"Im Freien" - Musikfest in memoriam Wilhelm Killmayer

München, 05. – 11. Dezember 2017
Orff-Zentrum München, Gasteig München und Einstein Kultur

Künstlerische Leitung: Johannes X. Schachtner, Markus Schmitt, Prof. Moritz Eggert

Am 20. August 2017 starb der Münchner Komponist Wilhelm Killmayer, genau einen Tag vor seinem 90. Geburtstag. Wie kein zweiter steht Wilhelm Killmayer für einen konsequent undogmatischen und eigenständigen Weg innerhalb der Pfade der Neuen Musik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

„Im Freien“ würdigt nun das Schaffen des Komponisten in einer Werkschau. Neben Werken Killmayers aus sechs Jahrzehnten erklingen Kompositionen von Weggenossen, Freunden und Schülern. Auftragswerke,die auf das Œuvre Wilhelm Killmayers Bezug nehmen, spiegeln seine Musik im Kontext der Jetztzeit.

Neben drei großen Konzerten, die dem Liedschaffen, dem kammermusikalischem Œuvre, sowie den größeren Ensemblewerken gewidmet sind, wird in Zusammenarbeit mit dem Orff-Zentrum München ein Pre-Konzert zum Musikfest stattfinden, das Wilhelm Killmayer als Schüler und Lehrer beleuchtet. Flankierend reiht sich in das Programm noch die Vorführung von Portraitfilmen des Komponisten in Zusammenarbeit mit der Münchner Stadtbibliothek ein.

Tickets
– Tickets für „Killmayer – Lehrer und Schüler“: 18,- /erm. 10,-
Reservierung: Orff-Zentrum München, kontakt@orff-zentrum.de, 089. 288 10 50
– Tickets für „Per voce: Lieder um Sappho“: 12,-/erm. 8,-
VVK: München Ticket, VVK: www.muenchenticket.de / 089.416 17 37 95
– Tickets für „Per strumenti“ und „Per violoncelli“: 18,-/erm. 12,-
VVK: München Ticket, VVK: www.muenchenticket.de / 089.416 17 37 95
– Tickets für „Hölderlin – ein szenisches Konzert“: 12,-/erm. 8,-
Reservierung: Einstein Kultur, tickets@einsteinkultur.de / 089.416 17 37 95
– Tickets für die Filme: Eintritt frei, keine Reservierung erforderlich

Orte
Gasteig / Black Box / Carl-Orff-Saal / Carl-Amery-Saal: Rosenheimer Straße 5, 81667 München
Orff-Zentrum München: Kaulbachstr. 16, 80539 München
Einstein Kultur: Einsteinstraße 42, 81675 München

Eine Veranstaltung des aDevantgarde e.V.

Gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München, der Ernst von Siemens Musikstiftung, der Carl Orff-Stiftung, der GEMA-Stiftung und dem Förderungs- und Hilfsfonds des Deutschen Komponistenverbandes.

In Kooperation mit dem Orff-Zentrum München, dem Ensemble Modern, der Bayerischen Theaterakademie August Everding und freundlicher Unterstützung der Münchner Stadtbibliothek. Das Konzert „Per strumenti“ wird durch BR-KLASSIK aufgezeichnet.

Killmayer – Lehrer und Schüler

Eine Veranstaltung des Orff-Zentrum München in Kooperation mit aDevantgarde e.V. Mit Andrea Oswald (Sopran) Werner Bärtschi (Klavier) Iris Lichtinger (Blockflöte, Stimme) Stefan Blum (Schlagzeug) Ensemble aDevantgarde Blockflötenensemble "Die Schlagwerker" Augsburg...

Veranstaltungsdatum
05. Dezember 2017 um 20:00 Uhr

Veranstaltungsort
Orff-Zentrum München
Kaulbachstr. 16
80539 München

Per voce: Lieder um Sappho

Mit Andrea Oswald (Sopran), Silvia Hauer (Mezzosopran) Gerold Huber, Moritz Eggert (Klavier) Thorsten Johanns (Klarinette) Einen besonderen Stellenwert im Schaffen Wilhelm Killmayers nimmt die Beschäftigung mit der Tradition des Klavierliedes...

Veranstaltungsdatum
08. Dezember 2017 um 18:00 Uhr

Veranstaltungsort
Black Box, Gasteig München
Rosenheimer Straße 5
81667 München

Per strumenti 1957 bis 2008: Konzert mit dem Ensemble Modern

In Kooperation mit dem Ensemble Modern. Das Konzert wird durch BR-KLASSIK aufgezeichnet. Mit Ensemble Modern Musikalische Leitung: Pablo Druker Kammermusik und Ensemblewerke Wilhelm Killmayers stehen im Konzert „Per strumenti 1957...

Veranstaltungsdatum
08. Dezember 2017 um 21:00 Uhr

Veranstaltungsort
Carl-Orff-Saal, Gasteig München
Rosenheimer Straße 5
81667 München

Special: Filme über Wilhelm Killmayer

Mit freundlicher Unterstützung der Münchner Stadtbibliothek Die Stille vor dem Ton Zum 70. Geburtstag von Wilhelm Killmayer BR-Film, 1997 (60 min) Autor: Klaus Voswinckel Wilhelm Killmayer: Dithramben Musica viva: Forum...

Veranstaltungsdatum
09. Dezember 2017 um 16:00 Uhr

Veranstaltungsort
Carl-Amery-Saal, Gasteig München
Rosenheimer Straße 5
81667 München

Per violoncelli: Werke um Killmayer

Mit Julius Berger, Andreas Schmalhofer (Violoncello) José Gallardo (Klavier) Ensemble CelloPassionato Der Abend „Per violoncelli“ widmet sich Werken Killmayers für Violoncello und stellt diesen Kompositionen von Freunden und Kollegen aus...

Veranstaltungsdatum
09. Dezember 2017 um 20:00 Uhr

Veranstaltungsort
Carl-Orff-Saal, Gasteig München
Rosenheimer Straße 5
81667 München

HÖLDERLIN Ein szenisches Konzert mit Werken von Wilhelm Killmayer

In Kooperation mit der Bayerischen Theaterakademie August Everding Mit Blanka Radoczy (Regie) Julia Schinke (Dramaturgie) Andrea Simeon (Kostüm) Moritz Eggert (Idee) Susanne Tapfer (Sopran), Eric Price (Tenor) Katja Brenner, Anton...

Veranstaltungsdatum
11. Dezember 2017 um 20:15 Uhr

Veranstaltungsort
Einstein Kultur – Halle 4 (UG)
Einsteinstr. 42
81675 München

Mitwirkende

Composers

BHAGWATI, Sandeep

Komposition

(*1963 in Mumbai), Absolvent der Musikhochschule München (Studium bei Wilhelm Killmayer) und einst ein Mitbegründer des aDevantgarde-Festivals, ist ein international aktiver Komponist, Musikforscher, Theatermacher und Medienkünstler. Nach langer freischaffender Tätigkeit und vielen Gastkünstleraufenthalten u.a. am IRCAM Paris, ZKM Karlsruhe und Beethovenorchester Bonn wurde er 2000 Pro- fessor für Komposition an der Musikhoch- schule Karlsruhe, und ist seit 2006 Canada Research Chair for Inter-X Arts an der Concordia University Montréal sowie Direktor des von ihm gegründeten matralab. Seine künstlerische Forschung dort umfasst neben dem Entwickeln experimenteller Theater- und Musikformen insbesondere das Ausloten des Spannungsfelds zwischen Komposition und Improvisation mittels Computerimprovisationssoftwares und interaktiven Partituren für Live-Musiker.

Mehr unter: wikipedia_Sandeep_Bhagwati

    BIALAS, Günter

    Komposition

    Günter Bialas wurde am 19. Juli 1907 in Bielschowitz, Oberschlesien, geboren. Studium der Musikwissenschaft und Germanistik in Breslau, anschließend Studium der Kirchen- und Schulmusik in Berlin. Zunächst als Musiklehrer im höheren Schuldienst und als Dozent für Musiktheorie an der Universität in Breslau tätig. Nach dem Krieg übernahm er 1945 die Leitung des Münchner Bach-Vereins und unterrichtete in Weimar, Detmold und von 1947 bis 1974 an der Musikhochschule in München. In der Bayerischen Akademie der Künste begründete er die Reihe Kammermusik der Gegenwart und Lyrik. Günter Bialas erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen. Er starb am 8. Juli 1995 in Glonn bei München.

      KILLMAYER, Wilhelm

      Komposition

      Der 1927 in München geborene Komponist war Professor für Komposition und ein unermüdlicher Förderer zahlreicher junger Komponisten. Das aDevantgarde-Festival hat er von Beginn an unterstützt. Im Zentrum der Ästhetik von Wilhelm Killmayer steht der einzelne Ton und seine melodische Kraft. Seit seiner Emeritierung im Jahr 1992 lebte er abwechselnd in München und am Chiemsee. Er war Initiator des aDevantgarde-Festivals und Ehrenmiglied des aDevantgarde e.V. Killmayer verstarb am 20. August 2017 in München.

        KÜHNL, Claus

        Komposition

        wurde 1957 im unterfränkischen Arnstein geboren. An den Musikhochschulen Würzburg und Frankfurt am Main studierte er Komposition, Klavier und Dirigieren. Zwei längere Auslandsaufenthalte (Paris, Cité Internationale des Arts,1983 und Rom, Villa Massimo, 1990/91) rundeten seine Studienzeit ab. Er war Dirigent des Kammerorchesters Musici Allegri in Würzburg sowie Leiter des Mutare-Ensemble-Frankfurt. Claus Kühnl unterrichtete an den Hochschulen in Frankfurt, Darmstadt, Mainz und
        Nürberg/Augsburg. Seit 1985 unterrichtet er Komposition und Kammermusik am Hoch’schen Konservatorium FFM, und seit 2001 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Claus Kühnls Kompositionen erhielten mehrere Auszeichnungen und wurden auf Festivals im In- und Ausland gespielt. Außerdem ist er als Dirigent und Pianist tätig.

          LOMBARDI, Luca

          Komposition

          Am 24. Dezember 1945 in Rom geboren, lebt in Marino/Italien und in Tel Aviv.
          1964 Abitur an der Deutschen Schule, Rom.
          1968-1972 Studien bei Karlheinz Stockhausen, Bernd-Alois Zimmermann, Vinko Globokar und Herbert Eimert.
          1973 Stipendium der Akademie der Künste der DDR, Meisterschüler von Paul Dessau.
          1973-1978 Professor für Komposition am Staatlichen Konservatorium Pesaro und 1978-1994 in Mailand.
          1975 Promotion über Hanns Eisler an der Universität Rom.
          1982-1986 Künstlerischer Beirat "Cantiere Internazionale d'Arte Montepulciano".
          Seit 1996 Präsident des C.I.R.M.I. (Centro per la ricerca musicale e interdisciplinare).
          1995-97 Vize-Präsident von "Nuova Consonanza".
          Vorträge und Seminare in ganz Europa, den USA, Kanada, mehreren lateinamerikanischen Ländern und Japan.
          Autor mehrerer Bücher und zahlreicher Artikel zur Musik und zur Philosophie der Kunst.
          Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München und der Akademie der Künste, Berlin.

            ORFF, Carl

            Komposition

            Carl Orff wurde am 10. Juli 1895 in München geboren. Studium an der Akademie für Tonkunst in München. 1912 Komposition des ersten größeren Chorwerks nach Friedrich Nietzsches "Also sprach Zarathustra". 1912 Gründung der "Günther-Schule", die eine neue Verbindung von Bewegung und Musik anstrebt. Kapellmeister in München, Mannheim und Darmstadt. 1937 Uraufführung seiner bekanntesten Bühnenkomposition "Carmina Burana" in Frankfurt/ Main. 1950-60 Leitung einer Meisterklasse für musikalische und dramatische Komposition an der staatlichen Hochschule für Musik in München. 1961 Leitung des neugegründeten Orff-Instituts an der Akademie "Mozarteum" in Salzburg. Carl Orff starb am 29. März 1982 in München.

              RIHM, Wolfgang

              Komposition

              Wolfgang Rihm wurde 1952 in Karlsruhe geboren. Er studierte zwischen 1968 und 1976 Komposition in Karlsruhe, Köln und Freiburg bei Eugen Werner Velte, Karlheinz Stockhausen, Klaus Huber, Wolfgang Fortner und Humphrey Searle. In Freiburg studierte er außerdem Musikwissenschaft bei Hans Heinrich Eggebrecht. Verschiedene Stipendien (u.a. Villa Massimo, Rom) und Auszeichnungen folgten, darunter der Rolf Liebermann-Preis (für Die Hamletmaschine), das Bundesverdienstkreuz, der Jacob Burckhardt-Preis der Johann Wolfgang von Goethe-Stiftung, der Bach-Preis der Stadt Hamburg und 2003 der Ernst von Siemens Musikpreis. Seit 1973 wirkt er an der Musikhochschule Karlsruhe und hat dort seit 1985 eine Professur für Komposition inne. Bei den Darmstädter Ferienkursen ist Rihm seit 1973 immer wieder ein vielbeachteter Dozent. Er ist Mitglied der Akademien der Künste München, Berlin und Mannheim; verschiedene Festivals und Reihen wurden seiner Musik gewidmet. Rihm lebt in Karlsruhe und Berlin.

              Mehr: www.karlsruherrihmcenter.de

                SCHACHTNER, Johannes X.

                Komposition, Dirigent, Solist

                arbeitet nach seinem Studium in den Fächern Komposition und Orchesterdirigieren und Stipendienaufenthalten in Bamberg und Paris als freischaffender Dirigent und Komponist.
                Er leitete am Pult Orchester wie die Münchner Symphoniker, die Bad Reichenhaller Philharmoniker oder die Bayerische Kammerphilharmonie sowie zahlreiche Ensembles im Bereich der Neuen Musik. Musiktheaterproduktionen führten ihn u.a. ans Vorarlberger Landestheater oder zur Münchner Biennale. Seit 2014 ist er musikalischer Leiter des Jugendensemble für Neue Musik, Bayern (JU[MB]LE).

                Sein umfangreiches kompositorisches Werk wird von international renommierten Solisten wie Julia Fischer, Adrien Boisseau, Julius Berger, Maximilian Hornung oder dem Dirigent Ulf Schirmer aufgeführt und er erhielt zahlreiche Aufträge, zuletzt etwa von der Münchner Biennale. Der Leopold-Mozart-Violinwettbewerb 2016 beauftragte ihn mit der Komposition des Pflichtstücks, für Julia Fischer und Daniel Müller-Schott entsteht im Auftrag des Kronberg Academy Festival 2019 ein Doppelkonzert.

                Für sein Schaffen, das regelmäßig in Porträtkonzerten zu hören ist und darüber hinaus u.a. auf zwei Portrait-CDs dokumentiert ist, wurde Johannes X. Schachtner vielfach bei Wettbewerben ausgezeichnet. Er erhielt u.a. 2013 den Musikförderpreis der Landeshauptstadt München, 2014 den bayerischen Kunstförderpreis. Zudem ist er regelmäßig als Kurator von Konzerten und Projekten im Bereich der zeitgenössischen Musik tätig.

                Mehr unter: www.jxschachtner.com

                  SCHMITT, Markus

                  Komposition

                  wurde 1965 in München geboren und studierte Komposition an der Münchener Musikhochschule bei Wilhelm Killmayer und Hans-Jürgen von Bose. Wichtige künstlerische Anregungen verdankt er u.a. dem Kontakt mit Hans Werner Henze, seinen Klavierstudien bei Ansgar Janke und nicht zuletzt dem intensiven Austausch mit zahlreichen Komponisten und Interpreten seiner Generation. Er lehrt am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg. Sein Œvre umfasst Vokal- und Kammermusik, Orchester- und Bühnenwerke, darunter die für die Münchener und Zürcher Opernfestspiele 2001 entstandene Kammeroper „aiaia“ oder die Bühnenmusik zu Dieter Dorns Inszenierung des „Kaufmann von Venedig“. Weitere musikdramatische Werke waren an der Kammeroper Rheinsberg, am Theater Osnabrück, sowie an der Staatsoper Kassel zu hören. Markus Schmitt wurde vielfach ausgezeichnet, trat als Gastkomponist auf renommierten Festivals auf und war u.a. Stipendiat der Deutschen Akademie „Villa Massimo“ und des „Deutschen Studienzentrums“ in Venedig. Mehr unter: http://musikverlag-nickel.eu/Schmitt/

                   

                    STRASNOY, Oscar

                    Komposition

                    tudierte Komposition am Conservatorio Nacional in Buenos Aires, am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris und an der Musikhochschule Frankfurt. Seine Kompositionslehrer waren u.a. Gérard Grisey und Hans Zender. Er wurde 1999 mit dem Orpheus-Preis beim Spoleto-Festival in Italien für die Oper „Midea“ geehrt. 2003 wurde das Musiktheater „Opérette“ nach Witold Gombrowicz im Grand Théâtre de Reims uraufgeführt. 2010 erfolgte die Uraufführung seiner Oper „La Bal“ an der Hamburgischen Staatsoper unter der Leitung von Simone Young. In der Spielzeit 2011/12 produzierte Radio France gemeinsam mit dem Pariser Théâtre du Châtelet eine Retrospektive seines Schaffens im Rahmen von 14 Konzerten.

                      TROJAHN, Manfred

                      Komposition

                      Manfred Trojahn wurde 1949 in Cremligen bei Braunschweig geboren. Er studierte Orchestermusik in seiner Heimatstadt, später bei Karlheinz und Gertrud Zöller in Hamburg, wo er auch in der Kompositionsklasse von Diether de la Motte arbeitete. Seine Arbeiten wurden mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, darunter die Studienstiftung des Deutschen Volkes (1971) der Stuttgarter Förderpreis (1972), der 1. Preis im International Rostrum of Composers, Paris (1978), die Academia Tedesca Villa Massimo in Rom 1979/80, der Sprengel - Preis für Musik 1980 und der Deutschen Musikautorenpreis (2008). Trojahn war bis 2017 Professor für Komposition an der Robert Schumann Hochschule, Düsseldorf und ist Mitglied der Kunstakademien in Düsseldorf, Hamburg, Berlin und München. Er lebt in Düsseldorf und Paris.

                        Artists

                        BÄRTSCHI, Werner

                        Komposition

                        Werner Bärtschi, Geboren am 1. Januar 1950 in Zürich; Klavierunterricht, später erste Kompositionsversuche; Früh beeinflusst durch die Musik von John Cage und Dieter Schnebel; Kompositionsunterricht bei Armin Schibler, später bei Klaus Huber; Bekannt geworden als Pianist mit breiten Repertoireinteressen; Giacinto Scelsi, Wilhelm Killmayer werden wichtig; Das Komponieren nimmt mehr Raum ein, erneuter Kompositionsunterricht bei Rudolf Kelterborn; Langsame Lösung aus den Traditionen der Avantgarde, Experimente mit kompositorischen Arbeitstechniken, Erfahrungen als Interpret alter und neuer Musik dürfen einfliessen. Hörer und Kollegen beschreiben seine Musik oft als unmittelbar fasslich, sind auch irritiert, nicht der gewohnten Sprache zeitgenössischer Musik zu begegnen

                          BERGER, Julius

                          Violoncello

                          ist Cellist und Professor für Violoncello und Kammermusik an der Universität Augsburg. Regelmäßige Tourneen führen ihn in die USA, Japan, Korea und China, sowie international auf renommierte Festivals. Berger hat zahlreiche Werke zeit- genössischer Komponisten uraufgeführt. Wichtige Inspirationsquelle für Berger sind die Freundschaften zu den Komponisten Adrian Hölszky, Bertold Hummel, Wilhelm Killmayer, Sofia Gubaidulina, Wolfgang Rihm und Viktor Suslin sowie zu seinem Lehrer Mstislaw Rostropowitsch Darüber hinaus ist er als künstlerischer Leiter tätig.
                          Berger hat als Leiter in seinem Ensemble CelloPassionato Studierende seiner Meisterklasse (z.T. Preisträger großer Internationaler Wettbewerbe) versammelt.

                          Mehr unter: www.juliusberger.de

                            BLUM, Stefan

                            Schlagzeug

                            studierte an der Musikhochschule München und ist seither als Solist, Kammer- und Orchestermusiker tätig. Er wurde als Solist von mehreren Orchestern und Ensembles eingeladen, darunter das Klangforum Wien, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, und das WDR Sinfonieorchester. Als Kammermusiker im ensemble trioLog münchen arbeitet er mit namhaften Komponisten der Neuen Musik zusammen, deren Werke er auf führenden Festivals uraufführte.Erfolgreiche Engagements führten zu wiederholten Einladungen bei den Salzburger Festspielen, Steirischen Herbst Graz, Ultraschall Festival Berlin, Frankfurt Feste,  Wien Modern, Rheingau-Musikfestival, Begegnungen Prag, Donaueschinger Musiktage, Festival de piano de la Roque d`Antheron, Festival für Kammermusik Chelyabinsk, Kissinger Sommer, u.a.. Er ist regelmäßiger Gast im Ensemble der MusikFabrik NRW. Es entstanden Aufnahmen für den Bayerischen Rundfunk, Hessischen Rundfunk, Deutschlandfunk, Radio Bremen, Südwestfunk Baden Baden und den Österreichischen Rundfunk, sowie Einspielungen bei Sony Classics,  Wergo und Deutsche Grammophon und Tourneen führten ihn nach Japan, China, Südamerika, USA, Russland und in viele Länder Europas.Stefan Blum ist Dozent an der Berufsfachschule für Musik in Krumbach und leitet seit 2000 die Percussionklasse des Leopold- Mozart -Zentrums der Universität Augsburg.

                              CelloPassionato

                              Ensemble

                              ist ein Ensemble der besten Schüler der Cello-Klasse von Julius Berger. Es war bisher beim Cello Festival Kronberg, Asiagofestival (Italien), in Berlin (Konzerthaus) Seoul (Korea) zu Gast und und wurde zu zahlreichen Auftritten in Frankreich, Slowenien, Tschechien und Österreich eingeladen. An zeitgenössischen Komponisten interpretierte CelloPassionato u.a. Sofia Gubaidulina, Wolfgang Rihm, Wilhelm Killmayer, Frangiz Ali-Sade, Giovanni Bonato und Manuela Kerer. Für folgende Sender entstanden Radio- und TV-Aufnahmen: u.a. BR, HR, ORF, ARTE sowie mehrere CD Produktionen.

                                DRUKER, Pablo

                                Dirigent

                                Pablo Druker, geboren in Buenos Aires/Argentinien, begann seine musikalische Ausbildung mit Klavierunterricht bei Beatriz Tabares und Antonio De Raco. Er studierte Dirigieren am Instituto Universitario Nacional del Arte (IUNA) bei Mario Benzecry und an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf bei Rüdiger Bohn. Meisterkurse für Klavier besuchte er bei Jean-Jacques Dünky, Akiko Ebi, Antonio De Raco und für Dirigieren bei Peter Rundel, Charles Dutoit, Santiago Santero und Enrique Arturo Diemecke. In Rahmen seiner Ausbildung konzertierte er bereits mit den Bergischen Symphonikern, der Rumänischen Staatsphilharmonie ›Dinu Lipatti‹, der Neuen Philharmonie Westfalen, dem Sinfonieorchester IUNA und dem Hochschulorchester der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. Zusätzlich nahm er Kompositionsunterricht bei Santiago Santero und erhielt 2011 das Melos-Gandini Stipendium, um Komposition bei Gerardo Gandini zu studieren. Als Dirigent setzt er sich sehr für die Zeitgenössische Musik ein. Er arbeitete mit renommierten Ensembles wie dem Ensemble Lucilin (Luxemburg), Synergy Vocals (Großbritannien), dem Ensemble Süden (Argentinien), dem Ensemble Opera Nova (Schweiz) und dem Ensemble Sonorama (Argentinien). Außerdem nahm er als Dirigent regelmäßig an berühmten Musikfestivals teil, wo er unter anderem mit bedeutenden Künstlern wie etwa Salvatore Sciarrino, Gerardo Gandini und Steve Reich zusammenarbeitete. Er war musikalischer Leiter des Ensembles Sirius, des Ensembles für Zeitgenössische Musik IUNA und des Ensembles vom Musical Campus Bariloche. Neben seiner Arbeit als Dirigent arbeitete er mehrere Jahre lang als Dozent für Musikalische Formen und Analyse und Assistenz-Dozent für Interpretation der Neuen Musik am IUNA in Buenos Aires, Argentinien.

                                  ENSEMBLE MODERN

                                  Ensemble

                                  Seit seiner Gründung 1980 zählt das Ensemble Modern (EM) zu den führenden Ensembles für Neue Musik. Derzeit vereint es 20 Solisten aus Argentinien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Griechenland, Indien, Israel, Japan, den USA und der Schweiz, deren Herkunft den kulturellen Hintergrund dieser Formation bildet. Das in Frankfurt am Main beheimatete Ensemble ist seit 1987 eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) mit den Musikern als Gesellschaftern. Bekannt für seine einzigartige Arbeits- und Organisationsweise ohne künstlerischen Leiter, werden Projekte, Koproduktionen und finanzielle Belange gemeinsam entschieden und getragen. Seine unverwechselbare programmatische Bandbreite umfasst Musiktheater, Tanz- und Videoprojekte, Kammermusik, Ensemble- und Orchesterkonzerte. Tourneen und Gastspiele führen das Ensemble Modern jährlich in etwa 100 Konzerten zu den renommiertesten Festivals und herausragenden Spielstätten weltweit wie u.a. Salzburger Festspiele, Bregenzer Festspiele, Wien Modern, Festival d'Automne à Paris, Holland Festival, Klangspuren Schwaz, Berliner Festspiele, Ruhrtriennale und Lucerne Festival, Wigmore Hall, Cité de la Musique, Tokyo Wondersite, Concertgebouw Amsterdam, Elbphilharmonie, Kölner Philharmonie, Konzerthaus Berlin, Festspielhaus Baden-Baden. In Frankfurt am Main präsentiert das Ensemble Modern in seiner Abonnementreihe in der Alten Oper Frankfurt neuste Werke und Entwicklungen. In Kooperation mit der Oper Frankfurt finden regelmäßig Musiktheaterproduktionen sowie die Werkstattkonzertreihe ›Happy New Ears‹ statt, die zentrale Werke und Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts vorstellt und erläutert. Seit 2011 veranstaltet das Ensemble Modern gemeinsam mit dem hr-Sinfonieorchester das Festival ›cresc... - Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main‹. 2003 bündelte das Ensemble Modern mit Gründung der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA) seine bereits bestehenden Aus- und Weiterbildungsprojekte unter einem Dach, um gezielt das musikalische Erbe der Moderne weiterzugeben. In eigens für unterschiedlichste Zielgruppen entwickelten Formaten bietet die IEMA seither den Masterstudiengang ›Zeitgenössische Musik‹ für professionelle junge Musiker in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main sowie internationale Meisterkurse, Kompositionsseminare und Schulprojekte an und widmet sich damit der Vermittlung unterschiedlichster zeitgenössischer musikalischer Strömungen und eines offenen, kreativen Umgangs mit künstlerischen Prozessen.

                                  Mehr unter: www.ensemble-modern.com

                                    GALLARDO, Jose

                                    Pianist

                                    José Gallardo studierte zunächst in Buenos Aires am Konservatorium, dann bei Prof. Poldi Mildner am Fachbereich Musik der Universität Mainz (1997 Diplom). Musikalische Anregungen verdankt er Künstlern wie Menahem Pressler (Trio Beaux Arts, New York), Alfonso Montecino (Bloomington, Indiana), Karl-Heinz Kämmerling (Hannover), Sergiu Celibidache (München), Rosalyn Tureck (New York). Zahlreiche nationale und internationale Preise, u. a.: 1. Preis beim Westfälischen Musikfestival in Hamm, Johannes Gutenberg Preis der Universität Mainz, 1. Preis beim internationalen Klavierwettbewerb Cantú, Como (Italien), 1. Preis und den Preis der internationalen Pressejury zusammen mit der Cellistin Frau Sung Hyun-Jung in Trapani Italien. Eingeladen wurde er zu zahlreichen hochrangigen Festivals (z. B. Kammermusikfestival in Lockenhaus). Er konzertierte im In- u. Ausland in Konzerthäusern wie Tonhalle Zürich, Musikhalle Hamburg, Kurhaus Wiesbaden, Teatro della Pergola Florenz und Wigmore Hall London. 2005 Konzerte in New York und Chicago sowie CD-Produktionen. Er arbeitete bei vielen Meisterkursen zusammen mit Maxim Vengerov, Siegfried Palm, Bernard Greenhouse, Steven Isserlis u.a. Anlässlich des 54. Unabhängigkeitstag des Staates Israel konzertierte er in der Philharmonie Berlin zusammen mit Chen Zimbalista. José Gallardo ist vorrangig im Rahmen des „Interdisziplinären Forums für künstlerische Interpretation“ tätig.

                                    Mehr unter: www.gallardo.de

                                      HAUER, Silvia

                                      Mezzosopran

                                      Silvia Hauer absolvierte ihr Gesangsstudium an den Musikhochschulen Freiburg und Wien in den Bereichen Oper, Lied und Oratorium. Sie ist Bundespreisträgerin bei Jugend Musiziert und mehrfache Stipendiatin, u.a. der „Studienstiftung des Deutschen Volkes" und des „Richard­Wagner- Verbandes". Meisterkurse besuchte sie u.a. bei Susanna Eken, Brigitte Fassbaender, Margreet Honig, René Jacobs, Edith Wiens, Klesie Kelly, Ioan Holender, Wolfram Rieger und Thomas Quasthoff.
                                      2010 gewann Silvia Hauer den Ersten Preis beim renommierten Bundeswettbewerb für Gesang Berlin. Nach Gastengagements an der Komischen Oper Berlin und am Theater Heidelberg war sie Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Hier übernahm sie Rollen wie Annina/La traviata, Kate Pinkerton/Madama Butterfly, Sandmännchen/Hänsel und Gretel oder Carolina/Elegie für junge Liebende. Dabei arbeitete sie mit Dirigenten wie Kent Nagano, Asher Fisch, Manlio Benzi, Constantin Trinks, Henrik Nánási oder Paolo Carignani. In den Spielzeiten 2013-15 war Silvia Hauer Gast an der Bayerischen Staatsoper (Babylon), an der Komischen Oper (Rusalka) sowie bei der Liedakademie des Heidelberger Frühlings, der Mozart­-Akademie des Festivals Aix­en­Provence und dem Britten Pears Young Artist Program des Aldeburgh Festivals. Sie ist regelmäßig in Konzerten und Liederabenden zu hören, wie zum Beispiel beim Rheingau Musik Festival 2011, beim Lucerne Festival 2012, Menuhin Festival 2012 oder im Konzerthaus Berlin 2012. Zu ihrem Konzertrepertoire zählen unter anderem die Alt-Partien in Bachs Matthäuspassion und Weihnachtsoratorium, Pergolesis Stabat Mater, Mozarts Requiem und Rossinis Stabat Mater.

                                      Mehr unter: www.silvia-hauer.com

                                        HUBER, Gerold

                                        Pianist

                                        Gerold Huber, geboren in Straubing, studierte an der Hochschule für Musik und Theater in München Klavier bei Friedemann Berger und besuchte die Liedklasse von Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin. Als Liedbegleiter gastierte er u. a. bei Festivals wie der Schubertiade Schwarzenberg, dem Schleswig Holstein Musik Festival, in Vilabertran/Spanien, bei den Schwetzinger Festspielen und dem Rheingau Musik Festival. Er spielte u. a. in Konzertsälen wie der Kölner Philharmonie, der Alten Oper Frankfurt, dem Gewandhaus Leipzig, dem Wiener Konzerthaus, dem Wiener Musikverein, dem Concertgebouw Amsterdam, der Londoner Wigmore Hall, dem Salzburger Festspielhaus und dem Musée d’Orsay in Paris. Außerdem gibt er Meisterklassen an der University of Yale, dem Aldeburgh Festival sowie bei den Schwetzinger Festspielen. Zudem ist er der Pianist der 2002 gegründeten „Liedertafel“, bestehend aus Markus Schäfer, Christian Elsner, Michael Volle und Franz-Josef Selig, und konzertiert als Kammermusikpartner mit dem Artemis-Quartett.

                                          JOHANNS, Thorsten

                                          Klarinette

                                          wurde in Krefeld geboren. Er studierte Klarinette bei Prof. Ralph Manno an der Musikhochschule Köln. Bevor er 2002 im Alter von 25 Jahren Soloklarinettist des WDR-Sinfonieorchesters Köln wurde, war er drei Jahre stellvertretender Soloklarinettist der Essener Philharmoniker. Nach seiner Professur am Conservatorium in Maastricht (NL) wurde er 2014 an die Musikhochschule 'Franz Liszt' in Weimar berufen.

                                          Johanns konzertiert regelmäßig als Solist und arbeitete u.a. mit den Dirigenten Sir Neville Marriner, Semyon Bychkov, Eivind Aadland, Jonathan Stockhammer und Dan Ettinger zusammen. Als erster und bis heute einziger deutscher Klarinettist wurde er persönlich vom Chefdirigenten Alan Gilbert wiederholt nach New York eingeladen, um dort als Solist mit dem New York Philharmonic Orchestra zu spielen. Wiederholte Engagements als Solo-Klarinettist bei den Berliner Philharmonikern zählen ebenso zu seinen Tätigkeiten, wie Gastauftritte bei den Münchner Philharmonikern, dem Deutschen Sinfonieorchester Berlin und dem Ensemble Modern Frankfurt. Mehr unter: www.thorstenjohanns.de

                                            LICHTINGER, Iris

                                            Blockflöte, Gesang, Performance, Klavier

                                            entwickelte nach ihrer Ausbildung an den Musikhochschulen und Konservatorien in Amsterdam (Walter van Hauwe, Paul Leenhouts),  Mailand (Pedro Memelsdorff), Trossingen (Kees Boeke) und zahlreichen Meisterkursen (Han Tol, Marion Verbruggen, Michael Schneider) auch im Bereich der historischen Aufführungspraxis (u.a. Ton Koopman, Jesper Christensen) eine ungewöhnliche und vielschichtige Musikerkarriere.

                                            Sie ist heute eine Ausnahmemusikerin, die als Flötistin, Sängerin und Pianistin in ihrer Vielfältigkeit und Kreativität viele Grenzen überschreitet. Sie bewegt sich frei zwischen Alter und Neuer Musik, E- und U-Musik, komponierter und improvisierter Musik. Sie arbeitet in allen Bereichen mit hochkarätigen Musikern der Szenen und steht in Kontakt mit Komponisten internationaler Herkunft, die neue Werke für sie schreiben.

                                            Einerseits ist sie Expertin für die vielfältigen Blockflöteninstrumente im Kontext der Alten wie auch der Neuen Musik. Dabei übt sie als Solistin, Ensemblemitglied oder Orchestermusikerin eine reichhaltige Konzerttätigkeit aus, die das Spektrum von Mittelalter, Renaissance, Barock und Moderne umfasst.

                                            Sie konzertierte u.a. mit Antonio Politano, Kai Wessel, Joel Frederiksen,Jan Kobow, Franz Halász, Stefan Blum, dem Filmmusik- und Medienkunst-Improvisationsensemble "Shortfilmlivemusic", langjährig mit dem  Trio „Una panthera“, mit dem  Ensemble „Zeitsprung“ München, „Orpheus-Ensemble“, dem Philharmonischen Orchester Augsburg, Augsburger Kammersolisten,  Orchestra del Teatro Massimo Palermo, dem Ensemble FAMA , „Ars poetica“, im Trio mit dem Barockcellisten Detmar Leertouwer und dem Cembalisten Wolfram Öttl, dem Barockorchester La Banda und vielen weiteren Besetzungen.

                                            Als Pianistin ist sie eine bekannte Spezialistin für die Musik des Tango Argentino, den sie mit dessen  authentischen Meistern  auf internationalen Podien musiziert. Mit ihrem Ensemble "Más que Tango" kreiiert sie genreübergreifende Programme, setzt den Tango in immer wieder neue Kontexte, sei es literarische (mit Katja Schild, Sprecherin beim Bayerischen Rundfunk) oder musikalische, wie Barock oder Jazz. Sie spielt im Duo mit Christian Gerber, europaweit einer der gefragtesten Bandoneonisten der jüngeren Generation.

                                            Nach einer langjährigen privaten Gesangsausbildung (Liat Himmelheber, Edda Sevenich) tritt sie seit jüngerer Zeit nun auch  verstärkt als Sängerin hervor, auch hier im Bereich der Alten und Neuen Musik. Erste Kompositionen sind für sie enstanden (Péter Köszeghy, Francesco La Licata, Nicola Evangelisti). Mit ihrem Ensemble PROGETTO SEICENTO entwickelt sie fusion-Programme mit Pop und Jazz, ausgehend von der Musik des 17. Jahrhunderts.

                                            Sie ist Mitbegründerin und im Vorsitz des Forum für Alte Musik Augsburg FAMA e.V., das  eine Konzertreihe für Alte Musik in den Kunstsammlungen und Museen Augsburg veranstaltet und durch Vorträge und Kurse die  Verbreitung und das Verständnis der Alten Musik fördert. Sie ist ebenfalls Mitbegründerin und im Vorsitz der Gesellschaft für Neue Musik Augsburg "Jetzt Musik" e.V.

                                            Am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg ist sie Dozentin für Blockflöte und leitet für das Interdisziplinäre Forum künstlerischer Interpretation thematisch konzipierte Kammermusikprojekte Alter Musik und Neuer Musik. Sie unterrichtet auch an der Sing- und Musikschule Mozartstadt Augsburg  und übernimmt dort die interne Fachgruppenfortbildung. Zusammen mit dem spanischen Blockflötisten Josep Maria Saperas gibt sie Workshops und Meisterklassen.

                                            Im Zuge des Förderprojekts des bundesweiten Netzwerks Neue Musik  entstand unter ihrer Leitung das MEHR MUSIK! Ensemble das sich aus Studenten des Leopold-Mozart-Zentrums der Universität Augsburg  und der Hochschule für Musik und Theater München zusammensetzt. Es widmet sich ausschließlich dem Neuen Musik-Repertoire und machte bereits in zahlreichen öffentlichen Konzerten auf sich aufmerksam. Ein starker Fokus des Ensembles  liegt darauf unkonventionelle  Wege in Konzertdramaturgie, -setting  und Präsentation zu gehen. Der junge Komponist Friedrich Stockmeier widmete dem Ensemble die Kammeroper "Ficusarien" (2011).

                                             

                                              OSWALD, Andrea

                                              Sopran

                                              Andrea Oswald wurde in Straubing / Niederbayern geboren. Die Stipendiatin des Bayerischen Musikrates studierte am Konservatorium der Stadt Wien bei KS Gabriele Sima. Meisterklassen u.a. bei Claudia Visca, Bernarda Fink und Ioan Holender rundeten die Ausbildung der Sängerin ab. 2010 wurde Andrea Oswald mit dem Kulturförderpreis der Stadt Straubing und einem Leistungsstipendium des Konservatoriums der Stadt Wien ausgezeichnet. Konzerte als Sopranistin im Arnold Schönberg-Chor und der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor brachten Tourneen nach Italien, Japan und in die Schweiz mit sich. Ihr Operndebüt in Wien gab Andrea Oswald 2008 als Eco in „Il Narciso“ von Francesco Pistocci unter Kai Wessel. Zu Weihnachten 2009 sang sie die Sopranpartie in „Oratorio de Noel“ von Camille Saint- Saens im Stephansdom unter der Leitung von Guido Mancusi. In einer Produktion von Puccini`s „Il Trittico“ im Wiener Theater Akzent 2011 sang sie die Partien der Sour Genovieffa in „Sour Angelica“ und die der Nella in „Gianni Schicchi“. Im Frühjahr 2013 verkörperte die Sängerin die Pamina in der „Zauberflöte“ an der Kammeroper Hamburg. 2014 war Andrea Oswald in einer Münchner Produktion als Adele in der „Fledermaus“ zu hören. Im Sommer 2016 gab sie ihr Debut als „Blondchen“ in Mozarts „Entführung“. In der laufenden Saison wird die Sopranistin als „Titania“ in Purcell`s „The Fairy Queen“, sowie mit drei unterschiedlichen Programmen bei den „Pollinger Tagen Alter und Neuer Musik“ zu hören sein. Besonders widmet sich Andrea Oswald dem Kunstlied in zahlreichen Liederabenden mit ihrem festen Duo-Partner Gerold Huber, u.a. in München und Wien. Eine gemeinsame CD mit Liedern von Franz Schubert erschien im Herbst 2015.

                                              Mehr unter: www.andrea-oswald.de

                                                RADOCZY, Blanka

                                                Regie

                                                Blanka Rádóczy wurde in Pécs in Ungarn geboren und wuchs in Ungarn und der Schweiz auf. Nach dem Abitur in Basel besuchte sie den einjährigen Vorkurs der Schule für Gestaltung, darauf folgte eine Jahreshospitanz im Bereich Bühnenbild am Theater Basel. Anschließend studierte sie an der Universität für angewandte Kunst Wien in der Klasse für Bühnen- und Filmgestaltung. Während und nach dem Studium arbeitete sie in zahlreichen Produktionen als freischaffende Bühnenbildassistentin von Anna Viebrock u. a. am Theater Basel, bei den Wiener Festwochen, an der Volksbühne Berlin und im Schauspielhaus Hamburg, am Schauspiel Köln. Nach dem Abschluss des Studiums folgten drei Jahre selbständige Berufstätigkeit im Bereich Bühnen- und Kostümbild, u. a. am Theater Osnabrück, Theater Heidelberg, in der Garage X in Wien und in der Kaserne Basel. Seit dem Sommersemester 2014 studiert sie Regie für Schauspiel und Musiktheater an der Theaterakademie August Everding unter der Leitung von Sebastian Baumgarten. Für die Münchener Biennale 2016 inszenierte sie in Kooperation mit der Theaterakademie "Phone Call to Hades", ein Musiktheater-Projekt (Komposition: Cathy van Eck) im öffentlichen Raum.

                                                Mehr unter: www.blankaradoczy.net

                                                  SCHACHTNER, Johannes X.

                                                  Komposition, Dirigent, Solist

                                                  arbeitet nach seinem Studium in den Fächern Komposition und Orchesterdirigieren und Stipendienaufenthalten in Bamberg und Paris als freischaffender Dirigent und Komponist.
                                                  Er leitete am Pult Orchester wie die Münchner Symphoniker, die Bad Reichenhaller Philharmoniker oder die Bayerische Kammerphilharmonie sowie zahlreiche Ensembles im Bereich der Neuen Musik. Musiktheaterproduktionen führten ihn u.a. ans Vorarlberger Landestheater oder zur Münchner Biennale. Seit 2014 ist er musikalischer Leiter des Jugendensemble für Neue Musik, Bayern (JU[MB]LE).

                                                  Sein umfangreiches kompositorisches Werk wird von international renommierten Solisten wie Julia Fischer, Adrien Boisseau, Julius Berger, Maximilian Hornung oder dem Dirigent Ulf Schirmer aufgeführt und er erhielt zahlreiche Aufträge, zuletzt etwa von der Münchner Biennale. Der Leopold-Mozart-Violinwettbewerb 2016 beauftragte ihn mit der Komposition des Pflichtstücks, für Julia Fischer und Daniel Müller-Schott entsteht im Auftrag des Kronberg Academy Festival 2019 ein Doppelkonzert.

                                                  Für sein Schaffen, das regelmäßig in Porträtkonzerten zu hören ist und darüber hinaus u.a. auf zwei Portrait-CDs dokumentiert ist, wurde Johannes X. Schachtner vielfach bei Wettbewerben ausgezeichnet. Er erhielt u.a. 2013 den Musikförderpreis der Landeshauptstadt München, 2014 den bayerischen Kunstförderpreis. Zudem ist er regelmäßig als Kurator von Konzerten und Projekten im Bereich der zeitgenössischen Musik tätig.

                                                  Mehr unter: www.jxschachtner.com