeong International Music Festival teil und spielte dort u.a. Konzerte mit Steve Reich, Heinz Holliger, dem Ensemble Modern oder dem Mandelring Quartett. Das Ensemble TIMF spielt in Asien und Europa regelmäßig auf den wichtigen Festivals für zeitgenössische Musik. Der Schwerpunkt des Ensembles liegt dabei auf Uraufführungen von Werken koreanischer Komponisten. Aber auch internationale zeitgenössische Musik – beispielsweise von Steve Reich, Mauricio Kagel, Luciano Berio, Hans Thomalla und anderen – wurde vom Ensemble TIMF erst- und uraufgeführt.

                                                                          GOMIS, Monica

                                                                          Choreographie

                                                                          wurde 1973 in Spanien geboren. Sie absolvierte eine klassische Ballettausbildung. Ihre Auseinandersetzung mit dem Zeitgenössischen Tanz begann 1996-1998 in New York. Dort lernte sie im Laban Institute Authentic Mouvement und arbeitete mit der Tänzerin und Choreografin Trisha Brown sowie mit David Zambrano und Lisa Race .
                                                                          2002 und 2003 erhielt sie von der Stadt München ein Tanzstipendium und studierte die Arbeit von Xavier LeRoy, Jan Ritsema und Cristine De Smedt. 2003 hielt sie sich für drei Monate als Gastdozentin an der Korean National University of Arts in Seoul/Korea, auf.
                                                                          Seit 2004 arbeitet Monica Gomis an eigenen Choreografien. 2005 war sie Mitorganisatorin des internationalen Labors für Tänzer und Choreografen „Les Repérages“ in München. Im selben Jahr erhielt sie vom Tanzhaus Düsseldorf eine Einladung zur Teilnahme am Projekt „Der neue Orient“ unter der Leitung von Hooman Sharifi und führte „Questioning questions?“ im Rahmen des Festivals „Les lignes du corps“ in Valenciennes/Frankreich auf.
                                                                          Im Februar 2006 wirkte sie als Coach und Choreografin beim Movement-and-Voice-Projekt von Natalie Le Core mit und realisierte in München den Improvisationsabend „Corrupted Loop“. 2007 veranstaltete sie in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat München internationale Laboratorien mit Philippe Asselin und Natalie Le Core, Miguel Pereira und Jose Gil, André Lepecki und Vera Mantero.

                                                                            HEUSER, Andrea

                                                                            Autorin

                                                                            , geboren 1972 in Köln, lebt aktuell mit ihrer Familie in München. Sie studierte Germanistik, Politik und Vergleichende Religionswissenschaften in Köln und Bonn. Sie promovierte 2008 zur deutsch-jüdischen Literatur. Sie schrieb Werke für auf den Feldern der Prosa, Lyrik und Libretti. Sie erhielt den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis des Literarischen März Darmstadt und 2012 war sie  Finalistin für des Lyrikpreises Meran. 

                                                                              LINWOOD, Bill

                                                                              Dirigent

                                                                              A native of Saskatoon, Bill Linwood is the co-founder and Artistic Director of Aventa Ensemble. He has conducted such classic repertoire as Boulez’s Le Marteau sans maître and Dérive II, Ligeti’s Chamber Concerto and Ferneyhough’s Flurries, as well as Canadian premieres of a wide variety of Canadian and international repertoire. A champion of the music of Quebec composer Gilles Tremblay, Bill has conducted several programs and recordings devoted to his music. In May 2011 he presented the European premiere of Tremblay’s epic À quelle heure commence le temps? in Sweden. Other recent conducting highlights include the Danish premiere of Norwegian Rolf Wallin’s Appearances , the North American premiere of Anders Nordentoft’s opera On this Planet and the US premiere of Poul Ruders’ Abysm in New York City. In 2009, in recognition of his dedication and commitment to Canadian music, Bill was named a CMC Ambassador as part of the Canadian Music Centre’s 50th anniversary. In 2013, Bill conducted the inaugural season of Ensemble 1534, a pan-Canadian group based in Ottawa at the National Arts Centre dedicated to the performance of Canadian new music.

                                                                                MKO

                                                                                Münchener Kammerorchester

                                                                                wurde 1950 gegründet. Nach den Chefdirigenten Hans Stadlmair und Christoph Poppen ist Alexander Liebreich seit 2006 der Künstlerische Leiter des Kammerorchesters. Wie unter seinen Vorgängern wird die erfolgreiche Mixtur der Programme aus alter und neuer Musik fortgesetzt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei in Aufträgen an lebende Komponisten und in Porträtkonzerten mit renommierten Komponisten. Tourneen führten das Kammerochester z.B. in die USA, nach China, nach Süd- und Nordkorea, Japan, Zentralasien und Osteuropa. 2000 erhielt es den Musikpreis der Landeshauptstadt München.

                                                                                  NAKHAPETOV, Mamikon

                                                                                  Klavier

                                                                                  wurde 1982 in Tbilisi geboren. Seinen ersten Klavier- und Violinunterricht erhielt er bei S. Korsantia und D. Reisner. Er schloss 2004 seine Studien in seiner Heimat ab. An der Münchener Musikhochschule vervollständigte er  2007/08 seine Studien in Klavier bei Elisso Virsaladze und in Liedgestaltung bei Helmut Deutsch. Danach unterrichtete er selbst an diesem Institut und begann seine Karriere als Solist, Kammermusiker und Klavierbegleiter. Er nahm an renommierten Wettbewerben teil, u.a. dem Geza Anda Wettbewerb in Zürich, dem Chopin Wettbewerb  in Warschau, dem Tschaikowsky Wettbewerb  in Moskau und dem Busoni Wettbewerb in Bozen. Er gewann erste Preise beim  E. Porrino Wettbewerb  (Cagliari, November, 2010), "Chopin Prize" - "Rome 2012" Wettbewerb  (Rom, November, 2012) sowie den ersten Preis wie den Sonderpreis beim “Citta di Verona” Wettbewerb  (Verona, Dezember, 2013). Zudem erhielt er verschiedene Stipendien.

                                                                                    OTT, Helmut

                                                                                    Choreographie

                                                                                    begann während seines Musikstudiums am Hermann Zilcher Konservatorium Würzburg mit dem Tanzen. Erste Engagements als Tänzer führten ihn nach Nürnberg an das Stadttheater und an das Czurda Theater, wo er auch erste Kontakte mit der freien Szene knüpfte. Er gründete in Nürnberg das Musiktheater Pomp-A-Dur mit und erarbeitete gemeinsam mit Andreas Oehlert raumbezogenen Performances. Seit 1997 lebt er in München als Tänzer, Choreograf und Lehrer für Tanz und Tanztheater. Helmut Ott ist Mitglied der tanztendenz München e.V., deren Vorstand er von 2004 - 06 war. 2003 gründete er gemeinsam mit Eva Forler und Andrea Sonnberger die Gruppe umluft.
                                                                                    Als Tänzer arbeitete er mit selfisch shellfish, Lou Duckett, tanz das, Ralf Jaroschinski, Andrea Sonnberger, Ludger Orlok, Ramses Siegl, comp. aexx Rauh, Anna Holter, Veronika von Lauer Münchhofen, Susanna Curtis, Maxim Railton und Mia Lawrence.
                                                                                    Für den mit dem Bronce Award ausgezeichneten Kurzfilm „anna inside/out“ von Sabine Krappweis erstellte er die Choreografie. Seine eigenen Filme „balg“ und „pur“ wurden beim Projekt balg 2006 in der tanztendenz München gezeigt. Kostüme entwarf Helmut Ott für Produktionen von Andrea Sonnberger und Ludger Orlok, sowie für eigene Theaterproduktionen.

                                                                                      SCHMITT, Markus

                                                                                      Komposition

                                                                                      wurde 1965 in München geboren und studierte Komposition an der Münchener Musikhochschule bei Wilhelm Killmayer und Hans-Jürgen von Bose. Wichtige künstlerische Anregungen verdankt er u.a. dem Kontakt mit Hans Werner Henze, seinen Klavierstudien bei Ansgar Janke und nicht zuletzt dem intensiven Austausch mit zahlreichen Komponisten und Interpreten seiner Generation. Er lehrt am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg. Sein Œvre umfasst Vokal- und Kammermusik, Orchester- und Bühnenwerke, darunter die für die Münchener und Zürcher Opernfestspiele 2001 entstandene Kammeroper „aiaia“ oder die Bühnenmusik zu Dieter Dorns Inszenierung des „Kaufmann von Venedig“. Weitere musikdramatische Werke waren an der Kammeroper Rheinsberg, am Theater Osnabrück, sowie an der Staatsoper Kassel zu hören. Markus Schmitt wurde vielfach ausgezeichnet, trat als Gastkomponist auf renommierten Festivals auf und war u.a. Stipendiat der Deutschen Akademie „Villa Massimo“ und des „Deutschen Studienzentrums“ in Venedig. Mehr unter: http://musikverlag-nickel.eu/Schmitt/

                                                                                       

                                                                                        STOCKHAMMER, Jonathan

                                                                                        Dirigent

                                                                                        ist ein global tätiger Dirigent. Seine Studien in Dirigieren absolvierte er in Los Angeles. Zu Beginn seiner Karriere war er Assistent von Esa-Pekka Salonen. Bald arbeitete er mit Ensemble Modern, MusikFabrik und Ensemble Resonanz zusammen. Als Operndirigent war er seit 1998 an der Opéra de Lyon, wo er unter anderem die französische Erstaufführung von Dusapins Faustus, The Last Night leitete. Im Pariser Théâtre du Châtelet führte er 2010 Sondheims A Little Night Music mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France erfolgreich auf. 2013 debütierte er an der New York City Opera mit Thomas Adès‘ Powder her Face. Zudem dirigierte er u.a. das NDR Sinfonieorchester Hamburg,  das Sydney Symphony Orchestra und die Tschechische Philharmonie. Bald war er auch Gast der Salzburger Festspiele, des Lucerne Festivals, den Donaueschinger Musiktagen und bei Wien Modern.