festival.13

09. Juni – 15. Juni 2015
aDevantgarde.13 – the composers festival

humus

Festivalleitung: Johannes X. Schachtner und Alexander Strauch

Ensemble in Residence:
ENSEMBLE SCHWERPUNKT

Humus ist die organische Bodensubstanz, auf der alles Lebendige gedeiht und darin seine Wurzeln schlägt. Wie in der Ökologie geht aus Vergangenem in der Kultur Neues hervor. Das erklärt die Bedeutung der Tradition für das Zeitgenössische: entweder wurzelt Neues in den Linien der Vorläufer oder es setzt sich dezidiert von jenen ab – Neues ist nur neu, wenn es sich zum Alten in ein fruchtbares Verhältnis setzt, es sich auf dieses bezieht oder mit diesem bricht. Bei genauerem Hinsehen, erkennt man im Rückblick beide Beziehungslinien: so kommt die Neue Musik der Nachkriegszeit aus den Strömungen der Moderne nach dem Jugendstil und bricht gleichzeitig mit der unmittelbaren gleichgeschalteten Vergangenheit. Besonders heute ist diese Neue Musik und ihre weitere Entwicklungen des ausgehenden 20. Jahrhunderts selbst Vergangenheit geworden. Auf ihr gründet das Wesen der zeitgenössischen Musik, möchte sich allzu gerne immer mehr davon abnabeln und ist doch fest in ihr verankert. Die “Neue Musik” ist also der Humus der sich erst allmählich selbst findenden Gegenwart der Zehnerjahre des 21. Jahrhunderts. Das 13. Internationale aDevantgarde-Festival geht dem auf den Grund und legt etwaige Verbindungen und Trennungen der heute schaffenden Komponistinnen und Komponisten frei, sucht in den eigenen Wurzeln des deutschen zeitgenössischen Musiklebens und setzt sich in Bezug zu denen anderer Traditionen der zeitgenössischen Musik.

Preconcert

Zeitgenössische Kammermusik im Dialog: Moritz Eggert und Markus Schmitt Bevor im Juni das Festival startet gibt es das Preconcert. aDevantgarde feiert damit in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Akademie der Schönen...

Veranstaltungsdatum
16. März 2015 um 19:00 Uhr

Veranstaltungsort
Bayerische Akademie der Schönen Künste
Max-Joseph-Platz 3
80539 München

Wurzel1: Kurtág

Eröffnungskonzert Uraufführungen von Zeynep Gedizlioğlu, Markus Schmitt sowie Werke von György Kurtág und Andras Hamary Der ungarische Komponist György Kurtág ist das Ideal einer extrem individuellen Komponistenpersönlichkeit. Sein Schaffen, das gleichermaßen...

Veranstaltungsdatum
09. Juni 2015 um 19:00 Uhr

Veranstaltungsort
Bayerische Akademie der Schönen Künste
Max-Joseph-Platz 3
80539 München

Wurzel2: Afrika

Klavierrezital Jacopo Salvatori Uraufführung von Charles Uzor sowie Werke von Joseph Hanson Kwabena Nketia, Akin Euba, Joshua Uzoigwe, Bongani Ndodana-Breen, Ernst Bechert, Ignatius Sancho und György Ligeti Afrikanische Musik wird...

Veranstaltungsdatum
12. Juni 2015 um 19:00 Uhr

Veranstaltungsort
Allerheiligen Hofkirche
Residenzstraße 1
80333 München

Hildebrandslied

Uraufführungen von Gerald Resch, Arash Safaian und Alexander Strauch sowie Werke von Gunild Keetman, John Cage und Galina Ustwolskaja Grundlage der europäischen, insbesondere der deutschen Musiktradition ist die Auseinandersetzung mit...

Veranstaltungsdatum
12. Juni 2015 um 20:30 Uhr

Veranstaltungsort
Allerheiligen Hofkirche
Residenzstraße 1
80333 München

JU[MB]LE

Uraufführung von Birke J. Bertelsmeier sowie Werke von Richard Ayres und Volker Nickel Gründungskonzert: Seit vielen Jahren gedeiht in ganz Deutschland eine blühende Szene von Jugendensembles für Neue Musik, nur...

Veranstaltungsdatum
13. Juni 2015 um 18:00 Uhr

Veranstaltungsort
Black Box, Gasteig München
Rosenheimer Straße 5
81667 München

Young Lions Reloaded

Kompositionen und Improvisationen von Verena Marisa und ihrem Ensemble sowie Uraufführungen von Tom Smith, Hans-Henning Ginzel, Diana Syrse, Jacopo Salvatori und Samuel Penderbayne ade-lounge: Erst Bühnenperformance, dann Clubnacht. Ein Konzert...

Veranstaltungsdatum
13. Juni 2015 um 20:30 Uhr

Veranstaltungsort
Milla Live Club
Holzstraße 28
80469 München

Wurzel3: Doppelkonzert, Teil 1 - Dhvanivala

Dhvanivala Uraufführung von Sandeep Bhagwati Hörstück: Der deutsch-indische Komponist Sandeep Bhagwati kreiert in „Dhvanivala“ ein musikalisches Biopic des elterlichen Freundes und indischen SoundArt-Pioniers Dhvanivala, der 1967 in einer Winternacht im...

Veranstaltungsdatum
14. Juni 2015 um 18:30 Uhr

Veranstaltungsort
Black Box, Gasteig München
Rosenheimer Straße 5
81667 München

Wurzel3: Doppelkonzert, Teil 2 - Radix

Uraufführung von Michael B. Weiß sowie Werke von Pascal Dusapin und Jarkko Hartikainen Ensemble in Residence: Erstmals lädt aDevantgarde ein Ensemble über die ganze Dauer des Festivals als Gast ein. Das...

Veranstaltungsdatum
14. Juni 2015 um 20:00 Uhr

Veranstaltungsort
Black Box, Gasteig München
Rosenheimer Straße 5
81667 München

Spinnen!

Uraufführungen von Sergey Khismatov und Markus Lehmann-Horn sowie Werke von Fredrik Schwenk, Steven Bryant, Hubert Hoche, Albin Zaininger Filmkonzert: Fritz Langs zweiteiliger Stummfilm „Die Spinnen“ ist ein Meilenstein des Abenteuerfilms,...

Veranstaltungsdatum
15. Juni 2015 um 20:00 Uhr

Veranstaltungsort
Carl-Orff-Saal, Gasteig München
Rosenheimer Straße 5
81667 München

Mitwirkende

Composers

AYRES, Richard

Komposition

wurde 1965 in Cornwall (UK) geboren. Er studierte Komposition an der Universität Huddersfield sowie bei Louis Andriessen in Den Haag. Heute lebt er immer noch in den Niederlanden und unterrichtet Komposition am Amsterdamer Konservatorium. Seine Musik wurde von zahlreichen wichtigen europäischen Ensembles für zeitgenössische Musik und Orchestern aufgeführt. Er erarbeitete zusammen mit der Librettistin Lavinia Greenlaw eine Oper nach dem Stoff der Peter-Pan-Erzählung, die 2013 an der Staatsoper Stuttgart ihre Premiere feierte und demnächst in einer Inszenierung von Keith Warner auch an der Komischen Oper Berlin und der Welsh National Opera zu sehen sein wird. Aktuell komponiert er ein neues Orchesterwerk für die BBC und die Donaueschinger Musiktage. Mehr unter: www.richardayres.com

    BECHERT, Ernst

    Komposition

    wurde 1958 in Würzburg geboren. Er studierte in Hamburg Schulmusik bei Ulrich Leyendecker. Zu seinen weiteren Lehrern zählten u. a. György Ligeti, Diether de la Motte und Luciano Berio. Bis 2006 lehrte er an der Musikhochschule Mannheim Komposition. Er spielte als Posaunist und Pianist in verschiedenen Hamburger Bands, u. a. bei "Fritz Brummer", "Tuten & Blasen" und "Verein für musikalische Privataufführungen". Bechert gründete die Komponistenverschwörung und zusammen mit dem Komponisten Christoph Coburger das "Ensemble für Städtebewohner". Für eine Vielzahl an Regisseuren, u.a. Helmut Herbst, Helke Sanders und Hannes Heer, komponierte er Filmmusiken. Ebenfalls besteht sein Werk aus mehr als 70 Bühnenmusiken für Theater. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit den unterschiedlichsten TheaterregisseurInnen und dem Komponisten Heiner Goebbels. Er erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge von namhaften Ensembles, vom Deutschen Symphonie-Orchester Berlin (RSO) bis zum Scharoun-Ensemble. Seine Kompositionen wurden von einer Vielzahl an Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Mehr unter: www.ernstbechert.de

     

      BERTELSMEIER, Birke J.

      Komposition

      wurde 1981 geboren. Zuletzt studierte sie in der Kompositionsklasse von Wolfgang Rihm. Heute unterrichtet sie im Lehrauftrag Komposition und Improvisation an der Musikhochschule Hannover. Ihre Werke sowie Porträts und Interviews wurden von vielen namhaften Rundfunkanstalten, wie dem SWR, WDR, Deutschlandfunk und BR aufgezeichnet und gesendet. Ihre Kompositionen wurden von bekannten Musikern, unter ihnen auch das Arditti Quartett sowie das Ensemble Modern, und an den unterschiedlichsten musikalischen Institutionen aufgeführt, u.a. beim Heidelberger Frühling, der Münchener Biennale und der Deutschen Oper Berlin. Sie erhielt Preise und Stipendien von der Stadt Karlsruhe, aber auch von der Ensemble Modern Akademie, der Ernst von Siemens Musikstiftung und der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom. Mehr unter: www.birkebertelsmeier.com

        BHAGWATI, Sandeep

        Komposition

        (*1963 in Mumbai), Absolvent der Musikhochschule München (Studium bei Wilhelm Killmayer) und einst ein Mitbegründer des aDevantgarde-Festivals, ist ein international aktiver Komponist, Musikforscher, Theatermacher und Medienkünstler. Nach langer freischaffender Tätigkeit und vielen Gastkünstleraufenthalten u.a. am IRCAM Paris, ZKM Karlsruhe und Beethovenorchester Bonn wurde er 2000 Pro- fessor für Komposition an der Musikhoch- schule Karlsruhe, und ist seit 2006 Canada Research Chair for Inter-X Arts an der Concordia University Montréal sowie Direktor des von ihm gegründeten matralab. Seine künstlerische Forschung dort umfasst neben dem Entwickeln experimenteller Theater- und Musikformen insbesondere das Ausloten des Spannungsfelds zwischen Komposition und Improvisation mittels Computerimprovisationssoftwares und interaktiven Partituren für Live-Musiker.

        Mehr unter: wikipedia_Sandeep_Bhagwati

          BRYANT, Steven

          Komposition

          wurde 1972 in den USA geboren. Er ist Komponist und Dirigent. Sein erstes orchestrales Werk wurde vom Symphonieorchester der Juilliard School uraufgeführt. Weitere Aufträge erhielt er z.B. vom Amherst Saxophon Quartett, der US Air Force Band des mittleren Westens oder der Calgary Stampede Band. Bryant kreierte eine Neukomposition des Iggy Pop und des Stooges Song „Real Cool Time“ für eine italienische Plattenfirma. Er studierte Komposition u.a. bei John Corigliano, Cindy McTee und Fancis McBeth.

            CAGE, John

            Komposition

            wurde 1912 in Los Angeles, USA geboren und verstarb 1992 in New York. Er arbeitete in frühen Jahren bereits als ein Pionier der elektroakustischen Musik, erfand seine eigene Ausprägung der Aleatorik mit Hilfe des I-Ging sowie das präparierte Klavier. Als Grenzgänger zwischen Komposition, Tanz, Performance, Kunst und Literatur war er ein wichtiger Impulsgeber des 20. Jahrhundert in all diesen Bereichen. Mit seinem offenen und multiperspektivischen Musikdenken setzte sein Auftritt auf den Darmstädter Ferienkursen die erste bedeutende Zäsur für die damals dort vorherrschende Serielle Musik, womit er nachhaltig die weitere Entwicklung der Neuen Musik beeinflusste. Cage, der bei Henry Cowell und Arnold Schoenberg studiert hatte, erhielt welweit zahllose Ehrungen.

              DOLEZEL, Dieter

              Komposition

              wurde 1977 in München geboren. Nach anfänglichem Philosophie-Studium wechselte er zunächst an das Richard-Strauss-Konservatorium um Gitarre zu studieren. Es folgten Kompositions-Studien bei Wilfried Hiller in München und bei Louis Andriessen in Den Haag. Im Jahre 2002 gründete Dolezel die doArte-Kulturstiftung, für die er nach wie vor konsultativ tätig ist.

              Aufführungen seiner Werke fanden bei namhaften Festivals und Kulturstätten statt, u.a. bei der Gaudeamus Music Week, den Hamburger Klangwerktagen, im Münchner Prinzregententheater sowie im Auditorium Santa Cecilia in Rom. Zu den Interpreten seiner Musik zählen u.a. das Ensemble Modern, die King's Singers, John Snijders, BL!NDMAN [drums], sowie das ensemble unitedberlin. Dolezel erhielt eine Vielzahl an Auszeichnungen. Hervorzuheben sind 2006 der Preis beim 1. Internationalen Kompositionswettbewerb der Hamburger Klangwerktage und das Stipendium der Villa Massimo in Rom. 2014 wurde sein abendfüllendes Multimedia-Werk 'de:conducted' auf der Münchner Musiktheater Biennale uraufgeführt. Mehr unter: www.dieterdolezel.de

                DUSAPIN, Pascal

                Komposition

                wurde 1955 in Nancy geboren. Er studierte Komposition und belegte Kurse bei Iannis Xenakis, Karlheinz Stockhausen und Franco Donatoni. Er wurde von wichtigen Musikinstitutionen Europas zu Werken der Oper, Orchester- und Kammermusik sowie der Elektronischen Musik beauftragt. In Deutschland erregte er vor allem Aufmerksamkeit mit Aufträgen für die Münchner Reihe musica viva, der Uraufführung seiner Oper "Faustus, the Last Night" an der Staatsoper Berlin, seiner Musik zur Opernchoreografie "Medea" von Sasha Waltz sowie 2014 mit seiner stimmungsgeladenen Klang- und Videoinstallation "Mille Plateaux" auf den Donaueschinger Musiktagen. Dusapin ist korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Er erhielt für sein Schaffen Preise und Stipendien, hier hervorzuheben ist der Prix Herve Dujardin der SACEM oder das begehrte französische Rom-Stipendium in der Villa Medici. Mehr unter: http://brahms.ircam.fr/pascal-dusapin

                  EUBA, Akin

                  Komposition

                  wurde 1935 in Lagos, Nigeria geboren. Er studierte in London am Trinity College of Music und in Los Angeles Komposition und Musikethnologie, u.a. bei J.H. Kwabena Nketia. Später war er Professor an der Universität Lagos und leitete die Musikabteilung des nigerianischen Rundfunks. 1986-1992 forschte er an der Universität Bayreuth, Danach erhielt er einen Ruf als Professor an der Universität in Pittsburgh in den USA. Dort war er zuletzt als Emeritus tätig. Kompositorisch kombiniert er Elemente der Yoruba mit klassischer zeitgenössischer Musik und ist vorwiegend in Feldern wie Musiktheater (Oper Chaka), Orchester-, Kammer- und Tanzmusik beheimatet. Mehr unter: www.music.pitt.edu/faculty/euba

                    GEDIZLIOGLU, Zeynep

                    Komposition

                    wurde 1977 in Izmir geboren und studierte Komposition u.a. bei Wolfgang Rihm in Karlsruhe, sowie Musiktheorie bei Michael Reudenbach. Sie arbeitete u.a. beim Institut für Musik und Akustik IRCAM in Paris. Dort wurde ihr Werk für elektro-akustische Musik uraufgeführt. In den Jahren zuvor entstanden Werke zu verschiedenen Theaterstücken.

                    Ihre Kompositionen wurden bei internationalen Festivals in Bonn (Beethovenfest), Turin (Estovest), Strasbourg (Musica), Göteborg (ISCM World New Music Days) bis Istanbul (Biennale) aufgeführt. Zahlreiche Rundfunkanstalten übertrugen ihre Werke live. Die beiden Rundfunkorchester des SWR und viele weitere bekannte Ensembles, wie u.a. das Orchestre National de Lorraine, das Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra, das Radio Symphonie Orchester Wien und das Ensemble Modern haben zahlreiche Kompositionen uraufgeführt. Sie erhielt über mehrere Jahre von den unterschiedlichsten Institutionen Stipendien. Eine besondere Auszeichnung war der Komponisten-Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung 2012. Mehr unter: www.zeynepgedizlioglu.com

                      GINZEL, Hans-Henning

                      Komposition

                      2007 wurde er bereits als Jungstudent an der Hochschule für Musik und Theater München in die Klasse von Prof. Helmar Stiehler aufgenommen und studierte ab 2009 in München Violoncello. 2013 setzte er sein Studium im Rahmen eines Auslandsstipendiums am „Real Conservatorio Superior de Música“ bei Prof. Iagoba Fanlo fort. Er ist seit seiner Gründung Mitglied des „Arcis Cello Quartetts“ und dessen Komponist und Arrangeur.

                      Seine ersten Kompositionen schrieb er mit 14 Jahren und erhielt daraufhin Kompositionsunterricht bei Prof. Dieter Acker (München). Im Rahmen der Filmpreisverleihungen der Fachzeitschrift „Camgaroo“ gewann er 2004 einen 2. Preis und 2005 einen 1. Preis. Er war Teilnehmer zahlreicher Kompositionsmeisterkurse, u.a. bei Robert Beaser und Wolfgang Rihm. Seit 2011 studiert er das Fach Komposition bei Prof. Jan Müller-Wieland. Ginzel wurde bereits mehrfach international ausgezeichnet, u.a. erhielt er den 1. Preis des „Harald-Genzmer-Kompositionspreises“ (2012) und den Sonderpreis des „9th Sun River Prize International New Composition Competition“ (2013). 2014 wurde er zudem als Stipendiat der Initiative „Yehudi Menuhin Live Music Now“ aufgenommen.

                       

                        HAMARY, Andras

                        Komposition

                        wurde 1950 in Budapest geboren. Nach Studien am Bartók-Konservatorium und an der Musikakademie „Ferenc Liszt” wurde er als Schüler von Hans Leygraf an der Musikhochschule Hannover zum Konzertpianisten ausgebildet. Seit 1986 hat er eine Professur für Klavier und Kammermusik an der Hochschule für Musik in Würzburg inne. Seine ersten Kompositionen für die verschiedensten Gattungen entstanden Ende der siebziger Jahre.

                        Als Dirigent widmete er sich ausschließlich der neuen Musik. Mit dem „ensemble avance”, eine Formation junger Musiker für die Interpretation zeitgenössischer Musik, das er in Stuttgart gründete, machte er zahlreiche Rundfunkaufnahmen und Uraufführungen renommierter Komponisten. Bei der 1. Münchener Biennale erhielt er als Dirigent den BMW-Musiktheaterpreis für die beste Musikalische Leitung. Doch auch seine Kompositionen trugen ihm eine Vielzahl an Preisen und Stipendien ein, wie u.a. den Kompositionspreis der Stadt Stuttgart und eine Auszeichnung beim Internationalen Kompositions-Wettbewerb „Karlheinz Stockhausen”. Mehr unter: www.hamary.de

                          HARTIKAINEN, Jarkko

                          Komposition

                          wurde1981 in Espoo, Finnland geboren. Er studierte Komposition bei Paavo Heininen an der Sibelius-Akademie in Helsinki und vervollständigte seine Studien bei Gerhard Müller-Hornbach und Beat Furrer an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/M. Seine stärksten Einflüsse erhielt er jedoch von Helmut Lachenmann.

                          Hartikainen entdeckt Klangphänomene in seiner Musik, in dem er die „Musikalisation“ der Sprache mit einbezieht. Dies bedeutet für ihn, wie es der Harmonie gelingt die Sprache zu imitieren. Er sagt, dass er an die ewige Neugier der Menschheit für das Neue glaubt und an die Macht der Innovation um verschiedene menschliche Aktivitäten zu verbinden und zu durchströmen.

                          Er erhielt bisher viele Aufträge und arbeitete mit folgenden Ensembles bereits zusammen u.a. mit dem Finnischen Radiosinfonieorchester, dem Orchestre National de Lille, der Tapiola Sinfonietta, dem Lettischen Radiokammerchor und dem Rohm Music Foundation in Japan. Mehr unter: www.hartikainen.tumblr.com

                            HOCHE, Hubert

                            Komposition

                            wurde 1966 in Deutschland geboren. Er studierte Komposition und Dirigieren an der Hochschule für Musik in Weimar. Weiterführende Studien erfolgten u.a. bei Prof. Michel Philippot und Bernhard Haitink. Hoche war

Preisträger des Kompositionswettbewerbes für Junge Komponisten, erhielt Einladungen zu den Orchesterwerkstätten nach Gera und Gotha und gewann erste Preise renommierter Wettbewerbe für Sinfonisches Blasorchester. Seine Werke wurden u.a. von
der Weimarer Staatskapelle, dem Bayerischen Kammerorchester, Carin Levine und dem Oh-Ton Ensemble Oldenburg aufgeführt.

                              IGNATIUS, Sancho

                              Komposition

                              lebte von 1729 bis 1780 in London. Er wurde 1729 auf einem Sklavenschiff vor Guinea geboren. Nach dem Tod seiner Eltern kam er mit zwei Jahren nach England und wuchs als Sklave einer Familie in Greenwich auf. Bei seiner autodidaktischen Ausbildung wurde er von John Montagu, 2. Duke of Montagu unterstützt.

                              Bereits während seiner Zeit als Butler der Montagus wurde Sancho als Schriftsteller und Komponist bekannt. Er stand in Kontakt mit dem Politiker Charles James Fox und korrespondierte mit berühmten Zeitgenossen wie Samuel Johnson, David Garrick, Catherine Hyde und Laurence Sterne. Zwischen 1767 und 1779 veröffentlichte Sancho eine Sammlung von Liedern mit Klavierbegleitung nach Texten von William Shakespeare, Anakreon und Garrick sowie drei Bände mit Tänzen. Eine Sammlung seiner Briefe erschien 1782 posthum. Mehr unter: de.wikipedia.org/wiki/Ignatius_Sancho

                                KEETMAN, Gunild

                                Komposition

                                (1904-1990) wurde als Ko-Autorin von Carl Orffs Schulwerk bekannt. Nach ihren Studien in Bonn und Berlin war sie an der Günter-Schule tätig, die sich der Verbindung von Musik und Bewegung widmete. Dort lernte sie auch Carl Orff kennen. Nach der dortigen Zusammenarbeit, in deren Rahmen sie sich u.a. an Orffs Olympiade-Beitrag 1936 beteiligte, begann sie ab 1949 am Orff-Institut des Mozarteums in Salzburg zu lehren.

                                  KHISMATOV, Sergey

                                  Komposition

                                  wurde 1983 in St. Petersburg geboren. Er studierte in seiner Heimatstadt sowie bei Moritz Eggert an der Musikhochschule München Komposition. Khismatov besuchte Workshops mit Boris Filanovsky, Pascal Dusapin, Sandeep Bhagwati, Enno Poppe und Helmut Lachenmann.

                                  Seine Musik wurde bisher von zahlreichen renommierten Ensembles aufgeführt u.a. von der musikFabrik, dem Slagwerk Den Haag, Tromp percussion, NoName, Russian National Orchestra, sowie u.a. von den Musikern Alex Nowitz, Matthias Bauer, Boris Filanovsky, Moritz Eggert, Johannes Schoellhorn und Anna Korsun.

                                  Drei Jahre hintereinander war Khismatov Finalist der Gaudeamus Music Week in Utrecht. 2011 wurde sein Werk "Cymbals Quartet" für die ISCM in Zagreb ausgewählt. In den letzten drei Jahren gewann er weitere Auszeichnungen, er erhielt den Moskauer Kulturpreis und war Stipendiat des Internationalen Künstlerhauses Bamberg "Villa Concordia". Mehr unter: www.khismatov.com

                                    KURTAG, György

                                    Komposition

                                    wurde 1926 in Lugoj im Bánát geboren. Er gilt als der bedeutendste zeitgenössische ungarische Komponist – 1948 nahm er auch die ungarische Staatsbürgerschaft an – ebenso wie sein Generationsgenosse und Freund György Ligeti. Bevor Kurtág 1946 nach Budapest kam um Musik zu studieren, hatte er Klavier- und Kompositionsunterricht bei Magda Kardos bzw. Max Eisikovits erhalten. Er graduierte zunächst in den Fächern Klavier und Kammermusik, um anschließend sein Kompositionsstudium abzuschließen. 1957 ging er für ein Jahr nach Paris, wo er in Kompositionskursen bei Darius Milhaud und Olivier Messiaen sowie durch die Begegnung mit der Psychologin Marianne Stein nachhaltige Eindrücke sammelte. 1971 verbrachte er als Stipendiat des DAAD ein Jahr in Berlin. Bis zu seinem Ruhestand 1986 war er Professor an der Budapester Musikakademie. Mehr unter: de.wikipedia.org/wiki/György_Kurtág

                                      KWABENA NKETIA, J.H.

                                      Komposition

                                      wurde 1921 in Ghana geboren. Er studierte nach seiner Schulzeit in der Heimat an der University of London am Institut für Orientalistik und Afrikanistik und besuchte später das Trinity College of Music, ebenfalls in London. Er wurde Anfang der fünfziger Jahre an der University of Ghana angestellt. 1958 erlaubte ihm ein Stipendium in New York bei Henry Cowell an der Columbia University und an der Juilliard School of Music Komposition zu studieren. 1963 wurde er zum Professor an der University of Ghana berufen. Seine Studien zur Zeitgestaltung in der Volksmusik seiner Heimat wurden Vorbild für viele Forscher. Zuletzt lehrte er u.a. an der University of California in Los Angeles. Er komponiert vorwiegend Kammer- und Chormusik für afrikanische wie westliche Instrumente. Mehr unter: www.nketiamusicfoundation.org

                                        LEHMANN-HORN, Markus

                                        Komposition

                                        wurde 1977 in München geboren. Er erhielt Klavier- und Gitarrenunterricht bei Gulaab, Abi von Reininghaus, Gunnar Geiße, sowie bei Michael Arlt. Ab 2000 intensivierte er sein Interesse für Komposition bei Tobias PM Schneid. Durch ein Studium an der Hochschule für Musik und Theater München erweiterte er sein Spektrum um den Bereich Komposition für Film und Fernsehen. Danach belegte er eine Meisterklasse im Fach Komposition bei Heinz Winbeck in Würzburg.

                                        Es entstanden viele Auftragskompositionen im Konzertbereich u.a. für die Münchner Opern-Festspiele, die Bayerische Akademie der Schönen Künste, die Kasseler Musiktage und das Siemens Arts Program. Seine Filmmusik-Kompositionen erklangen in diversen nationalen und internationalen Filmproduktionen. Lehmann-Horn erhielt diverse Preise und Auszeichnungen,  z.B. den Franz-Grothe-Preis 2009, den Musiktheaterpreis der Neuen Oper Wien 2009 oder den Paul-Hindemith-Preis 2011. Mehr unter: www.markuslehmannhorn.de

                                          LIGETI, György

                                          Komposition

                                          wurde 1923 in Siebenbürgen geboren und starb 2006 in Wien. Er zählt zu den bedeutendsten Komponisten seiner Generation und gilt als wichtiger Erneuerer der Neuen Musik in Europa. Von 1973 bis 1989 lehrte er als Kompositionsprofessor an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

                                          „Ich habe keine Kunsttheorie. Deswegen sind viele Leute enttäuscht. Ich habe keine message, die ich verkünde. Man kann mich nicht festnageln auf eine einheitliche, verbal ausdrückbare kompositorische Theorie. Sondern ich versuche immer neue Dinge auszuprobieren. Deswegen habe ich es einmal so dargestellt: Ich bin wie ein Blinder im Labyrinth, der sich herumtastet und immer neue Eingänge findet und in Zimmer kommt, von denen er gar nicht wusste, dass sie existieren. Und dann tut er etwas. Und er weiß gar nicht, was der nächste Schritt sein wird“ (G. Ligeti, 1993 in: Musik – nicht ohne Worte, Hrsg. Manfred Stahnke, Hamburg 2000). Mehr unter: www.gyoergy-ligeti.de/

                                           

                                            MÜLLER, Katharina Susanne

                                            Komposition

                                            Katharina Susanne Müller (*1994) erhielt im Alter von elf Jahren bei den Hallischen Musiktagen das Hans-Stieber-Diplom für ihre Komposition Zahnschmerzenblues. Seit 2012 ist sie zunehmend als Komponistin und Performerin im szenischen Bereich tätig. So entstanden in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Levin Handschuh 2013 das Musiktheater Gletscher und 2014 das experimentelle Musical Alice im Wunderland. Aktuell ist am Theater Plauen/Zwickau das Tanzstück Happy Birthday zu sehen (Choreographie: Annett Göhre), für das sie die Musik komponierte. Konzertante Musik schrieb sie u.a. für das Londoner „Kreutzer Quartet“ um Peter Sheppard Skærved (Skin, 2015, Kompositionsauftrag der musica femina münchen) und für den Kinderchor der Bayerischen Staatsoper (Schiefes Schicksal, 2015). Ihr Kompositionsstudium bei Prof. Moritz Eggert beendete sie 2016 mit dem Master of Music und studiert derzeit Neue Musik (HF Violine) bei Prof. Ingolf Turban, ebenfalls an der Hochschule für Musik und Theater München. Mehr Infos: www.ksmueller.de

                                              MUNDRY, Isabel

                                              Komposition

                                              wurde 1963 geboren. Sie studierte Komposition bei Frank Michael Bayer und Gösta Neuwirth an der heutigen Universität der Künste Berlin sowie bei Hans Zender an der Musikhochschule in Frankfurt/M. Dort und in Zürich war sie selbst als Professorin für Komposition und Musiktheorie tätig. Danach folgte der Ruf an die Hochschule für Musik und Theater in München. Ihre Kompositionen wurden bisher von den wichtigsten Institutionen und Klangkörpern der zeitgenössischen Musik beauftragt oder uraufgeführt, so war ihre Oper "Ein Atemzug - Odyssee" an der Deutschen Oper Berlin erstmalig zu sehen. Sie wurde zusammen mit Moritz Eggert mit dem Mainzer Schneider-Schott-Preis ausgezeichnet. Außerdem ist sie Trägerin des Kranichsteiner Musikpreises und wirkt als Jurorin renommierter Kulturstiftungen. Mehr unter: http://website.musikhochschule-muenchen.de

                                                NDODANA-BREEN, Bongani

                                                Komposition

                                                wurde 1975 in Queenstown (Südafrika) geboren und ist Angehöriger der Xhosa. Er studierte Komposition in Stellenbosch bei Roelof Temmingh. Seine Musik ist eine Synthese aus afrikanischen und klassischen Stilen. Für eine Vielzahl von namhaften Institutionen schrieb er Auftragskompositionen u.a. für das Hong Kong Chinese Orchestra, das Indianapolis Chamber Orchestra, die Southern African Music Rights Organisation (SAMRO), das Haydn Festival Eisenstadt und das Johannesburg International Mozart Festival. Sein Werk besteht bisher aus einem Musiktheater (eine Oper über Winnie Mandela) und Kompositionen für Orchester- und Kammermusikbesetzungen. Persönlich setzt er sich zudem für die kulturelle Diversität und die LGBT-Rights ein. Mehr unter: www.ndodanabreen.com

                                                  NICKEL, Volker

                                                  Komposition

                                                  wurde 1970 in Augsburg geboren. Er studierte zunächst Musikwissenschaft, Philosophie und Psychologie an den Universitäten Augsburg und München - später Komposition bei Hans-Jürgen von Bose an der Hochschule in München. Nickels Kompositionen waren Anfangs von einem eher postmodernen Eklektizismus geprägt, der sich aber immer schon als Teil eines variierenden Verfahrens verstand und lediglich Dinge, die auf einer tiefer liegenden strukturellen Ebene miteinander verbunden sind, in unterschiedlicher Gestalt in Erscheinung treten ließ. Später entwickelte Nickel unter dem Einfluss neuerer Literatur und dem „Zettelkasten-Prinzip“, einen kontrapunktisch präzis ausgearbeiteten, diskontinuierlichen und strukturell subtilen Musikstil, der auf der Grundlage Cantus-firmus-artiger Perioden und einer variierenden Montagetechnik funktioniert. Nickels Musik wurde vielfach ausgezeichnet, darunter mit dem renommierten Förderpreis der Ernst von Siemens-Musikstiftung. Nickel war Stipendiat an der Cité Internationale des Arts in Paris und unterrichtet am LMZ der Universität Augsburg. Mehr unter: www.musikverlag-nickel.eu/Nickel

                                                    PENDERBAYNE, Samuel

                                                    Komposition

                                                    ist ein australischer Komponist und studiert derzeit Komposition bei Prof. Moritz Eggert an der Hochschule für Musik und Theater München. Seinen Bachelor of Music am Sydney Conservatorium schloss er mit Bestnote ab. Dort studierte er bei Dr. Michael Smetanin (Komposition) und Anke Hoeppner (Gesang) und wurde mit dem Doris Burnett-Ford Stipendium gefördert. In Australien wurden seine Werke von den Symphonieorchestern von Tasmanien, Melbourne und Sydney (Sinfonietta) sowie von der Song Company, The Australian Voices und dem Sculthorpe Streichquartett aufgeführt. Dabei wurde seine Musik in großen Konzerthäusern wie dem Sydney Opera House, der Verbrugghen Hall und der Goosens Hall gespielt. Nach seiner Ankunft in Deutschland hat er sich dem Kapitael Zwei Kolektif (sic) angeschlossen und wirkte damit an Performances in den Clubs Milla und Strom, der Schaustelle der Pinakothek der Moderne und der WhiteBox in der Kultfabrik mit. Weitere seiner Kompositionen wurden vom Sirius Streichquartett (aus NYC), dem Ensemble Oktopus sowie als Theatermusik in Inszenierungen an der Bayerischen Theaterakademie und am Schauspielhaus Frankfurt aufgeführt.

                                                      RESCH, Gerald

                                                      Komposition

                                                      wurde 1975 in Linz geboren. Er absolvierte sein Studium der Komposition in Wien, Köln und Graz bei Michael Jarrell, York Höller und Beat Furrer. Zudem studierte er Musikwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte. Seit 2004 ist er Universitätslehrer für Musikgeschichte und Analyse an der Bruckneruniversität Wien und seit 2008 außerdem Senior Lecturer für Tonsatz und Gehörbildung an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien.

                                                      Über seine Arbeit sagt er: "Meine Musik geht von Beobachtungen aus meiner Lebenswelt aus. Begegnungen, Verzweigungen, abstrakte Muster etc. können den Beginn eines Musikstücks inspirieren. Ich mag Überlagerungen, unvorhersehbare Perspektivenwechsel und heimliche Symmetrien. Eines meiner Stücke hat die Satzüberschriften Genauigkeit, Leichtigkeit, Anschaulichkeit, Vielschichtigkeit und Schnelligkeit. Diese Begriffe stecken den Raum ab, in dem sich meine Musik bewegt." Mehr unter: www.geraldresch.at

                                                       

                                                       

                                                        SAFAIAN, Arash

                                                        Komposition

                                                        1981 in Teheran geboren, schrieb zahlreiche Werke für Orchester- und Kammermusikstücke, sowie Werke für Musiktheater. Neben zahlreichen Film- und Theatermusiken, komponierte er die Kurzoper „At-Stake“ für die Münchener Opernbiennale 2010 und das Musiktheater „on the beach“ zum 30. Jubiläum von Philipp Glass‘ „Einstein on the beach“, welches 2012 in New York unter der Regie von Robert Wilson uraufgeführt wurde. Bereits in früher Kindheit erhielt er Unterricht in Klavier, Tonsatz und Komposition. Gleichzeitig widmete er sich eigenen Zeichnungen und Gemälden. Zunächst studierte er Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg bei Peter Angermann.

                                                        Im Anschluss nahm er an der Hochschule für Musik und Theater München das Kompositionsstudium auf. Dort studierte er bei Prof. Enjott Schneider, Prof. Jan Müller-Wieland und später bei Pascal Dusapin. Arash Safaian ist Preisträger der Reinl-Stiftung Wien, des internationalen Günther-Bialas Preises München und des eon-Kulturpreises Bayern. Er erhielt das Stipendium des internationalen Künstlerhauses Villa Concordia Bamberg und der Cité des Arts Paris.

                                                          SALVATORI, Jacopo

                                                          Komposition, Pianist

                                                          wurde in Fiesole geboren. Mit fünf Jahren erhielt Klavierunterricht bei Prof. Tiziano Mealli. 2006 schloss er sein Studium mit einer speziellen Ehrenerwähnung der Jury ab. Danach begann er sein Studium der Komposition und der Jazz Musik und erweiterte seine Kenntnisse des klassischen Repertoires. Er bildete sich als Kammermusik-Pianist und als Solist in einigen der wichtigsten Musikakademien Italiens fort. In diesen Jahren machte er viele Erfahrungen als Kammermusiker bei renommierten Professoren wie Dario de Rosa, Maureen Jones, Enrico Bronzi, und als Solist bei einigen bekannten Didaktikern wie Prof. Konstantin Bogino, Boris Petrushansky und Piero Rattalino. Im Mai 2010 erreichte er als Pianist das höchste Studienniveau Italiens bei M° Maurizio Baglini, außerdem setzte er seine Ausbildung im Fach Klavier in Deutschland als Privatstudent von Prof. Wolfram Schmitt-Leonardy fort. Im Mai 2009 produzierte OnClassical ein Monographisches Album mit Werken von Claude Debussy, welche von Salvatori eingespielt wurden. Derzeit ist er Masterstudent des deutschen Komponisten Moritz Eggert an der Hochschule für Musik und Theater München.

                                                            SCHACHTNER, Johannes X.

                                                            Komposition, Dirigent, Solist

                                                            arbeitet nach seinem Studium in den Fächern Komposition und Orchesterdirigieren und Stipendienaufenthalten in Bamberg und Paris als freischaffender Dirigent und Komponist.
                                                            Er leitete am Pult Orchester wie die Münchner Symphoniker, die Bad Reichenhaller Philharmoniker oder die Bayerische Kammerphilharmonie sowie zahlreiche Ensembles im Bereich der Neuen Musik. Musiktheaterproduktionen führten ihn u.a. ans Vorarlberger Landestheater oder zur Münchner Biennale. Seit 2014 ist er musikalischer Leiter des Jugendensemble für Neue Musik, Bayern (JU[MB]LE).

                                                            Sein umfangreiches kompositorisches Werk wird von international renommierten Solisten wie Julia Fischer, Adrien Boisseau, Julius Berger, Maximilian Hornung oder dem Dirigent Ulf Schirmer aufgeführt und er erhielt zahlreiche Aufträge, zuletzt etwa von der Münchner Biennale. Der Leopold-Mozart-Violinwettbewerb 2016 beauftragte ihn mit der Komposition des Pflichtstücks, für Julia Fischer und Daniel Müller-Schott entsteht im Auftrag des Kronberg Academy Festival 2019 ein Doppelkonzert.

                                                            Für sein Schaffen, das regelmäßig in Porträtkonzerten zu hören ist und darüber hinaus u.a. auf zwei Portrait-CDs dokumentiert ist, wurde Johannes X. Schachtner vielfach bei Wettbewerben ausgezeichnet. Er erhielt u.a. 2013 den Musikförderpreis der Landeshauptstadt München, 2014 den bayerischen Kunstförderpreis. Zudem ist er regelmäßig als Kurator von Konzerten und Projekten im Bereich der zeitgenössischen Musik tätig.

                                                            Mehr unter: www.jxschachtner.com

                                                              SCHMITT, Markus

                                                              Komposition

                                                              wurde 1965 in München geboren und studierte Komposition an der Münchener Musikhochschule bei Wilhelm Killmayer und Hans-Jürgen von Bose. Wichtige künstlerische Anregungen verdankt er u.a. dem Kontakt mit Hans Werner Henze, seinen Klavierstudien bei Ansgar Janke und nicht zuletzt dem intensiven Austausch mit zahlreichen Komponisten und Interpreten seiner Generation. Er lehrt am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg. Sein Œvre umfasst Vokal- und Kammermusik, Orchester- und Bühnenwerke, darunter die für die Münchener und Zürcher Opernfestspiele 2001 entstandene Kammeroper „aiaia“ oder die Bühnenmusik zu Dieter Dorns Inszenierung des „Kaufmann von Venedig“. Weitere musikdramatische Werke waren an der Kammeroper Rheinsberg, am Theater Osnabrück, sowie an der Staatsoper Kassel zu hören. Markus Schmitt wurde vielfach ausgezeichnet, trat als Gastkomponist auf renommierten Festivals auf und war u.a. Stipendiat der Deutschen Akademie „Villa Massimo“ und des „Deutschen Studienzentrums“ in Venedig. Mehr unter: http://musikverlag-nickel.eu/Schmitt/

                                                               

                                                                SCHWENK, Fredrik

                                                                Komposition

                                                                wurde 1960 in München geboren. Er studierte Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität sowie Komposition bei Wilhelm Killmayer an der Hochschule für Musik und Theater in München. Im Jahr 2000 wurde er als Professor für Musiktheorie und Komposition an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg berufen. Zusammen mit Peter Michael Hamel leitete er das Studio 21. Ebenfalls war er künstlerischer Leiter der deutsch-französischen Akademie Opus XXI. Die Verbindung beider Länder zieht sich durch seine Biografie: 2009 übernahm er die Leitung des Doppelmasters Komposition zwischen der HfMT Hamburg und dem CNSMD Lyon.

                                                                Kompositionsaufträge erhielt er von namhaften Institutionen u.a. von der 3. Münchener Biennale, der Oper Halle, der Akademie der Schönen Künste München und dem Oldenburgischen Staatstheater. Er erhielt zudem zahlreiche Auszeichnungen, darunter den 1. Preis der Fondation Hindemith, den Kulturförderpreis der Stadt München und den Sonderpreis der Siemens-Kulturstiftung. Mehr unter: de.wikipedia.org/wiki/Fredrik_Schwenk

                                                                  SMITH, Tom

                                                                  Komposition

                                                                  wurde 1988 in Derby, England geboren. Er ist Pianist, Organist, Sänger und Komponist. Derzeit lebt er in München, wo er im Master Komposition bei Hans-Jürgen von Bose studiert. Zuvor schloss er sein Studium in Musik am Christ's College Cambridge ab. Sein Stück „Where Shall I Flee?“ wurde anlässlich des 500jährigen Bestehens des Christ's Colleges in Cambridge uraufgeführt. Er erhielt den Canon Greeville Cooke-Preis und den Vincent E. Lam-Preis für Komposition. 2008 gründete und leitete er das Vokaloktett Cantabulous, das immer noch erfolgreich auf den Britischen Inseln auftritt. Nach seinem Abschluss wurde er als Musiker in Residence an der Gordonstoun School in Moray angestellt, bis er nach Rom zog. Dort wurde er stellvertretender Organist an der Anglikanischen Allerheiligenkirche und stellvertretender Leiter der New Chamber Singers, die in ganz Italien Konzertprojekte und Aufnahmen realisieren. Seine Kompositionen wurden in Großbritannien und Italien gespielt. Außerdem wurde „Prometheus“ für Bariton und Streichtrio im Auftrag der Siemens Stiftung vor kurzem in München uraufgeführt.

                                                                    STRAUCH, Alexander

                                                                    Komposition

                                                                    wurde 1971 in München geboren. Sein Hauptaugenmerk auf dem Musiktheaters, so konnte man zuletzt konnte man 2014 Styx – Orfeo's Past Now erleben, davor waren z.B. NEDA – der Ruf, die Stimme (Münchener Biennale, 2012), oder UTOPER nach Thomas Morus' Utopia (Semperoper Dresden, Hochspannungshalle der TU Dresden, 2009). Wichtige Kompositionsaufträge erhielt er u.a. von der Münchener Biennale, der Bayerischen und der Sächsischen Staatsoper und dem Münchener Kammerorchester. Strauch war u.a. Stipendiat der Cité Internationale des Arts in Paris und der Villa Concordia in Bamberg. Seine Werke wurden u.a. durch BR, DLR und Deutsche Welle aufgezeichnet und gesendet. Er studierte an den Musikhochschulen in München und Frankfurt/M. u.a. bei Hans Zender und Isabel Mundry. www.strauchcomposer.de

                                                                      SYRSE, Diana

                                                                      Komposition

                                                                      studierte an der National School of Music in Mexico City Komposition bei Dr. Gabriela Ortiz und Gesang bei Edith Contreras. Im Performer-Composer Programm am Californian Institute of the Arts (Los Angeles, CA) erlangte sie ihren Master in Fine Arts. Einen zweiten Masterabschluss machte sie an der Hochschule für Musik und Theater München im Fach Komposition bei Prof. Moritz Eggert.

                                                                      Ihr Werk umfasst Kammermusik, Chor- und Orchesterwerke, Musiktheater, Elektronische Musik und Opern. Ihr Fokus liegt auf der Interpretation von lateinamerikanischer sowie zeitgenössischer Musik inklusive erweiterter Vokaltechniken und elektronischer Medien. Bei internationalen Festivals in Mexiko, Kanada, den USA, China, Deutschland und Holland gab sie Seminare und nahm als Komponistin und Interpretin teil. Aufträge und Auszeichnungen erhielt sie von verschiedenen Organisationen wie der Siemens Stiftung, der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und der Künstlerresidenz des Banff Centre. Mit der Gründung des Breakout Ensembles und in ihrer neuen Oper Arsenikblüten widmet sie sich derzeit verstärkt der Neuen Musik.

                                                                        USTWOLSKAJA, Galina

                                                                        Komposition

                                                                        (1919-2006) studierte von 1937 bis 1939 an der Musikfachschule ihrer Geburtsstadt Petrograd (St. Petersburg) und bis 1947 am dortigen Rimski-Korssakow-Konservatorium. Hier erhielt sie eine Aspirantur und leitete schließlich eine Kompositionsklasse an der dem Konservatorium angegliederten Musikfachschule. Ihr Kompositionslehrer Dmitri Schostakowitsch äußerte sich begeistert über sie. Mehrfach setzte er sich gegen den Widerstand seiner Kollegen im Komponistenverband für sie ein. Ustwolskaja gilt neben Sofia Gubaidulina als die bedeutendste Komponistin Russlands. Ihr Werkkatalog ist überaus konzentriert, ihre musikalische Botschaft lapidar und kompromisslos.

                                                                        Ustwolskajas Kompositionen sind „sinfonisch“
gedacht, unabhängig von ihrer tatsächlichen Besetzung oder zeitlichen Ausdehnung. Sie schreibt eine asketische, von unerhörter rhythmischer Kraft getragene Musik. Im Notenbild fehlen häufig Taktstriche, was erstaunlich asymmetrische polyphone Konstruktionen hervorbringt. Dynamische Entwicklungen sind fast auf reine Terrassendynamik reduziert und von extremen Kontrasten geprägt. Die von ihr vertonten vornehmlich christlichen Texte sind aphoristisch und konzentriert. Ihre Werke künden von einem strengen, unabhängigen Geist, von unerbittlichem Willen und tiefer Gläubigkeit.

                                                                          UZOR, Charles

                                                                          Komposition

                                                                          lebt und arbeitet in Sankt Gallen. Er wurde in Nigeria, Udo Mbaise, geboren. Zur Zeit des Biafrakriegs kam er als Kind in die Schweiz. Ab 1982 studierte er in Rom Musik, später an den Berner und Zürcher Konservatorien Komposition und Oboe. Darauf folgte ein Postgraduiertenstudium an der Royal Academy of Music der University of London. 2005 verteidigte er seine Promotion.

                                                                          Uzor komponierte im Besonderen Musiktheater, Orchester- und Chormusik. 2010 wurde sein Violinkonzert "For Aung San Suu Kyi" uraufgeführt.

                                                                          Mehr unter: www.musinfo.ch

                                                                            WEIß, Michael B.

                                                                            Komposition

                                                                            wurde 1974 geboren. Er studierte zunächst Musikwissenschaft, Philosophie und Literaturwissenschaft in München. In seiner Magisterarbeit untersuchte er die Thematik der musikalischen Autortheorie. Seit 2000 studiert er Komposition bei Hans-Jürgen von Bose. Weiß arbeitet zudem als Musikjournalist und schreibt an seiner Doktorarbeit in Philosophie über die "Philosophische Ästhetik im 18. Jahrhundert".

                                                                            2002 war er Finalist beim 1. Internationalen Opernwettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg mit einem Projekt über den Serienmörder Jeffrey Dahmer.

                                                                              ZAININGER, Albin

                                                                              Komposition

                                                                              wurde 1962 in Wels geboren und studierte an der Musikuniversität „Mozarteum“ in Salzburg Er ist Begründer und Mitglied diverser Ensembles und Orchester und
seit 2006 Direktor der Landesmusikschule Marchtrenk in Oberösterreich. Er war Juror
u.a. bei Prima La Musica und den European Brassband Championships.

                                                                                Artists

                                                                                Breakout Ensemble

                                                                                Ensemble

                                                                                Das Breakout Ensemble wurde als Musikerkollektiv in München gegründet. Es besteht aus einem Vokal- und einem Instrumentalensemble. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt darauf, neue Formen, Genres und musikalische Experimente einem weiten Publikum näher zu bringen.

                                                                                Ihr Repertoire beinhaltet Werke aus dem 20. und 21. Jahrhundert der zeitgenössischen klassischen Musik, der Popularmusik, der Weltmusik, der Experimentalmusik und auch aus Eigenkompositionen sowie Arrangements der Mitglieder. Neben Konzertauftritten beteiligt sich das Kollektiv an Theater- und interdisziplinären Projekten. Ihre Arbeit wird sehr stark von Einflüssen aus Europa, Lateinamerika und Nordamerika beeinflusst. An diesen Standorten arbeiteten die Ensemblemitglieder bereits an einer Vielzahl von Institutionen als Solisten.

                                                                                Mehr unter: www.breakoutensemble.com

                                                                                  CASTILLO, Gustavo

                                                                                  Gesang

                                                                                  wurde in Mexiko-City geboren. Seinen ersten Musikunterricht erhielt er in der dortigen Escuela Nacional de Mùsica-UNAM bei Josè Briano, Enrique Jaso und Roberto Banuelas. 2011 begann er an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Sylvia Greenberg zu studieren. Er besuchte Meisterkurse u.a. bei Veronica Villarroel, Johann Domeman und Denise Massè. 2006 gab er sein Debüt als Sgt. Edward in Gilbert und Sullivans „The Pirates of Penzance“ im Teatro de la Ciudad de Mexico unter dem Dirigat von Michael Meisner im Rahmen des Festivals Viva Vivaldi. Weitere Rollen, die er in Mexiko in verschiedenen Theatern spielte, waren u.a. Il Commendatore aus „Don Giovanni“, Bartolo aus „Le Nozze di Figaro“, Le Fateuille/L'arbre in Ravels „L'enfant et les sortileges“ sowie El Rey in Montsalvages „El Gato con Botas“. In Deutschland erweiterte er sein Repertoire und sang den Astolfo in Vivaldis „Orlando Furioso“, El Cantaor in „La Vida Breve“ von Manuel de Falla, den Sancho in Mendelssohns „Die Hochzeit des Camacho“, Timagine in Händels „Poro“ und den Darlemont in Donizettis „I passi per pregetto“.

                                                                                    DUFFE, Florian

                                                                                    Videokunst

                                                                                    Videokünstler, Filmeditor lebt und arbeitet in München.
                                                                                    2010 Abschluss „Neue Medien“ an der Kunstakademie München, bei Prof. Klaus von Bruch. Bewegt sich im Spannungsfeld zwischen konzeptueller Kunst, Filmschnitt und Soundexperimenten. In seinen künstlerischen Arbeiten interessiert er sich oft für das Virtuelle: Dinge ohne Haptik, Worte, die einen breiten Bedeutungsrahmen erschließen, Töne, die einen anderen Raum erzählen. Für die Arbeit bei aDevantgarde wird Duffe zu einer Komposition Bilder finden, die komplett durch Textanimation, vergleichbar mit Einblendtafeln bei einem Stummfilm, im Kopf des Betrachters entstehen. 

                                                                                      EGGERT, Moritz

                                                                                      Komposition, Klavier

                                                                                      wurde 1965 in Heidelberg geboren. Als Komponist setzt er sich gerne zwischen alle Stühle, was sowohl das avantgardistische wie auch das klassische Konzertpublikum verunsichert. Durch in den Medien viel diskutierte Projekte wie „Die Tiefe des Raumes“ (Fußballoratorium, geschrieben für die Ruhrtriennale im Auftrag des Kulturprogramms der WM 2006) oder „Freax“ (Oper, zusammen mit Christoph Schlingensief) versucht er konstant das gängige Bild der Neuen Musik als Angelegenheit alleine für ein Expertenpublikum zu unterminieren. Neben seinem Schwerpunkt im Bereich Musiktheater, für das Eggert bisher 11 Opern schrieb, pflegt er gerne die kammermusikalischeren oder experimentelleren Zwischentöne zum Beispiel in seinem Liederzyklus „Neue Dichter Lieben“ oder seinem Klavierzyklus „Hämmerklavier“. Zu seinen aktuellen Projekten gehören neue große Opern für Linz und Berlin, eine Vertonung der Nutzungsbedingungen von Google für Sänger und Orchester, eine „Kochoper“ für Hamburg und eine Symphonie für Autohupen.

                                                                                      Als Pianist, Sänger, Dirigent und Performer setzt sich Eggert nicht nur für das zeitgenössische sondern auch für das klassische Repertoire ein, besonders im Bereich Lied und Kammermusik. Für die Neue Musikzeitung betreibt er den „Bad Blog of Musick“, den meistgelesenen Blog zum Thema zeitgenössische Musik in Deutschland. Mehr unter: www.moritzeggert.de

                                                                                        ensemble risonanze erranti

                                                                                        Ensemble

                                                                                        Das ensemble risonanze erranti besteht aus befreundeten Musikern, die sich aus Orchester- und Kammermusikformationen kennen. Ungewöhnliche Auftrittsorte und stilistisch möglichst vielfältige Programmkonstellationen sind Teil des Konzeptes. Als Solisten musizierten u.a. Thomas E. Bauer und Benedict Kloeckner mit dem Ensemble. 2011 spielte das ensemble risonanze erranti unter Peter Tilling im Museum Brandhorst das Programm Broken Symmetries mit einer Uraufführung von Jens Joneleit, der Erstaufführung der 2. Symphonischen Musik von Ernst Krenek sowie Werken von Feldman und Herbert Eimert. Das Konzert wurde vom BR übertragen. 2012 gab das Ensemble ein Konzert zum 60. Geburtstag von Wolfgang Rihm in der Pinakothek der Moderne, außerdem spielte es beim Literaturfest München (Rihms Stabat Mater und Verzeichnung) sowie bei den Klangspuren plus in der Black box des Gasteigs. 2014 spielten die Musiker neue Werke von Eres Holz, Jan Masanetz und Johannes Motschmann gemeinsam mit Musik von Peter Eötvös und Peter Ruzicka im Schwere Reiter, München und beim Zeitgenuss Festival Karlsruhe. Mehr unter: www.ensemble-risonanze-erranti.de/

                                                                                          Ensemble Schwerpunkt

                                                                                          Ensemble

                                                                                          Das Blechbläserquintett Ensemble Schwerpunkt wurde 2009 von fünf Studierenden der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover gegründet und hat sich rasch als einzigartiges und experimentierfreudiges Ensemble einen Namen gemacht. Als „Schwerpunkt“ präsentieren die jungen Musiker ein aufregendes und anspruchsvolles zeitgenössisches Repertoire, oft in Verbindung mit traditionellen Werken, und arbeiten aktiv mit Komponisten an neuen Stücken für Blechbläserquintett zusammen. Bisher wurden Kompositionsaufträge von den unterschiedlichsten Institutionen erteilt u.a. von der schwedischen Kulturstiftung, dem Berliner Senat, dem Forschungsinstitut für Musik und Gender Hannover und dem Madetoja Foundation. In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk und dem Deutschlandfunk entstanden mehrere Aufnahmen.

                                                                                          Innerhalb von weniger als einem Jahr spielte das Ensemble sein Debut-Konzert beim „LjudOLjud“ Festival in Stockholm, gewann den Felix-Mendelssohn-Preis für Kammermusik des Preußischen Kulturbesitzes in Berlin und trat live beim Norddeutschen Rundfunk auf. Mehr unter: www.ensembleschwerpunkt.com

                                                                                            GARCIDUENAS, Dora

                                                                                            Gesang

                                                                                            wurde in Guanajuato, Mexiko geboren. Sie beendete ihr Gesangsstudium mit Auszeichnung an der Escuela Nacional de Música-UNAM. Prägend für ihre weitere Entwicklung waren u.a. Meisterkurse bei Francisco Araiza, Marioara Trifan und The King Singers. Als Solistin sang sie an wichtigen Theatern und bei Veranstaltungen in Mexiko, so u.a. bei Ars Vocalis Mexiko, dem 10. Internationals Operntreffen von Saltillo sowie mehrmalig beim internationalen Festival Cervantino mit bekannten Musikinstitutionen wie u.a. dem Sinfonieorchester und dem Kammerorchester der Universität Guanajuato, dem Kammerorchester von Ensenada und dem folklorischen Ballett der Universität Guanajuato. 2011 war sie Teil des “Coro de Madrigalistas” des Instituts für schöne Künste. Hier sang sie für die CD-Aufnahme „Voces del Alma“ dirigiert von Digna Guerra. Bereits in vielen Rollen ihres Faches stand sie auf der Bühne u.a. als Gasparina in „La Canterina“, Bastienne in „Bastien und Bastienne“, Despina „Cosí fan tutte“ und Adina in „L´elisir d´amore“. 2009 erhielt sie ein Stipendium des Kulturinstitutes von Guanajuato im Programm “Incentives to Create”.

                                                                                             

                                                                                              JAKOBSSON, Janne

                                                                                              Tuba

                                                                                              begann das Tubaspiel im Alter von 10 Jahren in einem lokalen Bläserensemble in Finnland. Er hat sein Bachelorstudium am Lahti Konservatorium Finnland und sein Masterstudium am Malmö College of Music in Schweden abgeschlossen. Kürzlich vervollständigte er seine Studien an der Hochschule für Musik in Hannover bei Professor Jens Bjorn-Larsen. Er hat mit zahlreichen Orchestern und Ensembles in Finnland und Deutschland konzertiert, wie dem Lahti Symphony Orchestra und dem Philharmonischen Orchester der Hansestadt Lübeck. Zurzeit ist er Tubist bei der finnischen Navy Band in Turku sowie Mitglied des Ensemble Schwerpunkt.

                                                                                                JOHANNS, Thorsten

                                                                                                Klarinette

                                                                                                wurde in Krefeld geboren. Er studierte Klarinette bei Prof. Ralph Manno an der Musikhochschule Köln. Bevor er 2002 im Alter von 25 Jahren Soloklarinettist des WDR-Sinfonieorchesters Köln wurde, war er drei Jahre stellvertretender Soloklarinettist der Essener Philharmoniker. Nach seiner Professur am Conservatorium in Maastricht (NL) wurde er 2014 an die Musikhochschule 'Franz Liszt' in Weimar berufen.

                                                                                                Johanns konzertiert regelmäßig als Solist und arbeitete u.a. mit den Dirigenten Sir Neville Marriner, Semyon Bychkov, Eivind Aadland, Jonathan Stockhammer und Dan Ettinger zusammen. Als erster und bis heute einziger deutscher Klarinettist wurde er persönlich vom Chefdirigenten Alan Gilbert wiederholt nach New York eingeladen, um dort als Solist mit dem New York Philharmonic Orchestra zu spielen. Wiederholte Engagements als Solo-Klarinettist bei den Berliner Philharmonikern zählen ebenso zu seinen Tätigkeiten, wie Gastauftritte bei den Münchner Philharmonikern, dem Deutschen Sinfonieorchester Berlin und dem Ensemble Modern Frankfurt. Mehr unter: www.thorstenjohanns.de

                                                                                                  JÜNEMANN, Anne

                                                                                                  Videokunst

                                                                                                  geboren 1979 in der Hansestadt Rostock, wechselte sie nach drei Jahren als Stewardess ihre Profession und entschied sich für den Film. Neben der freiberuflichen Arbeit begann sie 2007 das Montagestudium an der Filmuniversität “Konrad Wolf” Potsdam Babelsberg. Ihr Diplomfilm “Am Anfang” wurde neben der Festivalauswertung sowohl von Arte als auch dem RBB ausgestrahlt. Als diplomierte Schnittmeisterin ist sie in der Auswahl ihrer Projekt weiterhin neugierig und schneidet sowohl Kurz- als auch Langformate. Neben dem dramaturgischen Ansatz steht besonders das Leben, Fühlen und freie Denken im Interesse ihres Schaffens.

                                                                                                    JU[MB]LE

                                                                                                    Ensemble

                                                                                                    JU[MB]LE – Jugendensemble für Neue Musik Bayern wurde 2014 auf Initiative der Komponisten Alexander Strauch und Johannes X. Schachtner gegründet, um Nachwuchsmusikerinnen und -musiker aus Bayern zwischen 14 und 23 Jahren für Neue Musik zu begeistern. Neuartige Hörerlebnisse, ungewöhnliche Klänge und neue Notationsarten sind dabei, wenn in kammermusikalischer Sinfonietta-Besetzung das Rad der Musikgeschichte etwas voran gedreht wird. In mehreren Probenphasen mit hochkarätigen Dozenten und Komponisten erarbeitet JU[MB]LE ein Programm, das im Gründungskonzert am 13. Juni 2015 in der Black Box des Münchner Gasteigs im Rahmen des 13. aDevantgarde-Festivals vorgestellt wird.

                                                                                                    Träger von JU[MB]LE ist der Tonkünstlerverband München e. V. Unterstützt wird JU[MB]LE vom Bayerischen Musikrat, Kulturreferat der Landeshauptstadt München, Tonkünstlerverband Bayern e. V., Verband Bayerischer Schulmusiker e. V., Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen e. V. und der Versicherungskammer Kulturstiftung. Mehr unter: www.jumble-bayern.de

                                                                                                      KUFFERATH, Elisabeth

                                                                                                      Viola und Violine

                                                                                                      erhielt ihre Ausbildung bei Uwe-Martin Haiberg und Nora Chastain in Lübeck. Als Stipendiatin studierte sie bei Donald Weilerstein am Cleveland Institute of Music. Seit 2009 ist sie Professorin für Violine an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Seit seiner Gründung 1992 ist sie Mitglied im Tetzlaff Quartett, das u.a. bereits in der Berliner Philharmonie, im Wiener Musikverein und in der Carnegie Hall in New York konzertierte. Auch als Solistin war sie sehr erfolgreich und trat mit einer Vielzahl an Klangkörpern auf wie dem WDR-Sinfonieorchester, dem Münchener Kammerorchester und dem Kölner Kammerorchester.

                                                                                                      Neue Musik spielt eine große Rolle für Kufferath. So hob sie das ihr gewidmete Werk "Himmelfahrt" für Viola sola von Jan Müller-Wieland beim Feldkirch Festival aus der Taufe und spielte Uraufführungen und Ersteinspielungen u.a. von Thorsten Encke, Manfred Trojahn, Johannes Schöllhorn und Elliott Carters. Über eine Aufführung der Sequenza VIII von Luciano Berio schrieb die Hannoversche Allgemeine: ‘Elisabeth Kufferath brilliert, weil sie eins ist mit ihrem Instrument. Sie beherrscht die avantgardistische Kompositionspraxis ebenso perfekt wie die klassischen Spieltechniken …“ Mehr unter: www.hmtm-hannover.de

                                                                                                        MALLAUN, Martin

                                                                                                        Zither

                                                                                                        Der Musiker und Biologe Martin Mallaun arbeitet erfolgreich in völlig konträren Bereichen: zum einen untersucht er als Botaniker die Auswirkungen des Klimawandels im Hochgebirge. Zum anderen beschäftigt er sich als Zitherspieler mit einem breiten Spektrum an Musikstilen – von zeitgenössischer Musik über Volksmusik bis hin zu europäischer Lautenmusik.

                                                                                                        1975 in Kitzbühel/Tirol geboren, studierte er Konzertfach Zither am Tiroler Landeskonservatorium bei Harald Oberlechner und Botanik an der Universität Innsbruck. Während und nach seinen Studien besuchte er Workshops im Bereich der historischen Aufführungspraxis (Hopkinson Smith, Rolf Lislevand, Jürgen Hübscher) und der zeitgenössischen Musik/Improvisation. Prägend für seine musikalische Entwicklung waren private Studien beim Lautenisten Hubert Hoffmann in Wien.

                                                                                                        Neben der Zusammenarbeit mit diversen Musikern, Schauspielern und Schriftstellern begründete er zahlreiche eigene Projekte. Er erhielt Engagements als Solist beim National Royal Scottish Orchestra, Orchestre National des Pays de la Loire und dem Orchestre de Picardie.

                                                                                                        Im Jahr 2004 war Martin Mallaun Preisträger beim 1. Volkmann-Preis (München), dem ersten internationalen Wettbewerb für Zither, in dessen Jury er 2008 berufen wurde. Für sein Solo-Debut „zwischen steinen“ wurde er 2005 mit dem Pasticcio-Preis von Radio Ö1 ausgezeichnet. 2010 erschien seine CD „OMONÉRO“ mit zeitgenössischer Musik für Zither Solo. In den Jahren 2012/13 ist Martin Mallaun Stipendiat des österreichischen Außenministeriums im Programm NASOM (New Austrian Sound of Music).

                                                                                                        Martin Mallaun arbeitet derzeit als freischaffender Musiker und als Musiklehrer im Tiroler Musikschulwerk. Er konzertiert in zahlreichen Ländern - von Frankreich über Tschechien bis Japan - und ist Gast auf internationalen Festivals (u. a. Edinburgh International Festival/UK, Münchener Biennale/D oder Klangspuren/A). Seit 2001 ist er zudem Mitarbeiter im Forschungsprojekt GLORIA, das die Auswirkungen des Klimawandels auf die Vegetation alpiner Ökosysteme untersucht.

                                                                                                         

                                                                                                          MARISA, Verena

                                                                                                          Komposition

                                                                                                          ist eine deutschbrasilianische Komponistin. Sie spielt Theremin, Violine und Klavier. In München studierte sie klassische Komposition, Filmkomposition sowie Jazzkomposition, mit Gastaufenthalten am Californian Institute of the Arts (Los Angeles) und am Conservatório de Tatuí (Brasilien). Stets sucht sie die Verbindung ihrer Musik mit visueller Kunst, Bewegung und Wort. Sie komponierte Musiktheater u.a. für die Neuköllner Oper in Berlin, sowie Orchester- und Kammermusik für das New York-basierte Sirius String Quartet, das Schauspiel Frankfurt, St. Michael München, das Siemens Arts Program sowie das Symphonieorchester der Studienstiftung. Verena Marisa erhielt den Förderpreis des Berliner Opernpreises sowie den Preis des Int. aDevantgarde-Opernwettbewerbs. Kürzlich wurde sie mit dem Deutschen Filmmusikpreis in der Kategorie „Nachwuchs“ ausgezeichnet. Mit „Operation Zucker“ war sie für den Grimme-Preis nominiert und erhielt den Deutschen Fernsehpreis.

                                                                                                            MÖSENBICHLER, Johann

                                                                                                            Dirigent

                                                                                                            wurde als Professor an die Anton Bruckner Privatuniversität in Linz berufen. Seine Studien in den Fächern Klarinette, Saxofon und Dirigieren absolvierte er am Bruckner-Konservatorium in Linz und an der Hochschule für Musik in Wien. Konzertauftritte, die Arbeit als Gastdirigent sowie umfassende Vortrags-, Lehr- und Jurorentätigkeiten bei verschiedensten Seminaren, Workshops und Wettbewerben führten ihn nach Asien, USA und in viele Länder Europas. Für seine Tätigkeiten erhielt Mösenbichler zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen. Im Jahre 2000 wurde er zum künstlerisch-wissenschaftlichen Leiter der MID EUROPE in Schladming bestellt.

                                                                                                            Seit Mai 2006 ist Mösenbichler Chefdirigent des Polizeiorchesters Bayern. Mehr unter: www.polizei.bayern.de

                                                                                                              PAYER, Roman

                                                                                                              Tenor

                                                                                                              Bereits im Alter von acht Jahren begann der gebürtige Wiener seine musikalische Ausbildung. Er war Mitglied und später auch Sopransolist der Wiener Sängerknaben. Seine Gesangsausbildung absolvierte er am Konservatorium seiner Heimatstadt bei Helga Wagner und Lucia Meschwitz. Sowohl das Sologesangs- als auch das Opernstudium schloss er mit Auszeichnung ab. Bereits während des Studiums wirkte der junge Sänger als Tenorsolist in den bedeutenden Kirchen Wiens und sang dort sämtliche Messen der Wiener Klassiker. Payer ist ein gern gesehener Gast auf den Konzertbühnen Europas, unter denen folgende besonders hervorzuheben sind: Herodes-Atticus-Theater/Athen, Philharmonie Luxemburg, und Wiener Musikverein und Konzerthaus.

                                                                                                              Sein vielfältiges Repertoire erstreckt sich von der Renaissance bis hin zur Moderne mit Schwerpunkt auf geistlicher Musik. Neben seiner Konzerttätigkeit ist Payer vor allem als Opernsänger zu erleben. Seine letzten wichtigen Engagements führten ihn u.a. an die Oper Leipzig und die Theater in St. Gallen, Innsbruck, Darmstadt und Coburg.

                                                                                                                Polizeiorchester Bayern

                                                                                                                Orchester

                                                                                                                Das Polizeiorchester Bayern ist ein professionelles Blasorchester der Bayerischen Polizei. Es wurde 1951 in Rebdorf bei Eichstätt gegründet und kann auf eine über 60-jährige, bewegte Entwicklung zurückblicken. Aus ursprünglich 30 Polizisten entwickelte sich ein konzertantes Blasorchester mit heute 46 studierten Berufsmusikerinnen und -musikern. Seit 2006 steht das Polizeiorchester Bayern unter der Leitung von Chefdirigent Professor Johann Mösenbichler.

                                                                                                                Das Polizeiorchester Bayern versteht sich als Bindeglied zwischen Polizei und Bürgern. Es stellt sich in den Dienst der guten Sache, indem es in Kooperation mit Veranstaltern aus ganz Bayern und darüber hinaus jährlich bis zu 60 Benefizkonzerte zu sozialen, karitativen und kulturellen Zwecken spielt.

                                                                                                                Das Repertoire des Polizeiorchesters Bayern ist sehr umfangreich und schließt originale Kompositionen der symphonischen Blasmusik sowie Bearbeitungen von klassischen Ouvertüren, Operetten, Filmmusiken, Musicals, Konzertmärschen und Opernauszügen mit ein. Mehr unter: www.polizei.bayern.de

                                                                                                                  RODRIGUEZ, María José

                                                                                                                  Gesang

                                                                                                                  begann ihre musikalische Ausbildung in Violine und Klavier. Gesangsunterricht nahm sie u.a. bei Roberto Bañuelas, Susan Young sowie zurzeit bei Luis Ledesma und Alfredo Daza. Sie ist Teil des Belcanto Artists Opernstudios in München. Meisterklassen und Korrepetition führten sie zu Graciela Araya, Rogelio Riojas- Nolasco, André Dos Santos und Álvaro Ramírez.

                                                                                                                  Ihr Debüt in Deutschland gab sie als Arminda in Mozarts “Die Gärtnerin aus Liebe” beim Opernfestival Gut Immling in Zusammenarbeit mit der Staatsoper Berlin. Außerdem sang sie in Deutschland die Angelica in Vivaldis “Orlando Furioso” sowie in Verdis “Aida” die Sacerdotessa und in “Il Trovatore” die Ines. In Mexiko trat sie in diversen Mozartopern in den Rollen Pamina, Contessa d'Almaviva, Zerlina, Auretta und Madame Herz auf. Sie wurde mit dem 1. Preis im XVII. Gesangswettbewerb „Francisco Araiza“ - UNAM, dem „Pepita Serrano Price“ und dem „Antonio Haas Price“ im Internationalen Gesangswettbewerb Sinaloa 2009 und 2011 und dem FONCA Stipendium 2010-2011 ausgezeichnet.

                                                                                                                    RUDOLFSSON, Mikael

                                                                                                                    Posaune

                                                                                                                    geboren 1987 in Stockholm, ist als Solist, Kammer- und Orchestermusiker aktiv. Im Alter von 20 Jahren wurde er als Solo-Posaunist des Gävle Symfonieorkesters engagiert. Er repräsentierte im darauf folgenden Jahr Schweden im Europafinale des Lions Music Prize, trat als Solist mit dem Orkester Norden auf und gewann einen Sonderpreis beim Internationalen Aeolus Bläserwettbewerb in Düsseldorf. Im Herbst 2014 gewann er den schwedischen Solistenwettbewerb SIGNALpriset.

                                                                                                                    In der vergangenen Saison spielte er als Solist mit dem Far East Philharmonic Orchestra sowie die deutsche Erstaufführung von Roland Pöntinens "Blue Winter" für Posaune und Streichorchester. Seine Vorliebe für die Musik der Gegenwart hat ihn zu den verschiedensten Festivals weltweit geführt, bei welchen er als Solist oder Kammermusiker mitgewirkt hat, u.a mit dem Ensemble Modern. Er ist ständiges Mitglied des Kammerorchesters musica assoluta.

                                                                                                                    Mikael Rudolfsson studierte Posaune in Hannover bei Prof. Jonas Bylund und in Göteborg bei Ingemar Roos. Wichtige Anregungen kamen durch den in der Schweiz lebenden amerikanischen Komponisten und Posaunisten Mike Svoboda.

                                                                                                                     

                                                                                                                      SADLER, Matthew

                                                                                                                      Trompete

                                                                                                                      Matthew Sadler was born in London in 1981.  He received a First Class Degree in History from University College London in 2003, studied the trumpet in Vienna and Munich on a DAAD Scholarship, before completing his education at the Berlin Philharmonic Orchestra’s Karajan Akademie.   He is a member of the Mahler Chamber Orchestra and performs in the LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA.

                                                                                                                       Outside the orchestra, Matthew’s repertoire ranges from baroque music to new commissions.  He devotes much of his time to the natural trumpet, collaborating extensively with MusicAeterna and Teodor Currentzis, as well as appearing as a soloist with ensembles such as the Münchner Hofkapelle.  In addition to his work with Schwerpunkt, other new music projects for 2015 include Richard Ayres’ NONcerto for trumpet and several performances of George Benjamin’s opera Written on Skin.  This summer, he will also appear at the London Proms with Stravinsky’s Octet and at the Trasimeno Music Festival playing JS Bach’s Jauchzet Gott in allen Landen.

                                                                                                                      Matthew studied with Hannes Läubin and Jeroen Berwaerts; his other formative influences include Marco Blaauw and Christopher Dicken.  He lives in Munich and sits on the Board of the MCO.

                                                                                                                       

                                                                                                                        SALVATORI, Jacopo

                                                                                                                        Komposition, Pianist

                                                                                                                        wurde in Fiesole geboren. Mit fünf Jahren erhielt Klavierunterricht bei Prof. Tiziano Mealli. 2006 schloss er sein Studium mit einer speziellen Ehrenerwähnung der Jury ab. Danach begann er sein Studium der Komposition und der Jazz Musik und erweiterte seine Kenntnisse des klassischen Repertoires. Er bildete sich als Kammermusik-Pianist und als Solist in einigen der wichtigsten Musikakademien Italiens fort. In diesen Jahren machte er viele Erfahrungen als Kammermusiker bei renommierten Professoren wie Dario de Rosa, Maureen Jones, Enrico Bronzi, und als Solist bei einigen bekannten Didaktikern wie Prof. Konstantin Bogino, Boris Petrushansky und Piero Rattalino. Im Mai 2010 erreichte er als Pianist das höchste Studienniveau Italiens bei M° Maurizio Baglini, außerdem setzte er seine Ausbildung im Fach Klavier in Deutschland als Privatstudent von Prof. Wolfram Schmitt-Leonardy fort. Im Mai 2009 produzierte OnClassical ein Monographisches Album mit Werken von Claude Debussy, welche von Salvatori eingespielt wurden. Derzeit ist er Masterstudent des deutschen Komponisten Moritz Eggert an der Hochschule für Musik und Theater München.

                                                                                                                          SCHACHTNER, Johannes X.

                                                                                                                          Komposition, Dirigent, Solist

                                                                                                                          arbeitet nach seinem Studium in den Fächern Komposition und Orchesterdirigieren und Stipendienaufenthalten in Bamberg und Paris als freischaffender Dirigent und Komponist.
                                                                                                                          Er leitete am Pult Orchester wie die Münchner Symphoniker, die Bad Reichenhaller Philharmoniker oder die Bayerische Kammerphilharmonie sowie zahlreiche Ensembles im Bereich der Neuen Musik. Musiktheaterproduktionen führten ihn u.a. ans Vorarlberger Landestheater oder zur Münchner Biennale. Seit 2014 ist er musikalischer Leiter des Jugendensemble für Neue Musik, Bayern (JU[MB]LE).

                                                                                                                          Sein umfangreiches kompositorisches Werk wird von international renommierten Solisten wie Julia Fischer, Adrien Boisseau, Julius Berger, Maximilian Hornung oder dem Dirigent Ulf Schirmer aufgeführt und er erhielt zahlreiche Aufträge, zuletzt etwa von der Münchner Biennale. Der Leopold-Mozart-Violinwettbewerb 2016 beauftragte ihn mit der Komposition des Pflichtstücks, für Julia Fischer und Daniel Müller-Schott entsteht im Auftrag des Kronberg Academy Festival 2019 ein Doppelkonzert.

                                                                                                                          Für sein Schaffen, das regelmäßig in Porträtkonzerten zu hören ist und darüber hinaus u.a. auf zwei Portrait-CDs dokumentiert ist, wurde Johannes X. Schachtner vielfach bei Wettbewerben ausgezeichnet. Er erhielt u.a. 2013 den Musikförderpreis der Landeshauptstadt München, 2014 den bayerischen Kunstförderpreis. Zudem ist er regelmäßig als Kurator von Konzerten und Projekten im Bereich der zeitgenössischen Musik tätig.

                                                                                                                          Mehr unter: www.jxschachtner.com

                                                                                                                            SHARP, Timothy

                                                                                                                            Bariton

                                                                                                                            wurde in Augsburg geboren. Er widmet sich gleichermaßen dem Lied, der Oper und dem Konzert. Bühnenauftritte im „klassischen“ Baritonrepertoire, wie Graf Almaviva („Le nozze di Figaro“), Marcello („La Bohéme“), Zar („Zar und Zimmermann“) oder die Titelpartie in „Eugen Onegin“, aber auch mit zeitgenössischen Werken führten ihn u.a. an die Bayerische Staatsoper München, San Carlo in Neapel und La Fenice in Venedig. Seit 2006 arbeitet Sharp häufig mit Nikolaus Harnoncourt und dem Concentus Musicus zusammen mit denen er u.a. im Wiener Musikverein der Styriarte, in Salzburg und Paris auftrat. Außerdem konzertierte er bei vielen namhaften Häusern und Festivals u.a. der Berliner Philharmonie, den Händel-Festspielen in Halle oder beim Leipziger Bachfest.

                                                                                                                            Sharp war an vielen Erst- und Uraufführungen im In- und Ausland und an deren Einspielungen beteiligt. Die Aufnahme von "Luci mie traditrici" von S. Sciarrino erhielt den Choc du Monde und wurde vom Londoner Guardian zur "CD Of The Year" gewählt. Seine jüngste Uraufführung war die Titelpartie in der Kammeroper "Hans im Glück" von David Coleman an der Staatsoper im Schillertheater, Berlin.

                                                                                                                              TILLING, Peter

                                                                                                                              Dirigent

                                                                                                                              ist Leiter und Initiator des ensemble risonanze erranti sowie stellvertretender GMD/1.Kapellmeister am Staatstheater Nürnberg, wo er diese Spielzeit u.a. die Premiere Le Nozze di Figaro, Tristan und Isolde, Król Roger und Turandot dirigiert.

                                                                                                                              Er dirigierte u.a. das Philharmonia Orchestra London, die Münchner Symphoniker, das Orquestra Metropolitana Lissabon, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die junge deutsche philharmonie, das Cairo Symphony Orchestra, das Freiburger Barockorchester und die Göteborger Sinfoniker . 2013 leitete er bei der musica viva den SAMSTAGs-GRUSS von Karlheinz Stockhausen (erste deutsche Gesamtaufführung von SAMSTAG aus LICHT), bei der Münchner Biennale 2014 die Uraufführung der Oper Das geopferte Leben von Hèctor Parrà.

                                                                                                                              Am Opernhaus Zürich leitete er 2010 und 2014 Die Frau ohne Schatten, weiters dirigierte er Wolfgang Rihms Dionysos (Amsterdam), L’Incoronazione di Poppea (Montpellier), The Rakes Progress (Theater an der Wien), Die Fledermaus (Stuttgart) und La clemenza di Tito (Madrid). Bei den Bayreuther Festspielen 2011 dirigierte er mit großem Erfolg Tannhäuser.

                                                                                                                              Er war Assistent von Nikolaus Harnoncourt, Thomas Hengelbrock, Franz Welser-Möst, Ingo Metzmacher, Peter Eötvös und Sylvain Cambreling.  Ur- und Erstaufführungen dirigierte er von Wolfgang Rihm, Philippe Boesmans und Jens Joneleit. Mehr unter: www.peter-tilling.de

                                                                                                                                USEMANN, Verena

                                                                                                                                Altistin

                                                                                                                                Die gebürtige Hamburgerin ist seit der Spielzeit 2010/2011 Ensemblemitglied des Landestheaters Coburg, wo sie in vielen großen Rollen ihres Fachs auf der Bühne stand - als Rosina (Der Barbier von Sevilla), Romeo (I Capuleti e i Montecchi) sowie in der Titelpartie von Händels Rinaldo. In der Spielzeit 2013/2014 wurde sie für ihre Interpretation der Mélisande (Pelléas et Mélisande) und des Orpheus (Orfeo ed Euridice) in der Zeitschrift OPERNWELT als Nachwuchskünstlerin des Jahres nominiert. Ihr erstes Festengagement am Theater für Niedersachsen trat sie in der Spielzeit 2008/2009 an und sang dort mit großem Erfolg Als Hänsel gastierte sie beim Qatar Philharmonic Orchestra in Doha und als Dorabella (Cosí fan tutte) beim Opernfestival Gut Immling. Auch auf dem Konzertpodium ist Usemann als vielseitige Künstlerin in Erscheinung getreten. Verschiedene Liedprogramme führten sie u.a. zum Beethovenfest Bonn, zu den Max Reger Tagen, sowie zu den Musikwochen Weserbergland. Ihr besonderes Interesse gilt der Interpretation moderner Musik. Sie konzertierte mit dem LINOS-Ensemble, dem ensemble risonanze erranti und dem Kammerensemble für neue Musik Berlin.