BAUER, Thomas E.

Bariton

Der Bariton Thomas E. Bauer erhielt seine grundlegende musikalische Ausbildung bei den “Regensburger Domspatzen”. Sein Gesangsstudium in München absolviert er mit Auszeichnung bei Hanno Blaschke, Siegried Mauser und Helmut Deutsch. Bauer ist Stipendiat und erster Preisträger u.a. beim Deutschen Musikwettbewerb und der Cité Internationale des Arts Paris. Für seine herausragenden Leistungen wurde er kürzlich mit den Kulturförderpreisen der Bayerischen Staatsregierung und der Ernst von Siemens Stiftung ausgezeichnet. 2003 erhält er den begehrten Schneider-Schott Musikpreis, der erstmals an einen Sänger vergeben wird. 1997 debütiert Bauer unter der Regie von August Everding am Münchner Prinzregententheater. In der Folge geriet vor allem seine Verkörperung der anspruchsvollen Titelpartie in Wolfgang Rihms Kammeroper “Jakob Lenz” bei den Salzburger Festspielen 2000 zu einem außerordentlichen Erfolg. Die besondere Affinität zur zeitgenössischen Oper führte ihn mit dem Hamburger Komponisten Manfred Stahnke zusammen, der für die Münchner Biennale 2002 die Internetoper “Orpheus: Kristall” komponierte – mit Bauer als im Feuilleton hochgelobtem, modernem “Orfeo” in der Hauptrolle. Aktuelle Projekte verbinden den Bariton mit namhaften Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Frieder Bernius, HK Gruber, Marcus Creed, Daniel Reuss, Johannes Kalitzke, Helmut Müller-Brühl, Hanns-Martin Schneidt und ihren Orchestern. Mit diesen ist er u.a. im Concertgebouw Amsterdam, dem Wiener Konzerthaus, dem Palais des Beaux Arts Brüssel und den Philharmonien von Berlin und München zu hören. Bauer ist Gründer des weithin angesehenen Vokalsolistenensembles “Singer Pur”. Sein Repertoire reicht von den Organa der Notre-Dame-Schule bis zu den Werken der zeitgenössischen Musik, bei der er sich als uraufführender Interpret u.a. der Werke von Luigi Nono, Wolfgang Rihm und Salvatore Sciarrino einen Namen gemacht hat.