Klaus Schedl
Komponist
geboren 1966, studierte Komposition bei Hans-Jürgen von Bose in München. Er ist Mitbegründer und langjähriger künstlerischer Leiter des Ensembles piano possibile und erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien u. a. den Kompositionspreis der Stadt Detmold und das Förderstipendium der GEMA-Stiftung, sowie das Stipendium der Cité Internationales des Arts. 1998/99 unterrichtete er Analyse und Tonsatz an den Conservatorien Coimbra und Viseu in Portugal. März 2000 wurde seine Oper „Tod der Hasen“ im Münchner Prinzregententheater uraufgeführt. 1999 bis 2001 lebte er in London und später Paris, wo er am IRCAM studierte. Seit dieser Zeit beschäftigt er sich intensiv mit der Weiterentwicklung der Elektronischen Musik. So 2002 „suchmaschienen im lichtleeren meer - ein elektrisches singspiel“, 2003 „Ich komponiere aus Ihrer Hand“ und 2004 „Struktur-Wellensittich“ und Quaresma - eine Passionskomposition. 2006 wurde sein Projekt „city scan“ bei der Münchner Biennale aufgeführt. Momentan arbeitet Klaus Schedl an einem Auftragswerk für die Reihe „Klangspuren“ und bereitet für Kirchen in Regensburg und Landshut „reboud - ein Kirchenmusikprojekt“ vor.
Werkauswahl -
Tapete 1 & 2 / silence tracker (UA) (2003)
Tapete 1 & 2 werden durch die akustischen Ereignisse des Fernsehers angeregt und sind klanglich und rhythmisch deutlich durch dieses ständig wechselnde Originalmaterial geprägt. Der Zuhörer kann durch das Wählen von Fernsehprogrammen (d.h. Klangwelten) den Fortlauf dieser Musiktapeten beeinflussen.
silence tracker : diese Stück sucht im Fernsehton nach Stille. Hoffen wir, es findet sie!
-
Die letzte Träne Gottes / Mithras. Ein elektrisches Singspiel auf dem Königsplatz und in der Musikhochschule (2007)
Ausgehend vom Mythos des Lichtgottes Mithra und seiner Neuerschaffung des irdischen Lebens werden die mit dem Königsplatz verankerten Ideologien und Utopien angespielt. Der öffentliche Raum soll in seiner Geschichtlichkeit aufgebrochen werden, seine verschiedenen historischen, gegenwärtigen und zukünftigen Bedeutungszusammenhänge imaginiert und erinnert werden.
|