festival.12

21. Juni – 23. Juni 2013
MISSA EST! – 12. Internationales aDevantgarde-Festival

Festivalleitung: Johannes X. Schachtner, Alexander Strauch

Unter dem Motto „Missa Est“ (lat. für „Gehet, es ist Entlassen“) spannt das 12. Festival einen atmosphärischen Bogen vom Club-Ambiente des Bobbeaman zum Sakralraum der Ludwigskirche, von der noise music zur Klangaskese Arvo Pärts und lässt mit Komponisten wie Johannes Kreidler oder Rudi Spring höchst unterschiedliche musikalische Charaktere und Positionen aufeinander treffen.

Die sechs Veranstaltungen konzentrieren sich zu einem intensiven Festivalwochenende, das in vielfältiger Weise der Frage nachgeht, welche Dogmen und Passionen für heutige Komponisten noch oder wieder eine Rolle spielen. Und dabei ist immer gefordert: Nicht nur eine Meinung kundtun, sondern Haltung beziehen.

ÆNIGMA ET STUPOR

Eröffnungskonzert Abend mit Iris Lichtinger und Stefan Blum Uraufführung von Sandeep Bhagwati sowie Werke von Anonymus (14. Jh.), Hildegard von Bingen, Mario Lavista, Samir Odeh-Tamimi und Jörg Widmann Ein Abend...

Veranstaltungsdatum
21. Juni 2013 um 19:30 Uhr

Veranstaltungsort
Allerheiligen Hofkirche
Residenzstraße 1
80333 München

VIGILIA

CelloPassionato Uraufführungen von Markus Schmitt, Oscar Strasnoy sowie einer Bearbeitung von Wilhelm Killmayer "Sostenuto", weitere Werke von Giovanni Bonato, Sofia Gubaidulina, Manuela Kerer, Arvo Pärt „Das Cello ... hat aber...

Veranstaltungsdatum
21. Juni 2013 um 21:30 Uhr

Veranstaltungsort
Allerheiligen Hofkirche
Residenzstraße 1
80333 München

MY FAVORITE LITTLE DOGMA

Komponisten-Musiker und ihr Lieblingsdogma Was ist Ihr persönliches Lieblingsdogma? Mit dieser Fragestellung nach dem furchteinflößendem Diktum „Dogma“ in der Musikproduktion, wurden neun jüngere wie ältere Komponisten um einen Beitrag zu...

Veranstaltungsdatum
22. Juni 2013 um 17:00 Uhr

Veranstaltungsort
Bayerische Akademie der Schönen Künste
Max-Joseph-Platz 3
80539 München

DOGMA.ANTIDOGMA / SHOWOFF

Decoder-Ensemble und Gebrüder Teichmann Das neugegründete Hamburger Decoder Ensemble präsentiert Werke von Dogma zu Antidogma und zurück nicht im konventionellen Konzertrahmen sondern im Club mit zwei Uraufführungen von Alexander Strauch...

Veranstaltungsdatum
22. Juni 2013 um 19:30 Uhr

Veranstaltungsort
Bob Beaman Music Club
Gabelsbergerstr. 4
80333 München

MISSA EST!

Die Messliturgie neu vertont Für das Projekt „Missa Est!“ entstand neue Musik für den Ritus der römisch-katholischen Liturgie. Dabei wird das Spannungsfeld zwischen Kirchenmusik und eigenständigen religiösen und musikalisch ästhetischen...

Veranstaltungsdatum
23. Juni 2013 um 17:00 Uhr

Veranstaltungsort
Universitätskirche St. Ludwig
Ludwigstr. 20
80539 München

Mitwirkende

Composers

BECHERT, Ernst

Komposition

wurde 1958 in Würzburg geboren. Er studierte in Hamburg Schulmusik bei Ulrich Leyendecker. Zu seinen weiteren Lehrern zählten u. a. György Ligeti, Diether de la Motte und Luciano Berio. Bis 2006 lehrte er an der Musikhochschule Mannheim Komposition. Er spielte als Posaunist und Pianist in verschiedenen Hamburger Bands, u. a. bei "Fritz Brummer", "Tuten & Blasen" und "Verein für musikalische Privataufführungen". Bechert gründete die Komponistenverschwörung und zusammen mit dem Komponisten Christoph Coburger das "Ensemble für Städtebewohner". Für eine Vielzahl an Regisseuren, u.a. Helmut Herbst, Helke Sanders und Hannes Heer, komponierte er Filmmusiken. Ebenfalls besteht sein Werk aus mehr als 70 Bühnenmusiken für Theater. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit den unterschiedlichsten TheaterregisseurInnen und dem Komponisten Heiner Goebbels. Er erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge von namhaften Ensembles, vom Deutschen Symphonie-Orchester Berlin (RSO) bis zum Scharoun-Ensemble. Seine Kompositionen wurden von einer Vielzahl an Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Mehr unter: www.ernstbechert.de

 

    BHAGWATI, Sandeep

    Komposition

    (*1963 in Mumbai), Absolvent der Musikhochschule München (Studium bei Wilhelm Killmayer) und einst ein Mitbegründer des aDevantgarde-Festivals, ist ein international aktiver Komponist, Musikforscher, Theatermacher und Medienkünstler. Nach langer freischaffender Tätigkeit und vielen Gastkünstleraufenthalten u.a. am IRCAM Paris, ZKM Karlsruhe und Beethovenorchester Bonn wurde er 2000 Pro- fessor für Komposition an der Musikhoch- schule Karlsruhe, und ist seit 2006 Canada Research Chair for Inter-X Arts an der Concordia University Montréal sowie Direktor des von ihm gegründeten matralab. Seine künstlerische Forschung dort umfasst neben dem Entwickeln experimenteller Theater- und Musikformen insbesondere das Ausloten des Spannungsfelds zwischen Komposition und Improvisation mittels Computerimprovisationssoftwares und interaktiven Partituren für Live-Musiker.

    Mehr unter: wikipedia_Sandeep_Bhagwati

      BONATO, Giovanni

      Komposition

      wurde 1961 in Schio/Venetien geboren und studierte Komposition am Konservatorium in Mailand. Er wurde mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet und seine Werke wurden von so renommierten Interpreten wie dem Arditti Quartet aufgeführt. Seit 1992 lehrt er Komposition am Cesare Pollini Konservatorium in Padua.

        DOLEZEL, Dieter

        Komposition

        wurde 1977 in München geboren. Nach anfänglichem Philosophie-Studium wechselte er zunächst an das Richard-Strauss-Konservatorium um Gitarre zu studieren. Es folgten Kompositions-Studien bei Wilfried Hiller in München und bei Louis Andriessen in Den Haag. Im Jahre 2002 gründete Dolezel die doArte-Kulturstiftung, für die er nach wie vor konsultativ tätig ist.

        Aufführungen seiner Werke fanden bei namhaften Festivals und Kulturstätten statt, u.a. bei der Gaudeamus Music Week, den Hamburger Klangwerktagen, im Münchner Prinzregententheater sowie im Auditorium Santa Cecilia in Rom. Zu den Interpreten seiner Musik zählen u.a. das Ensemble Modern, die King's Singers, John Snijders, BL!NDMAN [drums], sowie das ensemble unitedberlin. Dolezel erhielt eine Vielzahl an Auszeichnungen. Hervorzuheben sind 2006 der Preis beim 1. Internationalen Kompositionswettbewerb der Hamburger Klangwerktage und das Stipendium der Villa Massimo in Rom. 2014 wurde sein abendfüllendes Multimedia-Werk 'de:conducted' auf der Münchner Musiktheater Biennale uraufgeführt. Mehr unter: www.dieterdolezel.de

          EGGERT, Moritz

          Komposition, Klavier

          wurde 1965 in Heidelberg geboren. Als Komponist setzt er sich gerne zwischen alle Stühle, was sowohl das avantgardistische wie auch das klassische Konzertpublikum verunsichert. Durch in den Medien viel diskutierte Projekte wie „Die Tiefe des Raumes“ (Fußballoratorium, geschrieben für die Ruhrtriennale im Auftrag des Kulturprogramms der WM 2006) oder „Freax“ (Oper, zusammen mit Christoph Schlingensief) versucht er konstant das gängige Bild der Neuen Musik als Angelegenheit alleine für ein Expertenpublikum zu unterminieren. Neben seinem Schwerpunkt im Bereich Musiktheater, für das Eggert bisher 11 Opern schrieb, pflegt er gerne die kammermusikalischeren oder experimentelleren Zwischentöne zum Beispiel in seinem Liederzyklus „Neue Dichter Lieben“ oder seinem Klavierzyklus „Hämmerklavier“. Zu seinen aktuellen Projekten gehören neue große Opern für Linz und Berlin, eine Vertonung der Nutzungsbedingungen von Google für Sänger und Orchester, eine „Kochoper“ für Hamburg und eine Symphonie für Autohupen.

          Als Pianist, Sänger, Dirigent und Performer setzt sich Eggert nicht nur für das zeitgenössische sondern auch für das klassische Repertoire ein, besonders im Bereich Lied und Kammermusik. Für die Neue Musikzeitung betreibt er den „Bad Blog of Musick“, den meistgelesenen Blog zum Thema zeitgenössische Musik in Deutschland. Mehr unter: www.moritzeggert.de

            FULTON, Ruby

            Komposition

            Wurde 1981 geboren und studierte Geige und Komposition in San Francisco und Boston. Darüber hinaus lernt sie bei Christopher Theofanidis am Peabody Conservatory in Baltimore, wo sie gerade promoviert. Neben ihrer Konzerttätigkeit als Violinistin in Ensembles und Bands komponiert Fulton vornehmlich Werke für Oper und Theater. Im Juli diesen Jahres wird ihr Auftragswerk für das Bang on a Can Festival zu hören sein.

              GANGKOFNER, Wolfgang

              Komposition

              geboren 1979, studierte Gangkofner Klavier sowie Komposition bei Hans-Jürgen von Bose an der Musikhochschule in München. 2005 übersiedelte er nach Schweden, um dort seine Studien an der Royal Academy of Music fortzusetzen. Seit 2008 unterrichtet er auch Klavier an der Music School Eskilstuna. Als Pianist tritt er in vielen europäischen Ländern sowie in Japan auf und als Komponist erhielt er zahlreiche Auszeich- nungen für sein Oeuvre. So war Gangkofner Preisträger der International Competition in Composition Ladislaw Kubik (U.S.) sowie des International Compositiewedstrijd van de stad Hasselt (Belgium).

                Gebrüder Teichmann

                Komposition, DJ, Klangkunst

                ,das sind Andi und Hannes Teichmann. Gemeinsam mit dem Komponisten und Zitherspieler Leopold Hurt betreiben Andi und Hannes Teichmann seit 2002 das Projekt „Teichmann Hurt“ und beteiligen sich seither an diversen Neue-Musik-Projekten. So arbeiten sie unter anderem mit dem Komponisten Moritz Eggert zusammen. Die Karriere der beiden gebürtigen Regensburger begann allerdings viel früher. Bereits im Alter von zwölf Jahren gründete Andi mit dem neunjährigen Bruder seine erste Punkband mit dem Namen „Totalschaden". Später spielten sie gemeinsam in der Band „Beige GT", mit deren Debüt-Album „Juke- box heroes“ sie internationale Bekanntheit erlangten. Wie viele andere Kollegen aus dem Punk-Universum begeistern sich auch die Brüder Teichmann in den 90er Jahren für elektronische Tanzmusik. Sie veröffentlichen ihre Produktionen sowohl auf dem hauseigenen Label „Festplatten Records“ als auch auf renommierten Labels für anspruchsvolle Technomusik wie „Kompakt“ oder „L’age d’or“.

                  GUBAIDULINA, Sofia

                  Komposition

                  Die russische Komponistin, Jahrgang 1931, lebt seit 1992 in Deutschland. Zu den frühen Unterstützern ihres Erfolges zählen Dimitri Schostakowitsch in Russland sowie Gidon Kremer später im Westen. Komponieren ist für die christlich geprägte Komponistin ein religiöser Akt.

                    HOFFMANN, Robin

                    Komposition

                    wurde 1970 in Gadderbaum geboren. Er studierte Komposition bei Nicolaus A. Huber an der Folkwang Universität der Künste in Essen, außerdem Gitarre bei Michael Teuchert in Frankfurt a. M. und Kammermusik bei Bernhard Kontarski. Parallel dazu erhielt er Kompositionsunterricht bei Claus Kühnl. 2001 gründete er mit Mark L. Kysela STROM – Ensemble der Autoren. Hoffmann ist Mitbegründer und zurzeit erster Vorsitzender der Frankfurter Gesellschaft für Neue Musik. Er erhielt verschiedene Preise, u.a. den Folkwangpreis Komposition, den 1. Preis beim 3. Deutschen Studienpreis der Körberstiftung, den Kompositionspreis der Landeshauptstadt Stuttgart und den Kranichsteiner Kompositionspreis. Hoffmann lebt als Komponist und Gitarrist in Frankfurt a. M. Seit 2005 lehrt er dort Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst.

                      HÜBNER, Paul

                      Komposition, Trompete

                      studierte Trompete bei Malte Burba und Mike Svoboda. Als Interpret, Komponist, Improvisator und Performer widmet er sich in besonderem Maße Neuer und experimenteller Musik. Solistisch und in den unterschiedlichsten Kammermusik- und Ensembleformationen trat er bereits bei einer Vielzahl von Festivals auf, darunter das Lucerne Festival, das Kunstfest Weimar und in München die Biennale und das Musica Viva Festival. Er spielte mit namhaften Ensembles u.a. mit dem Symphonieorchester des BR, und dem Ensemble Modern, sowie in seinen eigenen Formationen 3® und mam.manufaktur. Zu seiner Arbeit gehört auch das intensive Zusammenwirken mit Komponisten seiner Generation, zur Realisation neuer Werke für ein umfangreiches (Blechblas-)Instrumentarium und das Erkunden neuer Konzepte in eigenen Kompositionen und Improvisationen.

                      Hübner ist Preisträger und Stipendiat verschiedener nationaler und internationaler Wettbewerbe, u.a. beim Deutschen Musikwettbewerb, dem ensemblia Kompositionswettbewerb und bei den Stockhausen-Kursen in Kürten. Mehr unter: www.paul-huebner.com

                        HURT, Leopold

                        Komposition, Zither

                        1979 in Regensburg geboren, studierte Hurt am Richard-Strauss-Konservatorium München Zither sowie Viola da Gamba und Historische Aufführungspraxis. Seinen ersten Kompositionsunterricht erhielt er bei Peter Kiesewetter. 2004 setzte er sein Kompositionsstudium bei Manfred Stahnke an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg fort. Er nahm an Meisterkursen von Dieter Schnebel, Paul-Heinz Dittrich, Brian Ferneyhough (Komposition), sowie Nigel North (Alte Musik) teil und besuchte Kurse für Elektronische Musik am IRCAM in Paris. Leopold Hurt wurde für sein Schaffen mehr- fach ausgezeichnet, u.a. mit dem Gustav- Mahler-Kompositionspreis Klagenfurt 2008, dem Stuttgarter Kompositionspreis 2010 und dem Bachpreis-Stipendium der Stadt Hamburg 2011. Als Stipendiat des Freistaats Bayern lebte er 2003/2004 an der Cité Internationale des Arts in Paris und 2009/2010 im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia Bamberg.

                          KAMPE, Gordon

                          Komposition

                          wurde 1976 in Herne geboren. Nach einer Ausbildung zum Elektriker absolvierte er ein Kompositionsstudium bei Hans-Joachim Hespos, Adriana Hölszky und Nicolaus A. Huber. Außerdem studierte er Musik- und Geschichtswissenschaften in Bochum. Mehrfache Auszeichnungen, darunter der Stipendienpreis der Darmstädter Ferienkurse sowie der Stuttgarter Kompositionspreis (2007 und 2011). Er erhielt u.a. Stipendien der Berliner Akademie der Künste und Arbeitsstipendien für die Cité Internationale des Arts Paris, die Künstlerhöfe Schreyahn und Schöppingen sowie für das SWR-Experimentalstudio. Kampe ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Folkwang Universität der Künste in Essen.

                            KERER, Manuela

                            Komposition

                            wurde 1980 in Brixen geboren. Sie beendete 2007 das Kompositionsstudium bei M. Lichtfuß am Tiroler Landeskonservatorium mit Auszeichnung, 2004 das IGP-Studium Violine und das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck, 2005 das Psychologiestudium. Sie ist Stipendiatin der Akademie avantgarde tirol (2007), hat im selben Jahr das „Höchstbegabtenstipendium“ des Rotary Club Innsbruck und 2008 das österreichische Staatsstipendium für Komposition verliehen bekommen. Sie belegt weitere Studien bei Alessandro Solbiati (Mailand) und besucht zahlreiche Meisterkurse und Workshops, z.B. Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt (2008).

                            2008 gewann sie den Gustav Mahler-Kompositionspreis der Stadt Klagenfurt.
                            Manuela Kerer schreibt hauptsächlich Musik und arbeitet gleichzeitig an ihren Dissertationen mit Forschungsschwerpunkt „Das musikalische Gedächtnis bei Patienten mit leichter Demenzerkrankung“ an der Psychiatrie Innsbruck und zum Thema „Die Entwicklung der Rechte der KomponistInnen in Österreich von 1800-1900“ an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät Innsbruck.
                            Kompositionen u.a. für Klangspuren Schwarz, Ensemble ascolta, Stadler Trio, Landesmuseum Ferdinandeum Innsbruck, die reihe/Wien, Ensemble Windkraft. Sie schrieb die Opern „Rasura“ (Libretto von Kurt Lanthaler) und „Die Prozession der Käfer“.

                              KILLMAYER, Wilhelm

                              Komposition

                              Der 1927 in München geborene Komponist war Professor für Komposition und ein unermüdlicher Förderer zahlreicher junger Komponisten. Das aDevantgarde-Festival hat er von Beginn an unterstützt. Im Zentrum der Ästhetik von Wilhelm Killmayer steht der einzelne Ton und seine melodische Kraft. Seit seiner Emeritierung im Jahr 1992 lebte er abwechselnd in München und am Chiemsee. Er war Initiator des aDevantgarde-Festivals und Ehrenmiglied des aDevantgarde e.V. Killmayer verstarb am 20. August 2017 in München.

                                KREIDLER, Johannes

                                Komposition

                                wurde 1980 in Esslingen geboren und studierte am Institut für Neue Musik der Musikhochschule Freiburg Komposition bei Mathias Spahlinger, Elektronische Musik bei Mesias Maiguashca und Orm Finnendahl sowie Musiktheorie bei Ekkehard Kiem. Dazwischen war er als Stipendiat der Europäischen Union von 2004 bis 2005 Gaststudent am Institut für Sonologie (Computermusik) des Koninklijk Conservatorium Den Haag. Zusätzlich besuchte er Meisterkurse bei Helmut Lachenmann, Brian Ferneyhough, Richard Barrett und am IRCAM Paris. Seit 2006 Lehraufträge für Musiktheorie, Gehörbildung und Elektronische Musik an der Hochschule für Musik und Theater Rostock, am Hochbegabtenzentrum der Musikhochschule Detmold und an der Musikhochschule Hannover. Er wurde mehr- fach ausgezeichnet so mit dem Deutschen Musikautorenpreis (Kategorie Nachwuchsförderpreis, 2010), dem Stipendienpreis der Darmstädter Ferienkurse sowie 2012 mit dem Kranichsteiner Musikpreis.

                                  LAVISTA, Mario

                                  Komposition

                                  Der mexikanische Komponist, geb. 1943, studierte am Konservatorium in Mexiko, bei Iannis Xenakis in Paris und bei Karl-Heinz Stockhausen in Köln. Er komponierte Film- und Sakralmusik, als auch Werke für Musiktheater. Nebenbei gründete er mehrere Musikpostillen und machte sich als Autor und Publizist einen Namen.

                                    MÜLLER-WIELAND, Jan

                                    Komposition

                                    geboren 1966 in Hamburg, studierte an der Musikhochschule Lübeck Komposition bei Friedhelm Döhl, Kontrabass bei Willi Beyer und Dirigieren bei Günther Behrens. 1988 nahm er ein externes Kompositionsstudium bei Hans Werner Henze auf, was für seine spätere Laufbahn prägend sein sollte. Zahl- reiche Stipendien gaben ihm die Möglichkeit zu ausgedehnten Auslandsaufenthalten in Frankreich, Italien und Amerika. Seit 1993 freischaffend in Berlin tätig, wurde er 2006 Dozent und 2007 Professor für Komposition an der Münchner Musikhochschule. Müller-Wieland komponierte über hundert Werke, darunter fünfzehn abendfüllende Arbeiten für das Musiktheater, vier Sinfonien, zahlreiche Orchesterwerke, ferner kammermusikalische Werke und Vokalmusik. Aufträge erhielt er dabei von Häusern wie der Hamburgischen Staatsoper oder der Deutschen Oper Berlin, Festivals wie der Münchener Biennale und dem Holland Festival sowie von Orchestern u.a. Münchner Philharmoniker, London Sinfonietta. Sein Schaffen wurde mit zahlreichen Preisen so dem Förderpreis der Ernst von Siemens-Musikstiftung oder den Hindemith-Preis des Schleswig-Holstein-Musikfestivals ausgezeichnet.

                                     

                                      NICKEL, Volker

                                      Komposition

                                      wurde 1970 in Augsburg geboren. Er studierte zunächst Musikwissenschaft, Philosophie und Psychologie an den Universitäten Augsburg und München - später Komposition bei Hans-Jürgen von Bose an der Hochschule in München. Nickels Kompositionen waren Anfangs von einem eher postmodernen Eklektizismus geprägt, der sich aber immer schon als Teil eines variierenden Verfahrens verstand und lediglich Dinge, die auf einer tiefer liegenden strukturellen Ebene miteinander verbunden sind, in unterschiedlicher Gestalt in Erscheinung treten ließ. Später entwickelte Nickel unter dem Einfluss neuerer Literatur und dem „Zettelkasten-Prinzip“, einen kontrapunktisch präzis ausgearbeiteten, diskontinuierlichen und strukturell subtilen Musikstil, der auf der Grundlage Cantus-firmus-artiger Perioden und einer variierenden Montagetechnik funktioniert. Nickels Musik wurde vielfach ausgezeichnet, darunter mit dem renommierten Förderpreis der Ernst von Siemens-Musikstiftung. Nickel war Stipendiat an der Cité Internationale des Arts in Paris und unterrichtet am LMZ der Universität Augsburg. Mehr unter: www.musikverlag-nickel.eu/Nickel

                                        ODEH-TAMIMI, Samir

                                        Komposition

                                        geboren 1970 in Israel, ist ein palästinensisch-israelischer Komponist. Odeh-Tamimi studierte Komposition bei Younghi Pagh-Paan an der Hochschule der Künste Bremen. Er bekam vielfache Auszeichnungen und Einladungen zu Aufführung seiner Werke wie z.B. zu den Klangspuren Schwaz, der musica viva München, den Donaueschinger Musiktagen, ECLAT Festival Neue Musik Stuttgart und zuletzt als Composer in Residence beim Internationalen Festival für Orgelmusik in Köln. Odeh-Tamimi lebt in Berlin.

                                          PÄRT, Arvo

                                          Komposition

                                          Der 1935 in Estland geborene Komponist, verlässt 1980 die Sowjetunion und lebt seitdem in Berlin. Seit den siebziger Jahren befasste er sich mit der Gregorianik und der Renaissance. Aus dieser Inspiration entwickelt er seinen Tintinnabuli-Stil, der der Musik mit dem »Klingeln« des Dreiklangs eine archaische Anmutung verleiht. Pärt ist einer der erfolgreichsten Komponisten der zeitgenössischen Musik. Sein umfangreiches Werk ist religiös und spirituell motiviert.

                                            PESCHANEL, Tobias

                                            Komposition

                                            Jahrgang 1983, ist ein deutscher Komponist, Dirigent und Sänger österreichisch- böhmischer Herkunft. Zu seinen Lehrern im Fach Gesang und Darstellung zählen Sena Jurinac, Christel Goltz, Edda und Stefan Sevenich. Als Schüler von Wilfried Hiller und Jan Müller-Wieland an der Hochschule für Musik und Theater München graduierte er 2011 im Fach Komposition mit sehr gutem Erfolg. 2010 wurde er als Lehrbeauftragter an die Bayerische Theaterakademie August Everding und an der Hochschule für Musik und Theater München berufen. Er ist Träger des Sudetendeutschen Förderpreises 2012, Preisträger des Internationalen Gesangswettbewerbs Kammeroper Schloss Rheinsberg und Stipendiat des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst an der Cité International des Arts, Paris. Peschanel lebt freischaffend im Großraum München.

                                              RICHTER, Nicolaus de Vroe

                                              Komposition

                                              Nicolaus Richter de Vroe, geboren 1955 in Halle/Saale, studierte er Komposition und Violine in Dresden und Moskau, sowie Komposition (Friedrich Goldmann) und elektronische Musik (Georg Katzer) in Ostberlin. Seit 1988 ist Richter de Vroe beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks engagiert. 1989 gründete er das XSEMBLE München. Seine Werke wurden bei sämtlichen ARD-Rundfunkanstalten sowie auf namhaften Festivals für Neue Musik, u.a. beim Festival d‘Automne Paris, bei der Biennale Venedig, den Donaueschinger Musiktagen (1988, 1994, 2005), dem Steirischen Herbst Graz, den Wittener Tagen für Neue Kammermusik, der Biennale Berlin, den Berliner Festwochen, musica viva München oder beim Festival Moskauer Herbst (2012) aufgeführt. Richter de Vroe ist musica-viva-Beauftragter des BR-Symphonieorchesters und seit 2008 Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste.

                                                SCHACHTNER, Johannes X.

                                                Komposition, Dirigent, Solist

                                                arbeitet nach seinem Studium in den Fächern Komposition und Orchesterdirigieren und Stipendienaufenthalten in Bamberg und Paris als freischaffender Dirigent und Komponist.
                                                Er leitete am Pult Orchester wie die Münchner Symphoniker, die Bad Reichenhaller Philharmoniker oder die Bayerische Kammerphilharmonie sowie zahlreiche Ensembles im Bereich der Neuen Musik. Musiktheaterproduktionen führten ihn u.a. ans Vorarlberger Landestheater oder zur Münchner Biennale. Seit 2014 ist er musikalischer Leiter des Jugendensemble für Neue Musik, Bayern (JU[MB]LE).

                                                Sein umfangreiches kompositorisches Werk wird von international renommierten Solisten wie Julia Fischer, Adrien Boisseau, Julius Berger, Maximilian Hornung oder dem Dirigent Ulf Schirmer aufgeführt und er erhielt zahlreiche Aufträge, zuletzt etwa von der Münchner Biennale. Der Leopold-Mozart-Violinwettbewerb 2016 beauftragte ihn mit der Komposition des Pflichtstücks, für Julia Fischer und Daniel Müller-Schott entsteht im Auftrag des Kronberg Academy Festival 2019 ein Doppelkonzert.

                                                Für sein Schaffen, das regelmäßig in Porträtkonzerten zu hören ist und darüber hinaus u.a. auf zwei Portrait-CDs dokumentiert ist, wurde Johannes X. Schachtner vielfach bei Wettbewerben ausgezeichnet. Er erhielt u.a. 2013 den Musikförderpreis der Landeshauptstadt München, 2014 den bayerischen Kunstförderpreis. Zudem ist er regelmäßig als Kurator von Konzerten und Projekten im Bereich der zeitgenössischen Musik tätig.

                                                Mehr unter: www.jxschachtner.com

                                                  SCHUBERT, Alexander

                                                  Komposition

                                                  geboren 1979 in Bremen, studierte in Leipzig Informatik und Biologie sowie Multimediale Komposition in Hamburg. Er arbeitete am ZKM Karlsruhe und erhielt zahlreiche Stipendien und Preise beispielsweise vom JTTP Kanada, ICMC Montreal und den Darmstädter Ferienkursen. Grundsätzlich beschäftigt er sich genreübergreifend mit der Schnittstelle akustischer und elektronischer Musik. Er entwirft Software-Setups und sensorbasierte Erweiterung von Instrumenten. Ein anhaltender Schwerpunkt Schuberts ist die Kombination von improvisierter und notierter Musik – sowohl auf struktureller wie auf ästhetischer Eben. Schubert betreibt das Ahornfelder-Label für experimentelle Audio- und Buchveröffentlichungen.

                                                    SCHULZKI, Stefan

                                                    Komposition

                                                    wurde 1970 in Augsburg geboren und studierte Klavier an der Musikhochschule Mannheim (Hans Thürwächter, Christoph Back), Komposition in der Klasse von Ulrich Leyendecker sowie Filmmusik und Sounddesign an der Filmakademie Baden- Württemberg in Ludwigsburg. Im Anschluß Studium bei Adriana Hölszky am Mozarteum Salzburg. Seit 2001 ist er freischaffender Komponist. Schulzki komponierte die Musik zu mehr als 70 Filmen, von denen viele Preise und Auszeichnungen erhielten. Es folgten Arbeiten für das Theater, u.a. für das Deutsches Theater Berlin. Für seine Kompositionen wurde er u.a. 2000 mit einer Einladung zum Nachwuchsforum des Ensemble Modern und 2009 mit dem Musikstipendium der Landeshauptstadt München ausgezeichnet. Seit 2008 ist Schulzki Lehrbeauftragter für Musiktheorie am Leopold-Mozart-Zentrum in Augsburg sowie Gründungsmitglied und Pianist der Komponistenverschwörung.

                                                      SCHWAB, Sebastian

                                                      Komposition

                                                      wurde 1993 in eine Münchner Musikerfamilie geboren und wuchs in Donauwörth auf. Im Alter von fünf Jahren erhielt er seinen ersten Violinunterricht und begann autodidaktisch zu komponieren. Seit seinem zehn- ten Lebensjahr wird er an der Violine von Frau Olga Bloch-Voitova ausgebildet und nahm an Violinmeisterkursen im In - und Ausland teil. Er war fünf Jahre lang an der Münchner Musikhochschule Jungstudent für Komposition bei Prof. Kay Westermann sowie für Violine. Derzeit studiert er Violine im vierten Semester und Komposition bei Prof. Jan Müller-Wieland. 2012 erhielt er von Schott/Wergo einen Auftrag zur Komposition eines Klavierliedzyklus über 13 Melodien des griechischen Komponisten Mikis Theodorakis, der 2013 uraufgeführt wurde und demnächst auch auf CD veröffentlicht wird. Dafür wurde zudem Sebastian Schwab von der Jury des Musikstipendiums 2013 der Landeshauptstadt München der Ida-Wolf-Gedächtnispreis für Recherchen zu diesem Liederzyklus zuerkannt.

                                                        SPRING, Rudi

                                                        Komposition, Pianist, Dirigent

                                                        wurde 1962 in Lindau am Bodensee geboren. In den Jahren 1971–75 war sein prägender Lehrer in Tonsatz, Analyse, Klavier & Komposition Alfred Kuppelmayer. 1978 begann er in Bregenz ein Kammermusikstudium bei dem Violoncellisten Heinrich Schiff, mit dem er schließlich auch gemeinsam konzertierte und auf dessen Anregung bis 1982 eine Reihe von Kompositionen entstand. Rudi Spring war 1975–86 als Kirchenorganist und ist seit 1985 immer wieder als Dirigent tätig. An der Münchner Hochschule für Musik und Theater – wo er 1981–86 Komposition & Klavier studierte – unterrichtet er seit 1999 im Rahmen eines Lehrauftrags Liedgestaltung.

                                                        Zahlreiche Rundfunkaufnahmen und einige CDs dokumentieren seine Tätigkeit als Kammermusik- und Liedpianist, die immer wieder durch Soloabende einerseits und Chanson-/Kabarett-Auftritte andererseits ergänzt wird.
                                                        2000 erschien bei ADERA "Bach dreifach": 3 CDs mit Soloklaviermusik von C. Ph. E. Bach, J. S. Bach und W. Fr. Bach; 2003/04 in Eigenproduktion "Auf Schuberts Spur", eine weitere Dreifach-CD, die Franz Schuberts Klaviersonatenperiode 1823-26 gewidmet ist.

                                                        Seit langem gehören Erich Höbarth (Violine) und Maria Reiter (Akkordeon) zu seinen Kammermusikpartnern.

                                                        Kompositionsaufträge kamen in den letzten Jahren vom Land Baden Württemberg, dem Deutschen Musikrat, dem Münchner Kammerorchester, den Munich Puppet Players, Konstantin Wecker (Orchestrierung von dessen Filmmusik "In der Mitte eines Lebens"), dem Internationalen Bodensee-Festival, der Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart.

                                                        Rudi Spring ist Träger des Internationalen Bodenseekulturpreises 2002. 2005 ist er Stipendiat der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom.

                                                        Seine Werke werden seit 1992 vorwiegend im Verlag vierdreiunddreissig (München) veröffentlicht. Dort sind zahlreiche Ausgaben seiner Kammermusikwerke, aber auch komplette Aufführungsmateriale für Orchester erhältlich, sowie sein Werkverzeichnis : "Verzeichnis sämtlicher Kompositionen und Bearbeitungen bis 2002", das mit etlichen Notenbeispielen illustriert ist.

                                                         

                                                          STAHNKE, Manfred

                                                          Komposition

                                                          1951 in Kiel geboren, studierte ab 1966 in Lübeck, Freiburg, Hamburg und in den USA Komposition, Musikwissenschaft und Computermusik. Stahnkes Lehrer für Komposition waren Wolfgang Fortner, Klaus Huber, Ben Johnston und György Ligeti. Im Bereich Musiktheater schuf er für Münchener Biennale 2002 die Oper „Orpheus Kristall“ mit Internetmusikern und in Zusammenarbeit mit Georg Hajdu. Neben vier Orchesterwerken komponierte Stahnke Kammermusik für Ensembles wie das ensemble modern (Frankfurt), Nieuw Ensemble (Amsterdam), ensemble intercontemporaine (Paris), ensemble Intégrales (Hamburg), ensemble avance (Stuttgart) und das Bugallo Williams Piano Duo (Chicago). Ab 1983 war Lehrbeauftragter im Musiktheoriebereich an der Hochschule in Hamburg und seit 1989 Professor. Beim Aufbau des „IMEC“-Computermusikinstituts dortselbst arbeitete er zusammen mit Kiyoshi Furukawa. Mit dem ensemble CHAOSMA zusammen mit dem Multimediakünstler Kiyoshi Furukawa unternahm Stahnke Reisen in viele Kontinente. Seit 1999 Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg.

                                                            STRASNOY, Oscar

                                                            Komposition

                                                            tudierte Komposition am Conservatorio Nacional in Buenos Aires, am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris und an der Musikhochschule Frankfurt. Seine Kompositionslehrer waren u.a. Gérard Grisey und Hans Zender. Er wurde 1999 mit dem Orpheus-Preis beim Spoleto-Festival in Italien für die Oper „Midea“ geehrt. 2003 wurde das Musiktheater „Opérette“ nach Witold Gombrowicz im Grand Théâtre de Reims uraufgeführt. 2010 erfolgte die Uraufführung seiner Oper „La Bal“ an der Hamburgischen Staatsoper unter der Leitung von Simone Young. In der Spielzeit 2011/12 produzierte Radio France gemeinsam mit dem Pariser Théâtre du Châtelet eine Retrospektive seines Schaffens im Rahmen von 14 Konzerten.

                                                              STRAUCH, Alexander

                                                              Komposition

                                                              wurde 1971 in München geboren. Sein Hauptaugenmerk auf dem Musiktheaters, so konnte man zuletzt konnte man 2014 Styx – Orfeo's Past Now erleben, davor waren z.B. NEDA – der Ruf, die Stimme (Münchener Biennale, 2012), oder UTOPER nach Thomas Morus' Utopia (Semperoper Dresden, Hochspannungshalle der TU Dresden, 2009). Wichtige Kompositionsaufträge erhielt er u.a. von der Münchener Biennale, der Bayerischen und der Sächsischen Staatsoper und dem Münchener Kammerorchester. Strauch war u.a. Stipendiat der Cité Internationale des Arts in Paris und der Villa Concordia in Bamberg. Seine Werke wurden u.a. durch BR, DLR und Deutsche Welle aufgezeichnet und gesendet. Er studierte an den Musikhochschulen in München und Frankfurt/M. u.a. bei Hans Zender und Isabel Mundry. www.strauchcomposer.de

                                                                WIDMANN, Jörg

                                                                Komposition, Klarinette

                                                                Klarinettist und Komponist (*1973), studierte in München und New York u.a. bei Hans Werner Henze, Wilfried Hiller und Heiner Goebbels. Er ist Professor für Klarinette und Komposition an der Hochschule für Musik in Freiburg. Widmann erhielt für seine kompositorischen Arbeiten zahlreiche Preise. 2011/2012 entstand im Auftrag der Bayerischen Staatsoper sein Musiktheaterwerk „Babylon“ mit Peter Sloterdijk als Librettist.

                                                                  Artists

                                                                  BERGER, Julius

                                                                  Violoncello

                                                                  ist Cellist und Professor für Violoncello und Kammermusik an der Universität Augsburg. Regelmäßige Tourneen führen ihn in die USA, Japan, Korea und China, sowie international auf renommierte Festivals. Berger hat zahlreiche Werke zeit- genössischer Komponisten uraufgeführt. Wichtige Inspirationsquelle für Berger sind die Freundschaften zu den Komponisten Adrian Hölszky, Bertold Hummel, Wilhelm Killmayer, Sofia Gubaidulina, Wolfgang Rihm und Viktor Suslin sowie zu seinem Lehrer Mstislaw Rostropowitsch Darüber hinaus ist er als künstlerischer Leiter tätig.
                                                                  Berger hat als Leiter in seinem Ensemble CelloPassionato Studierende seiner Meisterklasse (z.T. Preisträger großer Internationaler Wettbewerbe) versammelt.

                                                                  Mehr unter: www.juliusberger.de

                                                                    BLUM, Stefan

                                                                    Schlagzeug

                                                                    studierte an der Musikhochschule München und ist seither als Solist, Kammer- und Orchestermusiker tätig. Er wurde als Solist von mehreren Orchestern und Ensembles eingeladen, darunter das Klangforum Wien, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, und das WDR Sinfonieorchester. Als Kammermusiker im ensemble trioLog münchen arbeitet er mit namhaften Komponisten der Neuen Musik zusammen, deren Werke er auf führenden Festivals uraufführte.Erfolgreiche Engagements führten zu wiederholten Einladungen bei den Salzburger Festspielen, Steirischen Herbst Graz, Ultraschall Festival Berlin, Frankfurt Feste,  Wien Modern, Rheingau-Musikfestival, Begegnungen Prag, Donaueschinger Musiktage, Festival de piano de la Roque d`Antheron, Festival für Kammermusik Chelyabinsk, Kissinger Sommer, u.a.. Er ist regelmäßiger Gast im Ensemble der MusikFabrik NRW. Es entstanden Aufnahmen für den Bayerischen Rundfunk, Hessischen Rundfunk, Deutschlandfunk, Radio Bremen, Südwestfunk Baden Baden und den Österreichischen Rundfunk, sowie Einspielungen bei Sony Classics,  Wergo und Deutsche Grammophon und Tourneen führten ihn nach Japan, China, Südamerika, USA, Russland und in viele Länder Europas.Stefan Blum ist Dozent an der Berufsfachschule für Musik in Krumbach und leitet seit 2000 die Percussionklasse des Leopold- Mozart -Zentrums der Universität Augsburg.

                                                                      BURG, Frauke

                                                                      Sopran

                                                                      begann ihr Gesangstudium im Jahre 2006 an der Hochschule für Musik Detmold bei Prof. Caroline Thomas.
                                                                      Im Sommer 2010 wechselte sie an die Hochschule für Musik und Theater München in die Klasse von Prof. Gabriele Fuchs.
                                                                      Dort absolvierte sie 2012 ihr Diplom Gesang und begann mit dem Master Musiktheater an der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Diesen wird sie voraussichtlich im Sommer 2014 abschließen.

                                                                      Erste Bühnenerfahrungen sammelte sie in unterschiedlichen Hochschulproduktionen. So sang sie unter anderem Frasquita in George Bizets "Carmen" im Landestheater Detmold. Zu ihren weiteren Partien zählen unter anderem Morgana ("Alcina", Händel), Isabella ("L ́inganno felice", Rossini) und Adele ("Fledermaus, J. Strauß).

                                                                      Außerdem debütierte sie 2013 im Prinzregententheater München mit der Titelpartie des Aleramo in "Adelasia ed Aleramo" von G.S. Mayr unter der musikalischen Leitung von Andreas Spering und der Regie von Tilman Knabe.
                                                                      Bei den Opernfestspielen in Bad Orb sang sie die Frau Fluth in "Die lustigen Weiber von Windsor" von Otto Nicolai. Dort trat sie im Sommer 2014 als Königin der Nacht in Mozart´s "Zauberflöte" ein weiteres mal auf.

                                                                      In der Spielzeit 2012/2013 war sie als Gast an der Bayerischen Staatsoper in der Uraufführung von "Babylon" von Jörg Widmann unter Kent Nagano als erster Sopran im "Genitalseptett" zu hören.

                                                                      Zuletzt sang sie in der aktuellen Spielzeit 2014 in der Uraufführung der Oper "Sirenen" von Rolf Riehm eine Sirene an die Oper Frankfurt.

                                                                        CelloPassionato

                                                                        Ensemble

                                                                        ist ein Ensemble der besten Schüler der Cello-Klasse von Julius Berger. Es war bisher beim Cello Festival Kronberg, Asiagofestival (Italien), in Berlin (Konzerthaus) Seoul (Korea) zu Gast und und wurde zu zahlreichen Auftritten in Frankreich, Slowenien, Tschechien und Österreich eingeladen. An zeitgenössischen Komponisten interpretierte CelloPassionato u.a. Sofia Gubaidulina, Wolfgang Rihm, Wilhelm Killmayer, Frangiz Ali-Sade, Giovanni Bonato und Manuela Kerer. Für folgende Sender entstanden Radio- und TV-Aufnahmen: u.a. BR, HR, ORF, ARTE sowie mehrere CD Produktionen.

                                                                          Decoder Ensemble

                                                                          Ensemble

                                                                          ist eine Band für aktuelle Musik, präsentiert ein weites Spektrum internationaler Klangkunst, von experimenteller Instrumentalmusik über Elektronik bis hin zu musikalischer Konzeptkunst. Die jungen, in Hamburg lebenden Musiker haben sich bereits als Solisten, Performer oder Komponisten einen Namen gemacht, und stellen fortan ihr hohes künstlerisches Niveau im Team unter Beweis. Im Mittelpunkt steht dabei die Zusammenarbeit mit der jüngeren Komponistengeneration, der eine professionelle Aufführungsplattform geboten werden soll. 2012 wurde das Decoder Ensemble im Rahmen des Hermann und Milena Ebel-Preises geehrt und erhielt eine Förderung der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg.

                                                                            DUFFE, Sibylla

                                                                            Sopran

                                                                            Die Sopranistin wurde 1981 in Windsbach, (Deutschland, Bayern), geboren. Sibylla Duffes gesangliche Ausbildung begann 1999 bei Prof. Maria de Francesca-Cavazza, bei der sie von 2001 bis 2006 auch ihr Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Theater München absolvierte. Von 2003 bis 2007 war Sibylla Duffe zudem Studentin an der Bayerischen Theaterakademie August Everding und wurde 2004 Stipendiatin des Deutschen Bühnenvereins. Im Jahr 2006 legte sie ihr Diplom im Fach Gesang mit Auszeichnung ab und qualifizierte sich damit zum Meisterklassenstudium, welches sie bei Prof. M. de Francesca- Cavazza fortsetzte und 2008 mit dem Meisterklassendiplom abschloß .  Während ihrer Ausbildung wirkte sie bereits bei mehreren Projekten an der Bayerischen Theaterakademie mit und war u.a. 2003 als Gottliebchen in Detlef Glanerts‘ zeitgenössischen Oper „Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung“ und im Jahr 2007 als Despina in „Cosi fan tutte“ im Prinzregententheater zu sehen und zu hören. 2006 wurde Sibylla Duffe Finalistin des Belvedere Gesangswettbewerbs in Wien.

                                                                            Sibylla Duffe gastiert regelmäßig an Bühnen im deutschsprachigen Raum, um nur einige zu nennen war sie an der Volksoper Wien als  „Zerline“ in Aubers „Fra Diavolo“ und an der Deutschen Oper am Rhein als „Blonde“ zu erleben. In ihrer bisherigen Karriere durfte die Sängerin mit einigen bekannten Dirigenten zusammenarbeiten, wie zum Beispiel Patrick Lange, Karl-Friedrich Beringer, Markus Poschner, Henrik Nanasi, Gerhard Rilling, Christoph Poppen und Michael Hofstetter. Im Sommer 2012 kehrte Sibylla Duffe wieder an die Rheinoper zurück, diesmal mit einem Rollen-Debut als „Rossignol“ in Strawinsky‘s gleichnamiger Oper. Jüngste Internationale Stationen waren unter anderem das „Teatro dell‘Opera“ in Rom (Papagena) und das Stadttheater Klagenfurt (Arsena).

                                                                             

                                                                              Ensemble aDevantgarde

                                                                              Ensemble

                                                                              Unter dem Namen "Ensemble aDevantgarde" versammelten sich seit dem ersten Festival 1991 in unsteter Regelmäßigkeit brillante und begeisterungsfähige Instrumentalisten, um Festivalkonzerte – auch in ungewöhnlichen Besetzungen – zu bestreiten. Aus der langen Liste teilnehmender Musiker seien beispielhaft genannt: Die Violinisten Barbara Kink und Michael Friedrich, der Cellist Sebastian Hess, die Pianisten Martin Zehn und Moritz Eggert, die Klarinettistin Deborah Marshall, die Blockflötistin Naomi Graham, die Harfenistin Marlis Neumann, der Saxofonist Christoph Kirschke, sowie die Schlagzeugerin Edith Salmen. Im Rahmen des Festivals 2011 war das Ensemble bei der Produktion „Ein garstig Lied, pfui!“ (Leitung: Rudi Spring) zu hören, 2013 gestaltete es das Abschlusskonzert „Missa Est! - Die Messe neu vertont“.

                                                                                LICHTINGER, Iris

                                                                                Blockflöte, Gesang, Performance, Klavier

                                                                                entwickelte nach ihrer Ausbildung an den Musikhochschulen und Konservatorien in Amsterdam (Walter van Hauwe, Paul Leenhouts),  Mailand (Pedro Memelsdorff), Trossingen (Kees Boeke) und zahlreichen Meisterkursen (Han Tol, Marion Verbruggen, Michael Schneider) auch im Bereich der historischen Aufführungspraxis (u.a. Ton Koopman, Jesper Christensen) eine ungewöhnliche und vielschichtige Musikerkarriere.

                                                                                Sie ist heute eine Ausnahmemusikerin, die als Flötistin, Sängerin und Pianistin in ihrer Vielfältigkeit und Kreativität viele Grenzen überschreitet. Sie bewegt sich frei zwischen Alter und Neuer Musik, E- und U-Musik, komponierter und improvisierter Musik. Sie arbeitet in allen Bereichen mit hochkarätigen Musikern der Szenen und steht in Kontakt mit Komponisten internationaler Herkunft, die neue Werke für sie schreiben.

                                                                                Einerseits ist sie Expertin für die vielfältigen Blockflöteninstrumente im Kontext der Alten wie auch der Neuen Musik. Dabei übt sie als Solistin, Ensemblemitglied oder Orchestermusikerin eine reichhaltige Konzerttätigkeit aus, die das Spektrum von Mittelalter, Renaissance, Barock und Moderne umfasst.

                                                                                Sie konzertierte u.a. mit Antonio Politano, Kai Wessel, Joel Frederiksen,Jan Kobow, Franz Halász, Stefan Blum, dem Filmmusik- und Medienkunst-Improvisationsensemble "Shortfilmlivemusic", langjährig mit dem  Trio „Una panthera“, mit dem  Ensemble „Zeitsprung“ München, „Orpheus-Ensemble“, dem Philharmonischen Orchester Augsburg, Augsburger Kammersolisten,  Orchestra del Teatro Massimo Palermo, dem Ensemble FAMA , „Ars poetica“, im Trio mit dem Barockcellisten Detmar Leertouwer und dem Cembalisten Wolfram Öttl, dem Barockorchester La Banda und vielen weiteren Besetzungen.

                                                                                Als Pianistin ist sie eine bekannte Spezialistin für die Musik des Tango Argentino, den sie mit dessen  authentischen Meistern  auf internationalen Podien musiziert. Mit ihrem Ensemble "Más que Tango" kreiiert sie genreübergreifende Programme, setzt den Tango in immer wieder neue Kontexte, sei es literarische (mit Katja Schild, Sprecherin beim Bayerischen Rundfunk) oder musikalische, wie Barock oder Jazz. Sie spielt im Duo mit Christian Gerber, europaweit einer der gefragtesten Bandoneonisten der jüngeren Generation.

                                                                                Nach einer langjährigen privaten Gesangsausbildung (Liat Himmelheber, Edda Sevenich) tritt sie seit jüngerer Zeit nun auch  verstärkt als Sängerin hervor, auch hier im Bereich der Alten und Neuen Musik. Erste Kompositionen sind für sie enstanden (Péter Köszeghy, Francesco La Licata, Nicola Evangelisti). Mit ihrem Ensemble PROGETTO SEICENTO entwickelt sie fusion-Programme mit Pop und Jazz, ausgehend von der Musik des 17. Jahrhunderts.

                                                                                Sie ist Mitbegründerin und im Vorsitz des Forum für Alte Musik Augsburg FAMA e.V., das  eine Konzertreihe für Alte Musik in den Kunstsammlungen und Museen Augsburg veranstaltet und durch Vorträge und Kurse die  Verbreitung und das Verständnis der Alten Musik fördert. Sie ist ebenfalls Mitbegründerin und im Vorsitz der Gesellschaft für Neue Musik Augsburg "Jetzt Musik" e.V.

                                                                                Am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg ist sie Dozentin für Blockflöte und leitet für das Interdisziplinäre Forum künstlerischer Interpretation thematisch konzipierte Kammermusikprojekte Alter Musik und Neuer Musik. Sie unterrichtet auch an der Sing- und Musikschule Mozartstadt Augsburg  und übernimmt dort die interne Fachgruppenfortbildung. Zusammen mit dem spanischen Blockflötisten Josep Maria Saperas gibt sie Workshops und Meisterklassen.

                                                                                Im Zuge des Förderprojekts des bundesweiten Netzwerks Neue Musik  entstand unter ihrer Leitung das MEHR MUSIK! Ensemble das sich aus Studenten des Leopold-Mozart-Zentrums der Universität Augsburg  und der Hochschule für Musik und Theater München zusammensetzt. Es widmet sich ausschließlich dem Neuen Musik-Repertoire und machte bereits in zahlreichen öffentlichen Konzerten auf sich aufmerksam. Ein starker Fokus des Ensembles  liegt darauf unkonventionelle  Wege in Konzertdramaturgie, -setting  und Präsentation zu gehen. Der junge Komponist Friedrich Stockmeier widmete dem Ensemble die Kammeroper "Ficusarien" (2011).

                                                                                 

                                                                                  LUDWIG, Rainer

                                                                                  Lichtdesign

                                                                                  ist Licht-Designer. Für das aDevantgarde-Festival entwickelte er bereits für mehrere Konzerte Beleuchtungskonzepte. In der Münchener Freien Tanz- und Theaterszene ist er ein gefragter Künstler. So arbeitete er z.B. mit dem Komponisten Alexander Strauch für dessen Musiktheater zusammen oder auch mit Namen wie Manfred Killer, Ana Zirner, das Nucelus-Projekt der Münchener Biennale, realprodukt, Sabine Glenz, pianopossibile, etc. Ausserhalb Münchens kennt man ihn aus Zusammenarbeiten und Workshops z.B. mit Wanda Golonka, für die Palucca Schule Dresden oder die Potsdamer Tanzstage.

                                                                                    NEUMANN, Marlis

                                                                                    Harfe

                                                                                    ist eine kanadische Harfenistin. Seit ihrem Studium bei Helga Storck an der Musihochschule wirkt sie in Deutschland sowie international als gefragte Interpretin klassisch-romantischer sowie zeitgenössischer Musik.

                                                                                      RUDOLFSSON, Mikael

                                                                                      Posaune

                                                                                      geboren 1987 in Stockholm, ist als Solist, Kammer- und Orchestermusiker aktiv. Im Alter von 20 Jahren wurde er als Solo-Posaunist des Gävle Symfonieorkesters engagiert. Er repräsentierte im darauf folgenden Jahr Schweden im Europafinale des Lions Music Prize, trat als Solist mit dem Orkester Norden auf und gewann einen Sonderpreis beim Internationalen Aeolus Bläserwettbewerb in Düsseldorf. Im Herbst 2014 gewann er den schwedischen Solistenwettbewerb SIGNALpriset.

                                                                                      In der vergangenen Saison spielte er als Solist mit dem Far East Philharmonic Orchestra sowie die deutsche Erstaufführung von Roland Pöntinens "Blue Winter" für Posaune und Streichorchester. Seine Vorliebe für die Musik der Gegenwart hat ihn zu den verschiedensten Festivals weltweit geführt, bei welchen er als Solist oder Kammermusiker mitgewirkt hat, u.a mit dem Ensemble Modern. Er ist ständiges Mitglied des Kammerorchesters musica assoluta.

                                                                                      Mikael Rudolfsson studierte Posaune in Hannover bei Prof. Jonas Bylund und in Göteborg bei Ingemar Roos. Wichtige Anregungen kamen durch den in der Schweiz lebenden amerikanischen Komponisten und Posaunisten Mike Svoboda.

                                                                                       

                                                                                        SCHNEIDER, Roland

                                                                                        Countertenor

                                                                                        studierte Gesang bei Frau Professor Gabriele Fuchs an der Hochschule für Musik und Theater in München, wurde zudem von Céline Dutilly, Donald Sulzen, Rudolf Piernay und Axel Köhler unterrichtet. Inzwischen arbeitet er intensiv mit der Mezzosopranistin Heidi Brunner in Wien zusammen.

                                                                                        Als Mitglied der Bayerischen Theaterakademie August Everding war der Countertenor in zahlreichen Partien zu erleben. Als Giulio Cesare in Egitto von Händel, Radames in der gleichnamigen Kammeroper von Peter Eötvös, Ruggiero in Vivaldis Orland furioso. Prinz Orlofsky in der Fledermaus, Die Nacht von Einar Schleef, als Mephisto in Aventure Faust (UA) von Jan Müller-Wieland und in The Fairy Queen von Henry Purcell.
                                                                                        Mit diversen freien Ensembles erarbeitet er Partien wie Perseo in Andromeda liberata von Antonio Vivaldi, Polinesso in Händels Ariodante sowie Sorceress und Spirit in Dido and Aeneas von Purcell.

                                                                                        Bereits während des Studiums debütierte Schneider an den Opernhäusern in Kiel und Frankfurt/Main, bei den Händelfestspielen in Halle, den Musikfestspielen in Potsdam, sowie beim Cantiere internationale d’Arte di Montepulciano mit der italienischen Erstaufführung von Salvatore Sciarrinos Oper Luci mie traditrice. Dieses Werk erfuhr eine Wiederaufnahme an der Oper in Frankfurt/Main. Unter dem Label Stradivarius entstand eine Gesamtaufnahme, die mit dem Titel CD des Monats in der Zeitung The Guardian ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus ist diese Produktion auf DVD erhältlich.

                                                                                        Die Spielzeit 2014/15 beginnt am Teatro Malibran des Teatro La Fenice in Venedig mit einer Produktion von Salvatore Sciarrinos La porta delle legge.

                                                                                        Stationen 2013/2014 waren das Tonyeong international music Festival in Korea sowie die Oper Göteborg/Blackbox mit Luci mie traditrici, dem Edinburgh international Festival Dido and Aeneas, dem Clonmel Junction Festival, Irland, Orfeo ed Euridice sowie das Staatstheater am Gärtnerplatz mit der Titelpartie der Uraufführung Der Flaschengeist von Wilfried Hiller sowie erneut die Oper Frankfurt.

                                                                                        Gastengagements der Spielzeit 2011/12 führten den Countertenor an die Opernhäuser in Bonn für die Uraufführung Robert S., von Sergej Newski, Georg Katzer, Annette Schlünz, Karola Obermüller und Peter Gilbert, ans Landestheater Niederbayern: L’Ospite in Luci mie traditrici von Salvatore Sciarrino und L’Humana fragilita und Pisandro in Monteverdis Ulisse sowie ans Landestheater Coburg, wo er den Goffredo in Händels Rinaldo sang.

                                                                                        2012/13 erneute Engagements in Frankfurt: Dido and Aenes, Bonn: Das Nusch-Nuschi von Paul Hindemith und Coburg: Rinaldo sowie in Wien: Talestri, regina delle amazzoni von Maria Antonia Walpurgis als auch zum a'Devantgarde Festival nach München für Uraufführungen von Johannes Schachtner, Rudi Spring und Ruby Fulton.

                                                                                        Konzerte und Gastspiele führten ihn nach Istanbul, zum Donizettifestival nach Bergamo, zur Ruhrtriennale, zum Sommer in Stuttgart auf Schloß Solitude sowie in das Gewandhaus nach Leipzig.

                                                                                        Er arbeitete u. a. mit Anna Viebrock, Christoph Nel, Barrie Kosky, Christian Pade, Kobie van Rensburg, Roland Schwab, Jakob Peters-Messer, Hendrik Müller, Michael Hofstetter, Constantinos Carydis, Erik Nielsen, Olof Boman, Roland Kluttig, Christoph Hammer, Ruben Dubrovsky und Marco Angius.
                                                                                        Wiederholt kam es zur Zusammenarbeit von Roland Schneider mit dem Bayerischen Rundfunk. So sang er zum Beispiel die Partie des Marsianers in der Kinderoper Die drei Kosmonauten (UA) von Wilfried-Maria Danner unter der Leitung von Thomas Kalb.

                                                                                         

                                                                                          SCHÖNE, Peter

                                                                                          Bariton

                                                                                          Fast 300 Beiträge hat Peter Schöne unter www.schubertlied.de bereits ins Internet gestellt. Zukünftig sollen hier sämtliche Lieder von Franz Schubert zu hören sein. Das deutsche Klavierlied nimmt im Repertoire des lyrischen Baritons eine zentrale Rolle ein. Gastspiele führten ihn bereits durch ganz Europa, nach Russland, in die Türkei, nach Ecuador, Kirgisistan und Japan. Sein besonderes Interesse für die Musik des 20./21. Jahrhunderts drückt sich in der Zusammenarbeit mit Komponisten wie Aribert Reimann, Wolfgang Rihm und Moritz Eggert aus. Geboren in Berlin, erhielt Peter Schöne seine Gesangsausbildung an der dortigen Universität der Künste bei Harald Stamm und Dietrich Fischer-Dieskau. Entscheidende Weichen für seine Karriere wurden durch Preise beim Schubert-Wettbewerb 2003 in Graz und beim internationalen Musikwettbewerb der ARD 2006 in München gestellt. In diesem Jahr ist Peter Schöne unter anderem mit der Gächinger Kantorei in Stuttgart, an der Staatsoper Stuttgart, sowie mit dem Münchner Rundfunkorchester im Prinzregententheater in München zu erleben.

                                                                                            SIMONS, Hanno

                                                                                            Violoncello

                                                                                            wurde in München geboren. Mit sechs Jahren begann er Cello zu spielen. Zehn Jahre später immatrikulierte er sich an der Musikhochschule München als Vorschüler bei Walter Nothas.

                                                                                            1986 hielt er sich drei Monate in den USA auf und nahm unter anderem am International Music Camp in Interlochen teil. Nach dem Abitur nahm er das Studium bei Walter Nothas auf, das er drei Jahre später mit Auszeichnung abschloss. Anschließend wechselte zu Martin Ostertag an die Musikhochschule in Karlsruhe, wo er das Konzertexamen ebenfalls mit Auszeichnung bestand. Seit 1996 ist Hanno Simons Mitglied im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

                                                                                            Während des Studiums nahm er an zahlreichen Meisterkursen für Violoncello und Kammermusik teil, unter anderem bei Uzi Wiesel, Milos Sadlo, William Pleeth, Ralph Kirshbaum und Gerhard Schulz. Bei verschiedenen nationalen und internationalen Wettbewerben gewann er mehrere Preise, unter anderem beim internationalen Cellowettbewerb in Scheveningen/Holland. Im Anschluss an den deutschen Musikwettbewerb wurde er in die "Bundesauswahl Konzerte junger Künstler" aufgenommen.

                                                                                            Hanno Simons konzertiert mit verschiedenen Ensembles in Deutschland und dem europäischen Ausland. Er ist Mitglied der Philharmonischen Cellisten, tritt häufig im Duo mit Wen-Sinn Yang sowie der Harfenistin Una Prelle auf und hat mit Michaela Buchholz und Christiane Hörr das Coriolis-Streichtrio gegründet.

                                                                                              VON HAGKE, Alexander

                                                                                              Klarinette

                                                                                              Kurz nach dem Erscheinen der Jazz-CD "Loreley" (enja) von Alexander von Hagke präsentiert der Münchner Musiker und frischgebackene Staatspreisträger ein ausgereiftes Groovejazz-Fusion-Album. Die im Februar 2012 bei esc records erschienene CD "Fusion Nouvelle" enthält ebenfalls ausschließlich Kompositionen des Bandleaders. Seine hochkarätig besetzte Band (u.a. Peter O'Mara, Gitarre, Heiko Jung, Bass, Tommy Eberhardt, Schlagzeug) begeistert bereits seit 2009 das Publikum bei live-Konzerten in Clubs und auf Festivals. Alexander von Hagke spielt außerdem in so unterschiedlichen Gruppen wie dem Klassik-und-Jazz-Crossover-Quartett Passo Avanti, der Heavy-Metal-Jazzband Panzerballett oder der Hardbopformation Munich Uptown Jazz Sextett. Insbesondere als Mitglied von Panzerballett ist er auch international einer wachsenden Fangemeinde bekannt. Wie auf "Fusion Nouvelle" an verschiedenen Stellen hörbar ist, spielt von Hagke neben den verschiedenen Saxophonen auch Klarinette, Bassklarinette und Querflöte. Von Hagke studierte Saxophon und Klarinette in New York und München. Zu seinen Lehrern zählen Rich Perry, John Ruocco und Leszek Zadlo. Zudem studierte er Mathematik an der TU München, veröffentlichte ein Informatikbuch und arbeitete bei einer internationalen Managementberatung. Für seine künstlerische Tätigkeiten erhielt er diverse Preise und Stipendien. 2011 erhielt er den Bayerischen Kunstförderpreis, außerdem war er u.a. Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes sowie Mitglied der Konzertbesetzung von Peter Herbolzheimers Bundesjazzorchester