festival.05

Das fünfte Festival fand vom 5. Juni bis 12. Juni 1999 statt. Eine Kooperation mit weiteren Musikinitiativen Münchens, nämlich dem Ensemble pianopossibile und der Reihe musicafemina war einer der Schwerpunkte des Festivals. Heimisch, mit brutalem Lokalkolorit ging es weiter: Im i-camp/Neues Theater gab es Auseinandersetzungen mit Zither und Dreigesang, Bienensegen und sonstigen Beschwörungen. Den Blick in die Ferne bot z.B. das Gastspiel des ERGO-Ensembles aus Toronto oder die sechzig Sechzigsekundestücke im Klavierabend von Guy Livingston. Das Finale waren die “Hör-Spiele” im Zeichen von Live-Musik und elektronischer Medien zwischen Musik, Geräusch,
Sprache und Film.

Auf Spurensuche ...

- Georges Aperghis: Fidélité für Harfe solo - Andreas Heck: Lippenbekenntnisse. 17 Miniaturen für 3 Mundmusiker (UA) - Christoph Reiserer: Impositions für Sopransaxophon - Fredrik Schwenk: Entgegengesänge für 1-3 Singstimmen...

Veranstaltungsdatum
05. Juni 1999 um 20:30 Uhr

Veranstaltungsort
i-camp / Neues Theater München
Entenbachstr. 37
81541 München

ERGO-Ensemble, Toronto

- Allison Cameron: Quartet für Flöte, Klarinette, Klavier und Schlagzeug (UA) - Lawrence Traiger: Six Nude Sketches für Klarinette und Klavier (UA) - Barbara Monk Feldman: Duo für Klavier und...

Veranstaltungsdatum
06. Juni 1999 um 20:30 Uhr

Veranstaltungsort
i-camp / Neues Theater München
Entenbachstr. 37
81541 München

Guy Livingston: 60 Seconds for Piano

60 Komponisten aus 18 Ländern haben speziell für Guy Livingston je ein Stück für Klavier solo geschrieben. Die Länge eines jeden Stückes beträgt maximal eine Minute, das Thema ist das...

Veranstaltungsdatum
07. Juni 1999 um 20:30 Uhr

Veranstaltungsort
i-camp / Neues Theater München
Entenbachstr. 37
81541 München

Ensemble A*DEvantgarde

- Werner Bärtschi: Ab nach Singapur! für Sopran und Klavier - Markus Trunk: Spelling Lessons für Glockenspiel, Stimme und Klavier (UA) - Alexander Raskatov: Pas de deux für Sopran und...

Veranstaltungsdatum
09. Juni 1999 um 20:30 Uhr

Veranstaltungsort
i-camp / Neues Theater München
Entenbachstr. 37
81541 München

musica femina münchen - Werke zeitgenössischer Komponistinnen

- Younghi Pagh-Paan: U-MUL / Der Brunnen für 7 Instrumente - Liza Lim: The Heart's Ear für Flöte, Klarinette, 2 Violinen, Viola und Violoncello - Caroline Wilkins: Vent für Klarinette,...

Veranstaltungsdatum
10. Juni 1999 um 20:30 Uhr

Veranstaltungsort
i-camp / Neues Theater München
Entenbachstr. 37
81541 München

Konzert sul tasto

- André Werner: Disegni für Klavier zu vier Händen - Kay Westermann: Vielleicht ein Abschied. Drei Romanzen für Violoncello und Klavier (UA) - Daniel Schroyens: In Close Accord (UA Bearb....

Veranstaltungsdatum
11. Juni 1999 um 19:00 Uhr

Veranstaltungsort
Bayerische Akademie der Schönen Künste
Max-Joseph-Platz 3
80539 München

Hör-Spiele

Ganz im Zeichen elektronischer Medien steht dieser ausgedehnte multimediale Abend mit neuesten Werken aus den Grenzbereichen zwischen Musik, Geräusch, Sprache und Film. - Sabine Schäfer: TopoPhonie Nr. 3. Begehbare Raumklanginstallation...

Veranstaltungsdatum
12. Juni 1999 um 18:00 Uhr

Veranstaltungsort
i-camp / Neues Theater München
Entenbachstr. 37
81541 München

Mitwirkende

Composers

BÄRTSCHI, Werner

Komposition

Werner Bärtschi, Geboren am 1. Januar 1950 in Zürich; Klavierunterricht, später erste Kompositionsversuche; Früh beeinflusst durch die Musik von John Cage und Dieter Schnebel; Kompositionsunterricht bei Armin Schibler, später bei Klaus Huber; Bekannt geworden als Pianist mit breiten Repertoireinteressen; Giacinto Scelsi, Wilhelm Killmayer werden wichtig; Das Komponieren nimmt mehr Raum ein, erneuter Kompositionsunterricht bei Rudolf Kelterborn; Langsame Lösung aus den Traditionen der Avantgarde, Experimente mit kompositorischen Arbeitstechniken, Erfahrungen als Interpret alter und neuer Musik dürfen einfliessen. Hörer und Kollegen beschreiben seine Musik oft als unmittelbar fasslich, sind auch irritiert, nicht der gewohnten Sprache zeitgenössischer Musik zu begegnen

    BETTENDORF, Carl Christian

    Komposition

    lebt und arbeitet als Komponist und Dirigent in New York, USA. Er studierte Komposition bei Hans-Jürgen von Bose und Wolfgang Rihm in München und Karlsruhe, bevor er bei Tristan Murail an der Columbia Universität in New York seinen PHD in Komposition ablegte. Seine Werke wurden weltweit auf wichtigen Festivals präsentiert. !997 wurde seine erste Oper ESCORIAL an der Theaterakademie München/Prinzregententheater uraufgeführt. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen bspw. ein DAAD Stipendium, Residenzstipendien an der Cité Internationale des Arts in Paris, dem Kimmel Harding Nelson Center in Nebraska und in der MacDowell Colony (Peterborough, NH). Er erhielt Aufträge von der Fromm Foundation und dem Ralph Kaminsky Fund. Als Dirigent arbeitete Bettendorf mit Ensembles in New York (Wet Ink, counter)induction, Talea Ensemble) und international (piano possibile München, Ostravská banda Tschechien) und ist momentan Leiter des Manhattanville College Community Orchestra (Purchase, NY). Er dirigierte Opernproduktionen am Bard College und an der Opéra national de Montpellier, wo er die französische Erstaufführung von Elliott Carter’s What Next? dirigierte. Desweiteren fungierte er als Dirigierassisten des Columbia University Orchesters und des American Composers Orchestra, am Miller Theatre und bei der Münchner Biennale. Bettendorf nahm Musik für Labels wie Albany, ArtVoice, Carrier, Cybele, Hat Hut, und Tzadik Labels auf. Radioanstalten in Deutschland, Schweiz, Kanada, USA und Australia sendeten seine Kompositionen.

    Mehr unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Christian_Bettendorf

      BHAGWATI, Sandeep

      Komposition

      (*1963 in Mumbai), Absolvent der Musikhochschule München (Studium bei Wilhelm Killmayer) und einst ein Mitbegründer des aDevantgarde-Festivals, ist ein international aktiver Komponist, Musikforscher, Theatermacher und Medienkünstler. Nach langer freischaffender Tätigkeit und vielen Gastkünstleraufenthalten u.a. am IRCAM Paris, ZKM Karlsruhe und Beethovenorchester Bonn wurde er 2000 Pro- fessor für Komposition an der Musikhoch- schule Karlsruhe, und ist seit 2006 Canada Research Chair for Inter-X Arts an der Concordia University Montréal sowie Direktor des von ihm gegründeten matralab. Seine künstlerische Forschung dort umfasst neben dem Entwickeln experimenteller Theater- und Musikformen insbesondere das Ausloten des Spannungsfelds zwischen Komposition und Improvisation mittels Computerimprovisationssoftwares und interaktiven Partituren für Live-Musiker.

      Mehr unter: wikipedia_Sandeep_Bhagwati

        CROALL, Barbara

        Komposition

        Die indianisch-kanadische Komponistin Barbara Croall wurde 1966 geboren. Nach Studien in Kanada studierte sie in München bei Hans-Jürgen von Bose. Sie erhielt z.B. den Glenn Gould Award 1989. 1989-1990 war sie composer-in-residence des Toronto Symphony Orchestra unter der Leitung von Jukka-Pekka Saraste. Sie initiierte das ERGO Ensemble Toronto mit dem sie bei aDevantgarde gastierte.

          EGGERT, Moritz

          Komposition, Klavier

          wurde 1965 in Heidelberg geboren. Als Komponist setzt er sich gerne zwischen alle Stühle, was sowohl das avantgardistische wie auch das klassische Konzertpublikum verunsichert. Durch in den Medien viel diskutierte Projekte wie „Die Tiefe des Raumes“ (Fußballoratorium, geschrieben für die Ruhrtriennale im Auftrag des Kulturprogramms der WM 2006) oder „Freax“ (Oper, zusammen mit Christoph Schlingensief) versucht er konstant das gängige Bild der Neuen Musik als Angelegenheit alleine für ein Expertenpublikum zu unterminieren. Neben seinem Schwerpunkt im Bereich Musiktheater, für das Eggert bisher 11 Opern schrieb, pflegt er gerne die kammermusikalischeren oder experimentelleren Zwischentöne zum Beispiel in seinem Liederzyklus „Neue Dichter Lieben“ oder seinem Klavierzyklus „Hämmerklavier“. Zu seinen aktuellen Projekten gehören neue große Opern für Linz und Berlin, eine Vertonung der Nutzungsbedingungen von Google für Sänger und Orchester, eine „Kochoper“ für Hamburg und eine Symphonie für Autohupen.

          Als Pianist, Sänger, Dirigent und Performer setzt sich Eggert nicht nur für das zeitgenössische sondern auch für das klassische Repertoire ein, besonders im Bereich Lied und Kammermusik. Für die Neue Musikzeitung betreibt er den „Bad Blog of Musick“, den meistgelesenen Blog zum Thema zeitgenössische Musik in Deutschland. Mehr unter: www.moritzeggert.de

            HAIDER, Georg

            Komposition

            studierte an der Hochschule für Musik in Würzburg im Fach Fagott bei Eberhard Buschmann/Georg Klütsch und Komposition bei Bertold Hummel/Heinz Winbeck. Nach seinem Meisterklassenabschluß in Komposition wurden seine Werke an verschiedenen Orten Europas und Nordamerikas aufgeführt und bei verschiedenen Rundfunkanstalten eingespielt. Als Mitglied der ADevantgarde ist Georg Haider als freischaffender Komponist, Musiker und Lehrer tätig. Zu den Höhepunkten seiner Laufbahn zählen das Stipendiat des Freistaates Bayern an der Cité Internationale des Arts in Paris, die Einladung zum internationalen Projekt OSPITI (Schweiz) und das Stipendium des Conseil des arts et des lettres du Québec mit Arbeitsaufenthalt in Montréal.

              POGATSCHAR, Helga

              Komposition

              in München geboren, studierte sie zunächst Klavier an der Hochschule für Musik in München und später Komposition für Film und Fernsehen. Die Komponistin bekam zahlreichen Stipendien (u.a. Projektstipendium Neue Musik/Neue Medien, Internationales Künstlerhaus Villa Concordia Bamberg) und Auszeichnungen (u.a. tz-Rose, CD des Jahres der SZ) zuerkannt und erhielt Lehraufträge an den Hochschulen für Musik und Theater in München (elektronische Klangerzeugung) und Hamburg (angewandte Komposition und Sounddesign). Neben freien Kompositionen und Auftragswerken entstanden zahlreiche Hörspiele unter anderem für den Bayerischen Rundfunk. Helga Pogatschar ist im künstlerischen Leitungsteam des Festivals für Neue Musik A•Devantgarde, das bereits seit 1989 besteht. Zuletzt von ihr zu hören waren „Traumtext“ beim Festival DANCE 2004, die Kurzoper „Manöverkritik“ beim A•Devantgarde-Festival 2005 und „Traumtext II“ im Gasteig 2006.

                REISERER, Christoph

                Komposition

                Christoph Reiserer, geboren 1966 in Wasserburg am Inn, studierte Musikwissenschaft und Philosophie in München und Berlin. Als Saxofonist Autodidakt, befasst er sich insbesondere mit neuen Spieltechniken und gemeinhin mit allem, was den Entstehungsprozess von Musik an sich betrifft. Sein besonderes Interesse gilt der Improvisation und dem musikalischen Theater. Er erhielt verschiedene Stipendien und Preise unter anderem beim Leipziger Improvisationswettbewerb 1997. Seit 1998 entstanden eigene Theaterproduktion: "Heiss" (1998) und "up & down" (2001 im Deutschen Museum München). Als Wissenschaftler und Mitarbeiter des internationalen Projekts LIST befasst er sich mit der Erforschung neuer Spieltechniken auf Holzblasinstrumenten und deren Darstellung auf CD-ROM. Außerdem komponiert und improvisiert er bei Musik zum Anfassen mit Kindern an Münchner Schulen. Seit März 2003 ist er Gast am Center for Contemporary Arts in Glasgow.

                  SABAT, Marc

                  Komposition

                  Marc Sabat war 1999 mit Backyard Summer Patio für Baßklarinette, Klavier und
                  Schlagzeug Komponist des Gastspiels des ERGO Ensembles Toronto. 1965 geboren in Kanada wurde er vor allem durch seine Forschungen zur Mikrotonalität bekannt und die Entwicklung der Helmholtz-Ellis Vorzeichnung.

                    SCHMITT, Markus

                    Komposition

                    wurde 1965 in München geboren und studierte Komposition an der Münchener Musikhochschule bei Wilhelm Killmayer und Hans-Jürgen von Bose. Wichtige künstlerische Anregungen verdankt er u.a. dem Kontakt mit Hans Werner Henze, seinen Klavierstudien bei Ansgar Janke und nicht zuletzt dem intensiven Austausch mit zahlreichen Komponisten und Interpreten seiner Generation. Er lehrt am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg. Sein Œvre umfasst Vokal- und Kammermusik, Orchester- und Bühnenwerke, darunter die für die Münchener und Zürcher Opernfestspiele 2001 entstandene Kammeroper „aiaia“ oder die Bühnenmusik zu Dieter Dorns Inszenierung des „Kaufmann von Venedig“. Weitere musikdramatische Werke waren an der Kammeroper Rheinsberg, am Theater Osnabrück, sowie an der Staatsoper Kassel zu hören. Markus Schmitt wurde vielfach ausgezeichnet, trat als Gastkomponist auf renommierten Festivals auf und war u.a. Stipendiat der Deutschen Akademie „Villa Massimo“ und des „Deutschen Studienzentrums“ in Venedig. Mehr unter: http://musikverlag-nickel.eu/Schmitt/

                     

                      SCHWENK, Fredrik

                      Komposition

                      wurde 1960 in München geboren. Er studierte Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität sowie Komposition bei Wilhelm Killmayer an der Hochschule für Musik und Theater in München. Im Jahr 2000 wurde er als Professor für Musiktheorie und Komposition an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg berufen. Zusammen mit Peter Michael Hamel leitete er das Studio 21. Ebenfalls war er künstlerischer Leiter der deutsch-französischen Akademie Opus XXI. Die Verbindung beider Länder zieht sich durch seine Biografie: 2009 übernahm er die Leitung des Doppelmasters Komposition zwischen der HfMT Hamburg und dem CNSMD Lyon.

                      Kompositionsaufträge erhielt er von namhaften Institutionen u.a. von der 3. Münchener Biennale, der Oper Halle, der Akademie der Schönen Künste München und dem Oldenburgischen Staatstheater. Er erhielt zudem zahlreiche Auszeichnungen, darunter den 1. Preis der Fondation Hindemith, den Kulturförderpreis der Stadt München und den Sonderpreis der Siemens-Kulturstiftung. Mehr unter: de.wikipedia.org/wiki/Fredrik_Schwenk

                        SINGER, Axel

                        Komposition

                        Axel Singer (*1963) studierte 1983 - 88 Komposition bei Wilhelm Killmayer an der Hochschule für Musik in München. Sein Interesse für elektronische Musik führte ihn außerdem zu Studienaufenthalten ans Pariser IRCAM (1994, 2006) und ans CNMAT in Berkeley, Kalifornien (2004). Er erhielt ein Stipendium (1989) und den Musikförderpreis (2003) der Stadt München sowie Stipendien des Bayerischen Staates für Aufenthalte im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg (1999/2000) und in der Cité Internationale des Arts in Paris (2006). Sein Schaffen umfasst instrumentale und elektroakustische Kompositionen für Konzertsaal, Film und Ballett sowie Klanginstallationen.

                        Werke (u.a.): "Sonate an Anna Blume" für Flöte und Klavier (1991) / "Junction Five" für Posaune und Tonband (1993) / "Der bedrohte Mörder" Tanztheater nach einem Bild von René Magritte für Tonband (1994) (Auftragswerk des Bayerischen Staatsballetts) / "Ein Traumspiel" Ballett nach August Strindberg für 8-Kanal Zuspielband (1997) (Auftragswerk des Bayerischen Staatsballetts) / "Der Taucher" Melodram nach Friedrich Schiller für Stimme und Keyboard (1998) (Auftragswerk der Bayerischen Akademie der Schönen Künste) / "Schnee" Hörstück nach einem Gedicht von Rolf Dieter Brinkmann für Tonband (1999) / "Paare, Passanten" für Streichquartett (2000) / "Ventile" für 5 Blechbläser (2001) (Auftragswerk der Bayerischen Staatsoper) / "Rumpf" für Kontrabass und Elektronik (2001) / "Nuplia" Interaktives Klangspiel für Computer (2002) / "Steinschlag" Elektroakustische Musik (2004) / "Correspondances" für Klavier, Elektronik und Projektion (2006)

                          STRAUCH, Alexander

                          Komposition

                          wurde 1971 in München geboren. Sein Hauptaugenmerk auf dem Musiktheaters, so konnte man zuletzt konnte man 2014 Styx – Orfeo's Past Now erleben, davor waren z.B. NEDA – der Ruf, die Stimme (Münchener Biennale, 2012), oder UTOPER nach Thomas Morus' Utopia (Semperoper Dresden, Hochspannungshalle der TU Dresden, 2009). Wichtige Kompositionsaufträge erhielt er u.a. von der Münchener Biennale, der Bayerischen und der Sächsischen Staatsoper und dem Münchener Kammerorchester. Strauch war u.a. Stipendiat der Cité Internationale des Arts in Paris und der Villa Concordia in Bamberg. Seine Werke wurden u.a. durch BR, DLR und Deutsche Welle aufgezeichnet und gesendet. Er studierte an den Musikhochschulen in München und Frankfurt/M. u.a. bei Hans Zender und Isabel Mundry. www.strauchcomposer.de

                            WEIDNER, Bernhard

                            Komposition

                            (geb. 1965 in München) studierte nach musikalischen Anfängen als Rockgitarrist Komposition bei Bertold Hummel und Heinz Winbeck an der Hochschule für Musik in Würzburg.

                            Weidner schreibt für die unterschiedlichsten Genres, wobei die Erkundung des eigenen inneren Klangerlebens stets im Zentrum seines Komponierens steht. In vielen seiner Stücken nimmt er – als Ausdruck des Respekts und der Nähe – bewusst Bezug auf Werke der musikalischen Tradition. Ebenso spielen für Weidner beim Komponieren außermusikalische Bezüge (insbesondere literarische Vorlagen) immer wieder eine große Rolle.

                            An Auszeichnungen erhielt er u.a. ein Stipendium an der Cité Internationale des Arts in Paris, das Musikstipendium und den Förderpreis Musik der Stadt München. Zu den Künstlern, die Werke von Bernhard Weidner zur Aufführung brachten, gehören u.a. die Ensembles Singer Pur, Quatuor Bozzini, Ensemble Mondrian, Aventa Ensemble oder Solisten wie Kolja Lessing und Mizuka Kano. Bis 2008 war Weidner an der künstlerischen und organisatorischen Gestaltung des Neue-Musik-Festivals „A•Devantgarde“ maßgeblich beteiligt. In Hörfunkbeiträgen und Vorträgen nimmt er Stellung zu musikästhetischen Fragen.

                             

                             

                              WERNER, André

                              Komposition

                              André Werner wirkte bei aDevantgardes Neue Dichter Lieben 2001 mit und vertonte dafür einen Text von  Andrea Heuser. 1999 führte das Festival seine Disegni für vierhändiges Klavier auf.

                                WESTERMANN, Kay

                                Komposition

                                Kay Westermann (* 1958) studierte Komposition bei Wilhelm Killmayer und Wolfgang Rihm. Er war Gründungsmitglied der aDevantgarde. Westermann promovierte an der LMU München in Musikwissenschaft über zeitgenössisches Musiktheater. Seit Anfang der 90er Jahre ist er Professor für Gehörbildung an der Musikhochschule München. Zuletzt trat er mit einem beeindruckendem Konzert für Marimba und Orchester hervor. Er war Stipendiat der Cite Internationale des Arts in Paris. Zu seinen Privatschülern, die später von sich reden machten, sind v.a. Jörg Widmann und Klaus Schedl hervorzuheben. Auch Kai Johannes Polzhofer oder Alexander Strauch begannen als Jugendliche bei ihm mit ihren kompositorischen Gehversuchen. 

                                  Artists

                                  EGGERT, Moritz

                                  Komposition, Klavier

                                  wurde 1965 in Heidelberg geboren. Als Komponist setzt er sich gerne zwischen alle Stühle, was sowohl das avantgardistische wie auch das klassische Konzertpublikum verunsichert. Durch in den Medien viel diskutierte Projekte wie „Die Tiefe des Raumes“ (Fußballoratorium, geschrieben für die Ruhrtriennale im Auftrag des Kulturprogramms der WM 2006) oder „Freax“ (Oper, zusammen mit Christoph Schlingensief) versucht er konstant das gängige Bild der Neuen Musik als Angelegenheit alleine für ein Expertenpublikum zu unterminieren. Neben seinem Schwerpunkt im Bereich Musiktheater, für das Eggert bisher 11 Opern schrieb, pflegt er gerne die kammermusikalischeren oder experimentelleren Zwischentöne zum Beispiel in seinem Liederzyklus „Neue Dichter Lieben“ oder seinem Klavierzyklus „Hämmerklavier“. Zu seinen aktuellen Projekten gehören neue große Opern für Linz und Berlin, eine Vertonung der Nutzungsbedingungen von Google für Sänger und Orchester, eine „Kochoper“ für Hamburg und eine Symphonie für Autohupen.

                                  Als Pianist, Sänger, Dirigent und Performer setzt sich Eggert nicht nur für das zeitgenössische sondern auch für das klassische Repertoire ein, besonders im Bereich Lied und Kammermusik. Für die Neue Musikzeitung betreibt er den „Bad Blog of Musick“, den meistgelesenen Blog zum Thema zeitgenössische Musik in Deutschland. Mehr unter: www.moritzeggert.de

                                    Ensemble aDevantgarde

                                    Ensemble

                                    Unter dem Namen "Ensemble aDevantgarde" versammelten sich seit dem ersten Festival 1991 in unsteter Regelmäßigkeit brillante und begeisterungsfähige Instrumentalisten, um Festivalkonzerte – auch in ungewöhnlichen Besetzungen – zu bestreiten. Aus der langen Liste teilnehmender Musiker seien beispielhaft genannt: Die Violinisten Barbara Kink und Michael Friedrich, der Cellist Sebastian Hess, die Pianisten Martin Zehn und Moritz Eggert, die Klarinettistin Deborah Marshall, die Blockflötistin Naomi Graham, die Harfenistin Marlis Neumann, der Saxofonist Christoph Kirschke, sowie die Schlagzeugerin Edith Salmen. Im Rahmen des Festivals 2011 war das Ensemble bei der Produktion „Ein garstig Lied, pfui!“ (Leitung: Rudi Spring) zu hören, 2013 gestaltete es das Abschlusskonzert „Missa Est! - Die Messe neu vertont“.

                                      ERGO Ensemble Toronto

                                      Ensemble

                                      ERGO-Ensemble aus Toronto wirkte 1997 und 1999 auf den aDevantgarde-Festivals mit.

                                       

                                        GEIERSBERGER, Ruth

                                        Ruth Geiersberger, *1957, Performerin, Schauspielerin und Sprecherin, absolvierte in Paris, Berlin und München ihre Ausbildung in Körperarbeit (Feldenkrais), Gesang und Schauspiel, bevor sie eigene Projekte realisierte. Für ihre Arbeiten, die sie „Verrichtungen“ nennt, geht sie als „Feldforscherin“ auf Erkundung des städtischen Außenraums, um die momentanen Notwendigkeiten zu finden. Auf der Suche nach der „Heimat“ begibt sich die Solo-Künstlerin an ungewöhnliche Orte, die sich in einem sogenannten Wartezustand befinden: am Bahnhof, auf Baustellen, in Kirchen oder im Zoo. Unter Verwendung von multimedialen Mitteln macht sie sich in ihren urbanen Feldforschungen insbesondere die Herstellung von Idyllen, aber auch deren Enttarnung, Verlust und Absturz zum Thema. Im Bereich der zeitgenössischen E-Musik arbeitet sie u.a. mit Peider A.Defilla (Donaueschinger Musiktage), Norbert Walter Peters, Sandeep Bhagwati, Walter Fähndrich, Ulrich Müller und 48 nord.

                                         

                                          HESS, Sebastian

                                          Violoncello

                                          Sebastian Hess, 1971 in München geboren, studierte ab 1986 den Musikhochschulen Würzburg und München bei Julius Berger und Helmar Stiehler und 1990-1994 bei William Pleeths in London. 1997 war er Meisterschüler von Mstislav Rostropovich. Er setzt sich gleichermassen für Alte Musik, klassisch-romantische Werke und Neue Musik ein. Er trat u.a. auf dem Schleswig Holstein-Festival, den Salzburger Osterfestspielen und Rheingau Musik Festival auf und arbeitete zusammen mit dem Bayerischen Staatsorchester, den Bamberger Symphonikern, den Moscow Soloists und der Akademie für alte Musik Berlin. Aufnahmen sind z.B. bei Wergo, Arte Nova/BMG und Koch Classics mit ihm produziert worden. Sebastian Hess unterrichtet an der Hochschule für Musik und Theater in München.

                                           

                                            KOPPELSTETTER, Martina

                                            Mezzosopran

                                            Martina Koppelstetter ist seit ihren Studien der alten wie neuen Musik sowie dem Repertoire verpflichtet und ist eine der renommiertesten Sängerinnen Deutschlands. Sie arbeitete z.B. mit CLaus Guth, Doris Dörrie, Helmuth Rilling, Armin Jordan, etc. zusammen. 2012/13 sang sie die weibliche Hauptrolle in Mathis Nitschkes "Jetzt!" an der Oper Montpellier. Bei aDevantgarde wirkte sie mehrfach mit, ist ihr seit Gründung verbunden.

                                              LIVINGSTON, Guy

                                              Klavier

                                              Guy Livingston war 1999 mit "60 Seconds for Piano" Gast der aDevantgarde. 60 Komponisten aus 18 Ländern haben speziell für Guy Livingston je ein Stück für Klavier solo geschrieben. Die Länge eines jeden Stückes beträgt maximal eine Minute, das Thema ist das Klavier bzw. der Pianist. Alles ist erlaubt, es darf nur niemand zu Schaden kommen. Viele der Stücke werden verstärkt oder sind für Klavier und Zuspielung konzipiert.

                                               

                                                MAUSER, Siegfried

                                                Klavier

                                                Siegfried Mauser studierte Klavier an der Musikhochschule München bei Rolf Koenen, Rosl Schmid und Alfons Kontarsky, außerdem Musikwissenschaften, Philosophie und Kunstgeschichte an den Universitäten München und Salzburg. 1981 wurde seine Doktorarbeit veröffentlicht. Als jüngster Professor wird er an die Musikhochschule Würzburg berufen. Als Wissenschaftler und Denker zeichnete er sich durch die Gründung des Forschungsinstitut für musikalische Hermeneutik am Mozarteum Salzburg aus. Später wird er auch Professor an der Musikhochschule München, schliesslich dort Rektor, bis er diese Rolle ab 2014 dann an der Universität Mozarteum Salzburg ausübt. Er tritt zudem hervor als Konzertpianist und gefragter Klavierbegleiter, ruft die Klangspuren der Münchener Biennale ins Leben. Er wurde mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt, ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Zuletzt trat er mit einer aufregenden Neueinspielung der Klaviersonaten von Mozart hervor. aDevantgarde ist er seit ihrer Gründung verbunden, sowie überhaupt ein Grossteil seines musikalischen Engagements der Förderung der Neuen Musik gilt.

                                                  NEUMANN, Marlis

                                                  Harfe

                                                  ist eine kanadische Harfenistin. Seit ihrem Studium bei Helga Storck an der Musihochschule wirkt sie in Deutschland sowie international als gefragte Interpretin klassisch-romantischer sowie zeitgenössischer Musik.

                                                    Pianopossibile

                                                    Ensemble

                                                    Das Münchner Ensemble piano possibile besteht seit 1993 und hat sich vornehmlich der Neuen Musik der letzten vierzig Jahre verschrieben. Neben der klassischen Avantgarde stehen dabei vor allem auch Werke junger Komponisten auf dem Programm. Engagements und Erfolge wie bei der Münchner Biennale, im Haus der Kunst München und bei A·Devantgarde zeugen von der Professionalität des eingespielten Ensembles. Neben dem rein konzertanten Bereich liegt einer der Schwerpunkt des Ensembles in seinem innovativen Umgang mit Neuer Musik und besonders auch der Verbindung von Musik und szenischer Darstellung. So sind Auftrittsorte der besonderen Art oder ungewöhnliche Projekte sowie szenische Produktionen in Eigenregie oder in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Theaterakademie längst zu einem Markenzeichen des Ensembles geworden. 1997 wurde piano possibile mit dem Musikförderpreis der LH München ausgezeichnet und zwei Jahre später erhielt das Ensemble den Sonderpreis der Forberg-Schneider-Stiftung.

                                                      REISERER, Christoph

                                                      Komposition

                                                      Christoph Reiserer, geboren 1966 in Wasserburg am Inn, studierte Musikwissenschaft und Philosophie in München und Berlin. Als Saxofonist Autodidakt, befasst er sich insbesondere mit neuen Spieltechniken und gemeinhin mit allem, was den Entstehungsprozess von Musik an sich betrifft. Sein besonderes Interesse gilt der Improvisation und dem musikalischen Theater. Er erhielt verschiedene Stipendien und Preise unter anderem beim Leipziger Improvisationswettbewerb 1997. Seit 1998 entstanden eigene Theaterproduktion: "Heiss" (1998) und "up & down" (2001 im Deutschen Museum München). Als Wissenschaftler und Mitarbeiter des internationalen Projekts LIST befasst er sich mit der Erforschung neuer Spieltechniken auf Holzblasinstrumenten und deren Darstellung auf CD-ROM. Außerdem komponiert und improvisiert er bei Musik zum Anfassen mit Kindern an Münchner Schulen. Seit März 2003 ist er Gast am Center for Contemporary Arts in Glasgow.

                                                        RICHTER, Nicolaus de Vroe

                                                        Komposition

                                                        Nicolaus Richter de Vroe, geboren 1955 in Halle/Saale, studierte er Komposition und Violine in Dresden und Moskau, sowie Komposition (Friedrich Goldmann) und elektronische Musik (Georg Katzer) in Ostberlin. Seit 1988 ist Richter de Vroe beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks engagiert. 1989 gründete er das XSEMBLE München. Seine Werke wurden bei sämtlichen ARD-Rundfunkanstalten sowie auf namhaften Festivals für Neue Musik, u.a. beim Festival d‘Automne Paris, bei der Biennale Venedig, den Donaueschinger Musiktagen (1988, 1994, 2005), dem Steirischen Herbst Graz, den Wittener Tagen für Neue Kammermusik, der Biennale Berlin, den Berliner Festwochen, musica viva München oder beim Festival Moskauer Herbst (2012) aufgeführt. Richter de Vroe ist musica-viva-Beauftragter des BR-Symphonieorchesters und seit 2008 Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste.