Mitwirkende

Composers

AJAX, Henrik

Komposition

geboren 1980 in Katrineholm, Schweden, ging nach seinem Klavierstudium an der "Ecole Normale de Musique de Paris" (2002-2005) nach Würzburg, um in der Klasse von Prof. Heinz Winbeck Komposition zu studieren. Dort erhielt er im Juli 2009 sein Diplom. Parallel zur Meisterklasse bei Prof. Müller-Wieland an der Hochschule für Musik und Theater München schloss er im Jahr 2012 ein Diplomstudium im Fach Musiktheorie an der Hochschule für Musik Würzburg ab. Als Pianist gab er in Deutschland, Schweden und Frankreich zahlreiche Konzerte. Als Komponist erhielt Henrik Ajax mehrere Stipendien, u.a. das Künstlerstipendium von "L´institute Suèdois de Paris" (2003) und das Kompositionsstipendium von STIM (Internationales Musikbüro schwedischer Komponisten) (2007). Während der Studienzeit wurden ihm Preise mehrerer Kompositionswettbewerbe verliehen, u.a. des Orchesterwettbewerbes der Deutschen Radiophilharmonie und des Wettbewerbes der Franz-Joseph-Reinl-Stiftung München/Wien. In den vergangenen drei Jahren wurden Stücke von ihm in u.a. Berlin, München, Basel, Würzburg, Ljubljana, Paris, Miami und New York aufgeführt. Als Stipendiat genoss er Aufenthalte an der Cité des Arts in Paris und in der Thüringer Landesmusikakademie. Henrik Ajax lebt und arbeitet in München, wo er, neben seiner freiberuflichen Tätigkeit als Komponist einen Lehrauftrag für Musiktheorie und Instrumentation an der Hochschule für Musik und Theater innehat.

Mehr unter www.henrik-ajax.net

    BAUER, Michael Emanuel

    Komposition

    geboren 1974, studierte Musikwissenschaft und Jazzklavier in München, promovierte in Jazzforschung in Graz und besuchte Kompositionskurse bei Karlheinz Stockhausen, Dieter Schnebel und Bernhard Lang und nahm an den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik teil. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Fassbinder-Komponisten Peer Raben (u. a. bei 2046 von Wong-Kar-Wai). Bauer ist Träger des „Leonhard-und-Ida-Wolf“-Gedächtnispreises für Musik der Landeshauptstadt München. Er arbeitete u. a. bei den Wiener Festwochen, am Deutschen Theater Berlin, Residenztheater München, ­Staatsschauspiel Dresden sowie u. a. mit den Regisseur*innen Nurkan Erpulat, Ulrich Rasche, Matthias Rebstock, Sandra Strunz und Miriam Tscholl. 2012 wurde sein Musiktheater MAKING OF auf der Münchener Biennale und 2015 das gemeinsam mit der Choreografin Michela Lucenti entwickelte MusikTanztheater PIZZERIA ANARCHIA bei den Musiktheatertagen Wien uraufgeführt. Er ist Lehrbeauftragter für Theater und Komposition an der Universität Bayreuth. In der Spielzeit 2020/2021 arbeitet er mit Miriam Tscholl bei der Trilogie WUNDERBLOCK I – III an der Büger:Bühne zusammen.

      BÉJAR, Nélida

      Komposition

      Künstlerischer Werdegang

      2016 Komposition und musikalische Leitung des Musiktheaters „Die Stadt“ für einen Chor der Mülllader, Jazzsängerin, Synthesizer und Drumset, in Zusammenarbeit mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt München AWM (UA im Münchner Theater Schwere Reiter, Spieldauer: 80 Min.)
      2014 Komposition und musikalische Leitung der Oper „This New Ocean“ für 15-köpfiges Instrumentalensemble, Chor und fünf Gesangssolisten, in Zusammenarbeit mit der Flughafen München GmbH und vier international operierenden Airlines (UA im Münchner Cuvilliés-Theater, Spieldauer: 2 Std., weitere Aufführungen in Soweto, Südafrika)
      2012 Komposition und musikalische Leitung der choreographischen Oper „Schwerer als Luft“ für einen Chor der Flugzeugabfertiger (darunter zwei Solisten) und 12-köpfiges Instrumentalensemble, in Zusammenarbeit mit der Flughafen München GmbH (UA am Flughafen München, Spieldauer: 70 Minuten)
      2010 Komposition und musikalische Leitung des szenischen Requiems „Zum Ewigen Frieden – Ein Abgesang“ für Ensemble, Kinderchor und Live-Elektronik (UA im Gasteig, München, Spieldauer: 65 Minuten)
      2009 Gründung des undercoverfiction ensembles für Neue Musik und neues Musiktheater in München (www.undercoverfiction.eu)
      seit 2003 Arbeit als freischaffende Komponistin, Zusammenarbeit mit diversen Musikern und Ensembles europaweit
      Lehre

      ab 2018 Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Universität Augsburg, Leopold-Mozart-Zentrum, Lehrstuhl für Musikpädagogik. Schwerpunkte: Musiktheorie, Komposition, Gehörbildung
      2017 bis 2019 Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater München für Musiktheorie
      2012 bis 2018 Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater München für Multimedia
      2009 bis 2015 Lehrtätigkeit als Klavier- und Musiklehrerin bei 3klang e.V. in Olching
      2005 bis 2009 Lehrtätigkeit als Klavierlehrerin bei Académie Intermusicale, Paris

      Schulische und akademische Ausbildung

      2014 bis 2017 Masterstudium Musiktheorie/Gehörbildung an der Hochschule für Musik und Theater München, Abschluss mit „Master of Music“ (Note 1,44). Thema der Masterarbeit: „Freiheit beim Komponieren im Musikunterricht. Eine Analyse von Selektionskriterien bei Kompositionsaufgaben an weiterführenden Schulen“
      2016 Teilnahme an der kompositionspädagogischen Weiterbildung KOMPÄD, ein Projekt der Universität zu Köln und Jeunesses Musicales Deutschland; Durchführung eines Praxisprojektes mit einer 9. Klasse am Münchner Gisela-Gymnasium
      2006 bis 2012 intensives Selbststudium im Bereich Programmierung elektronischer Musik (pure data, u.a.)
      2006 bis 2012 Promotionsstudium am Trinity College, Dublin, im Fach Komposition bei Donnacha Dennehy; Abschluss mit „Dr. phil.“
      2005 bis 2006 Kompositionsstudium bei Philippe Leroux am Conservatoire du Blanc-Mesnil bei Paris sowie Orchestration bei Allain Gaussin
      2001 bis 2006 Kompositionsstudium bei Wilfried Hiller am Richard-Strauss-Konservatorium in München (Abschlussnote 1,33)
      1998 bis 2003 Lehramtsstudium Doppelfach Musik für Gymnasien an der Hochschule für Musik und Theater München (Instrumente: Klavier und Violine), Abschluss mit erstem Staatsexamen (Note 1,52)
      1993 bis 1998 Städtisches St.-Anna-Gymnasium in München, Abschluss Abitur;
Klavierunterricht bei Martina Bauer
      1989 bis 1993 Klavier und Solfège am staatlichen Konservatorium in Málaga, Spanien
      Auszeichnungen und Stipendien

      2011 Musikstipendium der Landeshauptstadt München
      2007 bis 2008 Stipendium des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst für einen Aufenthalt im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia (Bamberg)
      2004 Stipendium des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst für einen Aufenthalt in der Cité Internationale des Arts in Paris
      2004 Richard-Strauss-Stipendium der Landeshauptstadt München

        BETTENDORF, Carl Christian

        Komposition

        lebt und arbeitet als Komponist und Dirigent in New York, USA. Er studierte Komposition bei Hans-Jürgen von Bose und Wolfgang Rihm in München und Karlsruhe, bevor er bei Tristan Murail an der Columbia Universität in New York seinen PHD in Komposition ablegte. Seine Werke wurden weltweit auf wichtigen Festivals präsentiert. !997 wurde seine erste Oper ESCORIAL an der Theaterakademie München/Prinzregententheater uraufgeführt. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen bspw. ein DAAD Stipendium, Residenzstipendien an der Cité Internationale des Arts in Paris, dem Kimmel Harding Nelson Center in Nebraska und in der MacDowell Colony (Peterborough, NH). Er erhielt Aufträge von der Fromm Foundation und dem Ralph Kaminsky Fund. Als Dirigent arbeitete Bettendorf mit Ensembles in New York (Wet Ink, counter)induction, Talea Ensemble) und international (piano possibile München, Ostravská banda Tschechien) und ist momentan Leiter des Manhattanville College Community Orchestra (Purchase, NY). Er dirigierte Opernproduktionen am Bard College und an der Opéra national de Montpellier, wo er die französische Erstaufführung von Elliott Carter’s What Next? dirigierte. Desweiteren fungierte er als Dirigierassisten des Columbia University Orchesters und des American Composers Orchestra, am Miller Theatre und bei der Münchner Biennale. Bettendorf nahm Musik für Labels wie Albany, ArtVoice, Carrier, Cybele, Hat Hut, und Tzadik Labels auf. Radioanstalten in Deutschland, Schweiz, Kanada, USA und Australia sendeten seine Kompositionen.

        Mehr unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Christian_Bettendorf

          BHAGWATI, Sandeep

          Komposition

          (*1963 in Mumbai), Absolvent der Musikhochschule München (Studium bei Wilhelm Killmayer) und einst ein Mitbegründer des aDevantgarde-Festivals, ist ein international aktiver Komponist, Musikforscher, Theatermacher und Medienkünstler. Nach langer freischaffender Tätigkeit und vielen Gastkünstleraufenthalten u.a. am IRCAM Paris, ZKM Karlsruhe und Beethovenorchester Bonn wurde er 2000 Pro- fessor für Komposition an der Musikhoch- schule Karlsruhe, und ist seit 2006 Canada Research Chair for Inter-X Arts an der Concordia University Montréal sowie Direktor des von ihm gegründeten matralab. Seine künstlerische Forschung dort umfasst neben dem Entwickeln experimenteller Theater- und Musikformen insbesondere das Ausloten des Spannungsfelds zwischen Komposition und Improvisation mittels Computerimprovisationssoftwares und interaktiven Partituren für Live-Musiker.

          Mehr unter: wikipedia_Sandeep_Bhagwati

            DE AZEVEDO, Caio

            Komposition, Violoncello

            Caio de Azevedo, *1993 in Salvador, Brasilien. Als Mitglied der NEOJIBA (State Centers for the Youth and Children`s Orchestras of Bahia) war er als Cellist, Lehrer und Komponist tätig. Er studierte Cello und Komposition an der Universidade Federal da Bahia, derzeit studiert er als Stipendiat der Orlandus Lassus Stiftung (Rotary Club München) im Masterstudiengang Komposition bei Prof. Moritz Eggert an der Hochschule für Musik und Theater München. Zusammenarbeit mit renommierten Ensembles (MIVOS String Quartet (USA), International Contemporary Ensemble (USA), Camará Ensemble (BR), Quarteto Radamés Gnattali (BR), Ensemble Recherche (DE) und dem Oktopus Ensemble (DE) 2018; UA einer Kurzoper bei der Münchener Biennale. Preisträger des Lindembergue Cardoso Composition Contest (Bahia) swie 2. Preis und Publikumspreis beim First Composition Prize of Bahia.

              DEUSE, Nina

              Komposition

              Nina Deuse erhielt den Bundespreis Komposition 2013 für zwei ihrer Werke (Mondphase und Lose yourself).

              Sie erhielt vier Mal die Zusage zu Jugend komponiert Baden-Württemberg (2009, 2010, 2011, 2012) bei Prof. Achim Bornhöft und Jan Kopp und bei Jugend komponiert Sachsen-Anhalt 2010 mit jeweiligen Uraufführungen ihrer Werke und belegte einen Kompositionsworkshop bei Charlotte Seither (Jeunesse musicales Weikersheim). Sie erhielt ein monatliches Stipendium für Kompositionsunterricht bei Jan Kopp in Stuttgart, finanziert durch den Landesmusikrat Baden-Württemberg.

              Nina Deuse studierte Integrative Komposition mit Schwerpunkt Instrumentalkomposition bei Prof. Günter Steinke an der Folkwang Universität der Künste Essen (Abschluss Bachelor of Music). Dieses Studium beinhaltete auch die Nebenfächer Elektronische Komposition, Popkomposition und Komposition und Visualisierung. Sie erhielt zudem Kompositionsunterricht bei Edgar Mann, Philipp Vandré, Prof. Moritz Eggert und Jan Kopp.

              Ihre Werke wurden unter anderem in Straßburg, Essen, München, Stuttgart, Berlin, Münster, Karlsruhe, Bochum und Köln aufgeführt.

              Einen Schwerpunkt ihres künstlerischen Schaffens liegt auf der vielgestaltigen Fusion zeitgenössischer Kompositions- und Spieltechniken mit Elementen populärer Musik unterschiedlichster Genres.

              Beispiele dieser Amalgamierung sind das Beatboxen auf der Flöte, eine nahtlose Kombination von Vokaltechniken aus Rap, Scat oder Beatboxen mit zeitgenössischem Gesang oder mit modernen Kompositionstechniken bearbeitete Hip Hop-Rhythmen und Bodypercussion. Ihr „Work in progress“, die Klavierstückreihe Toccatas + Remixes enthält außer Originalkompositionen auch stark abstrahierte Remixes älterer Musik (u.a. aus Frédéric Chopins 24 Préludes, op.28).

              Nina Deuse sammelte bereits in vielen Bereichen zeitgenössischer Komposition Erfahrungen: Rein elektronische Werke (u.a. Debütalbum Maverick (2020, digitale Veröffentlichung)), Videos mit elektronischer Zuspielung oder Live-Musik, Vokalmusik, Musik und Tanz sowie rein instrumentale Kompositionen (Solowerke bis Kammermusik).

                DIECK, Christian

                Komposition

                geboren 1982 in Trier, begann seine musikalische Ausbildung zunächst am Klavier und an der Orgel. Intensiv wandte er sich schon damals der Lyrik zu und bildete seinen Schwerpunkt in der Verbindung von Dichtung und Musik. Später ging Christian Dieck nach München und studierte an der Hochschule für Musik und Theater München Komposition bei Jan Müller-Wieland. Weitere Studien folgten bei Pascal Dusapin, Isabel Mundry und Frédèric Durieux.

                Seine Kompositionen wurden auf vielen Festivals Neuer Musik, so zum Beispiel in der Reihe „Junge Solisten“ des Siemens-Arts-Program oder beim A.Devantgarde-Festival für zeitgenössische Musik, Symposium für Neue Musik München aufgeführt. 2013 schrieb er einen kompositorischen Beitrag zur Live-Videoinstallation „Baudelaire-Prisma“, die in den Passagen Linköpings Konsthall in Schweden, in der Schwanenburg in Hannover und der Schweiz aufgeführt wurde. Die Auseinandersetzung mit der Literatur hat Christian Dieck immer wieder zum Thema seiner Arbeit gemacht. Auch als Stipendiat der Berliner Aribert-Reimann-Stiftung rückte Dieck die eigene Lyrik in den Mittelpunkt seiner Arbeit und schrieb den Liederzyklus „Im Schattenlicht“.

                Darüber hinaus arbeitet er als Manager des INDEX Ensembles für zeitgenössische Musik, mit dem er 2012 den Bayerischen Kunstförderpreises erhielt. Christian Dieck lebt und arbeitet in München.

                Mehr unter: http://christiandieck.com

                 

                  EGGERT, Moritz

                  Komposition, Klavier

                  wurde 1965 in Heidelberg geboren. Als Komponist setzt er sich gerne zwischen alle Stühle, was sowohl das avantgardistische wie auch das klassische Konzertpublikum verunsichert. Durch in den Medien viel diskutierte Projekte wie „Die Tiefe des Raumes“ (Fußballoratorium, geschrieben für die Ruhrtriennale im Auftrag des Kulturprogramms der WM 2006) oder „Freax“ (Oper, zusammen mit Christoph Schlingensief) versucht er konstant das gängige Bild der Neuen Musik als Angelegenheit alleine für ein Expertenpublikum zu unterminieren. Neben seinem Schwerpunkt im Bereich Musiktheater, für das Eggert bisher 11 Opern schrieb, pflegt er gerne die kammermusikalischeren oder experimentelleren Zwischentöne zum Beispiel in seinem Liederzyklus „Neue Dichter Lieben“ oder seinem Klavierzyklus „Hämmerklavier“. Zu seinen aktuellen Projekten gehören neue große Opern für Linz und Berlin, eine Vertonung der Nutzungsbedingungen von Google für Sänger und Orchester, eine „Kochoper“ für Hamburg und eine Symphonie für Autohupen.

                  Als Pianist, Sänger, Dirigent und Performer setzt sich Eggert nicht nur für das zeitgenössische sondern auch für das klassische Repertoire ein, besonders im Bereich Lied und Kammermusik. Für die Neue Musikzeitung betreibt er den „Bad Blog of Musick“, den meistgelesenen Blog zum Thema zeitgenössische Musik in Deutschland. Mehr unter: www.moritzeggert.de

                    EISENREICH, Martina

                    Komposition

                    Martina Eisenreich (*1981) ist eine deutsche Komponistin, Filmkomponistin und Violinistin. Besonders bekannt ist sie für ihre Filmmusiken und ihr Bühnenwirken.

                    Sie veröffentlichte unzählige Alben und instrumentale Konzertprogramme. Besonderes Merkmal sind stets ungewöhnliche Instrumente und Klangspiele, die sie gemeinsam mit dem Schlagzeuger und Sound Artist Wolfgang Lohmeier für eigene Projekte entwickelte. Mit ihm und ihren Ensembles spielte sie bislang rund 1500 Konzerte in europäischen Ländern.

                    2018 wurde sie als erste Frau mit dem Deutschen Filmmusikpreis in der Kategorie Beste Musik im Film ausgezeichnet, für ihren sinfonischen Score zum Tatort Waldlust von Axel Ranisch. Für ihre Musiken zu Zeit der Wölfe und zur Komödie Endlich Witwer erhielt sie beim Deutschen Fernsehpreis 2020 eine Zweifach-Nominierung in der Kategorie Beste Musik. Ebenfalls 2020 gewann sie als erste Frau den Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen - Beste Musik für ihren Score zum Spreewaldrkimi. Zuvor erhielt sie u.a. den Preis der Deutschen Schallplattenkritik, den Creole Publikumspreis der Süddeutschen Zeitung, und den Rolf-Hans Müller Preis für Filmmusik.

                      HUBER, Rupert

                      Komposition, Dirigent

                      geboren 1953 in Oberösterreich
                      ist Dirigent, Komponist, Chorleiter und Performance-Künstler

                      Dirigent:
                      Der Schwerpunkt liegt auf Neuer Musik.
                      Hunderte Uraufführungen u.a. von K.H. Stockhausen, L. Nono, G. Scelsi, W. Killmayer, W. Rihm, B. Furrer, G.F. Haas, K. Ospald, K. Lang, R. Moran u.v.a. bei: Donaueschinger Musiktage, Kammermusiktage Witten, Ruhr-Triennale, ARD-Anstalten mit den dortigen Orchestern (SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, SWR Sinfonieorchester Stuttgart, WDR Sinfonieorchester) und Chören (Chor des BR, SWR-Vokalensemble, WDR-Rundfunkchor), sowie dem Ensemble Modern, Klangforum Wien, Musikfabrik, öENM u.v.a.m.

                      Chordirigent:
                      2009 - 2011 Leiter des Chorwerk-Ruhr
                      2004 -2011 Leiter des WDR-Rundfunkchores
                      2002 - 2005 Leiter der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
                      1996 - 1998 Professor für Chordirigieren an der Universität Graz
                      1990 - 2000 Leiter des "SWR-Vokalensemble"

                      Komponist:
                      Kompositionsstudium am Mozarteum in Salzburg.
                      Seit vielen Jahren reger Austausch mit Wilhelm Killmayer.
                      Viele Uraufführungen vor allem in Zusammenarbeit mit ARD-Anstalten in München, Stuttgart, Köln, Hamburg sowie der Ruhr-Triennale usw.

                      Der Schwerpunkt liegt in der Vokalmusik und da in einem Bereich, der authentisch vokal orientiert ist: Es geht um Melos-orientierten Gesang, der sowohl von einer werkhaften Attitüde möglichst frei ist, als auch von einer exogenen, funktionalen Zeitauffassung. Dabei spielen veränderte Bewusstseinszustände eine große Rolle. In diesen Punkten gibt es eine bewusste Bezugnahme auf John Cage, Morton Feldman und Iani Christou.

                      Seit 2003 intensive Beschäftigung mit den Heilgesängen der Schamanen der Bantawa-Rai in Ost-Nepal.

                      Die wichtigsten Werke der letzten Zeit (Stand 2015):
                      "Ruh-I-Gulab" für Chor und Sufi-Ensemble (Rumi/Rückert)
                      "Weltmutter" für Chor und Instrumente (Rückert)
                      "Großes Geleitmodem" für Sängerinnen mit Schalenglocken
                      "Die Erde singt" für Sprecher, Chor und Big Band (Jesse Thoor)
                      "Hubbu-Al Lahi" für Chor, Ensemble koptischer Musiker (Gibran)
                      "Nachklang - Rose" für Chor und Ensemble traditioneller, persischer Musiker (anonym)
                      "Tamar" für Sänger mit Instrumenten
                      "Seoli" für Sprecher und Sänger mit Instrumenten (anonym)
                      "Vis et Vita" für Sänger mit Instrumenten (Hildegard v. Bingen)
                      "Fidsgrambbei" für Blasorchester
                      "Die Linien des Lebens" für Streichorchester

                      Performance-Künstler:
                      1982 erfolgte die Gründung des "Ensembles Spinario", mit dem eine Reihe radikal spartenübergreifender Projekte realisiert wurden. Dem Werk von John Cage kam dabei ein besonderer Stellenwert zu. Die Erfahrungen mit dem "Ensemble Spinario" flossen auch in Programme mit anderen Klangkörpern ein, wobei viele Konzepte verwirklicht werden konnten. Aufführungen seit Jahrzehnten bei: BR, SWR, WDR, NDR, Ruhr-Triennale, Salzburger Festspiele, Wien Modern, Eclat Stuttgart. Eine große Bedeutung erlangte die Kooperation mit Musik-Ensembles aus gänzlich anderen Kulturen, wie der arabischen, persischen, japanischen, kongolesischen. Fruchtbare Zusammenarbeit mit sumnima.arts.

                        KAMPE, Gordon

                        Komposition

                        Gordon Kampe wurde 1976 in Herne geboren, dort absolvierte er (1993-1995) eine Ausbildung zum Elektroinstallateur. Nach Abitur und Zivildienst studierte er 1998-2000 Komposition an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock bei Hans-Joachim Hespos und Prof. Adriana Hölszky. Von 2000-2003 setzte er das Studium bei Prof. Nicolaus A. Huber an der Folkwang Hochschule in Essen fort. Außerdem studierte er Musik- und Geschichtswissenschaften an der Ruhr-Universität in Bochum. Er war von 2004-2006 Wissenschaftlicher Mitarbeiter des DFG-Forschungsprojekts „Musiktheorie der Wiener Moderne“. Musikwissenschaftliche Promotion über Märchenopern im 20. Jahrhundert. Von 2009-2017 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Forschungsschwerpunkte sind Oper- und Musiktheater, Musik des 21. Jahrhunderts und Popularmusiktheorie.

                        Kampe ist Mitherausgeber der Zeitschrift Seiltanz - Beiträge zur Musik der Gegenwart und war von 2012-2017 Mitglied der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften/Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, deren Sprecher er 2015/16 war. Im Studienjahr 2014/15 war Gordon Kampe Vertretungsprofessor für historische Musikwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität in Gießen, seit 2017-2020 Professor für Komposition/Musiktheorie an der HfMT Hamburg, ab Oktober 2020 Professor für Komposition an der HfMT Hamburg. Seit 2019 Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg, seit 2021 Präsident der Gesellschaft für Neue Musik (GNM).

                          KHACHATRYAN, Narine

                          Komposition

                          Narine Khachatryan ist am 28.06.1979 in Eriwan, Armenien geboren.

                          Ihren ersten Musikunterricht bekam sie mit 8 Jahren in der Armen Tigranian Musikschule. Bereits in den ersten Jahren merkten die Musiklehrer die Neigung zur Komposition und empfohlen ihr, Kompositionsunterricht zu nehmen. So entstanden die ersten kleinen Kompositionen bereits mit 12 Jahren: „Puppentanz“ für Klavier, „Nacht“ für Sopran und Klavier, „Fantasie“ für Violine und Klavier, die regelmäßig in der Musikschule zur Aufführung gebracht worden sind.

                          Von 1996-2001 studierte Narine Khachatryan am stattlichen Eriwan Konservatorium Komposition bei Edward Mirsoyan.

                          Sie ist schon früh mehrfache Preisträgerin beim Aram Khachatryan Wettbewerb gewesen und 1997 erhielt sie den 1. Preis beim Kompositionswettbewerb des Armenischen Komponistenverbandes. 1999 besuchte sie Meisterkurse bei Thomas Buchholz und erhielt den Händelpreis der Stadt Halle. Das preisgekrönte Werk „Visions“ wurde im 2001 von Sur Plus Ensemble in Halle uraufgeführt. 2003 kam Narine Khachatryan mit DAAD Stipendium nach München, wo sie an der Hochschule für Musik und Theater ihr Meisterstudium beim Prof. H. J. von Bose fortsetzte.

                          2004 wurde sie mit dem Förderpreis und Interpretationspreis des Bialas Kompositionswettbewerbs in München ausgezeichnet. 2008-2009 erhielt sie das Stipendium von Hauser Hermann Guitar Foundation und komponierte 3 solo Stücke für Gitarre, sowie „Ein wenig Sonne im Wasser“ für Gitarre und Vibraphon im Auftrag der Stiftung. Narine Khachatryan erhielt Kompositionsaufträge des Siemens arts Programms (2005), der Landeshauptstadt München (Biennale 2007), Musica Femina (2008), der Kasseler Musiktage 2009 und des Young Euro Classic Festival 2011, das hierfür entstandene Werk wurde im Konzerthaus Berlin uraufgeführt.

                          Des weiteren war Narine Khachatryan Hörfunkgast beim BR, SWR2 und ihre Kompositionen wurden erfolgreich wiedergegeben.

                          Narine Khachatryans Musik umfasst Vokalmusik, Kammermusik, Chormusik aber auch Orchesterwerke u.a. „Requiem“ für 8 stimmigen Chor und Kammerorchester.

                          2011 hat Narine Khachatryan die Weiterbildung zur Musikgarten Lehrkraft am Institut für elementare Musikerziehung gemacht. Sie arbeitete mit verschiedenen Kindertageseinrichtungen und Mütterzentren zusammen, in dem sie „Musikgarten“ Kurse angeboten hat. 2012-2015 war N. Khachatryan im Vorstand der armenischen kirchlichen Gemeinde in München tätig. Außerdem engagierte sie sich jahrelang als Musiklehrerin und Sprachlehrerin an der armenischen Landsmannschaft München. Sie organisierte Feste und Veranstaltungen mit den Kindern, leitete Theatervorführungen in der Landsmannschaft und in der Kirche.

                          Ab April 2018 ist die Komponistin die neue Leiterin des Kinderchores St. Agnes (München, Lerchenau).

                          Am 29.06.2019 organisierte sie und leitete das Projekt „Heimat im Herzen“, Konzertabend mit armenischer Musik in der Kirche St. Agnes, München mit Werken von Grigor Narekatsi, Komitas Vardapet und eigene Kompositionen. Die Veranstaltung wurde gefördert von Kulturreferat München und Gerda Weiler Stiftung.

                          2020 erhielt Narine Khachatryans Werk  „Monolog“ für Oboe und Klavier 3. Preis (in der Kategorie II) beim 32. Siegburger Kompositionswettbewerb.

                          2021 veranstaltete Narine Khachatryan in Zusammenarbeit mit dem Solist:innen Ensemble collegium bratananium e.V. das Online Konzert „Wenn die Töne…SPRECHEN“ im Gedenken an den Völkermord (106. Gedenkjahr) an den Armeniern. Hierbei wurden ihre Chorkompositionen „Praise to God“, „Tzov kenzaghoys“ und Vokalsextette „Lacrimosa“ und „Still“ zur Aufführung gebracht, die die Botschaft des Projektes kraftvoll zum Vorschein brachten.

                          Des weiteren erweitert die Komponistin 2021  ihre Studien in einer umfangreichen Ausbildung bei der Erzdiözese München und Freising im Bereich des kirchenmusikalischen Dienstes (gottesdienstliches Orgelspiel, Leitung von kirchlichen Chorgruppierungen, Kantorendienst) und unterstützt regelmäßig die Gemeinden Fasanerie und Feldmoching mit ihrem Orgelspiel und Gesang.

                          N. Khachatryan lebt und arbeitet in München.

                            KHISMATOV, Sergey

                            Komposition

                            wurde 1983 in St. Petersburg geboren. Er studierte in seiner Heimatstadt sowie bei Moritz Eggert an der Musikhochschule München Komposition. Khismatov besuchte Workshops mit Boris Filanovsky, Pascal Dusapin, Sandeep Bhagwati, Enno Poppe und Helmut Lachenmann.

                            Seine Musik wurde bisher von zahlreichen renommierten Ensembles aufgeführt u.a. von der musikFabrik, dem Slagwerk Den Haag, Tromp percussion, NoName, Russian National Orchestra, sowie u.a. von den Musikern Alex Nowitz, Matthias Bauer, Boris Filanovsky, Moritz Eggert, Johannes Schoellhorn und Anna Korsun.

                            Drei Jahre hintereinander war Khismatov Finalist der Gaudeamus Music Week in Utrecht. 2011 wurde sein Werk "Cymbals Quartet" für die ISCM in Zagreb ausgewählt. In den letzten drei Jahren gewann er weitere Auszeichnungen, er erhielt den Moskauer Kulturpreis und war Stipendiat des Internationalen Künstlerhauses Bamberg "Villa Concordia". Mehr unter: www.khismatov.com

                              LEHMANN-HORN, Markus

                              Komposition

                              wurde 1977 in München geboren. Er erhielt Klavier- und Gitarrenunterricht bei Gulaab, Abi von Reininghaus, Gunnar Geiße, sowie bei Michael Arlt. Ab 2000 intensivierte er sein Interesse für Komposition bei Tobias PM Schneid. Durch ein Studium an der Hochschule für Musik und Theater München erweiterte er sein Spektrum um den Bereich Komposition für Film und Fernsehen. Danach belegte er eine Meisterklasse im Fach Komposition bei Heinz Winbeck in Würzburg.

                              Es entstanden viele Auftragskompositionen im Konzertbereich u.a. für die Münchner Opern-Festspiele, die Bayerische Akademie der Schönen Künste, die Kasseler Musiktage und das Siemens Arts Program. Seine Filmmusik-Kompositionen erklangen in diversen nationalen und internationalen Filmproduktionen. Lehmann-Horn erhielt diverse Preise und Auszeichnungen,  z.B. den Franz-Grothe-Preis 2009, den Musiktheaterpreis der Neuen Oper Wien 2009 oder den Paul-Hindemith-Preis 2011. Mehr unter: www.markuslehmannhorn.de

                                LIAKH, Maksim

                                Komposition

                                Maksim Liakh (*1995)  ist ein in Belarus geborener deutscher Komponist, Pianist, Dirigent und Lehrer.
                                Als Pianist erstreckt sich seine Tätigkeit auch mehrere Bereiche: historische Aufführungspraxis, Liedbegleitung, Korrepetition, Instrumentaltheater und Neue Musik.
                                Seine pädagogische Tätigkeit führte ihn 2017 an die Berufsfachschule für Musik Plattling
                                zurück, an der er Dirigieren, Gehörbildung und Klavier unterrichtet. Seine Werke werden in Deutschland, Österreicht, Slowenien und Italien aufgeführt.
                                Maksim Liakh studierte Klavier an der Wiesbadener Musikakademie und seit Oktober
                                2017 studiert er Komposition an der Hochschule für Musik und Theater München in
                                der Klasse von Moritz Eggert.

                                  LÜCKER, Arno

                                  Komposition

                                  Arno Lücker studierte Musikwissenschaft und Philosophie in Hannover, Freiburg und Berlin. 2008 bis 2010 arbeitete er als freier Redakteur und Sprecher beim Kulturradio vom rbb (Rundfunk Berlin-Brandenburg). Als Pianist und Komponist gewann er Preise, Stipendien und war in beiden Funktionen an zahlreichen Rundfunkproduktionen beteiligt (Deutschlandfunk Kultur, Bayerischer Rundfunk, SWR und andere). 2010 widmete ihm das DeutschlandRadio Kultur eine einstündige Porträtsendung.

                                  Von 2010 bis 2018 war er als festangestellter und später freiberuflicher Dramaturg am Konzerthaus Berlin verantwortlich für alle Musiktheaterproduktionen sowie für innovative Konzertformate. In Lückers Reihe "2 x hören" waren regelmäßig Künstler*innen wie Christian Tetzlaff, Tabea Zimmermann und Alban Gerhardt zu Gast.

                                  Lücker entdeckte Opern wie "Wir gratulieren" von Mieczysław Weinberg und "Triple-Sec" von Marc Blitzstein wieder - und führte sie als Dramaturg und Produktionsleiter am Konzerthaus Berlin und der Komischen Oper Berlin auf.

                                  Ende Februar 2019 feierte die von Lücker edierte und erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemachte Ballettmusik "Cain" von Marc Blitzstein aus dem Jahr 1930 in Kooperation mit der Kurt Weill Foundation New York ihre Uraufführung am Brucknerhaus Linz, für das Lücker 2017 bis 2019 von Berlin aus tätig war. Im September 2019 war Lücker in einer Hauptrolle als Schauspieler, Dramaturg und Pianist in Johannes Kreidlers Musiktheaterwerk "Selbstauslöser" an der Volksbühne Berlin zu erleben.

                                  Für die Wiener Philharmoniker, die New York Philharmonics und andere internationale Klangkörper schreibt Lücker regelmäßig Programmtexte und präsentiert außerdem Konzerteinführungen in der Elbphilharmonie Hamburg, der Kölner Philharmonie und anderswo.

                                  Lücker ist als Autor für das VAN Magazin und die Neue Musikzeitung (nmz) tätig und kuratiert Playlisten für die Streaming-App IDAGIO.

                                  Von 2016 bis 2021 präsentierte er als Künstlerischer Leiter und Moderator jeden Monat eine neue Ausgabe des von ihm erfundenen 360-Grad-Konzert-Astronomie-Formats "Himmlische Partituren" im Zeiss-Großplanetarium Berlin.

                                  Im Juli 2020 erschien Lückers Buch "Op. 111. Ludwig van Beethovens letzte Klaviersonate Takt für Takt" im Wolke-Verlag (Bericht im Deutschlandfunk Kultur).

                                    MARISA, Verena

                                    Komposition

                                    ist eine deutschbrasilianische Komponistin. Sie spielt Theremin, Violine und Klavier. In München studierte sie klassische Komposition, Filmkomposition sowie Jazzkomposition, mit Gastaufenthalten am Californian Institute of the Arts (Los Angeles) und am Conservatório de Tatuí (Brasilien). Stets sucht sie die Verbindung ihrer Musik mit visueller Kunst, Bewegung und Wort. Sie komponierte Musiktheater u.a. für die Neuköllner Oper in Berlin, sowie Orchester- und Kammermusik für das New York-basierte Sirius String Quartet, das Schauspiel Frankfurt, St. Michael München, das Siemens Arts Program sowie das Symphonieorchester der Studienstiftung. Verena Marisa erhielt den Förderpreis des Berliner Opernpreises sowie den Preis des Int. aDevantgarde-Opernwettbewerbs. Kürzlich wurde sie mit dem Deutschen Filmmusikpreis in der Kategorie „Nachwuchs“ ausgezeichnet. Mit „Operation Zucker“ war sie für den Grimme-Preis nominiert und erhielt den Deutschen Fernsehpreis.

                                      MORAN, Robert

                                      Komposition

                                      Robert Moran (*1937) studierte u. a. bei Hans Apostel in Wien, bei Luciano Berio und Darius Milhaud. In den 1960er Jahren war er Mitbegründer des San Francisco New Music Ensemble am dortigen Konservatorium. Im Sinne des gemeinschaftlichen Erlebens mit seinen Interpreten schrieb Moran eine Reihe graphisch notierter Partituren, die zwar Strukturelemente kontrollieren, aber den Ausführenden eine eindeutig kreative Rolle zuwiesen. In den 70er Jahren ging er nach West-Berlin, wo Auftragswerke u. a. für die Stadt Graz entstanden. Später kehrte er in die USA zurück. Zu seinen jüngeren Auftragswerken gehören die Opern „Desert of Roses“ (1992) für die Houston Grand Opera und „From the Towers of the Moon“ (1992) für die Minnesota Opera, die Kammeroper „The Dracula Diary“ und Werke für Piano Circus und das Balanescu Quartett. 2001 schrieb Moran das Werk „Stimmen des letzten Siegels“, das im Münchner Dom zu Unserer Lieben Frau vom Ensemble Chrismos uraufgeführt wurde. Ebenfalls in München fand 2005 die Uraufführung des Stückes „Von unsagbaren Dingen“ statt, für das neben Chören, Blechbläsern und einem Heldentenor auch Alphörner eingesetzt werden.

                                        MUENCH, Markus

                                        Komposition

                                        studierte an den Hochschulen für Musik in Würzburg, Karlsruhe und am Richard-Strauss-Konservatorium in München. Er war erster Geiger des von ihm gegründeten "Strung Out Quartet", das sich ganz auf zeitgenössisches Repertoire konzentrierte und zahlreiche Uraufführungen spielte.
                                        Seine Kompositionen sind meist geprägt von verschiedensten Dokumentar-, Audiomaterialien, die bearbeitet und verändert in eine neue musikalische Sprache integriert werden.
                                        Bisher komponierte er Werke für Film, Video, Hörspiel, Musiktheater, Oper, Performances, zeitgenössischen Tanz, Instrumentalensembles, Computer und Elektronik. Seine Werke kamen u.a. beim ADevantgarde Festival, Digital Analog Festival, Münchener Gesellschaft für Neue Musik, TanzTendenz, MDR sowie in Film- und Werbevertonungen zur Aufführung.

                                          ODEH-TAMIMI, Samir

                                          Komposition

                                          Samir Odeh-Tamimi wurde am 5. Januar 1970 in Jaljulia bei Tel Aviv als Kind palästinensischer Eltern geboren. In seiner Heimat spielte er von 1984 bis 1989 in verschiedenen Ensembles für traditionelle arabische Musik. Nach zweijährigem Aufenthalt in Athen kam er 1993 im Alter von 23 Jahren nach Deutschland. Dort studierte er Musikwissenschaft in Kiel. Danach folgte ein Kompositionsstudium bei Younghi Pagh-Paan und Günter Steinke an der Hochschule für Künste Bremen. Heute lebt und arbeitet er in Berlin.

                                          Samir Odeh-Tamimi erhielt Kompositionsaufträge von den Salzburger Festspielen, der Ruhrtriennale, den Donaueschinger Musiktagen und den Festivals musica viva, Ultraschall Berlin, Zeitkunst und Klangspuren Schwaz. Zudem schrieb er Werke für das Konzerthaus Berlin, die Bochumer Symphoniker, das Oldenburgische Staatstheater, das Ensemble Musikfabrik, für die neuen Vocalsolisten Stuttgart und das SWR Vokalensemble, das Münchener Kammerorchester, den WDR, Radio France, Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk.

                                          Zu den Interpreten seiner Musik gehören u. a. das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Ensemble Modern, Ensemble Resonanz, das ensemble mosaik sowie die Dirigenten Peter Eötvös, Vinko Globokar, Johannes Kalitzke Peter Rundel und Alexander Liebreich.

                                          2003 gewann Samir Odeh-Tamimi den Ersten Preis beim Komponistenwettbewerb der Elisabeth-Schneider-Stiftung. Außerdem war er Stipendiat der Arab Student Aid International Foundation, des Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und der Deutschen Akademie Rom. 2012 nahm er am „Into…“-Projekt des Siemens Arts Program und des Ensemble Modern in Istanbul teil.

                                          Im Juli 2014 wurde sein Werk Mansúr für großen Chor, Hörner, Posaunen und Schlagwerk bei den Salzburger Festspielen mit dem Chor und Musikern des Bayerischen Rundfunkorchesters unter der Leitung von Rupert Huber uraufgeführt. Im September 2014 ist Samir Odeh-Tamimi als „composer in residence“ beim International Arts Festival of Tiradentes in Brasilien zu Gast.

                                            SCHACHTNER, Johannes X.

                                            Komposition, Dirigent, Solist

                                            Johannes X. Schachtner arbeitet nach seinem Studium in den Fächern Komposition und Orchesterdirigieren in München und Stipendienaufenthalten in Bamberg und Paris als freischaffender Dirigent und Komponist.

                                            Er leitete am Pult Orchester wie die Kremerata Baltica, die Münchner Symphoniker, die Bad Reichenhaller Philharmoniker oder das Originalklang-Ensemble Concerto München sowie zahlreiche Ensembles im Bereich der Neuen Musik.
                                            Musiktheaterproduktionen führten ihn u.a. ans Vorarlberger Landestheater oder zur Münchener Biennale. Er ist musikalischer Leiter des Jugendensemble für Neue Musik, Bayern (JU[MB]LE) sowie seit 2019 des von Julia Fischer initiierten Kinderorchesters „Kindersinfoniker". Ebenfalls 2019 gründete er das Ensemble concetto:x.

                                            Sein umfangreiches kompositorisches Werk wird von international renommierten Solisten wie Maximilian Hornung, Matthias Höfs, Lena Neudauer, Julius Berger oder dem Dirigent Ulf Schirmer aufgeführt. Er erhielt zahlreiche Aufträge, etwa von der Münchener Biennale, dem Leopold-Mozart-Wettbewerb oder den Europäischen Wochen Passau. Im Herbst 2018 kam bei den Niedersächsischen Musiktagen ein abendfüllendes Werk zu Herman Melvilles „Bartleby“ zur Aufführung, 2019 gelangte beim Kronberg Academy Festival unter seinem Dirigat ein Doppelkonzert für Violine, Violoncello und Streichorchester zur Uraufführung. Mit dem Autor Norbert Niemann arbeitet Schachtner an einer Oper über den anarchistischen Attentäter Luigi Lucheni.

                                            Für sein Schaffen, das regelmäßig in Portraitkonzerten zu hören ist wurde Johannes X. Schachtner vielfach bei Wettbewerben ausgezeichnet.

                                            Im Juli 2019 erschien seine dritte Portraits-CD ("Sammelsurium - Musik für Blech und Tasten"), die in Koproduktion mit dem BR entstand.
                                            Ergänzend zu seinen Komposition entstanden zahlreiche Bearbeitungen, die regelmäßig in ganz Europa gespielt werden.

                                            Johannes X. Schachtner erhielt u.a. 2013 den Musikförderpreis der Landeshauptstadt München, 2014 den bayerischen Kunstförderpreis. Zudem ist er regelmäßig als Kurator von Konzerten und Projekten im Bereich der zeitgenössischen Musik tätig.
                                            Im Sommersemester 2021 übernimmt er vertretungsweise zusammen mit Dr. Charlotte Seither die Leitung der Kompositionsklasse von Prof. Jan-Müller-Wieland an der Hochschule für Musik und Theater München.

                                            Mehr unter: www.johannesxschachtner.com

                                              SCHMAUDER, Katharina Susanne

                                              Komposition

                                              Im Alter von elf Jahren und zu dieser Zeit Kompositionsschülerin von Wolfgang Zoubek, trat Katharina Schmauder erstmals öffentlich als Komponistin in Erscheinung, als ihr Zahnschmerzenblues für Klavier vierhändig bei den Hallischen Musiktagen 2005 uraufgeführt und mit einem Hans-Stieber-Diplom ausgezeichnet wurde. Nach dem Tode Zoubeks, dem sie auch eine fundierte Ausbildung in Musiktheorie und Gehörbildung verdankt, setzte sie den Unterricht zunächst bei Graham Waterhouse und später bei Wilfried Hiller fort. 2010 nahm sie das Studium bei Prof. Moritz Eggert an der Hochschule für Musik und Theater München auf, das sie im Juli 2016 mit dem Master beendete. Weitere Anregungen bekam sie u.a. von Minas Borboudakis und Pascal Dusapin.

                                              Die Kammermusik, besonders für Streicher, nimmt in ihrem Schaffen besonderen Raum ein. So schrieb sie, neben einer Sonatine für Violine und Klavier und einem fünfsätzigen Streichquartett, das Stück Stumme Berührung für Violine und Violoncello, das vom „Duo Servais“ im Rahmen der Konzertreihe „Junge Solisten“ uraufgeführt wurde. Im Auftrag der musica femina münchen komponierte sie das einsätzige Streichquartett Skin, das 2015 vom Londoner „Kreutzer Quartet“ aus der Taufe gehoben wurde.

                                              Weitere Arbeiten sind das Sextett Jetzt ist Zeit, eine Auftragskomposition für die Preisträger des Kulturkreis Gasteig Musikpreis, sowie Schiefes Schicksal für den Kinderchor der Bayerischen Staatsoper und zuletzt das Ensemblewerk Chat/Gebet, das sie für das Landesjugendensemble für Neue Musik Berlin im Auftrag des 14. aDevantgarde-Festivals 2017 komponierte. Das Cellokonzert für Clara Baesecke entstand 2016 als Abschlussarbeit ihres Studiums. Aufbruch, ein Concertino für Klavier und sinfonisches Blasorchester, erlebte 2018 seine Uraufführung durch das Bayerische Polizeiorchester unter Leitung von Johann Mösenbichler und Moritz Eggert am Klavier bei „Antennenglühn – Nacht der Neuen Musik“ im Münchner Gasteig.

                                              2012 begann ihre Zusammenarbeit mit dem Regisseur Levin Handschuh, woraus zu Studienzeiten u.a. das Musiktheater Gletscher (Text: Margareth Obexer) und das Experimentelle Musical Alice im Wunderland (komponiert gemeinsam mit Samuel Penderbayne; Text: Roland Schimmelpfennig) hervorgingen. Es folgten im Kernteam mit Samuel Penderbayne sowie Levin und Dany Handschuh und wechselnden künstlerischen Partnern eine Vielzahl weiterer Musiktheaterprojekte: 2014 präsentierte die Gruppe die Installation We built this city beim Festival „Jung? Na und!“ im Raum13/Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste in Köln. 2015 wurden Teile aus Alice im Wunderland bei der Langen Nacht der Musik im Theater Bremen wiederaufgeführt. 2016 folgte am selben Haus die szenisch-musikalische Lesung Schafsjagd am Strand nach Texten von Haruki Murakami.

                                              Für das Theater Plauen-Zwickau schrieb Katharina Schmauder die Musik zum Tanzstück Happy Birthday von Annett Göhre, das 2016/17 in München und Sachsen insgesamt 14 Aufführungen erlebte. 2018 und 2019 wird am gleichen Haus ihre Fassung von Claudio Monteverdis L’Orfeo mit einem neukomponierten Finale gespielt. Derzeit arbeitet sie an einer „Oper aus dem Koffer“ für das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, ein Projekt der MiR-Stiftung.

                                                SCHNEID, Tobias PM

                                                Komposition

                                                Tobias PM Schneid wurde schon während seines Kompositionsstudiums in Würzburg (bei Bertold Hummel, und insbesondere Heinz Winbeck) mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen für seine Kompositionen bedacht. Neben dem renommierten Kompositionspreis der Landeshauptstadt Stuttgart (1987), erhielt er u.a. den Preis „Forum junger Komponisten“ des WDR (1989), zweimal den Kompositions – und Publikumspreis der Sommerlichen Musiktage Hitzacker (1990; 1992), den 1. Preis des von Claudio Abbado initiierten 1. Wiener Internationalen Kompositionswettbewerbes (1991), ein halbjähriges Stipendium der cité international des arts (1993), sowie 1995 den Bayerischen Staatspreis für junge Künstler. 1996 war Schneid composer in residence an der University of Manchester.Seither haben sich seine Arbeiten – neben starken Einflüssen durch die Musik von Maurice Ravel und Gustav Mahler durchaus auch von avancierten Formen des Jazz und der Rockmusik inspiriert - zu einer völlig eigenständigen, individuellen, zeitgenössischen Musiksprache entwickelt.Sein Oeuvre umfasst Werke nahezu aller musikalischen Gattungen: von großorchestraler Symphonik, Solokonzerten und einem ausgedehnten Werkkatalog für Ensemble - und Kammermusiken bis hin zu einem abendfüllenden Ballett und der Neukomposition einer live zum Film zu spielenden Musik zu Walter Ruttmanns bahnbrechendem Film „Berlin – Die Sinfonie der Großstadt“ von 1927. Das bisherige Schaffen wurde auf mittlerweile vier Portrait-CDs, sowie in Zusammenarbeit mit international renommierten Künstlern und Orchestern dokumentiert. So werden seine Werke u.a. vom BBC Symphony Orchestra London, den Rundfunk-Sinfonieorchestern des BR, des SWR Freiburg und Baden-Baden, des WDR und SR, dem DSO Berlin, dem BJO und dem Münchener Kammerorchester unter der Leitung so renommierter Dirigenten wie Andris Nelsons, Kent Nagano, John Storgards, Dennis Russel Davies, Sylvain Cambreling, Jonathan Stockhammer, Johannes Kalitzke, Peter Rundel, Brad Lubman, Friedrich Cerha und Christoph Poppen aufgeführt und eingespielt. Das SWR Vokalensemble hat unter der Leitung von Marcus Creed seine 3. Sinfonie „XXI“ für 28 Vokalisten uraufgeführt.Im Ensemble – und kammermusikalischen Bereich hat Schneid für die Ensembles Musikfabrik NRW, öenm Salzburg, Raschér Saxophone Quartet, TrioLog München, „die reihe“ Wien, Psappha Manchester, Ensemble Köln, das Minguet Quartett, das Rodin Quartett (m. Siegfried Palm als Solisten), das Leopold-Mozart-Quartett, sowie für das Tecchler Trio komponiert. Solowerke entstanden u.a. für Jörg Widmann, Maximilian Hornung, Alban Gerhardt, Carin Levine, Stefan Schilli und Valentin Radutiu.Zahlreiche internationale Wettbewerbe - darunter der Internationale Klarinettenwettbewerb Freiburg 2011, sowie der Internationale Musikwettbewerb der ARD München (2007; 2014) - haben bei Schneid die jeweiligen Pflichtstücke der Finalistenrunde in Auftrag gegeben. Seine Werke wurden 1989, 1991 und 2006 als offizielle deutsche Beiträge für die jeweiligen Weltmusiktage nominiert und aufgeführt. In Kooperation mit dem Goetheinstitut führten ihn Konzert – und Vortragsreisen durch ganz Europa und Asien. 2009 und 2015 wurde Schneid für den GEMA Musikautorenpreis nominiert. Seit 2015 ist er ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der schönen Künste.Tobias PM Schneid wurde 1963 in Rehau/Hof geboren und wuchs in München und Augsburg auf. Er unterrichtet seit 1997 am Konservatorium bzw. der Hochschule für Musik in Würzburg in den Fächern Musiktheorie und Komposition und war Dozent für Komposition bei Jeunnesses Musicale und den Bayreuther Festspielwochen.

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                                                  SCHWENK, Fredrik

                                                  Komposition

                                                  wurde 1960 in München geboren. Er studierte Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität sowie Komposition bei Wilhelm Killmayer an der Hochschule für Musik und Theater in München. Im Jahr 2000 wurde er als Professor für Musiktheorie und Komposition an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg berufen. Zusammen mit Peter Michael Hamel leitete er das Studio 21. Ebenfalls war er künstlerischer Leiter der deutsch-französischen Akademie Opus XXI. Die Verbindung beider Länder zieht sich durch seine Biografie: 2009 übernahm er die Leitung des Doppelmasters Komposition zwischen der HfMT Hamburg und dem CNSMD Lyon.

                                                  Kompositionsaufträge erhielt er von namhaften Institutionen u.a. von der 3. Münchener Biennale, der Oper Halle, der Akademie der Schönen Künste München und dem Oldenburgischen Staatstheater. Er erhielt zudem zahlreiche Auszeichnungen, darunter den 1. Preis der Fondation Hindemith, den Kulturförderpreis der Stadt München und den Sonderpreis der Siemens-Kulturstiftung. Mehr unter: de.wikipedia.org/wiki/Fredrik_Schwenk

                                                    STILLMARK, Jakob

                                                    Komposition

                                                    Jakob Stillmark, geboren 1994 in Gera, begann schon frühzeitig seine musikalische Ausbildung mit dem Klavierspiel. Im Alter von neun Jahren nahm er ersten Kompositionsunterricht und schrieb zwei Werke für Schulorchester. Ab dem Alter von fünfzehn Jahren bekam er Unterricht von Ernst-August Klötzke in Wiesbaden. Er gewann unter anderem den Preis der deutschen Orchesterstiftung für die "beste Komposition" beim Orchesterworkshop für Junge Komponisten in Halberstadt. Seit 2013 studiert er bei Isabel Mundry Komposition an der Musikhochschule München und nahm an internationalen Meisterkursen, bspw. bei Toshio Hosokawa und Peter Eötvös teil. Seine Werke wurden unter anderem in der Reihe "Junge Solisten", "hartmann 21", bei der Münchener Biennale, in den Münchner Kammerspielen, in Shanghai und am Staatstheater Darmstadt aufgeführt. Stillmark ist ebenfalls als Qigong-Kursleiter tätig und engagiert sich bei der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands.

                                                      STRAUCH, Alexander

                                                      Komposition

                                                      Alexander Strauch wurde 1971 in München geboren. Als Komponist liegt ein Schwerpunkt im Bereich des Musiktheaters. So konnte man 2014 Styx – Orfeo’s Past Now erleben, davor z.B. NEDA – der Ruf, die Stimme (Münchener Biennale, 2012) oder UTOPER nach Thomas Morus‘ Utopia (Semperoper Dresden, Hochspannungshalle der TU Dresden, 2009). Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Auseinandersetzung mit mikrotonalen Kompositionstechniken oder in der Einbeziehung theatraler und musikelektronischer Elemente. Wichtige Kompositionsaufträge erhielt er u.a. von der Münchener Biennale, der Bayerischen und der Sächsischen Staatsoper und dem Münchener Kammerorchester. Seine Kammer- und Orchestermusik wurde u.a. von Christoph Poppen, Radovan Vlatkovic, Christopher Robson, Carin Levine, Moritz Eggert, Anna-Maria Bogner, Anneliese Ruppert, Georg Glasl, Leopold Hurt, Jobst Liebrecht, Peter Tilling, Johannes X. Schachtner, dem Xsemble Streichquartett und dem Ensemble piano possibile interpretiert. Strauch war u.a. Stipendiat der Cité internationale des Arts in Paris und des Künstlerhauses Villa Concordia in Bamberg und ist Träger des Musikförderpreises der Landeshauptstadt München. Er war Finalist der II. Opernwerkstatt der Kammeroper Rheinsberg. Seine Werke werden u.a. durch BR, DLR und Deutsche Welle aufgezeichnet und gesendet. Er studierte Komposition (Diplom und Meisterklassen-Diplom) an diversen Musikhochschulen in u.a. in Frankfurt/M. bei Hans Zender und Isabel Mundry. Seit 2013 ist er künstlerischer Co-Leiter des aDevantgarde-Festivals. Zudem ist er leitendes Mitglied des Ensembles NKM – Neues Kollektiv München. www.strauchcomposer.de

                                                        SYRSE, Diana

                                                        Komposition

                                                        Diana Syrse (*1984) ist eine Komponistin und Sängerin, deren Musik geprägt ist von Einflüssen aus Jazz, Rock, Fusion, traditioneller Musik aus aller Welt und Avantgarde sowie dem Einsatz nicht-westlicher Instrumente, theatralischer Elemente und Elektronik. Ihr Schwerpunkt liegt auf Komposition für neues Musiktheater, Oper, Bühnenkonzerte und interdisziplinäre Gemeinschaftskreationen. Ihre Musik wird meistens von ihr selbst in Zusammenarbeit mit anderen Ensembles, Chören und Orchestern aufgeführt. Als Sängerin hat sie Erfahrung Bel canto, erweiterte Gesangstechniken, Jazz und Improvisation und sich auf die Erforschung neuer Ansätze bei der Komposition und Interpretation von neuem Musiktheater spezialisiert.

                                                        Ihr Katalog enthält Werke, die für Chöre, Orchester, Ensembles, Elektronik, elektroakustische Musik, Tanz, Oper und neues Musiktheater geschrieben wurden. Ihre Musik wurde bisher in Europa, Lateinamerika, Kanada, USA, Afrika und Asien unter anderem vom Mexico City Philharmonic Orchestra, dem Cuban National Orchestra, dem Radio France Orchestra, dem Anne Arbor Symphony Orchestra aufgeführt. Sie arbeitete bisher als Komponistin und Sängerin mit dem Angeles Philharmonic Orchestra, der Staatsoper Hamburg, Neuköllner Oper Berlin, VocalEssence, dem Babylon Orchestra Berlin, Kinderkinder und wurde zu internationalen Festivals in den USA, Mexiko, Frankreich, Deutschland, Holland und Lettland eingeladen. Im Bereich Oper und Theater war Diana Syrse als „composer in residence“ an den Kammerspielen München, dem Schauspiel Frankfurt, dem Berliner Ensemble, der Deutsche Oper am Rhein und der Staatsoper Hamburg tätig. Sie war die künstlerische Leiterin und Gründerin des Breakouts Ensembles in München.

                                                        Einige ihrer Auszeichnungen und Anerkennungen umfassen den Musikpreis der Landeshauptstadt München, das FONCA Study Abroad Programme, der Aufenthalt am Banff Centre in Kanada, das Counterpoint of Tolerance Project in Los Angeles und das Stipendium für einen Aufenthalt an der Cité Internationale des Arts in Paris. Darüber hinaus war sie Mitglied des Young Creators Programms, der Akademie Musiktheater heute der Deutschen Bank, der Akademie d´Aix en Provence und des European Network of Opera Academies. Sie wohnt in München.

                                                          WIDMANN, Jörg

                                                          Komposition

                                                          Jörg Widmann gehört zu den aufregendsten und vielseitigsten Künstlern seiner Generation.
                                                          Ausgebildet von Gerd Starke in München und Charles Neidich an der Juilliard School New York ist der Klarinettist Jörg Widmann regelmäßig zu Gast bei bedeutenden internationalen Orchestern, wie dem Gewandhausorchester Leipzig, dessen erster Gewnadhauskomponist er in dieser Saison ist, Orchestre National de France, Tonhalle-Orchester Zürich oder National Symphony Orchestra Washington und konzertiert mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Valery Gergiev, Kent Nagano, Sylvain Cambreling, Christoph Eschenbach und Christoph von Dohnanyi.

                                                          Im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 2015 brachte er das neue Klarinettenkonzert über von Mark Andre zur Uraufführung. Mehrere Klarinettenkonzerte, von Komponisten wie Wolfgang Rihm oder Aribert Reimann sind ihm gewidmet und durch ihm uraufgeführt worden.

                                                          Komposition studierte Jörg Widmann bei Kay Westermann, Wilfried Hiller und Wolfgang Rihm. Sein Schaffen wurde vielfach ausgezeichnet.

                                                          Dirigenten wie Daniel Barenboim, Daniel Harding, Kent Nagano, Christian Thielemann, Mariss Jansons, Andris Nelsons und Simon Rattle bringen seine Musik regelmäßig zur Aufführung. Orchester wie die Wiener und die Berliner Philharmoniker, das New York Philharmonic, Orchestre de Paris, BBC Philharmonic Orchestra und viele andere haben seine Musik uraufgeführt und regelmäßig in ihrem Konzertrepertoire. Mit dem Cleveland Orchestra und dessen Chefdirigenten Franz Welser-Möst verbindet ihn seit seiner Tätigkeit als Daniel R. Lewis Young Composer Fellow eine besondere künstlerische Zusammenarbeit. Unter der Leitung von Kent Nagano und unter Mitwirkung namhafter Sänger eröffnete die Uraufführung seiner Oper „Babylon“ die Spielzeit 2012/13 an der Bayerischen Staatsoper München. Die Alte Oper Frankfurt widmete ihm in derselben Saison ihr Komponistenportrait „Auftakt“.

                                                          2009 wurde zum 20-jährigen Jubiläum der Pariser Opéra Bastille das Musiktheater Am Anfang von Anselm Kiefer und Jörg Widmann uraufgeführt. Widmann agierte hier als Komponist, Klarinettist und gab sein Debut als Dirigent.

                                                          Jörg Widmann war Residenzkünstler zahlreicher Orchester und Festivals wie den Lucerne und Grafenegg Festivals, bei den Bamberger Symphonikern und in der Saison 2015/16 als crative chair des Tonhalle-Orchesters Zürich. Das Konzerthaus Wien, die Alte Oper Frankfurt und die Kölner Philharmonie widmeten Widmann in den vergangenen Jahren Komponistenportraits – in der Carnegie Hall New York stand seine Musik unter dem Motto „Making Music: Jörg Widmann“ für eine Spielzeit im Fokus.

                                                          Widmann ist Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin und ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, der Freien Akademie der Künste Hamburg (2007), der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste (2007) und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (2016).

                                                            WITTRICH, Peter

                                                            Komposition

                                                            Peter Wittrich wurde am 28. November 1959 im oberbayrischen Freising geboren. Nach nach dem Abitur studierte er an der Münchner Musikhochschule zunächst Lehramt am Gymnasium. Wenig später nahm er ein Kompositionstudium bei Prof. Dieter Acker am selben Haus auf, das er mit einem Meisterklassen-Diplom abschloss.

                                                            Schon während des Studiums erzielt er erste Kompositionspreise, darunter den 1. Preis beim Internationalen Kompositionswettbewerb Erdinger Orgelmusik 1985 für das Orgelwerk Fantasie über D-S-C-A. Es folgten zahlreiche weitere Preise, insbesondere für Chor- und Instrumentalwerke, wie z. B. ein 1. Preis für Trinklied aus dem 16. Jh. beim Kompositionswettbewerb zum internationalen Franz Schubert-Chorfest in Wien (1997), 1. Preis der Franz-Josef Reinl-Stiftung, Wien für Segnali cappricciosi für Trompete und Orchester (1998) und 1. Preis beim Internationalen Kompositionswettbewerb Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd 1999 für Hymnische Motette, eine Komposition für Chor und Orgel. Von 1989 bis 2004 war Peter Wittrich hauptamtlicher Dozent für Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Theater in München. Seit 2004 ist er dort Professor für Musiktheorie und schulpraktisches Klavierspiel.

                                                            Die Schwerpunkte seines Schaffens liegen in den Bereichen der Chor-, Kirchen- und Instrumentalmusik. Darüber hinaus ist ihm auch der pädagogische Ansatz, das Komponieren für Kinder und Jugendliche ein besonderes Anliegen.

                                                            Mit seinem Ensemble Solisti Deo Gloria bzw. Peter Wittrich-x-tett präsentiert er im Zuge der Einführung des neuen Gotteslobs eine abwechslungsreiche Palette an neuen Liedarrangements und Re-Kompositionen und liefert im Gegenzug „unerhörte“ Arrangements aus der Tanz-und Unterhaltungsmusik. Diese stilistische Vielfalt spiegelt sich auch in seinen Kompositionen wieder. Choral und tradierte Motettenkunst verbinden sich mit Jazz-Elementen (Orgel-Blues, Missa in Blue), tradierte Melodien werden in artifizielle Kompositionsstrukturen eingebettet, mitunter subtil durchzogen von einem Hauch Ironie (Weihnachtssonate) und zeitgenössische Diktion verschmelzen mit archaisch-tradierten Fundamenten zu einem Stil, der unmittelbar an die Wurzeln emotionalen Erlebens rührt.

                                                              WU, Hao

                                                              Komposition

                                                              Hao Wu (*1992, in China), lebt in Antwerpen. Studierte bei Moritz Eggert Komposition.

                                                                YANG, Song

                                                                Komposition

                                                                Song Yang, geboren in der Inneren Mongolei, schloss ihr Studium zuerst mit einem Bachelor in Musikwissenschaft an der Inner Mongolia University ab (2009), gefolgt von einem Master in Kompositionstheorie am Zentralkonservatorium für Musik in Peking (2012). Sie begann im Alter von siebenundzwanzig Jahren Komposition zu studieren und ist zur Zeit Doktorandin am Zentralkonservatorium für Musik. Sie besucht außerdem die Konzertexamensklasse an der Hochschule für Musik Freiburg. Sie erhielt im Jahr 2015 ein Stipendium des China Scholarship Council (CSC) und im Jahr 2016 die Fu Chengxian Memorial Scholarship. Sie hat Auftragswerke komponiert für das Young Artist Project der China Art Foundation, für den Bereich Musiktheater des Shanghai International Art Festival (beide 2015) sowie für das American Juilliard School Focus Festival (2017). Sie wurde 2017 mit dem 3. Preis des Vareler Kompositionspreises ausgezeichnet und erreichte darüber hinaus erste Plätze beim Composition Prize der Singapore Ding Yi Music Company (DYMC) und der 2nd Voice of China Composition Competition. Im Jahr 2015 erhielt sie den Auftrag für ein Orchesterwerk im Rahmen des „Young Creative Artist Funded Project“ der China National Art Foundation. Ihre Werke, die u.a. Orchestermusik, Kammermusik, elektronische Musik, Tanzdramen umfassen, wurden u.a. beim Shanghai International Art Festival (2017), den Kammermusiktagen am Vareler Hafen (2017), dem KISDparcours (Köln, 2017), der New Music Week des Shanghai Conservatory of Music (2016 ), dem Ferneyhough-Kompositionsworkshop der 48. internationalen Ferienkurse für neue Musik (Darmstadt, 2016), dem Beijing Modern Music Festival (2015) aufgeführt. Sie arbeitete mit dem Berliner Kairos-Quartett, dem Ensemble hand werk, dem Con Tempo Ensemble Beijing, den Israel Contemporary Players sowie dem Holland Nieuw Ensemble zusammen.

                                                                  Artists

                                                                  BRIGITTE, Helbig

                                                                  Puchheim

                                                                  Brigitte Helbig beschäftigte sich schon früh mit Werken für Klavier und Kammermusik des 20. und 21. Jahrhunderts. Parallel zum Klavierstudium und dem Master Neue Musik bei Prof. Markus Bellheim in München erweiterte sie ihre Studien durch Auslandsaufenthalte in Paris bei Florent Boffard und in Wien bei Johannes Marian sowie in Kursen bei Nicolas Hodges, Majella Stockhausen und Ian Pace. Die Zusammenarbeit mit Komponisten wie Thomas Larcher, Steve Reich und Mark Andre und die Beschäftigung mit den Klavierwerken von Komponistinnen der Gegenwart, wie Isabel Mundry, Rebecca Saunders oder Olga Neuwirth, prägen Helbigs nachhaltige Begeisterung für die Moderne.

                                                                    Chor des Bayerischen Rundfunks

                                                                    Chor

                                                                    Münchens vielseitiger Rundfunkchor blickt auf eine lebendige Geschichte zurück! Bewegende Konzerterlebnisse, spannende Rundfunkübertragungen, preisgekrönte CD-Editionen und enge Bindungen an Weltklassekünstler prägen das Wirken des renommierten Chores.
                                                                    Gerade in der Jubiläumssaison zeigt sich mit großer Klarheit, dass professioneller Chorgesang mehr ist als eine gute Tradition: Wie in seinen Anfangstagen wird der Chor des Bayerischen Rundfunks auch heute als unverzichtbarer Teil der Gegenwartskultur angesehen. Der Chor vereint in einer glücklichen Symbiose das hochklassige Live-Erlebnis im Konzert und die Präsentation von innovativen sängerischen Darbietungsformen wie Web-Uraufführungen mit zeitgemäßer medialer Einbindung in Radio, TV, auf CD und DVD, im Streaming und in Mediatheken.
                                                                    Gegründet im Mai 1946, in Tagen des Hungers nach Brot und kultureller Vielfalt, war er der erste der drei Nachkriegs-Klangkörper des BR, der über Sendemast und Äther sein Radiopublikum fand, und der bald auch in öffentlichen, wenn auch noch unbeheizten Konzertsälen auftrat. Vor allem in den Konzerten der musica viva gab er all jenem einen künstlerischen Ausdruck, was zuvor lange Jahre aus dem Kulturleben verbannt war. Aber schon bald ging es nicht mehr um Grundversorgung, sondern es mehrten sich Glanzpunkte, bei denen der BR-Chor zum Partner der ganz Großen wurde. Über die Jahrzehnte gaben sich dirigierende Komponisten wie Igor Strawinsky und viele andere ein Stelldichein beim Chor.
                                                                    Von 2003 bis zu seinem jähen Tod im Dezember 2019 war Mariss Jansons Chefdirigent von Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Der designierte Nachfolger Sir Simon Rattle wird das Amt im Sommer 2023 übernehmen.
                                                                    Seit 1998 bietet der BR-Chor eine eigene erfolgreiche Abonnement-Konzertreihe in München an. Künstlerischer Leiter des Chores ist seit 2016 Howard Arman.
                                                                    Bei der musica viva und in den eigenen Abonnementkonzerten profiliert sich der Chor regelmäßig mit Uraufführungen. Europäische Spitzenorchester, darunter die Berliner und Wiener Philharmoniker oder die Sächsische Staatskapelle Dresden schätzen die Zusammenarbeit mit dem BR-Chor. In jüngster Vergangenheit konzertierte der Chor mit Dirigenten wie Giovanni Antonini, Andris Nelsons, Bernard Haitink, Daniel Harding, Yannick Nézet-Séguin, Riccardo Muti, Riccardo Chailly, Robin Ticciati und Iván Fischer sowie mit Herbert Blomstedt und Christian Thielemann. Schwerpunkte bilden dabei große Chorsymphonik, zeitgenössische Vokalmusik sowie die Kooperation mit Originalklang-Ensembles wie Il Giardino Armonico, Concerto Köln und der Akademie für Alte Musik Berlin.
                                                                    Gastspiele führten den Chor in jüngerer Zeit in die Schweiz zum Lucerne Festival, in die Niederlande, nach Italien, Polen, Kroatien und Frankreich sowie im süddeutschen Raum zum Kissinger Sommer, zum Deutschen Mozartfest Augsburg, zu den Fränkischen Musiktagen, zum Mozartfest Würzburg und zum Rheingau Musik Festival. Regelmäßig ist der BR-Chor bei den Salzburger Festspielen vertreten. Im Januar 2017 nahm der Chor an den Eröffnungskonzerten der Hamburger Elbphilharmonie teil.
                                                                    Im Sinne des Bildungsauftrags des öffentlich-rechtlichen Rundfunks engagiert sich der Chor vielfach in pädagogisch ausgerichteten Projekten. So fördert er junge Solisten und Dirigenten mit Engagements bzw. innerhalb des Chordirigierforums und öffnet sich bei Mitsingkonzerten regelmäßig dem gemeinsamen Musizieren mit Laien. Darüber hinaus erscheinen beim hauseigenen CD-Label BR-KLASSIK regelmäßig große oratorische Werke mit fundierten Werkeinführungen, aktuell mit Mozarts Requiem.
                                                                    Für seine CD-Einspielungen erhielt der Chor zahlreiche hochrangige Preise, darunter mehrfach den Echo Klassik. Die CD mit Beethovens Missa solemnis unter der Leitung von Bernard Haitink wurde beim Grammy Award 2016 in der Rubrik Best Choral Performance nominiert. Bereits 2015 erfolgte die Auszeichnung mit dem Bayerischen Staatspreis für Musik in der Kategorie Professionelles Musizieren. Die CD mit Mahlers Dritter Symphonie unter der Leitung von Iván Fischer wurde 2018 als Audiophile Mehrkanaleinspielung des Jahres mit einem Opus Klassik geehrt. Die DVD-Edition von Bachs Johannes-Passion wurde vom Preis der deutschen Schallplattenkritik in die Bestenliste 2/2017 aufgenommen. Die CD mit Rachmaninows Glocken erhielt einen Diapason d’or und eine Nominierung für den Grammy 2019 (Best Choral Performance).
                                                                    Unter den CDs in Zusammenarbeit mit dem Künstlerischen Leiter Howard Arman finden sich zwei Ausgaben von Christmas Surprises ebenso wie Händels Occasional Oratorio, Bach-Motetten, Mendelssohns groß besetzte Psalmvertonungen, Chöre von Elgar, Mozarts Requiem und die c-Moll-Messe sowie das Stabat mater von Dvořák in einer Frühfassung. Unter der Leitung von Giovanni Antonini hat der BR-Chor Haydns Schöpfung zum groß angelegten CD-Zyklus „Haydn 2032“ beigetragen.
                                                                    Zu den besonders prägenden Begegnungen zählt diejenige mit dem estnischen Komponisten Arvo Pärt, dessen Passionsmusik Passio der BR-Chor 1982 in München uraufführte – ein Auftakt für eine künstlerische Partnerschaft, die vor allem in den vergangenen Jahren besonders intensiv gepflegt wurde. So konnte der BR-Chor etwa die deutsche Erstaufführung von Ja ma kuulsin hääle (And I Heard a Voice) gestalten. Schon zuvor sind zwei CDs (Arvo Pärt – Live und Arvo Pärt – Te Deum) aus mehreren Konzertprogrammen zusammengestellt worden. Und 2019 war Pärt eigens angereist, um bei den Proben für ein Konzert bei den Salzburger Festspielen anwesend zu sein. Dabei äußerte er mit großer Ergriffenheit seine Wertschätzung für die künstlerische Arbeit des Chores. In der Jubiläumssaison präsentiert der BR-Chor zwei weitere CD-Editionen mit Werken von Arvo Pärt, der erst jüngst seinen 85. Geburtstag feierte.

                                                                      CRNOJEVIC, Aleksandar

                                                                      Hornist

                                                                      Aleksandar Crnojevic (*1978), Hornist.
                                                                      Nach dem Abitur am Musikgymnasium „Mokranjac“ in den Hauptfächern Horn und Musiktheorie, absolvierte er sein Studium zunächst bei Prof. Stjepan Rabuzin an der Fakultät der Musikkunst in Belgrad während er schon im Belgrader Radio-Sinfonieorchester festangestellt war. 2001 setzte er sein Studium bei Peter Hoefs in Mainz, sowie bei Johannes Ritzkowsky in München und bei Prof. Ralf Springmann in Augsburg fort. Als Solist und Orchestermusiker konzertiert er mit zahlreichen Kammermusikensembles, u.a. mit Classic Brass, die Taschenphilharmonie, Pasinger Fabrik und Kammerphilharmonie dacapo.

                                                                        ESTERL, Konstantin

                                                                        Orgel

                                                                        Konstantin Esterl studierte an der Hochschule für Musik und Theater München Kirchenmusik und Konzertfach Orgel bei Prof. Harald Feller. Das anschließende Orgel-Studium an der Universität der Künste in Berlin bei Prof. Leo van Doeselaar und Erwin Wiersinga schloss er 2013 mit Auszeichnung ab. Er ist Preisträger internationaler und nationaler Orgelwettbewerbe („Wuppertaler Orgelsommer 2010“, Heidelberger Kurt-Bossler-Orgelwettbewerb 2011, „Felix Mendelssohn Bartholdy-Wettbewerb“ 2012). Zur Zeit promoviert er an der LMU München in Musikwissenschaft und ist Organist an der Gemeinde St. Maximilian in München.

                                                                          GÜLIN, Atakli

                                                                          Oboistin

                                                                          Born in 1998 in Istanbul, Gülin Ataklı started music at the TRT Children’s Choir in 2006, and oboe with Mehmet Seyid Mas at the Mimar Sinan Fine Arts University Istanbul State Conservatory in 2009. She attended masterclasses of Christian Schneider, Sandra Sinsch, Leyla Pınar, Albrecht Mayer, Nick Deutsch, Georg Fritz, Anatoly Lubimov, François Leleux, Christian Wetzel, Christian Schmitt, Giorgi Gvantseladze, Marie Lise Schüpbach, Heike Steinbrecher, David Walter and IKSV Open Conservatory. In 2012, she participated in the 18th International Istanbul Baroque Festival, and became a member of the Doğuş Symphony Orchestra under the direction of Rengim Gökmen. In 2013, she performed with the school orchestra Haydn’s Oboe Concerto. In 2014, she was one of the finalists in the E. A. Mravinsky International Young Musicians Competition held in St. Petersburg. In 2015, she received first prizes in the Austrian and German Music Competition held in Bulgaria and International Young Musicians Competition held in Italy, in the latter she was also awarded with the special prize. Ataklı gave concerts with the orchestras including AIMA Festival Orchestra, Istanbul State Symphony Orchestra and Turkey Youth Philharmonic Orchestra under the baton of Cem Mansur. In 2016, she gave a recital in the Shining Stars concert series by İş Sanat, selected as the “Most Shining Star” and awarded with the Meriç Soylu Prize. Same year she gave a recital in the Istanbul Woodwing Festival, received the second prize in the London International Grand Prize Virtuoso Competition and performed Cimarosa’s Oboe Concerto with the Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra under the baton of Gürer Aykal at the season opening concert of İş Sanat. In 2017, she became a member of the Munich Symphony Orchestra.

                                                                          Gülin Ataklı currently continues her studies with François Leleux at the Hochschule für Musik und Theater in Munich within the “Young Talents” project by Contemporary Education Foundation of Turkey, which is financially supported by the Qnb Finansbank since 2017.

                                                                            GUTFLEISCH, Johannes

                                                                            Violoncello

                                                                            Der Cellist Johannes Gutfleisch war während seiner Schulzeit am Gymnasium bei St. Stephan Gaststudent am Augsburger Leopold-Mozart-Konservatorium. Er studierte anschließend in Köln bei Claus Kanngiesser sowie bei Brunhard Böhme in Weimar. Meisterkurse bei Harvey Shapiro und Wolfgang Boettcher sowie beim Abegg-Trio, beim Petersen-Quartett, beim Amadeus Quartett und anderen ergänzten seine Ausbildung.
                                                                            Gutfleisch ist seit 2001 Vorspieler der Violoncelli bei den Augsburger Philharmonikern. Als Gast spielt er u. a. in den Opernhäusern von Nürnberg und München.
                                                                            Als Gründungsmitglied des Leopold Mozart Quartetts und Leiter des Ensembles für Neue Musik »SoundLeaks« ist er bei verschiedenen Festivals sowie bei Kammerkonzerten des Staatstheater Augsburg zu hören. Er war Jurymitglied beim ersten Kompositionswettbewerb der Augsburger Philharmoniker. Sein Interesse für Neue Musik spiegelt sich auch in zahlreichen Uraufführungen sowie der Initiative für mehrere Werkaufträge wider. Die von ihm 2009 gegründete Konzertreihe »Zukunftsmusik« ist inzwischen fester Bestandteil des Spielplans der Augsburger Philharmoniker.

                                                                              HAAG, Babette

                                                                              Schlagzeug

                                                                              Die Münchnerin Babette Haag, Tochter eines Flötisten und einer Harfenistin, oftmals als „Schamanin aus dem Reich der Töne“ bezeichnet, fing mit sechs Jahren an Klavier zu spielen, ehe ein Konzert für Marimbaphon und Orchester die Siebzehnjährige derart begeisterte, dass sie sich für ein Studium der Schlaginstrumente als Berufsweg entschied.

                                                                              Von 1988 – 1994 studierte sie an der Musikhochschule in Freiburg/Br., wurde als Preisträgerin des Deutschen Musik-Wettbwerbs in die Bundesauswahl „Konzerte junger Künstler“ aufgenommen und legte in der Saison 1992/93 den Grundstein für ihre Solokarriere mit mehr als 40 Soloauftritten in ganz Deutschland.

                                                                              Babette Haag gehörte ausserdem der Jungen Deutschen Philharmonie und der Philharmonie des Schleswig-Holstein Musik Festivals an. Mit diesem Orchester, das 1995 in „Philharmonie der Nationen“ umbenannt wurde, trat sie sieben Jahre lang unter der Leitung von Justus Frantz als Solopaukerin und Organisatorin der Schlagzeug-Abteilung auf zahlreichen Konzerttourneen im In- und Ausland, bei CD-Produktionen sowie in der Fernsehsendung „Achtung! Klassik“ auf.

                                                                              Man kann Babette Haag in verschiedensten Formationen erleben, in denen sie immer wieder versucht, die Vielseitigkeit des Schlagzeug-Instrumentariums auszuloten: in Percussion-Solorecitals, in Konzerten für Marimba/Schlagzeug und Orchester, mit dem Percussion-Ensemble Babette Haag (von Duo bis Quintett) oder als Kammermusik-Partnerin (u.a. im Duo Arparimba und Trio TriColore, mit dem Klavierduo Paratore, mit den Pianisten Alexej Lubimov & Alexandre Rabinovich, mit Klaus Maria Brandauer oder Bobby McFerrin). Ihre Auftritte führten sie in viele Länder Europas sowie in die baltischen Staaten, die USA, nach Brasilien, China, Saudi-Arabien, Nicaragua, den Sudan und die Côte d’Ivoire oder z.B. mit dem Luxus-Kreuzfahrtschiff MS Europa rund um Grossbritannien.

                                                                              Babette Haag ist gern gesehener Gast bei den großen internationalen Musikfestivals und wird von zahlreichen Sinfonie-Orchestern eingeladen (Rheingau Musikfestival, Ludwigsburger Schloßfestspiele, Schleswig-Holstein Musik Festival, Berliner Festwochen, Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks, Frankfurter Museumsorchester, Staatstheater Oldenburg, Württembergisches Kammerorchester Heilbronn, Musikcollegium Schaffhausen, Polnische Kammerphilharmonie, Philharmonie Thüringen, Dresdner Kapellsolisten oder Sinfonieorchester Plauen/Zwickau).

                                                                              Ihr Nord- und Südamerika Debüt als Solistin gab die Musikerin im Jahr 2004 mit Recitals und Konzerten mit Orchester, gekrönt von TV- und Hörfunk-Mitschnitten ihrer umjubelten Auftritte z.B. in der Sala Sao Paulo, der renommiertesten Konzertreihe Brasiliens.

                                                                              Im In- und Ausland gibt Babette Haag ihre Erfahrungen in Meisterkursen, Seminaren oder Workshops weiter wie z.B. an den Universitäten von Sao Paulo und Rio de Janeiro, dem College of Music and Drama Khartoum, dem Braunschweig Classix-Festival oder der Musikhochschule Dresden.

                                                                                HANDSCHUH, Levin

                                                                                Regie, Autor

                                                                                Levin Handschuh (geb. 1986) studierte Theater- und Medienwissenschaft, Literatur und Philosophie an der Universität Erlangen, wo er zusammen mit KommilitonInnen die Studiobühne als feste Institution etablierte. Dort inszenierte und betreute er als Vorstand zahlreiche Projekte, darunter „Brasil“, „Der Sandmann“, „Der Stalker“, „Constantine“ und „Sternenkrieger“. Er studierte anschließend an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München Schauspiel- und Musiktheater-Regie bei Prof. Cornel Franz und Prof. Sebastian Baumgarten. Neben eigenen Arbeiten im Rahmen des Studiums („Sweeney Todd“, „4.48 Psychose“, „1973PARANOIA“ und „Alice im Wunderland“), begann in dieser Zeit die Zusammenarbeit mit den KomponistInnen Katharina S. Müller und Samuel Penderbayne, von denen er mehrere Uraufführungen inszenierte. Seit 2014 arbeitet Levin Handschuh als Regieassistent (Musiktheater) am Theater Bremen und etablierte dort das Format „Temporäre Musikalische Zone“, in dessen Rahmen er in ungewöhnlichen Raumkonstellationen Arbeiten zeigte, die von zeitgenössischer Musik und elektroakustischen Experimenten geprägt waren. In der Spielzeit 2015/16 erarbeitete er mit einer Neufassung von Massenets „Don Quichotte“ seine erste größere Produktion mit dem Multimedia-Komponisten Riccardo Castagnola am Theater Bremen. Es sind stets die medialen und inhaltlichen Grenzgänge zwischen Alltäglichem und Kunst, Tradition und neuen Formen, die sein Arbeiten bestimmen. Seit 2018 arbeitet er als freischaffender Regisseur und Leiter von Raum21.
                                                                                Mehr unter: https://www.levin-handschuh.de

                                                                                  KAMMER, Salome

                                                                                  Stimmkünstlerin

                                                                                  Salome Kammer studierte von 1977 bis 1984 Musik mit Hauptfach Violoncello (u.a. bei Maria Kliegel und Janos Starker in Essen). 1983 wurde sie als Schauspielerin an die Städtischen Bühnen in Heidelberg engagiert, wo sie 5 Jahre lang in zahlreichen Rollen in den Bereichen Sprechtheater, Musical, Operette und Jugendtheater auftrat. 1988 zog sie nach München, um die Dreharbeiten zu dem Film-Epos „Die zweite Heimat“ von Edgar Reitz zu beginnen. In dieser Zeit begann sie, ihre Stimme auszubilden, und seit 1990 ist sie in Konzerten für Neue Musik als Vokalsolistin zu hören.

                                                                                  In „Heimat 3“, das 2004 bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig uraufgeführt und im Anschluß von der ARD ausgestrahlt wurde, zeigte Salome Kammer in der Rolle der Clarissa alle Facetten ihres Könnens.

                                                                                  Salome Kammers Repertoire kann nicht in Sparten und Fächer eingeordnet werden. Es umfaßt Avantgarde-Gesang und virtuose Stimmexperimente, klassisches Melodrama, Liederabende, Dada-Lyrik, Jazzgesang oder Broadwaysongs. Zahlreiche Werke der neuen Musik hat Salome Kammer international uraufgeführt. Komponisten im In- und Ausland, darunter Helmut Oehring, Wolfgang Rihm, Isabel Mundry, Bernhard Lang, Carola Bauckholt, Peter Eötvös oder Jörg Widmann schreiben Stücke für die Künstlerin. Ihr weitgefächertes Repertoire umfaßt Klassiker der Moderne wie Arnold Schönbergs „Pierrot Lunaire“, „Die sieben Todsünden“ von Kurt Weill, „La fabricca illuminata“ von Luigi Nono sowie Werke von so unterschiedlichen Komponisten wie Cage, Berio, Zender, Aperghis und Kurtàg, aber auch Unterhaltungsmusik, wie z.B. die Rolle der „Eliza Doolittle“ in My Fair Lady. Eine lange Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Pianisten und Liedbegleiter Rudi Spring, mit dem sie zahlreiche Liedprogramme entwickelt hat. Auch die deutschen Kabarettbühnen hat sie zusammen mit Peter Ludwig am Klavier mit ihren „Chansons bizarres“ bereist.

                                                                                  Salome Kammer unterrichtet Neue Musik für Gesang an der Münchner Musikhochschule. Zahlreiche Rundfunk- und CD-Produktionen dokumentieren ihr künstlerisches Schaffen. Sie ist Mitglied der Deutschen Akademie der darstellenden Künste und der Bayerischen Akademie der schönen Künste.

                                                                                    Münchener Kammerorchester

                                                                                    Kammerorchester

                                                                                    Das Münchener Kammerorchester ist für seine aufregenden und vielseitigen Programme, die Werke früherer Jahrhunderte assoziativ und spannungsreich mit Musik der Gegenwart kontrastieren, bekannt. Mit seiner Offenheit und Neugier, verbunden mit einer hohen stilistischen Variabilität und einem exzellenten interpretatorischen Niveau, will das Ensemble zusammen mit seinem Publikum Musik neu entdecken. Neben den Abonnementkonzerten im Prinzregententheater, der Hauptspielstätte des Orchesters, findet auch die Reihe „Nachtmusiken“ in der Rotunde der Pinakothek der Moderne ein ebenso kundiges wie zahlreiches Publikum. Seit anderthalb Jahrzehnten stellen diese Konzerte jeweils monographisch einen Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts vor. Der Entdeckergeist und das unermüdliche Engagement des MKO für die zeitgenössische Musik zeigen sich an den zahlreichen Werken, die das MKO in den letzten Jahrzehnten in Auftrag gegeben und uraufgeführt hat. Als Hauptaufgabe sieht das MKO darüber hinaus das Engagement in der Musikvermittlung, das Kooperationen mit Kindergärten und Schulen, Orchesterpatenschaften sowie Angebote in der Erwachsenenbildung umfasst. Den Kern des Ensembles unter Chefdirigent Clemens Schuldt bilden die 28 fest angestellten Streicher, die aus 13 verschiedenen Ländern stammen. Flexibel erweitert das MKO seine Besetzung im Zusammenwirken mit einem Stamm erstklassiger musikalischer Gäste aus europäischen Spitzenorchestern und setzt so auch in Hauptwerken Beethovens, Schuberts oder Schumanns interpretatorische Maßstäbe. Die Vernetzung des Orchesters am Standort München und die Zusammenarbeit mit Institutionen im Jugend- und Sozialbereich bilden einen Schwerpunkt der Aktivitäten des Ensembles. Wiederholte Kooperationen verbinden das MKO u.a. mit der Bayerischen Staatsoper, der Bayerischen Theaterakademie, der Münchener Biennale, der Villa Stuck, dem DOK.fest München, der Schauburg, Biotopia, der LMU sowie der TU München. Das Orchester wird von der Stadt München und dem Land Bayern mit öffentlichen Zuschüssen gefördert. Seit der Saison 2006/07 ist die European Computer Telecoms AG (ECT) offizieller Hauptsponsor des MKO.
                                                                                    https://www.m-k-o.eu/

                                                                                      MYRUS, Sebastian

                                                                                      Bariton

                                                                                      Als international gefragter Konzertsänger arbeitet Sebastian Myrus vor allem mit Spezialisten im Bereich der Alten Musik zusammen. Als festes Mitglied des vielfach preisgekrönten Solistenensembles Vox Luminis ist er regelmäßig bei den wichtigsten internationalen Festivals zu hören. Konzerte und Liederabende führten in weit über Europa hinaus bis nach Hawaii, Qatar, Thailand, Vietnam und Indonesien.

                                                                                      Begonnen hat alles beim Windsbacher Knabenchor, bei dem Sebastian Myrus seine erste musikalische Ausbildung erhielt. Anschließend studierte er Konzert- und Operngesang an der Hochschule für Musik und Theater in seiner Heimatstadt München. Seitdem konzertiert er mit den renommiertesten Ensembles wie der Nederlandse Bachvereniging, dem Collegium Vocale Gent, ensemble correspendance, dem Athesinus-Consort Berlin, polyharmonique, voces suaves und Weser-Renaissance.
                                                                                      Als Konzertsolist arbeitete Sebastian Myrus u.a. mit dem Freiburger Barockorchester, der Akademie für Alte Musik Berlin, den Barocksolisten München, Il Gardellino, Les Muffatti, dem Orchestre des Champs-Élysées, dem Baroque Orchestra of Sevilla und dem Doha Baroque Ensemble zusammen. Er sang unter Dirigenten wie Marcus Creed, Philippe Herreweghe, Peter van Heyghen, Manfred Honeck, Kay Johannsen, Johannes Leertouwer, Reinbert de Leeuw, Enrico Onofri, Philippe Pierlot, Helmuth Rilling, Skip Sempé, Jean Tubéry und Jos van Veldhoven.

                                                                                      Zusammen mit der Organistin Johanna Soller gründete er 2019 in München den vielbeachteten Konzertzyklus Cantate um 1715, der sich im monatlichen Rhythmus dem Kantatenschaffen Bachs und seiner Zeitgenossen widmet.

                                                                                        NEUMANN, Marlis

                                                                                        Harfe

                                                                                        Marlis Neumann, geboren in Kanada, studierte Harfe bei Taka Kling an der University of Victoria, sowie bei Judy Loman in Toronto.

                                                                                        Weitere Studien führten sie zu Helga Storck und Vicky Müller an die Musikhochschulen in München und Dresden.

                                                                                        Sie wurde mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Dr. Clarke-Horning Prize in Music und erhielt Stipendien des British Columbia Arts Council und des DAAD.

                                                                                        Als Solistin und Kammermusikerin trat sie unter anderem bei den Festivals der aDevantgarde München, der Münchener Biennale, dem Cantiere d’Arte in Montepulciano, Italien, dem „Festival der Wies“, der Franz Reinl Stiftung in Wien, dem Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg, dem Polnisch-Deutschen Harfen Symposium in Krakau, dem International Harp Festival Katowice, sowie der Bayerischen Akademie der Schönen Künste auf.

                                                                                        Die Arbeit mit Jugendlichen liegt ihr sehr am Herzen und ihre Schüler errangen viele Preise, darunter zahlreiche erste Bundespreise beim Wettbewerb „Jugend Musiziert“.

                                                                                        Sie realisierte auch Ur- und Erstaufführung zeitgenössischer Komponisten wie etwa W. Rihm, M. Kagel, W. Killmayer, H. Goebbels, M.Eggert, T. Dun, E. Morricone, P. Kiesewetter, S. Bhagwati und M. Schmitt.

                                                                                        Diverse Funk- und Fernsehproduktionen sowie CD-Einspielungen kennzeichnen ihren künstlerischen Werdegang.

                                                                                          PEREYRA, Adrian

                                                                                          E-Gitarre

                                                                                          Adrian Pereyra arbeitet als Interpret im Spannungsfeld zwischen instrumentaler und elektronischer Musik. Seine Hauptinstrumente sind die klassische und die elektrische Gitarre. Adrian Pereyra spielt als Solist und Kammermusiker in Ensembles, Orchestern , Musik und Tanztheaterproduktionen unter der Leitung von Daniel Harding, Michael Gielen, Hans Zender, Martyn Brabbins, Peter Rundel, Emilio Pomarico, Mstislav Rostropovich, Sylvian Cambreling, Stefan Asbury, Fabrice Bollon, Ilan Volkov, Marcus Bosch, Roland Kluttig, Ulf Schirmer und Peter Eotvos.... Als Solist konzertierte er in u.a. mit dem Orchester des Bayerischen und Hessischen Rundfunks und trat u.a. bei den Biennalen von Venedig, Munchen und Lyon, den Salzburger Festspielen, dem Schleswig-Holstein Festival, den Donaueschinger und Wittener Tagen fur Neue Musik, dem Huddersfield Contemporary Music Festival, dem Steirerischen Herbst dem Hollandfestival und bei Wien Modern. Er ist regelmäßig Gast bei dem Ensembles Mosaik, der musikFabrik NRW, dem Nationaltheater Munchen, der Staatsoper Stuttgart, der Staatsphilharmonie Nurnberg und den Sinfonieorchester des BR, HR SWR, WDR und NDR. … Konzerte von Adrian Pereyra wurden vom BR, SWR, HR, NDR, ARTE, BBC, Radio France und Deutschland Funk gesendet und aufgenommen. Mehrere CD ́s und DVD ́s belegen sein umfangreiches Repertoire. Mit der Gruppe GO GUITARS erhielt er den Musikpreis der Stadt Munchen.

                                                                                            PUTZ, Ronja Sophie

                                                                                            Violinistin

                                                                                            onja Sophie Putz, geboren 1994, stammt aus einer Musikerfamilie und entdeckte im Alter von vier Jahren die Geige für sich. Ihren ersten Geigenunterricht erhielt sie bei Jorge Sutil und Olga Bloch-Voitova. Bald erhielt sie erste Auszeichungen bei Jugend Musiziert und Stipendien verschiedener Stiftungen wie dem Rotary Club und dem Talentwerk e.V.
                                                                                            2005 wurde sie als Jungstudentin in die Klasse von Bernhard Tluck an der Hochschule für Musik in Augsburg aufgenommen und wurde anschließend Schülerin von Rudens Turku. 2009 sammelte sie erste Erfahrungen als Straßenmusikerin, die für die folgenden Jahre prägend bleiben sollten. Mehrere europaweite Reisen alleine und mit verschiedenen Künstlerkollektiven folgten.
                                                                                            2014 wurde sie in die Klasse von Ingolf Turban an der HMT München aufgenommen. Dort arbeitete sie eng mit Kompositionsstudent*innen zusammen, war in mehreren Formationen als Kammermusikerin aktiv und arbeitete an genreübergreifenden Projekten. So war sie auch als Darstellerin und Bühnenmusikerin u.a. an den Münchner Kammerspielen, dem EuroTheater Bonn und verschiedenen Projekten der Freien Szene zu sehen. 2016 war sie Finalistin bei ‚Ton und Erklärung‘ in Berlin, 2018 wirkte sie beim World Improvisional Music Day mit und spielt neben dem klassischen Repertoire auch in Bands wie dem VKKO. 2019 wurde sie an der HMT Leipzig in die Klasse von Carolin Widmann aufgenommen und engagiert sich in bei CONSONANZA e.V. als ehrenamtliche Geigenlehrerin für sozial benachteiligte Kinder.
                                                                                            Ihre Geige stammt aus der Hand des Münchner Geigenbauers Michael Jaumann.

                                                                                              SADLER, Matthew

                                                                                              Trompete

                                                                                              Matthew Sadler (*1981) schloss 2003 sein Geschichtsstudium am University College London ab. Anschliessend studierte er Trompete in Wien und München mit einem DAAD Stipendium, bevor er sein Studium an der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker abschloss. Er ist Mitglied des Mahler Chamber Orchestra und spielt im FESTIVAL ORCHESTRA mit. Sein stilistisches Spektrum spannt sich von Alter Musik bis zu Neuer Musik. Er musizierte so z.B. mit musicAeterna und Teodor Currentzis. Er ist Mitglied des Ensemble Schwerpunkt, das sich neuen Kompositionen für Blechbläserensemble widmet. Er lebt in München.

                                                                                                SANTORSA, Ruben Mattia

                                                                                                E-Gitarre

                                                                                                Ruben Mattia Santorsa was born in 1992. He is an Italian classical and electric guitarist.
                                                                                                Contemporary music is currently at the heart of his work and his artistic manifesto. He firmly believes that through it we can convey a message of openness, acceptance and social, political and cultural renewal, much needed in today’s society.
                                                                                                He premiered pieces of composers such as Chaya Czernowin, Rebecca Saunders, Helmut Oehring and Peter Eötvös.
                                                                                                His musical guides were Yaron Deutsch, Walter Zanetti and Elena Càsoli. Crucial for his musical growth was meeting and working with composers like Helmut Lachenmann, Rebecca Saunders, Salvatore Sciarrino, Giacomo Manzoni, Sylvano Bussotti and Catalina Peralta.
                                                                                                In addition to his career as a soloist, he is also continuing his research on contemporary music in chamber music, performing regularly with ensembles and orchestras such as Lucerne Festival Academy Orchestra, Mosaik Ensemble, Ensemble Contrechamps, MDI Ensemble, NEC Ensemble and Sonemus Ensemble, with conductors such as Sir Simon Rattle, Enno Poppe, Matthias Pintscher, Peter Eötvös in the KKL Lucerne and in the Elbphilarmonie of Hamburg.
                                                                                                He has given concerts in the US, Italy, Switzerland, Austria, France, Hungary, Germany, Colombia, Slovenia, Bosnia and Herzegovina in cities and venues such as New York, (Mise-enplace), Vienna (Istituto Italiano di Cutlura), Budapest, Paris (Fondation des États-Unis), Munich (Münchener Biennale), Bogotà (Universidad de los Andes), Bern, Zurich (Literaturhaus), Geneva, Darmstadt, Sarajevo (Sonemus Fest), Milan (Auditorium Martinitt e Stelline), Venice, Noto (Sala degli Specchi), Ljubljana. He played as a soloist with the Orchestra of the Conservatory of Bologna.
                                                                                                He gave a lecture about the Contemporary guitar in Paris (Conservatoire Superieur de musique et dance), Boston (New England Conservatory), Chicago (Northwestern University), Lisbon (Escola Superior de Música) and Sevilla (Conservatorio Superior de Música Manuel Castillo).
                                                                                                He graduated the Master Specialized in Soloist (Solistendiplom) with a specialization in contemporary music and the Master of Performance at the Hochschule of Bern with the teacher Elena Càsoli. He graduated at the conservatory of Bologna with Walter Zanetti at the conservatory of Bologna. and he studied composition with Paolo Aralla.
                                                                                                He won the scholarship Swiss Government Excellence for the years 2013-2015, which was conferred to the best students who have been admitted to a Swiss university.
                                                                                                He attended the Chigiana Summer Academy 2015 with Oscar Ghiglia (with Diploma di Merito), the Internationales Musikinstitut Darmstadt in 2014 with Tom Pauwels and in 2016 with Yaron Deutsch, the Akademie für Zeitgenössische Musik in Luzern 2015 with Mats Scheidegger. He participated in several masterclasses with Alberto Ponce, Frank Bungarten, Roberto Masala, Michael Lewin, Adriano Del Sal.

                                                                                                  SCHMID, Verena Maria

                                                                                                  Sopranistin

                                                                                                  Verena Maria Schmid wurde in München geboren und absolvierte ihr Bachelorstudium Gesang bei Prof. Andreas Lebeda in Linz und ihren Master Konzertgesang bei Prof. Ingrid Kaiserfeld an der Musikhochschule München. Bereits während der Studienzeit war sie in diversen Opernproduktionen zu hören u.a. in der Titelrolle »Angela« in der Uraufführung »Angela und der kleine Bär« von Helmut Rogl und als Pamina in Mozarts »Die Zauberflöte«. Zusätzlich zu diesen Opernproduktionen ist sie als Konzertsängerin aktiv und in zahlreichen Messen und Oratorienkonzerten zu hören. Ihr Repertoire umfasst Werke wie Rossinis Petite messe solenelle, Händels Messias, Bachs Messe in h-moll und das Weihnachtsoratorium von Saint-Saens. Letzteres sang sie im Dezember 2016 unter dem Dirigat von Dorian Keilhak und der Orchestervereinigung Gauting. Auch widmet sie sich der neuen Musik und dem Liedgesang. Sie sang bereits mehrfach solistisch in der Konzertreihe »vokal.isen« in Linz unter der Leitung von Andreas Lebeda. Im Dezember 2017 wird sie dort erneut zu hören sein. Zusätzlich dazu ist sie als Ensemblesängerin tätig, u.a. mit dem Rastatter Vokalensemble unter der Leitung von Holger Speck. Im November 2017 folgt eine CD-Aufnahme mit der Vokalkapelle der Theatinerkirche München und Werken von Monteverdi unter der Leitung von Pater Robert Mehlhardt. Wertvolle künsterlische Impulse gaben ihr Meisterkurse für Gesang bei Kurt Widmer, Christoph Prégardien, Edith Lienbacher und Emma Kirkby.

                                                                                                    SKOURAS, Andreas

                                                                                                    Pianist

                                                                                                    Der griechisch- deutsche Pianist und Cembalist Andreas Skouras wurde 1972 in Thessaloniki (Griechenland) geboren und studierte Klavier bei Prof. Franz Massinger und Cembalo bei Prof. Lars Ulrik Mortensen sowie Prof. Ketil Haugsand an der Hochschule für Musik und Theater München.

                                                                                                    Konzertauftritte, CD-, Rundfunk- und Fernsehproduktionen als Pianist und Cembalist mit Orchester oder solo, Kammermusik- und Liederabende führen ihn regelmäßig ins europäische Ausland zu Festivals wie „Early Music“ London, Sacrum Profanum in Krakau, Festival Aix-en-Provence, den Sommerkonzerten zwischen Donau und Altmühl, dem MDR Musiksommer, dem Bluval Festival, les museiques in Basel oder Gidon Kremers „Lockenhaus“ sowie in die USA, wo er u. a. in New Yorks Carnegie Recital Hall auftrat. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen Peter Sadlo, Wen- Sinn Yang, Lars Ulrik Mortensen, Gábor Boldoczki, Nicolas Hodges und Minas Borboudakis. Skouras’ Präzision und eine sehr schnelle Einarbeitungszeit in ihm unbekannte Werke machen den Künstler inzwischen zu einem gefragten Interpreten, er spielte u.a. mit dem Münchner Kammerorchester, dem ASKO Ensemble, den Nürnberger Symphonikern, dem English Chamber Orchestra und dem Georgischen Kammerorchester Ingolstadt unter Dirigenten wie Peter Eötvös, Lucas Vis, Ralf Gothoni, Constantinos Carydis, Markus Poschner, Christoph Poppen und Jac van Steen.

                                                                                                    Im Januar 2008 spielte er mit überwältigenden Erfolg sein Debüt im großen Concertgebouw Saal in Amsterdam als Solist in Elliott Carters Double Concerto unter Eötvös und wurde daraufhin eingeladen, das selbe Werk mit dem Ensemble Intercontemporain unter Susanna Mälkki zu spielen.

                                                                                                    Andreas Skouras’ Repertoire umfasst vollständig das Wohltemperierte Clavier und die Kunst der Fuge J. S. Bachs, sämtliche Mozart- und Haydn-Sonaten, aber genauso auch Werke von Komponisten der Romantik. So führte er 2007 das gesamte Klavierwerk von Johannes Brahms in München und Leipzig zyklisch auf. 2008 folgt ein weiterer Zyklus mit Werken aus dem goldenen Zeitalter des Klaviers. Einen weiteren Schwerpunkt in Skouras’ Arbeit bilden Werke griechischer Komponisten. Als einer der wenigen Cembalisten überhaupt spielt er Iannis Xenakis’ „Khoai“, eines der schwersten Stücke der Cembaloliteratur.

                                                                                                    Gerne widmet sich Skouras der Aufführung bisher unveröffentlichter oder selten zu hörender Werke. Besonderes Aufsehen bei Konzertpublikum und in Fachkreisen erregte Andreas Skouras, als er Richard Strauß’ Suite aus „Capriccio“ für Cembalo solo aus der Vergessenheit holte und als er Elgars eigene Transkription der „Enigma Variationen“ aufführte. Im Frühjahr 2006 hat Andreas Skouras Carl Orffs „Tanzende Faune“ in der Version für Klavier zu zwei Händen im Orff-Zentrum München uraufgeführt. Seine intensive Beschäftigung mit zeitgenössischer Musik spiegelt sich in der Zusammenarbeit mit vielen namhaften Gegenwartskomponisten wider, von denen die meisten Stücke für ihn schrieben – u. a. B. Hummel, Zechlin, Corcoran, Schwenk, Kiesewetter, Terzakis, Acker, Kochan, Stadlmair, Baur, Glanert, Schtschedrin, Borboudakis, Weiß, Stahnke, Aho, Tiensuu & Eliasson.

                                                                                                    Andreas Skouras unterrichtet Cembalo an der Hochschule für Musik und Theater in München und gibt regelmäßig Meisterkurse für Klavier am staatlichen Konservatorium in Tiflis. Er wurde u.a. mit dem Stipendium für Musik der Stadt München und dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet.

                                                                                                      The Hercules and Leo Case

                                                                                                      Trio

                                                                                                      The Hercules and Leo Case creates sound arrangements on the basis of voice and language. The human voice is an instrument for an artistic
                                                                                                      research that explores the relationship between animal-like sounds and differentiated speech, or from simple noises to music produced in a variety of ways – broken, deconstructed, rhythmically and medially extended.

                                                                                                      Inquiring, experimenting and improvising, The Hercules and
                                                                                                      Leo Case explores the gray zone between nature and
                                                                                                      culture, using literature, film, music and science, or for
                                                                                                      example a New York court case which attempted to give two captive chimps, Hercules and Leo, human rights. The case gives the collective its name, and is symbolic of the concept: giving a voice to the unheard, unheard-of treatment, invisible concealment, so that the
                                                                                                      incomprehensible can be heard.

                                                                                                        THEIS, Ansgar

                                                                                                        Bariton

                                                                                                        Der Bariton Ansgar Theis (*1995) wuchs in einer Musikerfamilie auf. Nach langjährigem Instrumentalunterricht in den Fächern Klavier und Viola (diverse Erste Preise bei Wettbewerben wie „Jugend Musiziert“) wandte er sich ab dem 15. Lebensjahr verstärkt dem Singen zu.
                                                                                                        2013 nahm er ein Doppelstudium in Chorleitung (Prof. Anne Kohler) und Gesang (Prof. Gerhild Romberger) an der Hochschule für Musik Detmold auf.
                                                                                                        2016 wechselte der junge Sänger an die Hochschule für Musik und Theater München und hat dort 2018 seinen Bachelor of Music in Gesang in der Klasse von Prof. Lars Woldt mit Bestnote abgeschlossen (Lied bei Prof. Donald Sulzen). 2017 sang er im Rahmen einer Hochschulproduktion die Rolle des Belcore in Donizettis „L’elisir d’Amore“ (Regie Doris Heinrichsen), 2018 bei der Münchner Biennale im Musiktheaterprojekt „liminal space“ mehrere Rollen in Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten (Musik. Leitung: Jan Müller-Wieland, Inszenierung: Waltraud Lehner).
                                                                                                        Seit September 2018 absolviert Ansgar Theis den Masterstudiengang Musiktheater/Operngesang (Prof. Lars Woldt/ KS Prof. Andreas Schmidt) an der Theaterakademie August Everding in München.
                                                                                                        In der vergangenen Spielzeit war der junge Sänger in einer Produktion der Theaterakademie in der Rolle des Gatten in Poulencs „Les Mamelles de Tirésias“ in der Reaktorhalle in München zu sehen (Musik. Leitung: Eva Pons, Inszenierung: Balázs Kovalik).
                                                                                                        Weitere wichtige künstlerische Impulse erhielt der Sänger bei Künstlern wie Gerd Uecker, Nadine Secunde, Aribert Reimann und Christiane Iven.
                                                                                                        Neben dem Opernfach ist der Bariton als Konzert- und Liedsänger deutschlandweit gefragt. So war er in der vergangenen Spielzeit z. B. mit der Bariton-Solo-Partie in Orffs „Carmina Burana“ im Münchner Gasteig zu hören. In der aktuellen Spielzeit war Ansgar Theis im November mit der Solo-Partie im Requiem von Johannes Brahms und im Dezember 2019 beim Forum Lied zwischen den Jahren im Theater Gütersloh mit dem Pianisten Peter Kreutz zu hören. Im Konzertfach musizierte er dabei bereits mit Orchestern wie dem Münchner Rundfunkorchester oder dem Demolder Kammerorchester unter Dirigenten wie Ivan Repušić, Nicholas Cleobury oder Benedikt Haag. Mit dem ihm eng verbundenen Pianisten Amadeus Wiesensee gestaltet Theis regelmäßig verschiedene Liederabend-Formate in München und Umgebung.
                                                                                                        Ansgar Theis ist Stipendiat des Deutschen Bühnenvereins (seit 2019), der Stiftung Yehudi Menuhin – Live Music Now München (seit 2018) und der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk e.V. (seit 2017).
                                                                                                        http://ansgartheis.de

                                                                                                          TOPOLSKI, Tomas

                                                                                                          Hornist

                                                                                                          Tomas Topolski (*1983), Hornist, studierte nach seiner vorakademischen Ausbildung an der Berufsfachschule für Musik Oberfranken in Kronach an der Hochschule für Musik und Theater in München. Nach dem Abschluss seiner Studien wirkte er als Solist in verschiedenen Ensembles mit und war u.a. stellvertretender Solo-Hornist am Theater Regensburg.

                                                                                                            VEH, Martina

                                                                                                            Regie, Autor

                                                                                                            Martina Veh ist im In- und Ausland als Regisseurin für Musik- und Sprechtheater tätig und hat in den letzten Jahren vor allem neue Musiktheaterstücke uraufgeführt und entwickelt. In den Grenzbereichen der bildenden und darstellenden Künste fühlt sie sich zu Hause. Über 70 Projekte hat sie sowohl an Städtischen/Staatlichen Theatern als auch in der „Freien Szene“ inszeniert.

                                                                                                            Inszenierungen z.B. für die Sächsische Staatsoper Dresden, Queen Elisabeth Hall London, Edinburgh Fringe Festival, das junge Ensemble der Bayerischen Staatsoper, Theater Erfurt, Theater Winterthur, Cuvillier Theater München, Mainfrankentheater Würzburg, Théâtre National de Luxembourg, Theater Lübeck, Pfalztheater Kaiserslautern, Landestheater Niederbayern, für die Masterclass Operngesang der Theaterakademie August Everding am Prinzregententheater München, für das Frühlingsfestival Budapest, MÜPA Budapest, The Helix Theatre Dublin, die Händelfestspiele Halle und für die Biennale München.

                                                                                                            Werkauswahl z.B. Don Giovanni (W.A.Mozart 2019), La Boheme (G. Puccini 2018), Cosi fan tutte (W.A.Mozart 2017), The Raven (T. Hosokawa 2017), Heart Sutra (EA: Chr. Jost 2017), ulisse (C. Monteverdi 2016), UA: GUTENBERG (V.D. Kirchner 2016), Die digitale Revolution (J.S.Bach/G.Geisse 2016), Poppea (C.Monteverdi 2016), STYX Orfeo's past Now (A. Strauch 2014), L'Olimpiade (Metastasio, E. Pons, G. Geisse 2014), Odyssee, Fliegender Teppich (S. Altan, A. Elkana, G. Koumendakis 2013), Dido and Aeneas (Purcell, 2013), President Jekyll (Frido Mann, C. Reiserer 2012), Neda, der Ruf, die Stimme (A. Strauch 2012), Man kann nie Wissen (E. Bechert 2011), Bernstein Mass (L. Bernstein 2010), Entführung (W.A.Mozart 2010), UT.OP-er (A. Strauch 2009), Don Giovanni (W.A.Mozart 2008), The Turn of The Screw (B.Britten 2007), Asciano in Alba (W.A.Mozart 2006), Giulio Cesare (G.F.Händel 2005), La Traviata (G.Verdi 2005), Madame Butterfly (G.Puccini 2002), Cardillac (P.Hindemit 2001), Natascha Ungeheuer (H.W.Henze 1999), Amadis di Grecia (P.Torri 1998)

                                                                                                              WERANI, Klaus-Peter

                                                                                                              Violist

                                                                                                              Ein Kennzeichen in der Biografie von Klaus-Peter Werani ist die vielfältige Tätigkeit im musikalischen Schaffen. Seine Orchesterlaufbahn als Bratscher führte ihn über Hamburg (Stimmführer der Bratschen des Philharmonischen Staatsorchesters) nach München, wo er seit 2000 Bratscher im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks ist. In seiner Tätigkeit als Solist und auch im Ensemble, heute vor allem im TrioCoriolis und im DUO2KW, widmet er sich vor allem der Neuen Musik.
                                                                                                              Der Brennpunkt seines Interesses – die Neue Musik – kristallisiert sich schon seit seinem Studium in Wien und München heraus, beispielsweise in der Auseinandersetzung mit der Musik von Luigi Nono (Magister in Musikwissenschaften) und mit der bratscherischen Tätigkeit in Ensembles (MusikFabrik NRW, Ensembles der Musik der Jahrhunderte, Stuttgart). Seitdem arbeitet er mit den wichtigsten KomponistInnen unserer Zeit zusammen und ist an unzähligen Uraufführungen beteiligt. Seine Aufnahmen wurden bei col legno, WERGO, NEOS und ECM veröffentlicht. Außerdem kuratierte Klaus-Peter Werani mit seinen Kollegen und Ensembles immer wieder neue Reihen für die Musikstadt München („Hörblicke21, „DUO2KW – expanding!“ und „Kollektivitäten“).
                                                                                                              Seit etlichen Jahren widmet sich KP Werani auch intensiv dem Komponieren. 2012/13 schrieb er „small difference“ für zwei Bratschen (beim Pfingstsymposion München uraufgeführt und für den BR produziert, weitere Aufführungen in Köln und Wien). Seitdem sind weitere Stücke entstanden, z.B. BAUM für Kontrabass solo, Tusch &schutT für Ensemble zum 20jährigen Jubiläum der MGNM, 3RÄUME für Viola solo (in New York uraufgeführt) und RAUM4 für Harfe solo sowie Aufträge für Ensemble von NKM München und Ensemble Risonanze Erranti.
                                                                                                              2021 erhielt KP Werani den Förderpreis Musik der Landeshauptstadt München für künstlerisch herausragende Leistung

                                                                                                                WIEGERS, Bas

                                                                                                                Dirigent

                                                                                                                Bas Wiegers (*1974)
                                                                                                                Mit Esprit und undogmatischer Offenheit empfiehlt sich Bas Wiegers am Pult renommierter europäischer Orchester und Solistenensembles. Für seine detailgenaue Arbeit schöpft der Dirigent aus seiner langjährigen Erfahrung als Geiger und seiner fundierten Repertoirekenntnis vom Barock bis zur Musik von heute. In seiner niederländischen Heimat arbeitete Bas Wiegers unter anderem mit dem Nederlands Philharmonisch Orkest, Rotterdam Philharmonic und an der Seite von Peter Eötvös mit dem Royal Concertgebouw Orchestra. Darüber hinaus gastierte er beim SWR Symphonieorchester, WDR Sinfonieorchester, Estonian National Symphony Orchestra, bei der Britten Sinfonia, dem Ensemble Modern, Ensemble Resonanz, an der Oper Köln und auf Festivals wie November Music, Holland Festival, Wiener Festwochen, Wien Modern, Huddersfield Contemporary Music Festival, London Almeida Festival, Aldeburgh Music Festival und Acht Brücken in Köln. In der Saison 2020/21 prägt er als ›seelenverwandter‹ Künstler die gleichnamige Reihe des Muziekgebouw in Amsterdam: Dort gastiert er mit dem AskoSchönberg Ensemble, dem SWR Vokalensemble und dem Klangforum Wien, dessen Erster Gastdirigent er seit September 2018 ist. Das Klangforum dirigiert er zudem beim Transart Festival Bolzano, in Wien, in Graz und erstmals beim Prague Spring Festival. An der Opéra national de Lorraine leitet er Brittens ›Turn of the Screw‹ und mehrere Sinfoniekonzerte; auch steht er zum ersten Mal am Pult des Radio-Sinfonieorchesters Berlin. Bas Wiegers ist ein geschätzter Partner für Komponisten wie Louis Andriessen, Georges Aperghis, Georg Friedrich Haas, Helmut Lachenmann, Salvatore Sciarrino und Rebecca Saunders. Im Anschluss an seine musikalische Ausbildung in Amsterdam und Freiburg
                                                                                                                widmete sich Bas Wiegers zunächst seiner erfolgreichen Karriere als Geiger mit Schwerpunkt in der historischen Aufführungspraxis. 2009 wurde er mit dem Dirigentenstipendium der Kersjes Foundation ausgezeichnet. Es folgten Assistenzen von Mariss Jansons und Susanna Mälkki beim Royal Concertgebouw Orchestra, die ihn darin bestärkten, sich gänzlich auf das Dirigieren
                                                                                                                zu konzentrieren.
                                                                                                                www.baswiegers.com