festival.11

1. Juni – 12. Juni 2011
WHAT CRISIS?

Das 11. internationale A•DEvantgarde-Festival

What Crisis? also – unter diesem Motto steht das 11. A•DEvantgarde-Festival und präsentiert im Zentrum dieser Frage neue politische Lieder. Was kann heute ein Lied an Kritik, Satire oder auch Utopie ausdrücken? Komponisten und Dichter verschiedener Ästhetiken, Generationen und politischer Anschauungen geben im Konzert Ein garstig Lied! Pfui! musikalische Antworten.

Auch gerne beschworen: Die Krise der Glaubwürdigkeit. A•DEvantgarde stellt sie im Familienmusiktheater Versprochen, Froschkönig, versprochen! in den Mittelpunkt des tradierten Märchens. Muss man Versprochenes halten? Die Prinzessin jedenfalls hat keine Lust dazu und der König vergisst einfach seine Versprechen – bleibt noch der Frosch…

Und die Musik selbst? Die Neue Musik – ein elitärer Elfenbeiturm ohne gesellschaftliche Relevanz, die Oper – ein totes Genre, die Popmusik – reiner Kommerz ohne künstlerischen Anspruch, die Klassik – gleichzeitig in Vergreissung begriffen und trivialisiert; das sind die Schlagworte des zeitgenössischen Diskurses. In drei sehr unterschiedlichen Konzerten geht A•DEvantgarde diesen Fragen nach.

Kabeln, Schalter und Speicherkarten; heutige Komponisten sind nicht mehr notwendigerweise Zulieferer von Partituren für Instrumentalisten, sondern hochgradige Individualisten, die ihre Persönlichkeit schon mit der Art der Klangerzeugung ausdrücken. Privatissimum als Ausdruck einer Krise oder ein unendlicher Fundus neuer ästhetischer Möglichkeiten fragt Homerecording.

Tote Klassik? – nicht beim A•DEvantgarde-Festival, denn hier kommt Rochus Aust
Hommage an Joseph Haydn mit 220 Volt ins Spiel. Ventilatoren, Föhns, Rasierapparate, Staubsauger ein ganzes Symphonieorchester aus 127 elektrischen Geräten ist das
1. Deutsche Stromorchester. Ein eher performativer und augenzwinkernder Kommentar zum Stand der Klassik heute, der mit der Diskrepanz zwischen Alltagsgegenstand und hochkulturellem Anspruch spielt.

Und zum Schluss – respektive zum Anfang, denn mit diesem Konzert eröffnet das A•DEvantgarde-Festival 2011 – unser Gastkonzert Nordlicher mit dem kanadischen Ensemble Aventa. Werke für Kammerorchester von kanadischen und skandinavischen Komponisten stehen auf dem Programm, flankiert von zwei Uraufführungen ihrer deutschen Kollegen.

Nordlichter

Ein Konzert mit dem kanadischen Ensemble Aventa Bereits zum zweiten Mal ist das Ensemble Aventa, eines der führenden Ensembles Kanadas für zeitgenössische Musik, zu Gast beim A•DEvantgarde-Festival. Diesmal präsentieren die...

Veranstaltungsdatum
01. Juni 2011 um 20:00 Uhr

Veranstaltungsort
Car-Orff-Auditorium, Hochschule für Musik und Theater München
Luisenstr. 37a
80333 München

Homerecording

Konzert für 8 Kanal surround, Video und Musiker Homerecording, das war Ende der 70-er Jahre der 4-Spur-Kassettenrecorder – heute klingt das anachronistisch und doch hat Bruce Springsteen mit diesem Gerät...

Veranstaltungsdatum
04. Juni 2011 um 20:00 Uhr

Veranstaltungsort
MUG – Münchner Underground im Einstein
Einsteinstr. 42
81675 München

1. Deutsches Stromorchester

Sinfonie mit der Sinfonie-mit-dem-Paukenschlag – feat. Josefph Haydn & Jukebox-Konzerte Sanft die Ventilatoren, sprudelnd die Wasserkocher, inspiriert die Drucker, kraftvoll Faxe und Stechuhren, infernal Bohrer und Sägen – das ist...

Veranstaltungsdatum
05. Juni 2011 um 21:00 Uhr

Veranstaltungsort
Zentrum Neue Technologien im Deutschen Museum
Museumsinsel 1
80538 München

Ein garstig Lied! Pfui!

Politisches Lied Das Lied erscheint und erschien schon immer als die probate Form eines musikalischen, politischen Kommentars, auch geschuldet dessen Knappheit und relativ einfacher Reproduzierbarkeit. Genau diese verlangte Schlichtheit scheint...

Veranstaltungsdatum
07. Juni 2011 um 19:00 Uhr

Veranstaltungsort
Bayerische Akademie der Schönen Künste
Max-Joseph-Platz 3
80539 München

Versprochen, Froschkönig, versprochen! 1

Familienmusiktheater in drei Bildern „Versprochen ist versprochen - und wird auch nicht gebrochen" Die Sonne verspricht, nicht nur in das Gesicht der schönen Prinzessin zu scheinen / Heinrich verspricht, nicht...

Veranstaltungsdatum
11. Juni 2011 um 19:00 Uhr

Veranstaltungsort
Reaktorhalle
Luisenstraße 37a
80333 München

Versprochen, Froschkönig, versprochen! 2

Familienmusiktheater in drei Bildern „Versprochen ist versprochen - und wird auch nicht gebrochen" Die Sonne verspricht, nicht nur in das Gesicht der schönen Prinzessin zu scheinen / Heinrich verspricht, nicht...

Veranstaltungsdatum
12. Juni 2011 um 16:00 Uhr

Veranstaltungsort
Reaktorhalle
Luisenstraße 37a
80333 München

Versprochen, Froschkönig, versprochen! 3

Familienmusiktheater in drei Bildern „Versprochen ist versprochen - und wird auch nicht gebrochen" Die Sonne verspricht, nicht nur in das Gesicht der schönen Prinzessin zu scheinen / Heinrich verspricht, nicht...

Veranstaltungsdatum
12. Juni 2011 um 19:00 Uhr

Veranstaltungsort
Reaktorhalle
Luisenstraße 37a
80333 München

Mitwirkende

Composers

EGGERT, Moritz

Komposition, Klavier

wurde 1965 in Heidelberg geboren. Als Komponist setzt er sich gerne zwischen alle Stühle, was sowohl das avantgardistische wie auch das klassische Konzertpublikum verunsichert. Durch in den Medien viel diskutierte Projekte wie „Die Tiefe des Raumes“ (Fußballoratorium, geschrieben für die Ruhrtriennale im Auftrag des Kulturprogramms der WM 2006) oder „Freax“ (Oper, zusammen mit Christoph Schlingensief) versucht er konstant das gängige Bild der Neuen Musik als Angelegenheit alleine für ein Expertenpublikum zu unterminieren. Neben seinem Schwerpunkt im Bereich Musiktheater, für das Eggert bisher 11 Opern schrieb, pflegt er gerne die kammermusikalischeren oder experimentelleren Zwischentöne zum Beispiel in seinem Liederzyklus „Neue Dichter Lieben“ oder seinem Klavierzyklus „Hämmerklavier“. Zu seinen aktuellen Projekten gehören neue große Opern für Linz und Berlin, eine Vertonung der Nutzungsbedingungen von Google für Sänger und Orchester, eine „Kochoper“ für Hamburg und eine Symphonie für Autohupen.

Als Pianist, Sänger, Dirigent und Performer setzt sich Eggert nicht nur für das zeitgenössische sondern auch für das klassische Repertoire ein, besonders im Bereich Lied und Kammermusik. Für die Neue Musikzeitung betreibt er den „Bad Blog of Musick“, den meistgelesenen Blog zum Thema zeitgenössische Musik in Deutschland. Mehr unter: www.moritzeggert.de

    FREHNER, Paul

    Komposition

    wurde 1970 in Montreal geboren. Er studierte Komposition bei Denys Bouliane an der McGill University. Frehners Werke wurden in Kanada, England, Deutschland, Holland, Japan und der tschechischen Republik aufgeführt, u.a. durch Almeida Opera, das Esprit Orchestra, die Prager Philharmoniker, das Noord-Nederlands Orkest, das Winnipeg Symphony Orchestra, André Ristic, ECM, Windsor Symphony Orchestra und das Quasar Saxophone Quartet.
    2001 erhielt Frehner von der Genesis Foundation den Auftrag „Sirius on Earth“ eine Hundert-Minuten-Oper zu komponieren. 2003 wurde das Werk beim Almeida Opera Festival in London/England uraufgeführt. Danach tourte es nach Aldeburgh, wo es die 2003 Proms Season in der Snape Maltings Konzerthalle eröffnete.
    Frehner wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem 1. Preis der Prague Philharmonia’s Symphony of the Third Millennium Composition Competition, dem 1. Preis der Jeunesses Musicales World Orchestra's International Composition Competition sowie dem 2. Preis beim Winnipeg New Music Festival’s Investor’s Group Composers Competition 2003.

      GORDON, Michael

      Komposition

      wurde 1956 in Florida, USA geboren. Er ist einer der Gründer und Leiter des New Yorker "Bang on the Can" Festivals. In Deutschland hat es spätestens seit "Shelter" einen Namen, das er mit dem Ensemble Musikfabrik produzierte (2005). International erregten v.a. seine Video-Oper "Van Gogh" oder sein Orchesterwerk "Rewriting Beethoven's Seventh Symphony" Aufmerksamkeit. Zudem arbeitete er mit vielen renommierten Festivals und Ensembles zusammen, wie z.B. das Londoner Almeida Festival, Slagwerk Den Haag, Kronos Quartet oder Ensemble Modern.

        GOSFIELD, Annie

        Komposition

        Vom Magazin New Yorker als Star der urbanen Szene gekürt, experimentiert Annie Gosfield mit der Grenze zwischen Musik und Lärm. Ihre Stücke thematisieren häufig die Schönheit nichtmusikalischer Alltagsgeräusche wie Maschinenlärm, verstimmte Pianos oder Radiorauschen. Zur Zeit arbeitet die Komponistin an einem Klavierkonzert für Lisa Moore, einem Cellokonzert für Felix Fan und einer multimedialen Oper. Am Mills College in Kalifornien hat sie den Lehrstuhl für Komposition inne.

          HURT, Leopold

          Komposition, Zither

          1979 in Regensburg geboren, studierte Hurt am Richard-Strauss-Konservatorium München Zither sowie Viola da Gamba und Historische Aufführungspraxis. Seinen ersten Kompositionsunterricht erhielt er bei Peter Kiesewetter. 2004 setzte er sein Kompositionsstudium bei Manfred Stahnke an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg fort. Er nahm an Meisterkursen von Dieter Schnebel, Paul-Heinz Dittrich, Brian Ferneyhough (Komposition), sowie Nigel North (Alte Musik) teil und besuchte Kurse für Elektronische Musik am IRCAM in Paris. Leopold Hurt wurde für sein Schaffen mehr- fach ausgezeichnet, u.a. mit dem Gustav- Mahler-Kompositionspreis Klagenfurt 2008, dem Stuttgarter Kompositionspreis 2010 und dem Bachpreis-Stipendium der Stadt Hamburg 2011. Als Stipendiat des Freistaats Bayern lebte er 2003/2004 an der Cité Internationale des Arts in Paris und 2009/2010 im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia Bamberg.

            KHISMATOV, Sergey

            Komposition

            wurde 1983 in St. Petersburg geboren. Er studierte in seiner Heimatstadt sowie bei Moritz Eggert an der Musikhochschule München Komposition. Khismatov besuchte Workshops mit Boris Filanovsky, Pascal Dusapin, Sandeep Bhagwati, Enno Poppe und Helmut Lachenmann.

            Seine Musik wurde bisher von zahlreichen renommierten Ensembles aufgeführt u.a. von der musikFabrik, dem Slagwerk Den Haag, Tromp percussion, NoName, Russian National Orchestra, sowie u.a. von den Musikern Alex Nowitz, Matthias Bauer, Boris Filanovsky, Moritz Eggert, Johannes Schoellhorn und Anna Korsun.

            Drei Jahre hintereinander war Khismatov Finalist der Gaudeamus Music Week in Utrecht. 2011 wurde sein Werk "Cymbals Quartet" für die ISCM in Zagreb ausgewählt. In den letzten drei Jahren gewann er weitere Auszeichnungen, er erhielt den Moskauer Kulturpreis und war Stipendiat des Internationalen Künstlerhauses Bamberg "Villa Concordia". Mehr unter: www.khismatov.com

              LEHMANN-HORN, Markus

              Komposition

              wurde 1977 in München geboren. Er erhielt Klavier- und Gitarrenunterricht bei Gulaab, Abi von Reininghaus, Gunnar Geiße, sowie bei Michael Arlt. Ab 2000 intensivierte er sein Interesse für Komposition bei Tobias PM Schneid. Durch ein Studium an der Hochschule für Musik und Theater München erweiterte er sein Spektrum um den Bereich Komposition für Film und Fernsehen. Danach belegte er eine Meisterklasse im Fach Komposition bei Heinz Winbeck in Würzburg.

              Es entstanden viele Auftragskompositionen im Konzertbereich u.a. für die Münchner Opern-Festspiele, die Bayerische Akademie der Schönen Künste, die Kasseler Musiktage und das Siemens Arts Program. Seine Filmmusik-Kompositionen erklangen in diversen nationalen und internationalen Filmproduktionen. Lehmann-Horn erhielt diverse Preise und Auszeichnungen,  z.B. den Franz-Grothe-Preis 2009, den Musiktheaterpreis der Neuen Oper Wien 2009 oder den Paul-Hindemith-Preis 2011. Mehr unter: www.markuslehmannhorn.de

                MUENCH, Markus

                Komposition

                studierte an den Hochschulen für Musik in Würzburg, Karlsruhe und am Richard-Strauss-Konservatorium in München. Er war erster Geiger des von ihm gegründeten "Strung Out Quartet", das sich ganz auf zeitgenössisches Repertoire konzentrierte und zahlreiche Uraufführungen spielte.
                Seine Kompositionen sind meist geprägt von verschiedensten Dokumentar-, Audiomaterialien, die bearbeitet und verändert in eine neue musikalische Sprache integriert werden.
                Bisher komponierte er Werke für Film, Video, Hörspiel, Musiktheater, Oper, Performances, zeitgenössischen Tanz, Instrumentalensembles, Computer und Elektronik. Seine Werke kamen u.a. beim ADevantgarde Festival, Digital Analog Festival, Münchener Gesellschaft für Neue Musik, TanzTendenz, MDR sowie in Film- und Werbevertonungen zur Aufführung.

                  MÜLLER-HORNBACH, Gerhard

                  Komposition

                  – Jahrgang 1951 – ist Komponist, Dirigent und Pädagoge. Er lehrt als Professor für Komposition und Musiktheorie an derHochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main, wo er 2005 das Institut für zeitgenössische Musik (IzM) mitbegründete dessen Direktorium er vorsteht. An der Musikhochschule Frankfurt/M. leitet er die Kompositionsabteilung und ist verantwortlich für den MasterstudiengangInternationale Ensemble Modern Akademie. Er ist künstlerischer Leiter des MUTARE ENSEMBLEs, mit dem er auf vielen internationalen Podien gastierte.

                   

                   

                    POGATSCHAR, Helga

                    Komposition

                    in München geboren, studierte sie zunächst Klavier an der Hochschule für Musik in München und später Komposition für Film und Fernsehen. Die Komponistin bekam zahlreichen Stipendien (u.a. Projektstipendium Neue Musik/Neue Medien, Internationales Künstlerhaus Villa Concordia Bamberg) und Auszeichnungen (u.a. tz-Rose, CD des Jahres der SZ) zuerkannt und erhielt Lehraufträge an den Hochschulen für Musik und Theater in München (elektronische Klangerzeugung) und Hamburg (angewandte Komposition und Sounddesign). Neben freien Kompositionen und Auftragswerken entstanden zahlreiche Hörspiele unter anderem für den Bayerischen Rundfunk. Helga Pogatschar ist im künstlerischen Leitungsteam des Festivals für Neue Musik A•Devantgarde, das bereits seit 1989 besteht. Zuletzt von ihr zu hören waren „Traumtext“ beim Festival DANCE 2004, die Kurzoper „Manöverkritik“ beim A•Devantgarde-Festival 2005 und „Traumtext II“ im Gasteig 2006.

                      RUDERS, Poul

                      Komposition

                      was born in Ringsted, Denmark on March 27, 1949. His early studies in piano and organ led eventually to studies in orchestration with the Danish composer Karl Aage Rasmussen. Ruders's first compositions date from the mid-60s. Ruders regards his own compositional development as a gradual one, with his true voice emerging with the chamber concerto, Four Compositions, of 1980. Writing about Ruders, the English critic Stephen Johnson states: "He can be gloriously, explosively extrovert one minute-withdrawn, haunted, intently inward-looking the next. Super-abundant high spirits alternate with pained, almost expressionistic lyricism; simplicity and directness with astringent irony."

                      Poul Ruders has created a large body of music ranging from opera and orchestral works through chamber, vocal and solo music. In recent years, performances of his work on both sides of the Atlantic and in such distant locals as China, Japan and Russia have taken place with increasing regularity. With the overwhelming success of his second opera, The Handmaid's Tale (1996-98), produced in Copenhagen (2000), Ruders became even more in demand, with commissions coming in rapid succession from The Berlin Philharmonic, The New York Philharmonic, The BBC Symphony Orchestra, and from The Royal Danish Opera. Recent performances include productions of The Handmaid's Tale in Toronto and London, and orchestral premieres and performances in Berlin, New York and London.

                      Poul Ruders's opera, Kafka's Trial, libretto by Paul Bentley, premiered in March, 2005 in Copenhagen's new opera house. Commissioned by The Royal Danish Opera for the opening of the new opera house, the opera explores Kafka's unfinished masterpiece, as well as including dramatized events from the writer's life.

                       

                        SCHACHTNER, Johannes X.

                        Komposition, Dirigent, Solist

                        arbeitet nach seinem Studium in den Fächern Komposition und Orchesterdirigieren und Stipendienaufenthalten in Bamberg und Paris als freischaffender Dirigent und Komponist.
                        Er leitete am Pult Orchester wie die Münchner Symphoniker, die Bad Reichenhaller Philharmoniker oder die Bayerische Kammerphilharmonie sowie zahlreiche Ensembles im Bereich der Neuen Musik. Musiktheaterproduktionen führten ihn u.a. ans Vorarlberger Landestheater oder zur Münchner Biennale. Seit 2014 ist er musikalischer Leiter des Jugendensemble für Neue Musik, Bayern (JU[MB]LE).

                        Sein umfangreiches kompositorisches Werk wird von international renommierten Solisten wie Julia Fischer, Adrien Boisseau, Julius Berger, Maximilian Hornung oder dem Dirigent Ulf Schirmer aufgeführt und er erhielt zahlreiche Aufträge, zuletzt etwa von der Münchner Biennale. Der Leopold-Mozart-Violinwettbewerb 2016 beauftragte ihn mit der Komposition des Pflichtstücks, für Julia Fischer und Daniel Müller-Schott entsteht im Auftrag des Kronberg Academy Festival 2019 ein Doppelkonzert.

                        Für sein Schaffen, das regelmäßig in Porträtkonzerten zu hören ist und darüber hinaus u.a. auf zwei Portrait-CDs dokumentiert ist, wurde Johannes X. Schachtner vielfach bei Wettbewerben ausgezeichnet. Er erhielt u.a. 2013 den Musikförderpreis der Landeshauptstadt München, 2014 den bayerischen Kunstförderpreis. Zudem ist er regelmäßig als Kurator von Konzerten und Projekten im Bereich der zeitgenössischen Musik tätig.

                        Mehr unter: www.jxschachtner.com

                          SCHULZKI, Stefan

                          Komposition

                          wurde 1970 in Augsburg geboren und studierte Klavier an der Musikhochschule Mannheim (Hans Thürwächter, Christoph Back), Komposition in der Klasse von Ulrich Leyendecker sowie Filmmusik und Sounddesign an der Filmakademie Baden- Württemberg in Ludwigsburg. Im Anschluß Studium bei Adriana Hölszky am Mozarteum Salzburg. Seit 2001 ist er freischaffender Komponist. Schulzki komponierte die Musik zu mehr als 70 Filmen, von denen viele Preise und Auszeichnungen erhielten. Es folgten Arbeiten für das Theater, u.a. für das Deutsches Theater Berlin. Für seine Kompositionen wurde er u.a. 2000 mit einer Einladung zum Nachwuchsforum des Ensemble Modern und 2009 mit dem Musikstipendium der Landeshauptstadt München ausgezeichnet. Seit 2008 ist Schulzki Lehrbeauftragter für Musiktheorie am Leopold-Mozart-Zentrum in Augsburg sowie Gründungsmitglied und Pianist der Komponistenverschwörung.

                            SOKOLOVIC, Ana

                            Komposition

                            Serbian-born composer Ana Sokolović, who has lived in Montreal for two decades, has been immersed in the arts all her life. Before taking up theatre and music, she studied classical ballet. She studied composition at university under Dusan Radić in Novi Sad and Zoran Erić in Belgrade, then completed a master’s degree under the supervision of José Evangelista at the Université de Montréal in the mid-1990s. Her work is suffused with her fascination for different forms of artistic expression. Both rich and playful, her compositions draw the listener into a vividly imagined world, often inspired by Balkan folk music and its asymmetrical festive rhythms. The winds of change brought by her work quickly vaulted her to a prominent position on the Quebec, Canadian and international contemporary music scenes. In the winter of 2012, she was recognized as a national treasure by Quebec’s Ministère de la Culture, des Communications et de la Condition féminine.

                            Over the years, Ana Sokolović has earned a steady stream of commissions and awards. Today, her repertoire includes orchestral, vocal, chamber, operatic and theatrical pieces. From 1995 to 1998, she was a three-time recipient of the SOCAN Foundation Award for Young Composers. In the 1999 edition of the CBC Young Composers Competition, she won the grand prize along with first prize in the chamber music category. In 2005, she won the Joseph S. Stauffer Prize presented by the Canada Council for the Arts, and in 2007 the Conseil québécois de la musique awarded her the Prix Opus for composer of the year. In 2008, she won the Jan V. Matejcek Award presented by SOCAN; in 2012, she was a repeat winner of the same award. In 2009, she won the prestigious National Arts Centre Award, which included commissions, residencies and teaching positions over a five-year period. In the summer of 2012, her opera Svadba-Wedding, commissioned and produced by the Queen of Puddings Music Theatre, received six nominations for the Dora Mavor Moore Awards and won for Outstanding New Musical/Opera. The opera then went on tour in Canada and Europe until 2013.

                            The Société de musique contemporaine du Québec (SMCQ) recently marked the 20th anniversary of Ana Sokolović’s arrival in Quebec with a celebration of her body of work. “For the scope, diversity and quality of her work; for the originality of her approach; for her energy, her reputation among the most prestigious institutions and her appeal to audiences of all ages,”* the society’s artistic committee unanimously decided to devote the third edition of its Série Hommage tribute performance series to her. The series, held over the 2011-12 season, attracted record participation as Canadian artists and organizations enthusiastically answered the call. More than 200 events were presented in her honour from coast to coast.

                            Ana Sokolović teaches composition at the Université de Montréal.

                             

                              STRAUCH, Alexander

                              Komposition

                              wurde 1971 in München geboren. Sein Hauptaugenmerk auf dem Musiktheaters, so konnte man zuletzt konnte man 2014 Styx – Orfeo's Past Now erleben, davor waren z.B. NEDA – der Ruf, die Stimme (Münchener Biennale, 2012), oder UTOPER nach Thomas Morus' Utopia (Semperoper Dresden, Hochspannungshalle der TU Dresden, 2009). Wichtige Kompositionsaufträge erhielt er u.a. von der Münchener Biennale, der Bayerischen und der Sächsischen Staatsoper und dem Münchener Kammerorchester. Strauch war u.a. Stipendiat der Cité Internationale des Arts in Paris und der Villa Concordia in Bamberg. Seine Werke wurden u.a. durch BR, DLR und Deutsche Welle aufgezeichnet und gesendet. Er studierte an den Musikhochschulen in München und Frankfurt/M. u.a. bei Hans Zender und Isabel Mundry. www.strauchcomposer.de

                                WALLIN, Rolf

                                Komposition

                                is one of the leading contemporary Nordic composers, widely performed and commissioned internationally. His musical background spans from jazz, avantgarde rock and early music to traditional classical training, and this versatility is reflected in an exceptionally many-faceted list of compositions. Wallin's compositional output covers a wide range of techniques and expressions: from strictly absolute music to music theatre and installations, from elaborate computer-aided composition in his instrumental music to strongly intuitive music for the stage.

                                  WEIDNER, Bernhard

                                  Komposition

                                  (geb. 1965 in München) studierte nach musikalischen Anfängen als Rockgitarrist Komposition bei Bertold Hummel und Heinz Winbeck an der Hochschule für Musik in Würzburg.

                                  Weidner schreibt für die unterschiedlichsten Genres, wobei die Erkundung des eigenen inneren Klangerlebens stets im Zentrum seines Komponierens steht. In vielen seiner Stücken nimmt er – als Ausdruck des Respekts und der Nähe – bewusst Bezug auf Werke der musikalischen Tradition. Ebenso spielen für Weidner beim Komponieren außermusikalische Bezüge (insbesondere literarische Vorlagen) immer wieder eine große Rolle.

                                  An Auszeichnungen erhielt er u.a. ein Stipendium an der Cité Internationale des Arts in Paris, das Musikstipendium und den Förderpreis Musik der Stadt München. Zu den Künstlern, die Werke von Bernhard Weidner zur Aufführung brachten, gehören u.a. die Ensembles Singer Pur, Quatuor Bozzini, Ensemble Mondrian, Aventa Ensemble oder Solisten wie Kolja Lessing und Mizuka Kano. Bis 2008 war Weidner an der künstlerischen und organisatorischen Gestaltung des Neue-Musik-Festivals „A•Devantgarde“ maßgeblich beteiligt. In Hörfunkbeiträgen und Vorträgen nimmt er Stellung zu musikästhetischen Fragen.

                                   

                                   

                                    Artists

                                    AUST, Rochus

                                    Performance, Komponist

                                    wurde 1968 in Recklinghausen geboren und studierte Musik an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen und am Royal College of Music in London. Er war in seinen Eigenschaften als Trompeter, Komponist und Bildender Künstler bereits Preisträger bei internationalen Wettbewerben und erhielt Stipendien u.a. vom DAAD und der Märkischen Kulturkonferenz. Aust unternahm Konzertreisen in über 30 Länder und produzierte CDs und Aufnahmen für mehr als 70 Radio- und Fernsehsender. Seine Arbeiten – sowohl als Solist als auch zusammen mit seinem
                                    Ensemble RE-LOAD FUTURA – bewegen sich auf der Schnittstelle von (Neuer) Musik und visueller Kunst.

                                      Aventa Ensemble

                                      Ensemble

                                      Das Aventa Ensemble wurde 2003 gegründet und ist mittlerweile eines der führenden Ensembles Kanadas für zeitgenössische Musik. Es besteht aus 15 Musikern, die künstlerische Leitung hat Bill Linwood inne. Aventa hat über 50 Werke zeitgenössischer Komponisten uraufgeführt, viele davon wurden vom Ensemble selbst in Auftrag gegeben und in enger Zusammenarbeit zwischen Komponist und Ensemble erarbeitet – oft unter Entwicklung experimenteller Spieltechniken und unter Einbeziehung anderer Kunstformen. International ausgerichtet, ist dennoch einer der Schwerpunkte des Ensembles die kanadische Szene, deren Werke zum festen Repertoire von Aventa zählen.

                                        EBERL, Christian

                                        Bariton

                                        wurde in Regensburg geboren und erhielt zunächst eine Klavier- und Trompetenausbildung. Im Anschluss an das Staatsexamen für Schulmusik studierte er an der Musikhochschule München Komposition und Gesang. Lehrer waren Wolfgang Brendel und Rita Hirner-Lill. Im Liedbereich kamen wichtige Impulse durch Helmut Deutsch, Christian Gerhaher und Rudi Spring. In Meisterkursen bei Rudolph Piernay, Alessandro Corbelli, Louis Langrée, András Schiff und Wolfram Rieger ergänzte Christian Eberl seine Ausbildung. In Opernproduktionen der Musikhochschule München konnten verschiedene Rollen erarbeitet werden. Am Prinzregententheater München sang Christian Eberl Opern von Henze, Keiser, Gluck, Puccini und Debussy. Zuletzt war er dort als Graf Almaviva in Mozarts Figaro zu hören. 2012 debütierte Christian Eberl an der Dresdner Semperoper in Henzes We Come To The River.

                                        Im Oratorien- und Liedbereich geht der Bariton mit einem breiten Repertoire einer regen Konzerttätigkeit nach. Dabei traf er mit verschiedenen Orchestern im deutschsprachigen Raum zusammen, darunter das Münchener Kammerorchester, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und die Hamburger Camerata.

                                        2006 ging Christian Eberl als Stipendiat der Richard-Wagner-Stiftung München hervor und wird seit 2007 von Yehudi Menuhins Stiftung "LiveMusicNow" gefördert. Er ist Preisträger verschiedener Wettbewerbe in Italien und Deutschland, zuletzt beim „Mozartpreis 2009“ der Mozartgesellschaft Wiesbaden. Beim Festival in Aix-en-Provence wurde Christian Eberl 2011 eingeladen, an der "Académie européenne de musique" teilzunehmen. Darin wurde er als Preisträger der HSBC-Bank für verschiedene Konzert- und Liedtourneen ausgewählt.

                                        Christian Eberl lebt in München, wo er seit 2011 an der Hochschule für Musik und Theater einen Lehrauftrag inne hat.

                                         

                                          FRIEDL, Heinz

                                          Klarinette

                                          geboren 1965 in Kötzting (Bayerischer Wald), wächst in einer Musikerfamilie aufgeboren. Er studierte 1986-91 Klarinette an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover bei Prof. Hans Deinzer. Seit 1993 ist er freischaffender Musiker, Klarinettist und Instrumentalpädagoge in München. Er ist Mitglied von „piano possibile“ Ensemble für Neue Musik München und dem Kammerorchester Schloß Werneck sowie Mitbegründer von „Baader 66“. 1995 initiierte er „Musik zum Anfassen“. Zudem tritt er immer wieder als Dirigent hervor.

                                            GERASSIMEZ, Alexej Aljoscha

                                            Schlagzeug, Komposition

                                            , 1987 in Essen geboren, bekam im Alter von fünf Jahren seinen ersten Klavierunterricht und begann zwei Jahre später mit dem Schlagzeugspiel.

                                            Im Jahr 2000 setzte er seine Ausbildung als Jungstudent bei Christian Roderburg und Stefan Hüge an der Hochschule für Musik in Köln fort und entwickelte früh eine intensive Konzertkarriere. Nach seinem Abitur und einem Jahr Studium an der Hochschule für Musik Hanns-Eisler Berlin, wechselte er an die Hochschule für Musik und Theater München und studiert dort nun bei Prof. Peter Sadlo.

                                            Er wurde mehrfach mit dem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben und anderen Preisen, wie u.a. dem Aalto Bühnenpreis der Philharmonie Essen, dem Kulturpreis „Essens Beste“ und dem Musikförder- und Publikumspreis Ingolstadt ausgezeichnet.

                                            Als Solist und Kammermusiker gastiert Alexej regelmäßig bei Festivals wie dem Schleswig-Holstein- Festival, Davos Festival, den Musikfestspielen Potsdam, Ludwigsburger Festspielen oder den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, wo er 2006 gemeinsam mit seinem Bruder Nicolai als Duo Percussion/Piano den Ensemblepreis, gestiftet von Nordmetall, gewann.

                                            Solistisch tritt er unter anderem mit Orchestern wie dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Beethoven Orchester Bonn, Arkansas Symphony Orchestra oder den Bochumer Symphonikern auf und seine rege Konzerttätigkeiten führten ihn bisher in weite Teile Europas, den USA und bis nach Japan, wo er Solokonzerte in Tokyo und Yokohama im Rahmen des Deutschlandjahres 2006 gab.

                                            Der vielseitige junge Künstler widmet sich auch dem Bereich der Komposition. Erste Veröffentlichungen bei dem dänischen Verlag „Edition Svitzer“ wurden bereits international aufgeführt, wie u.a. in den Europa, USA, Kanada und Japan.

                                              HASTREITER, Thomas

                                              Schlagzeug

                                              studierte Schlagzeug an der Musikhochschule Augsburg. Er tritt solistisch und in verschiedenen Kammermusikbesetzungen auf. Zurzeit spielt Thomas Hastreiter regelmäßig in unterschiedlichen Opern- und Symphonieorchestern. Er war langjähriges Mitglied bei »Life Music Now« München und hat seit dem Wintersemester 2010 einen Lehrauftrag am Leopold-Mozart-Institut der Universität Augsburg inne.

                                                LINWOOD, Bill

                                                Dirigent

                                                A native of Saskatoon, Bill Linwood is the co-founder and Artistic Director of Aventa Ensemble. He has conducted such classic repertoire as Boulez’s Le Marteau sans maître and Dérive II, Ligeti’s Chamber Concerto and Ferneyhough’s Flurries, as well as Canadian premieres of a wide variety of Canadian and international repertoire. A champion of the music of Quebec composer Gilles Tremblay, Bill has conducted several programs and recordings devoted to his music. In May 2011 he presented the European premiere of Tremblay’s epic À quelle heure commence le temps? in Sweden. Other recent conducting highlights include the Danish premiere of Norwegian Rolf Wallin’s Appearances , the North American premiere of Anders Nordentoft’s opera On this Planet and the US premiere of Poul Ruders’ Abysm in New York City. In 2009, in recognition of his dedication and commitment to Canadian music, Bill was named a CMC Ambassador as part of the Canadian Music Centre’s 50th anniversary. In 2013, Bill conducted the inaugural season of Ensemble 1534, a pan-Canadian group based in Ottawa at the National Arts Centre dedicated to the performance of Canadian new music.

                                                  MAYR, Mathis

                                                  Violoncello

                                                  geboren 1972, ist  Cellist des ensembles mosaik in Berlin und des Ensemble pianopossibile in München. Seine Studien führten ihn u.a. zu Uzi Wiesel in Sydney/Australien. Mathis Mayr  ist Träger des Förderpreises für Musik der Stadt München (2005). Seine Repertoire reicht von der Renaissance- und Volksmusik bis zur zeitgenössischen Komposition,Improvisation, Flamenco und Jazz. Gemeinsam mit dem Flötisten David Eschmann hat er das Duo Canto dei Sass’ gegründet. Im übrigen hat er immer wieder mit Komponisten aus dem Umfeld der aDevantgarde zusammengearbeitet.

                                                    NICOLAI, Ulrich

                                                    Dirigent

                                                    Seine Laufbahn als Operndirigent begann er als Volontär bei Michael Gielen an der Oper Frankfurt. Im Anschluss daran wirkte er als Kapellmeister am Staatstheater am Gärtnerplatz in München, am Theater St. Gallen,  der Staatsoper Hannover, der Volksoper Wien und dem Hessischen  Staatstheater  Wiesbaden. Gastspiele führten ihn an zahlreiche weitere Opernhäuser, darunter die Bayerische Staatsoper in München, wo er 1994 zwei Operneinakter von Elmar Reida und André Werner uraufführte.

                                                    Ulrich Nicolai dirigierte unter anderem das Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks, das Südwestfunk-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, das Rundfunkorchester Hannover des NDR, das BRT- Sinfonieorchester Brüssel, das Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks, die Bamberger Symphoniker, die Münchner Symphoniker, das China-National-Symphony-Orchestra, das Beijing Symphony Orchestra sowie die Symphonieorchester in Nanjing und Shen-Zhen. Er arbeitete außerdem mit den Münchner Bach-Solisten und dem Ensemble piano possibile sowie dem Arcis-Ensemble München, das er 2001 gründete und seitdem leitet. Er dirigierte zahlreiche Ur- und Erstaufführungen (u.a. von Harrison Birtwistle, Hans Jürgen von Bose, Wolfgang Rihm,  Dieter Acker, Jörg Widmann und Moritz Eggert), mehrfach auch im Rahmen der Münchner Biennale (zuletzt 2010 fünf Kammeropern) und des ADEvantgarde-Festivals.

                                                    1994 folgte Ulrich Nicolai einem Ruf der Hochschule für Musik und Theater München als künstlerischer Leiter des Hochschul-Symphonieorchesters. Er betreut außerdem eine Dirigentenklasse und die Musiktheater-Produktionen der Regieausbildung. Von 1996 bis 2001 war er Vizepräsident der Hochschule; seit dem Wintersemester 2005 ist er Studiendekan.

                                                     

                                                      NIEMANN, Norbert

                                                      Autor

                                                      wurde 1961 in Landau/Isar geboren. 1997 erheilt er den Ingeborg Bachmann Preis, 2009/10 war er Stipendiat  der Villa Concordia in Bamberg und 2010/2011 des Deutschen Literaturfonds. Für aDevantgarde verfasste er einen Liedtext für Stefan Schulzki.

                                                        NITZBERG, Alexander

                                                        Autor

                                                        geboren 1969 in Moskau, ist ein deutsch-russischer Autor. Er studierte zuerst Musik, später Germanistik und Philosophie an der Universität Düsseldorf. Beachtung fanden seine Nachdichtungen russischer Futuristen. Nitzberg ist seit 2011 Herausgeber und Übersetzer der deutschen Daniil-Charms-Edition. Er ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. Er erhielt u.a. den Düsseldorfer Lyrikpreis, den Förderpreis des Landes NRW für Literatur oder den Jane Scatcherd Preis. Für aDevantgarde verfasste er einen Liedtext für das 11. Festival.

                                                          ÖLLINGER, Johannes

                                                          E-Gitarre

                                                          Der Münchner Gitarrist Johannes Öllinger (*1981) spielt als Solist und Kammermusiker, in Ensembles und Orchestern. Sein Spektrum reicht von Alter Musik auf historischen und modernen Instrumenten über das klassische Gitarrenrepertoire bis hin zu zeitgenössischer Musik in verschiedenen Spielarten. Seine Hauptinstrumente sind die klassische und die E-Gitarre, daneben Banjo, Theorbe und E-Bass. Außerdem ist er Darsteller und Musiker in Theaterproduktionen.

                                                          Als Solist konzertierte er u.a. mit dem Ensemble Resonanz, dem Chor des BR und dem Münchener Kammerorchester in der Laeiszhalle Hamburg, dem Prinzregententheater München, dem Konzerthaus Wien und bei den Salzburger Festspielen. Mit dem auf zeitgenössische Musik spezialisierten Gitarrenduo steuber.öllinger war er Gast bei Festivals in Deutschland, Polen und den USA.

                                                          Er ist regelmäßig Gastmusiker bei Ensembles wie Resonanz, Ascolta, musikFabrik NRW, dem Ensemble Modern Orchestra, Ostravska Banda, dem Staatsorchester Stuttgart, dem Sinfonieorchester des BR und dem Bayerischen Staatsorchester. Von 2008 bis 2015 war er Gitarrist des Münchner Ensembles piano possibile. Zusammenarbeit mit zahlreichen Komponisten (u.a. Helmut Oehring, Klaus Schedl, Georges Lentz, Tom Sora, Tristan Murail, Helmut Lachenmann) und Dirigenten (u.a. Peter Eötvös, Johannes Kalitzke, Thierry Fischer, Titus Engel).

                                                            RUTIGLIANO, Julia

                                                            Mezzosopran

                                                            wurde in Würzburg geboren und studierte an der Hochschule für Musik und Theater bei Daphne Evangelatos. 2006 wurde sie direkt nach dem erfolgreich absolviertem Studium an der Bayerischen Theaterakademie an das Opernstudio des Staatstheaters Nürnberg verpflichtet. Unter der Leitung von Zubin Mehta sang sie die Siegrune in Wagners Walküre am Maggio Musicale in Florenz sowie 2011 am Theater Bremen die Venus in Tannhäuser. Kirill Petrenko war der Dirigent ihrer Auftritte im Ring des Nibelungen während der Bayreuther Wagner-Festspiele. 2009 bis 2012 war sie zudem Ensemblemitglied am Staatstheater Braunschweig. Sie sang in zeitgenössischen Werken von Thomas Adès und Detlev Glanert. Sie wurde beim 25. Robert-Stolz-Wettbewerb mit dem 1. Preis ausgezeichnet und bekam den Sonderpreis Karl Böhm des Ferruccio Tagliavini Wettbewerbs zugesprochen.

                                                             

                                                              SPRING, Rudi

                                                              Komposition, Pianist, Dirigent

                                                              wurde 1962 in Lindau am Bodensee geboren. In den Jahren 1971–75 war sein prägender Lehrer in Tonsatz, Analyse, Klavier & Komposition Alfred Kuppelmayer. 1978 begann er in Bregenz ein Kammermusikstudium bei dem Violoncellisten Heinrich Schiff, mit dem er schließlich auch gemeinsam konzertierte und auf dessen Anregung bis 1982 eine Reihe von Kompositionen entstand. Rudi Spring war 1975–86 als Kirchenorganist und ist seit 1985 immer wieder als Dirigent tätig. An der Münchner Hochschule für Musik und Theater – wo er 1981–86 Komposition & Klavier studierte – unterrichtet er seit 1999 im Rahmen eines Lehrauftrags Liedgestaltung.

                                                              Zahlreiche Rundfunkaufnahmen und einige CDs dokumentieren seine Tätigkeit als Kammermusik- und Liedpianist, die immer wieder durch Soloabende einerseits und Chanson-/Kabarett-Auftritte andererseits ergänzt wird.
                                                              2000 erschien bei ADERA "Bach dreifach": 3 CDs mit Soloklaviermusik von C. Ph. E. Bach, J. S. Bach und W. Fr. Bach; 2003/04 in Eigenproduktion "Auf Schuberts Spur", eine weitere Dreifach-CD, die Franz Schuberts Klaviersonatenperiode 1823-26 gewidmet ist.

                                                              Seit langem gehören Erich Höbarth (Violine) und Maria Reiter (Akkordeon) zu seinen Kammermusikpartnern.

                                                              Kompositionsaufträge kamen in den letzten Jahren vom Land Baden Württemberg, dem Deutschen Musikrat, dem Münchner Kammerorchester, den Munich Puppet Players, Konstantin Wecker (Orchestrierung von dessen Filmmusik "In der Mitte eines Lebens"), dem Internationalen Bodensee-Festival, der Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart.

                                                              Rudi Spring ist Träger des Internationalen Bodenseekulturpreises 2002. 2005 ist er Stipendiat der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom.

                                                              Seine Werke werden seit 1992 vorwiegend im Verlag vierdreiunddreissig (München) veröffentlicht. Dort sind zahlreiche Ausgaben seiner Kammermusikwerke, aber auch komplette Aufführungsmateriale für Orchester erhältlich, sowie sein Werkverzeichnis : "Verzeichnis sämtlicher Kompositionen und Bearbeitungen bis 2002", das mit etlichen Notenbeispielen illustriert ist.

                                                               

                                                                STAEGER, Jörg

                                                                Videokünstler

                                                                Jörg Staeger ist ein vielgefragter Münchener Videokünstler und wirkte z.B. 2011 beim aDevantgarde-Projekt "Homerecording" von Markus Muench mit.