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humus – Das 13. Internationale aDevantgarde-Festival

Festivalleitung: Johannes X. Schachtner, Alexander Strauch

Humus ist die organische Bodensubstanz, auf der alles Lebendige gedeiht und darin seine Wurzeln schlägt. Wie in der Ökologie geht aus Vergangenem in der Kultur Neues hervor.

Das erklärt die Bedeutung der Tradition für das Zeitgenössische: entweder wurzelt Neues in den Linien der Vorläufer oder es setzt sich dezidiert von jenen ab - Neues ist nur neu, wenn es sich zum Alten in ein fruchtbares Verhältnis setzt, es sich auf dieses bezieht oder mit diesem bricht. Bei genauerem Hinsehen, erkennt man im Rückblick beide Beziehungslinien: so kommt die Neue Musik der Nachkriegszeit aus den Strömungen der Moderne nach dem Jugendstil und bricht gleichzeitig mit der unmittelbaren gleichgeschalteten Vergangenheit.

Besonders heute ist diese Neue Musik und ihre weitere Entwicklungen des ausgehenden 20. Jahrhunderts selbst Vergangenheit geworden. Auf ihr gründet das Wesen der zeitgenössischen Musik, möchte sich allzu gerne immer mehr davon abnabeln und ist doch fest in ihr verankert. Die "Neue Musik" ist also der Humus der sich erst allmählich selbst findenden Gegenwart der Zehnerjahre des 21. Jahrhunderts. Das 13. Internationale aDevantgarde-Festival geht dem auf den Grund und legt etwaige Verbindungen und Trennungen der heute schaffenden Komponistinnen und Komponisten frei, sucht in den eigenen Wurzeln des deutschen zeitgenössischen Musiklebens und setzt sich in Bezug zu denen anderer Traditionen der zeitgenössischen Musik.

Träger: aDevantgarde e.V. - Projekte Neuer Musik mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferates der Landeshauptstadt München

Grafik Festivalmotiv: bueroalba

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